Tag Archive : tasmanien

#61 – Woche in Bildern

Woche 61 – die letzten Tage in Tasmanien

1 – Montag, 08.12.2014

Cradle Mountain (Bild 1) – der wohl bekannteste Nationalpark mit dem dazu gehörigen Walk in Tasmanien steht heute auf unserer Liste. Es gibt einen 6-8-Tages-Walk von hier direkt bis zum Lake St. Claire. In der Hauptsaison, so wie jetzt, ist dieser Track allerdings nur mit Buchung im Voraus… weit voraus zu machen. Wir machen heute nur den kleinen Walk durch den Nationalpark – und der ist für uns auch vollkommen ausreichend. Zunächst mussten wir feststellen, dass wir mit dem Auto nicht bis in den Park rein können, da die Parkplätze begrenzt sind und zu diesem Tag die Schranke für uns daher unten bleibt. Wir müssen also das – immerhin kostenfreie – Shuttle hinein nehmen, müssen dafür allerdings auch spätestens um 17 Uhr wieder raus. Das heißt für uns, wir können den Climb bis zum „Gipfel“ hoch auf den Cradle Mountain nicht machen – wird zu knapp für uns. Aber der Walk ist auch ohne Bergbesteigung sehr schön. Erst, als wir uns auf dem Rückweg zum Carpark entscheiden, eine andere „schwarze“ Route zu nehmen, wird es mal kurz kritisch. Wir können keine Wegweiser mehr auf dem ohnehin schon abenteuerlichen schwarzen Pfad finden. Den Trampelspuren folgend klettern wir einen kleinen Wasserfall entlang den Berg hinab. Es ist durch das Gestrüpp eng, der Boden nass und rutschig und dann kommen wir nicht mehr weiter. Wir müssen den ganzen Wasserfall wieder zurück und Ela ist mächtig sauer. Wieder oben angekommen, finden wir dann über uns eine Wegmarkierung und kommen rechtzeitig kurz vor 5 am Carpark an. Übernachtet wird heute bereits auf dem Weg zur Westküste im Hellyer Gorge. Wir organisieren uns was zum Duschen und fallen in den wohlverdienten Schlaf.

2 – Dienstag, 09.12.2014

Wir sind wieder zurück an der Nordküste Tasmaniens, diesmal allerdings westlich von Devonport. Die Gegend um Wynyard mit ihrem Table Cape ist bekannt für ihre bunten Tulpenfelder, den Leuchtturm (Bild 2) und die schöne Küste mit tollen Stränden (Bild 3), die Fahrt dahin ist die Zeit und den Sprit wirklich wert. An einem dieser Strände, dem Boat Harbour Beach, werden wir heute übernachten. Die Landschaft ist super schön. Nur der Wind haut uns fast aus den Latschen, als wir einen kleinen Rundgang wagen.

3 und 4 – Mittwoch, 10.12.2014

Auf dem Weg weiter zur Westküste geht’s über Smithton, West Point nach Arthur River. Danach geht’s nicht wirklich weiter (nur wieder zurück in den Süden nach Hobart). Auf dem Weg von da zurück in den Norden halten wir zum Mittag essen nochmal in West Point. Dort treffen wir auf Gerhard mit seinem coolen 70er Jahre Mercedes Bus. Wir kommen sofort ins Gespräch und verstehen uns. Er wohnt schon seit Ende der 80er in Tasmanien, genauer gesagt bei Hobart und arbeitet dort als künstlerischer Tischler. Am Ende des Tages fahren wir mit ihm noch an einen halb-legalen Campspot am Meer und genießen den Abend bei leckerem Essen und Wein (Bild 4).

5 – Donnerstag, 11.12.2014

Am nächsten Morgen fahren wir wieder zurück in den Norden, nach Smithton. Wir frischen unsere Lebensmittels-Vorräte auf und machen einen Rundweg in den Takine Forest. Die Aussichten von der Straße sind durch den dichten Wald leider ziemlich eingeschränkt. Wir machen einen Mittagsstopp in einer der abgelegenen Rest-Areas (Bild 5). Ela macht leckere Eierkuchen und so geht’s frisch gestärkt weiter Richtung Devonport. Morgen fahren wir mit der Fähre aufs Festland zurück und dafür suchen wir uns einen Übernachtungsplatz in der Nähe in Penguin, wo wir leider keine Pinguine sehen (Bild 6).

