Tag Archive : Rosi

#90-92 – Woche in Bildern

Wochen 90-92 – Familienleben in Auckland

Montag, 29.06.15

Heute bleiben wir erst mal noch in Wellsford. Wir haben uns bereits ein paar Termine für Wohnungsbesichtigungen in Auckland besorgt und wollen daher erst morgen nach Auckland rein fahren.

Dienstag, 30.06.15

Großstadt-Feeling… Auckland ist die größte Stadt Neuseelands und die einzige wirkliche Metropole des Landes. Das merkt man bereits viele Kilometer vorher durch die zunehmende Gebäude- und Verkehrsdichte. Wir fahren heute zu ein paar Häusern, die ein Zimmer vermieten. Am Ende des Tages haben wir zwei Optionen und entscheiden uns schließlich dafür, morgen zu Lawrie und Tracy zu „ziehen“. Für unsere heutige Übernachtung haben wir uns telefonisch einen Platz in Cornwallis am Strand westlich der Großstadt gebucht. Als wir dort nach ziemlich langer Fahrt ankommen, sind wir total begeistert. Wir sind zudem die Einzigen hier und haben die ganze Bucht für uns alleine… (Bild 1)

Mittwoch, 01.07.15 bis Dienstag, 22.07.15

– Erst mal Happy Birthday Stefan 🙂

Nach dem Frühstück wird Rosi erst mal ordentlich geputzt und zum Verkauf zurecht gemacht. Im Anschluss fahren wir in die Stadt, um uns mit ein paar Kaufinteressenten zu treffen… die dann allerdings nicht kommen…

Am späten Nachmittag treffen wir dann am Haus von Lawrie und Tracy (Bild 2) ein und beziehen unser Zimmer. Das Haus ist riesengroß, hat ein Kaminzimmer, Spa-Bereich… Zudem sind seine Bewohner, Tracy mit ihrem Sohn Riki, Lawrie mit seinen Kindern Ella (Bild 3 – Lawrie und Ella) und Ryan sowie ihr japanischer Austausch-Schüler Tatsuki sehr liebenswert (Bild 4 – Ryan und Tatsuki). Es muss wohl Schicksal sein, dass wir in einer Familie landen, wo die Mutter 12 Jahre lang in Japan gelebt hat und wo auch ein gebürtiger Japaner wohnt. Eine bessere Vorbereitung für unser nächstes Abenteuer können wir uns nicht wünschen.

Dazu kommt noch, dass ab Montag 2 Wochen lang Ferien sind, so dass die Familie auch zu Hause ist und wir viel zusammen machen können.

Tatsuki verwöhnt uns zum Beispiel mit Japanischen Pancakes (Bild 5).

Wir machen mit Tatsuki ein paar Stadtbummel (Bild 6) und gehen mit Tracy und ihm ins Cowboys, Tracys absoluter Lieblingsbar mit Live-Musik und super leckerer Pizza =0) (Bild 7).

Rico kann – mit Tatsuki – endlich mal wieder Basketball spielen und zusammen mit der ganzen Familie genießen wir gemeinsame Abendessen. Danach gibt’s meistens Haus-Disko, Filmabende und wir lernen ein paar neue Kartenspiele. Mit Mau-Mau, Poker, Yuka, Timber, Skopa, Shit-head und Last Card (auch Ass-hole genannt) im Gepäck wird Karten spielen mal wieder zum abwechslungsreichen und gesellschaftlichen Freizeit-Spaß. Klingt langweiliger als es ist =0). Nebenbei und als kleines Highlight geht Rico noch mit zu einem Rugby-Spiel – für ihn als Sport-Fan ein absolutes Muss, wenn man schon mal in Neuseeland ist. Beim Spiel der Warriors gegen Melbourne passen dann Wetter und Spielergebnis perfekt zu einem schönen Familienausflug. Die Sonne scheint und Melbourne wird mit ner derben Klatsche vom Platz gefegt… (Bild 8 und 9)

Unsere Rosi müssen wir auch noch verkaufen und dazu ist es ganz gut, dass wir uns direkt in der Stadt bzw. nahe der Stadt befinden, um dort auf potentielle Käufer zu stoßen. Vor dem Verkauf wird sie allerdings noch mit letzten Reparaturen versehen. So muss Rico mal noch eben die Lichtmaschine ersetzen (Bild 10) und neue Reifen kommen noch drauf. Am 17.7. können wir sie schließlich erfolgreich an den Mann bringen. Aufgrund starken Rostbefalles mussten wir mit dem Preis zwar ganz schön nach unten gehen, aber am Ende sind wir zufrieden mit unserem Verkauf. Der Käufer ist Autoschlosser und wird sich der Sache selbst annehmen. So wissen wir wenigstens, dass unsere Rosi in guten Händen ist.

