Tag Archive : Schnabeltier

#60 – Woche in Bildern

Woche 60 – Tasmanien, von Hobart aus zum Cradle Mountain

 

 

1 – Montag, 01.12.2014

Aus dem tiefsten Süden Australiens fahren wir heute wieder gen Hobart. Nach dem gestrigen Marathon (für unsere Verhältnisse) im südlichsten Punkt Australiens, freuen wir uns auf wärmeres Wetter und im Auto „sitzen“. Vom South Cape aus sind es ja gerade einmal 2000 km bis zur Antarktis… und das merkt man auch. Während wir von Temperaturen in Sydney von über 40°C hören, wissen wir, in welche Richtung wir wieder fahren. Da wir alle Highlights auf der Stecke zurück nach Hobart auf dem Hinweg schon abgeklappert haben, geht’s zielgerichtet in die tasmanische Hauptstadt. Dort füllen wir unsere Vorräte auf, kehren noch bei „unserer“ deutschen Bäckerei ein und fahren weiter Richtung Nord-Westen. Wir wollen als nächstes zum Mount Fields National Park. Am späten Nachmittag finden wir eine kleine Boat Ramp, wo wir die Nacht verbringen (Bild 1). Hier lassen wir uns erst einmal von der Sonne wieder richtig aufwärmen.

2 – Dienstag, 02.12.2014

Heute geht’s in den Mt. Fields. Dort angekommen, starten wir auch gleich dem Walking Trek. Circa 2 Stunden laufen wir durch den Regenwald. Auf dem Weg treffen wir auch noch auf ein Filmset für ein neues australisches Drama. Am besten haben uns neben der Regenwaldkulisse die Wasserfälle gefallen (Bild 2). Danach gehen wir zur Information und buchen einen Platz am anliegenden Campingplatz – mal wieder heiß duschen und Wäsche waschen.

3 – Mittwoch, 03.12.2014

Unser Camping-Spot ist wirklich schön – im Gegensatz zum Wetter. Es regnet, und so bleiben wir erst mal hier und nutzen die Zeit für Blog-Arbeit und – ganz wichtig – das Waschen unserer Rasselbande (Ente, Schnecke, Teddy und Wombat) (Bild 2). Es ist schon unglaublich, wie viel Staub und Dreck sich während unseres Trips inzwischen bei ihnen schon wieder angesammelt hat. Dazu haben wir den ganzen Tag unsere neue Lieblingsunterhaltung am Laufen – Hörbücher.

4 – Donnerstag, 04.12.2014

Nachdem das Wetter wohl erst morgen besser wird, hängen wir noch einen Tag im Mount Fields dran. Man muss ja auch mal entspannen bei dem ganzen Reise-Stress ;-). Zum Dinner macht Ela heute Rouladen mit Rotkraut und Klößen (Bild 4)… vielen Dank an dieser Stelle noch an unsere Leipziger, die uns mit dieser deutschen Spezialität per Luftfracht versorgt und den Tag versüßt haben.

5 – Freitag – 05.12.2014

Unsere Flausche-Babies (Bild 5) und wir brechen heute wieder auf. Es geht weiter in den Cradle Mountain National Park, genauer gesagt zum Lake St. Clair. Auf dem Weg dahin läuft die Heizung im Auto auf Hochtouren, damit unsere immer noch nassen Kuscheltiere wieder richtig trocken werden. Am Lake St. Clair angekommen, können wir uns aus der großen Auswahl möglicher Wander-Routen nicht so richtig entscheiden und so beschließen wir, zu erst zur Platypus Bay runter zu gehen. Leider haben wir auch hier kein Glück, mal Schnabeltiere in freier Natur zu sehen. Egal, im Anschluss machen wir dann noch „schnell“ einen 4-Stunden Walk zum Shadow Lake, so dass wir kurz vor der Dunkelheit wieder am Auto sind. Auf dem Rückweg zurück zum Highway halten wir noch an einem Spot am Fluss, an dem wir uns noch schnell waschen. Nach diesem Lauf auch dringend nötig! Ela war dabei sichtlich „erfreut“ über die Blutegel, die wir aus unseren Socken fischen…