 

Freitag – 12.12.2014

Heute geht’s also wieder zurück nach Melbourne. Mit der Übernachtfähre, wo wir diesmal Guardians of the Galaxy schauen. Durch den mal wieder recht starken Seegang ist das Filmerlebnis allerdings nicht so gut.

 

Samstag, 13.12.2014

Wieder in Melbourne angekommen fahren wir noch ein bisschen durch die uns mittlerweile doch sehr vertraute Großstadt und tanken mal wieder billig. Es geht weiter Richtung Norden zurück nach Sydney. Nur diesmal nehmen wir die Route über die Snowy Mountains. Wir fahren bis in den Warby Range State Park, wo wir noch morgen bleiben.

 

7 – Sonntag, 14.12.2014

Wir genießen die Ruhe im Nationalpark. Wir haben den Platz ganz für uns allein und merken sofort wieder den willkommenen Temperatur-Unterschied zum doch eher kühlen Tasmanien. Als Highlight gibt’s heute zum dritten Advent leckere Stolle (Bild 7).

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#60 – Woche in Bildern

Woche 60 – Tasmanien, von Hobart aus zum Cradle Mountain

 

 

1 – Montag, 01.12.2014

Aus dem tiefsten Süden Australiens fahren wir heute wieder gen Hobart. Nach dem gestrigen Marathon (für unsere Verhältnisse) im südlichsten Punkt Australiens, freuen wir uns auf wärmeres Wetter und im Auto „sitzen“. Vom South Cape aus sind es ja gerade einmal 2000 km bis zur Antarktis… und das merkt man auch. Während wir von Temperaturen in Sydney von über 40°C hören, wissen wir, in welche Richtung wir wieder fahren. Da wir alle Highlights auf der Stecke zurück nach Hobart auf dem Hinweg schon abgeklappert haben, geht’s zielgerichtet in die tasmanische Hauptstadt. Dort füllen wir unsere Vorräte auf, kehren noch bei „unserer“ deutschen Bäckerei ein und fahren weiter Richtung Nord-Westen. Wir wollen als nächstes zum Mount Fields National Park. Am späten Nachmittag finden wir eine kleine Boat Ramp, wo wir die Nacht verbringen (Bild 1). Hier lassen wir uns erst einmal von der Sonne wieder richtig aufwärmen.

2 – Dienstag, 02.12.2014

Heute geht’s in den Mt. Fields. Dort angekommen, starten wir auch gleich dem Walking Trek. Circa 2 Stunden laufen wir durch den Regenwald. Auf dem Weg treffen wir auch noch auf ein Filmset für ein neues australisches Drama. Am besten haben uns neben der Regenwaldkulisse die Wasserfälle gefallen (Bild 2). Danach gehen wir zur Information und buchen einen Platz am anliegenden Campingplatz – mal wieder heiß duschen und Wäsche waschen.

3 – Mittwoch, 03.12.2014

Unser Camping-Spot ist wirklich schön – im Gegensatz zum Wetter. Es regnet, und so bleiben wir erst mal hier und nutzen die Zeit für Blog-Arbeit und – ganz wichtig – das Waschen unserer Rasselbande (Ente, Schnecke, Teddy und Wombat) (Bild 2). Es ist schon unglaublich, wie viel Staub und Dreck sich während unseres Trips inzwischen bei ihnen schon wieder angesammelt hat. Dazu haben wir den ganzen Tag unsere neue Lieblingsunterhaltung am Laufen – Hörbücher.