Am 22.07. werden wir schließlich von Auckland aus nach Tokio fliegen aber bis dahin haben wir 3 schöne Wochen bei Lawrie, Tracy und den Kids.

# 89 – Woche in Bildern

Woche 89 – zurück nach Kaeo


Montag, 22.06.15

Die letzte Woche verbrachten wir fast ausschließlich auf dem Campingplatz in Hihi Beach (Bild 1). Mal abgesehen von ein paar Besorgungen waren wir vor allem auch wetterbedingt vorrangig mit Lesen, Spanisch lernen, Recherche für unsere Weiter-Reise und Blog-Schreiben beschäftigt. Zudem haben wir uns dafür entschieden, uns in Auckland eine Wohnung bzw. ein Zimmer zu mieten. Auf der einen Seite könnten wir mit Rosi weiter durchs Land reisen und sie dann kurzfristig verkaufen (wenn das klappt). Auf der anderen Seite könnten wir uns aber auch ein feste Bleibe in Auckland suchen und dann alles Weitere von da aus organisieren. Da wir hier in Neuseeland Winter haben und momentan auch eher weniger Backpacker hier ankommen, könnte sich der Verkauf unseres Autos etwas hinziehen. Daher haben wir uns dafür entschieden, in die größte Stadt des Landes zu fahren, uns dort eine Unterkunft zu suchen und dann unser Auto zu verkaufen. Doch für wie lange wissen wir auch noch nicht genau. Zunächst werden wir bei unseren lieben Freunden Dorle und Jürgen in Kaeo vorbei schauen und dort noch ein paar schöne Tage verbringen.

Heute fahren wir daher erstmal von Hihi Beach Richtung Süden nach Kerikeri. Wir füllen unsere Vorräte auf und machen eine Rundfahrt zum Te Puna Inlet. Von Kerikeri auf dem Weg zu Dorle und Jürgen in Kaeo wollen wir heute außerdem unbedingt noch die Matauri Bay Road entlang fahren. Die Strecke ist wirklich unglaublich schön. Eine Bucht ist schöner als die Andere und wir machen einen Strandspaziergang nach dem nächsten (Bild 2 und 3)… Leider wird es zu dieser Jahreszeit viel zu schnell dunkel und auf den letzten Kilometern müssen wir uns etwas beeilen, um nicht all zu spät bei Dorle und Jürgen anzukommen. Wir freuen uns schon, die zwei und Dorles Mutter wieder zu sehen. Gegen 8 Uhr abends kommen wir schließlich in den vertrauten Gefilden in Kaeo an.

Dienstag, 23.06.15

Der heutige Tag beginnt nicht gerade entspannt. Jürgen und Dorle haben kaum schlafen können. Der Mutter geht es nicht gut. Wir bleiben heute also hier und unternehmen nichts weiter. Dafür setzen wir im Garten den riesig gewachsenen Ingwer um und planzen noch ein paar Bananen. Am Abend folgt dann allerdings die große Überraschung. Es gibt Ochsenschwanz mit Nudeln (Bild 4), eines von Ricos absoluten Lieblingsgerichten. Was für ein Genuss…

Mittwoch, 24.06.15

Heute gehts mit Dorle zu zwei belgischen Freundinen. Eigentlich ist der Hintergrund Äpfel pflücken, aber am Ende verbringen wir den ganzen Tag mit lecker Essen und quatschen. Die Zwei sind Schwestern und sind vor einigen Jahren hierher ausgewandert. Hier haben Sie ein Hotel gekauft und mehrere Jahr erfolgreich geführt. Auch ein Freund der Beiden, Paul, aus den USA, ist mit dabei. Wir zwei sind zwar mit Abstand die Jüngsten der Runde, was aber der Unterhaltung überhaupt keinen Abbruch tut. Es feuert Sie eher noch an. Leider kann Jürgen nicht mit kommen. Dorles Mutter geht es immer noch nicht besser und daher bleibt er zu Hause, nur für den Fall, dass es ihr wieder schlechter gehen sollte.