6 – Samstag, 06.12.2014

Fahrtag… Heute „morgen“ haben wir uns mit ein paar Australiern und Kanadiern am Camping-Platz verquatscht, so dass wir erst recht spät loskommen – auf die andere Seite des Cradle Mountain National Park und dem gleichnamigen Berg. Wir bleiben auf halber Strecke, in einem kleinen Kaff namens Zeehan stehen. Die Hauptstraße ist von der Polizei abgesperrt und es geht nicht weiter. Wir dachten schon, es gab einen schweren Unfall oder was auch immer, bis wir nach ein paar Minuten einen Weihnachtsumzug (Bild 6) sehen, der einmal durchs ganze „Dorf“ zieht. Wir sehen uns an und müssen feststellen – Heute ist ja Nikolaus! Hätten wir das gewusst, hätten wir letzte Nacht noch unsere großen Wanderstiefel geputzt vor’s Auto gestellt… Witzig ist daran vor allem – da die halbe Stadt bei dem Umzug dabei ist, steht kein Mensch am Straßenrand… das Ganze wirkt dadurch dann schon ein bissl skurril und es steigt ein wenig Fremdscham in uns auf. Egal, Hauptsache die Leute haben Ihren Spaß. Letzten Endes schaffen wir es heute noch bis zum Mac-Kintosh-Damm, wo wir die Nacht verbringen.

7 – Sonntag, 07.12.2014

Wir verbringen den halben Tag am Stausee. Ela will eigentlich gar nicht mehr weg, so dass es immer später wird, bis wir aufbrechen. Gestern Abend hat es noch wie aus Eimern geregnet und wir haben daher zum Abendessen unser ganzes Vorzelt aufgebaut. …welches wir Mitten in der Nacht! Wieder abbauen mussten, da der Wind es aus den Angeln gerissen hat. Rico hat sich dabei noch schön im Dunkeln seine große Zehe an einem Stein angeschlagen, so dass wir schließlich unterkühlt und genervt wieder ins Bett gingen. Heute jedenfalls schaffen wir es dann endlich noch zur Touristen-Information am Cradle Mountain. Wir besorgen uns Flyer und sonstige Infos zu den Tracks vor Ort und suchen noch eine Schlafstelle. An einem See in der Nähe (nur 35 km weit weg) machen wir es uns gemütlich und sehen noch einen schönen Sonnenuntergang (Bild 7).

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#58 – Woche in Bildern

Woche 58 – das Abenteuer Tasmanien beginnt und wie Grieß glücklich macht

1 – Montag, 17.11.2014

Wir starten die Woche mit noch einem „Erholungstag“. Bevor wir uns in das Abenteuer Tasmanien stürzen; wollen wir auch fit genug sein :-)! Wir genießen die Ruhe am See, stellen endlich wieder Neuigkeiten auf unserem Blog online und planen die nächsten Tage.

2 und 3 – Dienstag, 18.11.2014

Das Besondere kommt gleich zu Anfang. Auf unserer Route liegt das „Platypus-Haus“. Nachdem wir nun schon mehrere Versuche gestartet haben ein Schnabeltier in der freien Wildbahn zu sehen und bisher kein richtiges Glück damit hatten, mussten wir dem auf die Sprünge helfen. Das Platypushaus hat nicht zu viel versprochen! Endlich können wir diese einzigartigen Tierchen sehen (Bild 2). Und sie sind kleiner als gedacht. Obendrauf geht’s noch zur Echidna-Fütterung (Bild 3). Mittendrin statt nur dabei ist hier nicht nur das Motto sondern Programm. Diese kleinen „Igelähnlichen“ Tierchen beklettern uns sogar, um an Ihr Futter zu kommen.

4 – Mittwoch, 19.11.2014

Heute ist unser Essen das Highlight. Beim Einkauf müssen wir feststellen, dass der Grieß ausverkauft ist. Dazu ist zu erwähnen, das Grieß hier nicht üblich und wenn überhaupt eher bei den orientalischen Lebensmitteln zu finden ist. Bei der verzweifelten Suche im Regal nach der Zutat für unseren heißgeliebten Grießbrei (Da kommt Porridge einfach nicht ran!) kommt Ela mit einer Ortsansässigen ins Gespräch. Sie kennt Grieß von Ihrem Arabischen Schwiegersohn und kauft Ihn hier regelmäßig ein – wahrscheinlich die Einzige. Sie schimpft mit dem Verkäufer, dass ausgerechnet wenn wir „extra aus Deutschland“ kommen, keiner mehr da ist. Schlußendlich hilft das Alles nichts! So macht Sie uns auf dem Parkplatz das Angebot Ihre Rester von zu Hause zu holen. Sie kann ja jederzeit nachkaufen! Gesagt getan und wir sind glücklich!!!

5 – Donnerstag, 20.11.2014

Gestern sind wir an der „Bay of Fires“ angekommen. Auf dem Foto siehst Du gleich warum die Bucht Ihren Namen hat. Durch die farblichen Moose, Pilze oder so was leuchten die Steine am Ufer wir Feuer. Wir nutzen den Tag um herum zu streunern. Zum Glück ist das Wetter nicht das Beste, sonst würden wir hier wahrscheinlich viel zu viel Zeit verbringen.