4 – Donnerstag, 04.12.2014

Nachdem das Wetter wohl erst morgen besser wird, hängen wir noch einen Tag im Mount Fields dran. Man muss ja auch mal entspannen bei dem ganzen Reise-Stress ;-). Zum Dinner macht Ela heute Rouladen mit Rotkraut und Klößen (Bild 4)… vielen Dank an dieser Stelle noch an unsere Leipziger, die uns mit dieser deutschen Spezialität per Luftfracht versorgt und den Tag versüßt haben.

5 – Freitag – 05.12.2014

Unsere Flausche-Babies (Bild 5) und wir brechen heute wieder auf. Es geht weiter in den Cradle Mountain National Park, genauer gesagt zum Lake St. Clair. Auf dem Weg dahin läuft die Heizung im Auto auf Hochtouren, damit unsere immer noch nassen Kuscheltiere wieder richtig trocken werden. Am Lake St. Clair angekommen, können wir uns aus der großen Auswahl möglicher Wander-Routen nicht so richtig entscheiden und so beschließen wir, zu erst zur Platypus Bay runter zu gehen. Leider haben wir auch hier kein Glück, mal Schnabeltiere in freier Natur zu sehen. Egal, im Anschluss machen wir dann noch „schnell“ einen 4-Stunden Walk zum Shadow Lake, so dass wir kurz vor der Dunkelheit wieder am Auto sind. Auf dem Rückweg zurück zum Highway halten wir noch an einem Spot am Fluss, an dem wir uns noch schnell waschen. Nach diesem Lauf auch dringend nötig! Ela war dabei sichtlich „erfreut“ über die Blutegel, die wir aus unseren Socken fischen…

6 – Samstag, 06.12.2014

Fahrtag… Heute „morgen“ haben wir uns mit ein paar Australiern und Kanadiern am Camping-Platz verquatscht, so dass wir erst recht spät loskommen – auf die andere Seite des Cradle Mountain National Park und dem gleichnamigen Berg. Wir bleiben auf halber Strecke, in einem kleinen Kaff namens Zeehan stehen. Die Hauptstraße ist von der Polizei abgesperrt und es geht nicht weiter. Wir dachten schon, es gab einen schweren Unfall oder was auch immer, bis wir nach ein paar Minuten einen Weihnachtsumzug (Bild 6) sehen, der einmal durchs ganze „Dorf“ zieht. Wir sehen uns an und müssen feststellen – Heute ist ja Nikolaus! Hätten wir das gewusst, hätten wir letzte Nacht noch unsere großen Wanderstiefel geputzt vor’s Auto gestellt… Witzig ist daran vor allem – da die halbe Stadt bei dem Umzug dabei ist, steht kein Mensch am Straßenrand… das Ganze wirkt dadurch dann schon ein bissl skurril und es steigt ein wenig Fremdscham in uns auf. Egal, Hauptsache die Leute haben Ihren Spaß. Letzten Endes schaffen wir es heute noch bis zum Mac-Kintosh-Damm, wo wir die Nacht verbringen.

7 – Sonntag, 07.12.2014

Wir verbringen den halben Tag am Stausee. Ela will eigentlich gar nicht mehr weg, so dass es immer später wird, bis wir aufbrechen. Gestern Abend hat es noch wie aus Eimern geregnet und wir haben daher zum Abendessen unser ganzes Vorzelt aufgebaut. …welches wir Mitten in der Nacht! Wieder abbauen mussten, da der Wind es aus den Angeln gerissen hat. Rico hat sich dabei noch schön im Dunkeln seine große Zehe an einem Stein angeschlagen, so dass wir schließlich unterkühlt und genervt wieder ins Bett gingen. Heute jedenfalls schaffen wir es dann endlich noch zur Touristen-Information am Cradle Mountain. Wir besorgen uns Flyer und sonstige Infos zu den Tracks vor Ort und suchen noch eine Schlafstelle. An einem See in der Nähe (nur 35 km weit weg) machen wir es uns gemütlich und sehen noch einen schönen Sonnenuntergang (Bild 7).