 

Donnerstag, 25.06.15

Da es Dorles Mutter heute morgen wieder schlechter geht, beschließen Dorle und Jürgen, heute mit ihr zum Arzt zu fahren. Wir verabschieden uns daher heute von den Dreien. Wir hoffen, dass Sie diese schwere Zeit gut überstehen werden und das es der Mutter bald wieder besser geht.Schließlich ist sie schon 98 Jahre alt, da weiß man ja nie.

Da wir nun also auf der Strecke sind, wollen wir in Whangaroa noch den „Hausberg“, den Saint Pauls besteigen. Er ist einer der höchsten Gipfel in der Region. Oben angekommen ist dann der Blick auf die Küste auch wirklich super (Bild 5). Das Wetter hat auch mitgespielt, so dass wir bei bestem Sonnenschein den Blick ins Weite genießen können. Im Anschluss fahren wir noch einmal die Matauri Bay Road an der Küste entlang – nur diesmal von der anderen Seite. Die Strecke ist für uns wirklich eine der schönsten Gegenden, die wir in Neuseeland je gesehen haben. In Matauri Bay halten wir und machen einen längeren Strandspaziergang – klares Wasser, weißer Strand, die Sonne scheint… Wenn jetzt das Meer noch eine halbwegs vernünftige Temperatur hätte…

Am späten Nachmittag kommen wir (wie bereits am Montag) in Ngaere Bay an und fahren auf einen versteckten Platz direkt am Strand. Hier werden wir heute übernachten. Vorher macht Ela aber noch fleißig ihr Workout (Bild 6).

Freitag, 26.06.15

Nach der herrlichen Weiterfahrt auf der Matauri Bay Road heute morgen, fahren wir in Kerikeri nochmal vorbei. Wir schauen uns das Stone Store – das älteste noch erhaltene Haus in Neuseeland an (Bild 7). Es wurde zwischen 1832 und 1836 erbaut. Klar, dass wir als Europäer da schon ein wenig schmunzeln müssen, aber die westliche Geschichte Neuseelands ist nun mal nicht so lange her. Wir hätten allerdings erwartet, ein Maori-Haus zu sehen, nur wurden die wahrscheinlich alle in der früheren Geschichte zerstört. Als Übernachtungs-Spot haben wir uns heute wieder für Woolleys Bay entschieden, wo wir vor ein paar Wochen ja schon einmal waren.

Samstag bis Sonntag, 27. – 28.06.15

Wir kommen Auckland immer näher. Auf dem Weg von Woolleys Bay Richtung Süden kommen wir nochmal an Whangarei vorbei. Heute schauen wir uns dort auch mal die Whangarei Falls an (Bild 8). Nach einem kurzen Weg vom Parkplatz kann man sich dann die Wasserfälle anschauen und bei Zeit und Lust auch gleich noch einen Ganztages-Walk dran hängen. Wir wollen allerdings noch ein ganzes Stück fahren, also gehts zurück zu Rosi. Je näher man der Metropolregion Aucklands kommt, umso schwieriger wird es allerdings auch, kostenfreie Übernachtungsplätze zu finden. Wir beschließen, in Wellsford wieder am Centennial Park zu bleiben. Dort können wir super unseren Sport machen, haben guten Internet-Empfang und können ungestört übernachten. Am Abend entdeckt Rico dann sogar noch eine Streckdose im Freien, so dass wir sogar unsere Technik laden können.

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#87 & 88 – Woche in Bildern

Woche 87 – Cape Reinga, das Nordkap von Neuseeland

 

Montag, 08.06.15

Unsere Fahrt Richtung Norden endet heute am Cape Reinga. Am nördliichsten Punkt des Landes gibts ein paar Wanderwege und einen Leuchtturm. Wir schauen uns alles an und genießen dabei bestes Neuseeland-Winterwetter… in der Sonne heiß, im Wind eiskalt. Ein kleiner Wegweiser verrät uns, es sind ca. 10.500 km bis nach Los Angeles und ca. 18.000 km bis nach London – wir sind also mitten im Nirgendwo – willkommen in Neuseeland =0)

Im Anschluss fahren wir zur Tapotupotu Campsite ganz in der Nähe, wo wir Strand, Meer und Sonne weiter genießen können, bevor es gegen Abend wieder an unser Workout geht.