6 – Freitag – 21.11.2014

Auf dem Weg zu unserem ersten Nationalpark legen wir einen Stopp am Waschsalon ein. Es wird mal wieder Zeit. Dieser hier hat ein Cafe angeschlossen, so dass wir uns die Zeit mit einem Kaffee und Informationsbeschaffung vertreiben können. Anschließend solls über Nacht zu einem Gorge (Schlucht) mit Wasserloch gehen. Leider ahnen wir hier noch nicht, dass hier Campen nicht möglich ist.

7 und 8 – Samstag, 22.11.2014

Kurzentschlossen haben wir die Nacht dann schon im nächsten Nationalpark verbracht. Gleich in der Nähe zu unserem Tagesziel für heute: Wineglasbay. Wir klettern bis zum Ausblick hinauf (Bild 7) und entscheiden uns noch runter bis zum Strand zu laufen. Kaum dort angekommen, kommt Ines uns auch schon entgegen. Es ist gerade eine Woche her, dass wir zusammen mit der Fähre hier angekommen sind und schon treffen wir uns zufällig wieder! So klein ist also die Insel. Als wir zurück auf dem Parkplatz ankommen, werden wir umringt von einer Kangurufamilie. Ja wir wissen, wir sollten sie eigentlich nicht füttern, aber die Versuchung war dennoch zu groß! Wenn Sie schon einmal aus der Hand fressen…! (Bild 8)

Sonntag, 23.11.2014

Wir haben Gestern feststellen müssen, dass unsere kleine „Schnecke“ auf dem Weg verloren gegangen ist. Wir haben gestern den gesamten Weg nochmal abgesucht und machen uns heute in der früh noch einmal auf den Weg unser Familienmitglied wieder zu finden. Leider ohne Erfolg. Deprimiert buchen wir uns auf dem Nationalparkcampingplatz ein in der Hoffnung, dass sie vielleicht hier noch abgegeben wird. Ein dunkles Ende für eine wunderschöne Woche.

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#53 – Woche in Bildern

Woche 53 – Die Jagd nach Schnabeltieren und ein Allradabenteur auf der größten Sandinsel

Bild 1 – Montag, 13.10.2014

Nachdem uns das Boot gestern Nachmittag wieder am Hafen abgeladen hat, haben wir uns mit Max und Ines wieder getroffen und sind gemeinsam zu einem freien Campspot kurz hinter Cairns gefahren. Gleich nach dem Frühstück erkunden wir das nahe gelegene Wasserloch mit Wasserfällen und stellen fest, das es hier in der Ecke noch mehr solcher Anlaufpunkte gibt. Wir verbringen also den Tag damit Alle zu besuchen (Bild). Max traut sich sogar das ein oder andere Mal ins Wasser. Klar, gibt es hier doch “Naturrutschen” auszuprobieren. Gegen Abend suchen wir uns wieder einen freien Capingplatz auf der Strecke.

Bild 2 – Dienstag, 14.10.2014

Heute ist nach den Actionreichen letzten Tagen ein Fahrtag dran. Wir lassen uns gemütlich Zeit und schlagen gegen Abend unser Camp in der Nähe des Eungella National Parks auf. Mal wieder gibt es hier einen der wunderschönen Sonnenuntergänge. Wir erkunden noch die Umgebung und endecken einen liebevoll angelegte Badestelle an einem kleinen Bachlauf. Alsoab ins Wasser und frisch machen. Alles erinnert hier ein bißchen an ein Hippiecamp. Als es dann schon Dunkel ist, kommt Lutz sogar in das Vergnügen mal einen der großen Huntsman zu sehen. Unsere Nachbarn fragen uns, ob wir uns mit Spinnen aus kennen. Die Zwei haben gerade eben eine riesige Spinne (Durschmesser 6 Zentimeter bestimmt) am Heckfenster in Ihrem Bus entdeckt. Wir stellen fest, dass es sich zum Glück nur um einen Huntsman handelt. Riesige Spinnen, aggressiv, aber nicht wirlich gefährlich. Da sind die Hunde unserer “freundlichen” anderen Nachbarn wesentlich gefährlicher und bissiger. Jedenfalls entfernt Rico die Spinne und alle können beruhigt schlafen.

Bild 3 – Mittwoch, 15.10.14

Kurz vor 5:00 treibt es uns heute aus den Bett. Wir wollen im nahegelegenen National Park Schnabeltiere sehen. Der Eungella NP ist wohl der beste Ort, um Sie zu sehen und die Wahrscheinlichkeit ist am höchsten. Da “Platypus” Nachtaktiv sind müssen wir zeitig raus. Gegen Fünf starten wir auch und haben noch über eine halbe Stunde Fahrt vor uns. Zur Morgendämmerung kommen wir an dem auserkohrenen Platz an und müssen feststellen, dass wir noch ein ganzes Stück laufen müssen. Leider ist es schon viel zu spät und wir können nur noch die Spuren der außergewöhnlichen Tiere finden. Dennoch ist der Wald, der Weg und der Fluß eine Erkundung wert gewesen.