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#59 – Woche in Bildern

Woche 59 – Der Süden Tasmaniens und Familienwiedervereinigung

1 – Montag, 24.11.2014

Das Wetter passt sich heute unserer traurigen Stimmung an. Es regnet und regnet und regnet. Unsere kleine Ente wurde nicht gefunden. Wir fahren wehmütig Richtung Tasman National Park. Wir müssen weiterziehen. Wir suchen uns einen freien Spot zum Übernachten, der glücklicherweise ein Dach zu bieten hat. Hier treffen wir auf Patrick aus Frankfurt, der circa die selbe Strecke durch Australien wie wir zurückgelegt hat. Eine Willkommene Ablenkung für uns. Wir tauschen den ganzen Abend Erlebnisse und Geschichten aus.

2 – Dienstag, 25.11.2014

Gleich am Morgen lesen wir die erfreuliche Nachricht. Ines und Max haben unsere „Schnecke“ gefunden und sie in Sicherheit gebracht. Uns fällt ein Stein vom Herzen. So nutzen wir den Tag um alles Kostenfreie auf der Halbinsel anzuschauen. Auch wenn wir dafür mal gegen die Regeln verstoßen müssen, wie hier im Bild. Aufgrund von Sturmschaden ist es eigentlich verboten sich die „Höhle“ anzuschauen. Nun ja, wir kamen deshalb zwar nicht ganz so nah heran, aber für einen Blick hat es gereicht :-)!

3 – Mittwoch, 26.11.2014

Und wieder Regen. Da sind wir quasi gezwungen im Bus zu bleiben :-)! Gegen Mittag lässt uns das Wetter die Chance alles zusammen zu packen und weiter zu ziehen. Passen zum nächsten Regenschauer kommen wir am „Fish and Chips“ Shop an. Ein uriger Laden mit vielen Bildern und alten Überbleibseln aus der Vergangenheit und das Beste: Mal nicht so viel Teig um den Fisch herum!!!

4 – Donnerstag, 27.11.2014

„Sweet Envy“ – wer bisher noch keinen Grund hatte nach Hobart zu kommen: hier ist Einer! Sensationelle Eiskreationen (z.B. Baklava-Karotte oder Salted-Caramel-Almond), ganz besondere Kuchen und Torten, einzigartige Cupcakes und noch viel mehr Leckereien. Ein Paradies für alle Liebhaber der besonderen Gaumenfreuden.

Wir treffen uns hier mit Ines zur Familienzusammenführung. Endlich können wir unsere kleine Ente wieder holen und feiern das mit ganz viel Süßkram. Ein wunderschöner Tag!

5 – Freitag – 28.11.2014

Wir besteigen den Mount Wellington. Mit Ines und Max haben wir uns verabredet eine Halbtageswanderung am Mount Wellington zu machen. Wir machen uns auf dem Weg, um die besonderen Felsformationen, welche wie Orgelpfeifen aussehen, anzuschauen. Als wir am Ende angelangt feststellen, dass es nur noch ein „Katzensprung“ bis zum Gipfel ist (ca. eine Stunde), beschließen wir das noch mit zu nehmen. Sonst wären wir viel früher als geplant zurück…!

6 – Samstag, 29.11.2014

Auf an den südlichsten Punkt. Heute fahren wir die südlichste Straße Australien entlang und bis zum Schluss. Südlicher geht’s nur noch auf Macquarie Island oder Feuerland. Unsere zwei Enten posen fröhlich auf dem Wal, auch wenn es ein Denkmal an die grausame Zeit des Walfangs in dieser Gegend ist. Na die Zwei freuen sich halt immer noch über Ihre Zusammenführung.