Dienstag, 09.06.15

Te Paki – die größte Sanddüne in Neuseeland – bekannt vor allem, weil man hier super drauf surfen kann. Als wir nach circa einer halben Stunde Fahrt dort ankommen und am Verleih ein Boogie-Board ausleihen wollen, sind wir leider so schlau, den Schlüssel im Auto einzuschließen… ein paar emotionale Momente später geht Ela zum Verleih, um nach Werkzeug zu fragen, mit dem wir unsere Rosi vielleicht „aufbrechen“ können. Der Typ vom Verleih kann leider nur mit einem Küchenmesser behilflich sein. Für Ela reicht das allerdings und nach ein paar Minuten hat sie unseren Van geknackt… Puh, erstmal durchgeatmet und dann endlich ein Board ausgeliehen und ab auf die Dünen. Wir folgen den Fußstapfen im Sand und gelangen nach kurzer Zeit an die wahrscheinlich höchste und steilste Stelle hier in der Wüste. Gefühlte 50 Meter Höhe und 70 % Neigung erwarten uns. Doch vorher müssen wir da auch erstmal rauf. Nach der ziemlich klaren Ansage von Ela, dass sie HIER auf keinen Fall runterfahren wird, erklimmt Rico schließlich den Berg allein und genießt den Nervenkitzel und die Geschwindigkeit der ersten Fahrt (auch wenn das auf den Bildern und Videos alles immer viel kleiner und langsamer aussieht…) Später probieren wir uns dann auch mal im Stehend-Surfen.

Hier in den Dünen ist es so unglaublich heiß, dass wir allerdings auch nicht ewig bleiben können und wollen. Sobald der Wind weg ist, knallt die Sonne nur so auf uns runter. Im

Anschluss fahren wir dann noch zur Spirits Bay, einer etwas weiter abgelegenen Küste mit Camping-Möglichkeit, die uns Jürgen noch empfohlen hat. Wir machen noch einen Strandspaziergang und genießen abends die milde Kühle und den klaren Himmel.

Mittwoch, 10.06.15

Heute ist nicht viel passiert. Wir sind in Spirits Bay geblieben und haben den Tag mit Lesen, am Strand entspannen und Spanisch lernen zugebracht

 

Donnerstag und Freitag, 11. – 12.06.15

Von Spirits Bay aus ging es wieder „runter“ Richtung Süden. Wir halten in Kaitaia, um unsere Vorräte aufzufüllen. Wir bleiben für die nächsten Tage wieder am Lake Ngatu.

Samstag, 13.06.15

Heute machen wir mal einen Abstecher zur Karikari Peninsula inklusive Strandspaziergang in Matai Bay. Zum Mittag halten wir an einem traumhaftem Spot in Rangiputa. Am Abend gehts wieder zurück zum See, wo wir auch morgen noch bleiben.

Woche 88 – Ausklinken am Hihi Beach

Am Montag fahren wir langsam wieder Richtung Kaeo, wo wir Jürgen und Dorle auf unserem Weg nach Auckland nochmal besuchen wollen. Zuvor mieten wir uns aber für diese Woche erstmal im Hihi Beach Campground ein, wo wir die Tage zum Blog-Schreiben, Lesen, Sport und Spanisch machen und vor allem für unsere weitere Reiseplanung nutzen. Noch sind wir unschlüssig, wie es nach Neuseeland weiter gehen soll. Japan? Mittelamerika? Auf die Inseln in der Umgebung? Wir werden sehen…