Bild 4 – Donnerstag, 16.10.14

Heute geht es auf die letzte Etappe nach Frasier Island. Wir wollen heute noch ein Allradauto für das Wochenende buchen und dann früh am Morgen los starten. Wir haben noch einige Kilometer zu meistern und auch noch ein paar Einkäufe zu erledigen. Ja und was gibt es hier? ALDI! Ja, genauer gesagt Aldi Süd! Wir trauen unseren Augen kaum und stürmen das Geschäft. Natürlich füllen wir unsere Vorräte auf und kaufen soviele Lebkuchen, wie wir nur essen können. Wie im Himmel. Einziger Manko: es sind dieselben deppressiv machenden dreckgelben Fließen verlegt…das drückt wirklich auf die Stimmung. Dennoch kommen wir rechtzeitig in Rainbow Beach an, um unseren Wagen für Morgen zu buchen. Am Abend nutzen wir gleich den Nationalpark-Campingplatz um die Ecke. Max hat an der Stelle gleich für Morgen eine Trainingseinheit eingebaut und sein Auto im Sand festgefahren. Danach sind wir nun wirklich für unser Abenteuer auf der größten Sandinsel vorbereitet. Danke Max…haha.

Bild 5 und 6 – Freitag, 17.10.14

Frasier Island wir kommen! Morgens holen wir unseren Mitsubischi Triton ab und laden all unsere Sachen ein. Dann gehts direkt auf die Fähre. Schon auf dem Weg dahin navigiert uns Max durch tiefen Sand. Als wir dann auf der Insel anlegen wird es noch abenteuerlicher: Tiefer Sand am Strand und von den “Straßen” ins Landesinnere wollen wir gar nicht reden. Straßen kann man das auch nicht wirklich nenen. Eher Sand und Waldpisten. Aber da sind unsere deutschen Forstwege noch Spazierwege dagegen. Spaß hats trotzdem Allen gemacht. Naja und es war auch irgendwie eine kostenlose Massage der etwas anderen Art. Die Belohnung waren Seen im Landesinneren mit stahlend weißem Sand (Bild 5). Abends campen wir auf dem im “Urwald” gelegenen Zentral Campingplatz (Bild 6)

Bild 7 – Samstag, 18.10.2014

Nachdem Frühstück geht es wieder Richtung Strand und weiter die Insel entlang. Heute bringt Rico uns über die Insel und auch Lutzi probiert sich heute mal am Steuer aus. Wir müssen die Zeit nutzen, so lange noch Ebbe ist. Zur Flut ist der Stand nicht befahrbar. Am Strand kommen wir dann auch an dem alten Schiffswrack vorbeit, welches eingegraben vor sich hin rostet. Auch wenn das Wette heute nicht so besonders ist, nehmen wir alles mit und genießen die Umgebung und Aussichten. Gegen Nachmittag müssen wir auch swchon wieder von Strand runter und uns einen Zeltplatz suchen. Wir werden in der Nähe des Strandes fündig und lassen den Tag nach einem späten Mittagessen relaxend ausklingen.

Bild 8 und 9 – Sonntag, 19.10.2014

Heute gehts schon wieder zurück. Spätestens um 14:00 müssen wir auf der Fähre sein, da die Flut uns sonst den Weg abschneidet. Also heißt es früh aufstehen. Aber das hatten wir eh geplant. In der nähe des Zeltplatzes gibt es eine riesige Sanddüne (Bild 8), von wo aus wir uns den Sonnenaufgang anschauen. Nach dem Frühstück machen wir uns dann wieder auf den Rückweg. Zum Glück hat das Wetter heute wieder auf Sonnenschein und warm umgestellt, da lohnt es sich den Fluß zur Abkühlung hinauf zu laufen (Bild 9), den wir auf dem Rückweg eh durchqueren müssen. Als nächstes nehmen wir noch ein Bad im Green Lake mit. Dafür gehts noch auf eine kurze Wanderung durch den Wald und über eine Düne. Aber auch das schaffen wir spielend und haben sogar genügend Zeit zum Baden und relaxen. Pünktlich sind wir an der Fähre und pünktlich geben wir unseren Allrad wieder ab. Gerne wären wir noch ein paar Tage länger geblieben. Aber es warten ja noch mehr Abenteuer auf uns.

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