7 – Sonntag, 30.11.2014

Der 1. Advent, der 2. nicht zu Hause in Deutschland und wir verpassen es total. Wir haben uns heute zwei Routen vorgenommen. Zuerst geht es zur South Cape Bay. Nach ca. 2 Stunden durch den „Dschungel“ kommen wir dann auch an der einsamen Bucht an und erkunden den Strand. Wahrscheinlich der südlichste Australiens. Mit Kletterpartie alles dabei! Am meisten beeindrucken uns die Wellen. Durch das stürmische Wetter wirkt das Gesamtbild einfach beeindruckend. Am Ende sind wir erst nach ca. 5 Stunden zurück und starten dennoch zu dem zweiten 2 Stunden Track. Völlig k.o. fallen wir am Abend ins Bett. Da war gar keine Zeit zum Nachdenken. Zum Glück gibt es ja noch den 2.,3. und 4. Advent und Aldi in Melbourne für Plätzchen, Lebkuchen und Stollen, um das nach gewohnter Sitte zu zelebrieren.

 
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#58 – Woche in Bildern

Woche 58 – das Abenteuer Tasmanien beginnt und wie Grieß glücklich macht

1 – Montag, 17.11.2014

Wir starten die Woche mit noch einem „Erholungstag“. Bevor wir uns in das Abenteuer Tasmanien stürzen; wollen wir auch fit genug sein :-)! Wir genießen die Ruhe am See, stellen endlich wieder Neuigkeiten auf unserem Blog online und planen die nächsten Tage.

2 und 3 – Dienstag, 18.11.2014

Das Besondere kommt gleich zu Anfang. Auf unserer Route liegt das „Platypus-Haus“. Nachdem wir nun schon mehrere Versuche gestartet haben ein Schnabeltier in der freien Wildbahn zu sehen und bisher kein richtiges Glück damit hatten, mussten wir dem auf die Sprünge helfen. Das Platypushaus hat nicht zu viel versprochen! Endlich können wir diese einzigartigen Tierchen sehen (Bild 2). Und sie sind kleiner als gedacht. Obendrauf geht’s noch zur Echidna-Fütterung (Bild 3). Mittendrin statt nur dabei ist hier nicht nur das Motto sondern Programm. Diese kleinen „Igelähnlichen“ Tierchen beklettern uns sogar, um an Ihr Futter zu kommen.

4 – Mittwoch, 19.11.2014

Heute ist unser Essen das Highlight. Beim Einkauf müssen wir feststellen, dass der Grieß ausverkauft ist. Dazu ist zu erwähnen, das Grieß hier nicht üblich und wenn überhaupt eher bei den orientalischen Lebensmitteln zu finden ist. Bei der verzweifelten Suche im Regal nach der Zutat für unseren heißgeliebten Grießbrei (Da kommt Porridge einfach nicht ran!) kommt Ela mit einer Ortsansässigen ins Gespräch. Sie kennt Grieß von Ihrem Arabischen Schwiegersohn und kauft Ihn hier regelmäßig ein – wahrscheinlich die Einzige. Sie schimpft mit dem Verkäufer, dass ausgerechnet wenn wir „extra aus Deutschland“ kommen, keiner mehr da ist. Schlußendlich hilft das Alles nichts! So macht Sie uns auf dem Parkplatz das Angebot Ihre Rester von zu Hause zu holen. Sie kann ja jederzeit nachkaufen! Gesagt getan und wir sind glücklich!!!

5 – Donnerstag, 20.11.2014

Gestern sind wir an der „Bay of Fires“ angekommen. Auf dem Foto siehst Du gleich warum die Bucht Ihren Namen hat. Durch die farblichen Moose, Pilze oder so was leuchten die Steine am Ufer wir Feuer. Wir nutzen den Tag um herum zu streunern. Zum Glück ist das Wetter nicht das Beste, sonst würden wir hier wahrscheinlich viel zu viel Zeit verbringen.

6 – Freitag – 21.11.2014

Auf dem Weg zu unserem ersten Nationalpark legen wir einen Stopp am Waschsalon ein. Es wird mal wieder Zeit. Dieser hier hat ein Cafe angeschlossen, so dass wir uns die Zeit mit einem Kaffee und Informationsbeschaffung vertreiben können. Anschließend solls über Nacht zu einem Gorge (Schlucht) mit Wasserloch gehen. Leider ahnen wir hier noch nicht, dass hier Campen nicht möglich ist.