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#79 – Woche in Bildern

Woche 79 – Auftakt zur Nordinsel Neuseelands, Wellington und Umland

1 – Montag, 13.04.2015

Mit der Fähre (Bluebridge) fahren wir heute also durch den Marlborough Sound (Bild 1) entlang bis nach Wellington. Nach dreieinhalb Monaten auf der Südinsel Neuseelands begeben wir uns also heute in die Haupstadt. Wir hatten die Nordinsel ja bereits 2011 zu unserer Hochzeitsreise kennen gelernt – damals aber nur 10 Tage Zeit gehabt und sind eher von Ort zu Ort gehetzt. Jetzt können wir ausführlich hier die besten Spots erleben. Über unsere Camper-Mate-App haben wir auch schon einen kostenfreien Übernachtungsspot nahe der City ausgecheckt. Gegen 6 Uhr abends laufen wir nach einer nur 3 stündigen Fahrt in den Hafen Wellingtons ein. Wir verlassen die Fähre und fahren quer durch die City bis nach Island Bay, im Südwesten der Stadt. Der Campground hier liegt direkt am Meer, das heißt, wir haben eine super-Aussicht, allerdings rüttelt der Wind uns mit aufgestelltem Dach ganz schön durch.

2 und 3 – Dienstag, 14.04.2015

Auf in die Haupstadt. Wellington ist, für eine Haupstadt, wirklich klein und übersichtlich. Aus unserer Sicht ein sehr positives Prädikat. Wellington hat einen Charme, wie wir ihn zuvor vor allem in Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens kennen gelernt haben. Und überhaupt ähnelt der kleine Inselstaat im Süden Australiens Neuseeland sehr. Alles ist übersichtlich, beinahe gemütlich und selbst im Innern der City bekommt man nicht dieses für Großstädte so typische Mischgefühl aus Hektik und Anonymität. Als Tageshighlights haben wir uns zuerst mal per Auto einen Überblick über die Stadt verschafft. An der Küste am südlichen Ende der Halbinsel entlang fuhren wir erst einmal vorbei am Flughafen (hier erheben sich die Flugzeuge mal wieder extrem knapp über Straße) zu den Weta-Caves, dem Besucherzentrum der Filmschmiede, die durch Herr der Ringe, Hobbit, Avatar usw. mittlerweile auch dir eventuell ein Begriff sind. Am Eingang erwarten uns erstmal ein paar Trolle, bevor Ela dann einen Schnappschuss mit Gollum (Bild 2) bekommt. Im Zentrum selber kann man sich locker eine halbe Stunde lang umsehen (die eingefleischten Fans der Filme können sich auch von einem der Mitarbeiter Alles im Detail erläutern lassen und könnten hier wahrscheinlich den ganzen Tag verbringen). Wir könnten auch noch eine geführte Tour in die Büros der Film-Mitarbeiter und in die Maskenräume machen, aber wir sind für unsere Verhältnisse ausreichend versorgt und machen weiter. Zunächst fuhren wir auf den Gipfel des Mount Victoria. Von hier aus soll man den besten Ausblick auf Wellington haben. Oben angekommen erwartet uns ein super 360° Ausblick aber auch eisiger Wind (Bild 3). Von hier aus ging es dann weiter Richtung Nationalmuseum.

Das Te Papa Museum in Wellington gilt als eines der Haupt-Sehenswürdigkeiten der Stadt. Drinnen angekommen und von der Menge der Ausstellungen erstmal erschlagen, gehen wir Etage für Etage vor. Das Museum hat wirklich für jeden Etwas zu bieten. Geschichte, Tier- und Pflanzenwelt, Kinder-Spiel-und-Lern-Paradies, sowie weitere Ausstellungen zu aktuellen Themen (heute 75 Jahre Air New-Zealand, Kunst aus Toilettenpapier und eine Porzellanausstellung… Alles in Allem kann man hier locker mehrere Tage verbringen und bis auf die aktuellen Nebenausstellungen, kann man sich alles sogar kostenlos ansehen. Wir sind wirklich begeistert. Um 6 Uhr abends müssen wir dann entsprechend auch fast wörtlich heraus gekehrt werden.

Das ist auch gut so, denn wir sind schon viel zu spät dran für unsere Verabredung mit Kelly. Kelly haben wir in Kambodscha kennen gelernt. Wir durften damals mit ihr die Grenzübertrittserfahrung von Vietnam aus teilen und hatten damals schon versprochen, sobald wir in Neuseeland sind, mal vorbei zu schauen. Also geht’s nach dem Museum in einen Pub und dort verbringen wir dann auch die restlichen Stunden des Tages bevor es wieder zu unserem Campspot am Meer geht.