7 und 8 – Samstag, 22.11.2014

Kurzentschlossen haben wir die Nacht dann schon im nächsten Nationalpark verbracht. Gleich in der Nähe zu unserem Tagesziel für heute: Wineglasbay. Wir klettern bis zum Ausblick hinauf (Bild 7) und entscheiden uns noch runter bis zum Strand zu laufen. Kaum dort angekommen, kommt Ines uns auch schon entgegen. Es ist gerade eine Woche her, dass wir zusammen mit der Fähre hier angekommen sind und schon treffen wir uns zufällig wieder! So klein ist also die Insel. Als wir zurück auf dem Parkplatz ankommen, werden wir umringt von einer Kangurufamilie. Ja wir wissen, wir sollten sie eigentlich nicht füttern, aber die Versuchung war dennoch zu groß! Wenn Sie schon einmal aus der Hand fressen…! (Bild 8)

Sonntag, 23.11.2014

Wir haben Gestern feststellen müssen, dass unsere kleine „Schnecke“ auf dem Weg verloren gegangen ist. Wir haben gestern den gesamten Weg nochmal abgesucht und machen uns heute in der früh noch einmal auf den Weg unser Familienmitglied wieder zu finden. Leider ohne Erfolg. Deprimiert buchen wir uns auf dem Nationalparkcampingplatz ein in der Hoffnung, dass sie vielleicht hier noch abgegeben wird. Ein dunkles Ende für eine wunderschöne Woche.

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#57 – Woche in Bildern

Woche 57 – Wir rocken Melbourne!

1 – Montag, 10.11.2014

Bevor es in die große Stadt geht, brauchen wir erst einmal eine heiße Dusche. Was up north kein Problem war (denn hier war es so warm, dass wir kalte Duschen bevorzugten), stellt uns hier vor kreativ zu lösende Probleme. Meist heißt die Antwort BP Reststop, denn diese gibt es zum Glück häufiger am Highway. Hier gibt es heiße Duschen, eigentlich für die LKW-Fahrer gedacht – von den meisten Backpackern mit genutzt. Freudig erregt, ziehen wir los. Unfreudig überrascht wird nur Ela. Ihre Dusche bleibt kalt. Kreative Lösung? Eisern sein! Wir sind ja schon etwas geübt. Also kurz abduschen, waschen, abtrocknen und draußen dann auf Rico einen halbe Ewigkeit warten…haha.

Das „Stadtfein“ machen hat ja auch einen Sinn. Wir treffen uns zum Abendessen mit Sean und Isobell. Die Zwei haben wir in Thailand kennen gelernt und sind dort und in Laos ein paar Wochen zusammen gereist. Wir treffen uns im „Lentil is Anything“. (Bild 1) Cooler Laden. Grandiose Idee. Essen wird an einem Buffet geholt und anschließend eine Spende abgegeben. Je nach dem, wie viel Geld man hat!!! Gedacht war das Konzept wohl vor allem für Studenten und Künstler. Wenn Sie auch kaum Geld haben, bekommen sie trotzdem etwas zu essen und können es „zurück geben“ wenn es ihnen finanziell besser geht! Wir haben jedenfall einen tollen Abend mit leckerem Essen und anschließend noch ein paar Bier.

2 – Dienstag, 11.11.2014

Rico an den berühmten bunten Badehäusern. Es gibt zu diesen Badehäusern eine hochinteressante Geschichte. Googeln absolut empfohlen! Es ist schön verrückt, wie man vor 100 Jahren gebadet hat…erinnert einen fast ein bisschen an gewisse religiöse Gesinnungen.

Am Morgen stöbern wir erst einmal über den Queen Victoria Market und fragen uns wieder einmal, warum es so etwas nicht bei uns in jeder größeren Stadt gibt! Verführen lassen wir uns dann von etwas süssem zum Frühstück und kaufen für später noch ein Schwarzbrot. Kein Vergleich zu unseren heimischen aber das beste was hier wohl zu kriegen ist. Mit vollem Magen beschließen wir lieber im Auto die Umgebung Melbournes zu erkunden. So geht es erst einmal Richtung St. Kilda und anschließend den Badhäuschen. Abends parken wir unser Auto in der Stadt ab und erkunden Melbourne bei Nacht. Es gibt 2 Wege, wie wir am liebsten Großstädte erkunden: 1. per Auto – Spazierfahrten durch Städte können so entspannt sein (vor allem weil Rico das so gut kann) und 2. bei Nacht – schummriges Licht, das Leuchten der Hochhäuser, Brücken , Kunstwerke, Ruhige Straßen, beleuchtete Schaufenster und ab und zu geschäftige Bars und Restaurants..

We love it.

3 – Mittwoch, 12.11.2014

Hosier Lane – die berühmteste „Art“-Straße in Melbourne. Wie man sieht, beeindruckt sie vor allem durch die Graffitis. Eine Straße, die lebt und sich permanent verändert. Das ist so einer der letzten Punkte auf unserem Plan für heute. Wir haben auch schon Einiges hinter uns! ca. 12 Kilometer, gefühlte 100 Denkmäler, unzählige Parkanlagen, Passagen und Einkaufstraßen. So ziemlich fertig machen wir uns jetzt langsam auf dem Weg Richtung Auto…nochmal so ca. 2 km…gefühlt nach so einem Tag eher 20 km.

4 und 5 – Donnerstag, 13.11.2014

Noch völlig überanstrengt vom gestrigen Besichtigungstag passierte heute nicht viel. Wir sind nach Altona gefahren. Wir dachten, wenn es so einen Ort hier schon gibt, sollten wir auch Heimatbewusstsein zeigen und da mal hin fahren. Hm. Nett aber nicht spektakulär. Spannender war unsere Kartoffelschlacht (Bild 4) zu Abendessen. Morgen geht’s auf die Fähre nach Tasmanien und wir müssen alles Gemüse und Obst noch verbrauchen, da wir es nicht nach Tasmanien einführen dürfen. Naja so gegen 22.00 waren wir dann fertig. Voll mit Bratkartoffeln und Ei setzen wir uns in unsere Thelma und düsen zur Brunswick Street. Hier treffen wir uns nochmal mit Sean und Isobel. Vergleichbar ist das Flair hier mit der Karli in Leipzig oder der Neustadt in Dresden. Und wie das nun mal ungeachtet der Nationalität so ist: Wir treffen uns auf ein Bier, aus dem dann doch ein paar mehr werden. Wir haben noch eine sensationelle Nacht und kommen erst gegen 3 morgens oder so ins Bett.

6 – Freitag – 14.11.2014

Der große Tag. Wir fahren mit der Fähre nach Tassi! Am Hafen treffen wir Ines und Max wieder und fahren zusammen auf die Fähre. Da wir über Nacht fahren, gibt es nicht all zu viel zu erzählen. Wir erkunden zusammen das Schiff, quatschen und nutzen dann das Filmangebot im „Kino“. Wir haben zwar keine Kabine, aber so etwas wir einen Liegestuhl mit Kissen und Decke. So schlafen wir doch die meiste Zeit. Und „Planet der Affen, Teil 2“ war auch ganz okay.

7 – Samstag, 15.11.2014

6:00 Uhr morgens liefen wir heute im Hafen in Devonport ein. Das Bremsen der Fähre hat das Wecken sanft übernommen. Unerwartet ging das auschecken recht schnell. Wir hatten erwartet, dass unser Angelzeug inspiziert wird und das Auto durchsucht… wegen der strengen Quarantänebedingungen. Nix wars. Gut für uns. Frühstücken, duschen und dann geht’s ab auf Entdeckungseise.

8 – Sonntag, 16.11.2014

Wir haben uns ein ruhiges Plätzchen an einem riesigen See, dem Lake Barrington, rausgesucht. Trotz dass es viel viel zu kalt zum baden ist, bleiben wir heute hier und genießen einfach. Lesen, Bilder sortieren, Kochen, schlafen. Das Leben kann so schön sein 🙂

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