4 und 5 – Mittwoch, 15.04.2015

Heute gehts Richtung Osten. Da wir die Westküste hoch fahren wollen, erkunden wir vorher noch etwas die andere Seite Wellingtons. Ziel ist Palliser Bay, der südlichste Punkt der Nordinsel. Dazu durchqueren wir das Hutt Valley und einen Bergpass, um fest zu stellen, dass das Wetter immer schlechter wird. Trotz zunehmenden Windes fahren wir immer weiter durch das jetzt flache Land Richtung Küste. Teilweise haben wir das Gefühl, der Wind hebt uns gleich von der Straße ab. Aber wie immer, es lohnt sich. Die Küste ist rauh und die Wellen türmen sich immer und immer höher (Bild 4). Wir fahren vorbei an einer Robbenkolonie und unsre Rosi wird von den Wellen bespritzt. Die Straße endet an einem Leuchtturm. Rico trotzt dem starken Wind und erklimmt die 250 Stufen (Bild 5).

Wir bleiben im nahe gelegenen Dorf Ngawi und versuchen Rosi so windgeschützt wie möglich abzuparken. Heute Abend gibt es frischen Fisch. Wir haben seit Langem mal wieder einen frisch gefangenen Fisch geschenkt bekommen. Als wir gestern zum Mittagessen auf einem kleinen Parkplatz an der Küste Wellingtons geparkt haben, kam eine Maori-Familie mit ihrem Fang auch dorthin. Sie haben die Fische dort ausgenommen, geschuppt und filetiert. Naja und sie haben uns einen rüber gebracht. Sieben Stück hatten sie in einer Stunde gefangen und die Nacht davor sogar 36. Da haben wir mal wieder Glück gehabt.

6 – Donnerstag, 16.04.2015

Wir werden von Sonnenstrahlen geweckt und fahren nach einem ausgiebigen Frühstück wieder zurück Richtung Wellington. Die Straßen sind teils noch überflutet (Bild 6) und der Wind ist zwar weniger geworden, aber immer noch zu stark um wirklich das schöne Wetter zu genießen. Wir schießen noch ein paar schöne Bilder und machen uns auf den Rückweg. Wir finden einen schönen Platz für die Nacht am Wairarapa-See und können hier die Sonnenstrahlen genießen. Außerdem ist es hier optimal, um unser Sportprogramm zu machen.

Freitag, 17.04.2015

Heute fahren wir wieder Richtung Wellington, machen noch einen Ausflug zum Wellington Harbour bis Eastbourne, wo wir am Meer spät Mittag essen. Später geht’s dann wieder durchdie Innenstadt bis zum Campground Island Bay.

7 – Samstag, 18.04.2015

Wir beschließen, Wellington den Rücken zu kehren und weiter die Westküste entlang zu fahren. Wir hatten überlegt, noch eine Führung im Parlamentgebäude zu machen und uns dann aber dagegen entschieden. Warum? Weil wir es können. Es gibt so viel schöneres zu sehen und zu erleben. Wir machen uns also auf die Spuren unserers ersten Besuches 2011. Es ist schon spannend auf dem Weg so dies und das wieder zu erkennen, was wir früher schon mal bereits hatten. Die Westküste oberhalb Wellingtons istwirklich sehr idyllisch, mit vielen kleinen Städtchen, tollen Stränden und Parks. Für die Nacht finden wir wieder einen kostenlosen Spot, zwar nicht am Strand, aber ruhig gelegen im Waikawa Reserve bei Manakau. Wir sind wieder fast alleine und dösen die letzten hellen Stunden in der Sonne umher (Bild 7). Endlich wird es fühlbar wieder wärmer. In Wellington hatte vor allem der Wind fast Eiszapfen aus uns gemacht.

8 – Sonntag, 19.04.2015

Und wieder werden wir mit Sonnenstrahlen geweckt und entscheiden spontan, hier im Reserve noch einen weiteren Tag zu bleiben. Während unseres verspäteten Eierkuchen-frühstücks kam Pierre – ein Local und sowas wie ein Ranger hier – vorbei und blieb mit seiner Hündin gleich mal für eine ausgiebige Unterhaltung bei uns hängen. Er hilft, den Platz hier in Schuss zu halten, da das zuständige Amt sich wohl nicht so viel kümmert. Er erzählt uns mit strahlenden Augen Geschichten aus seiner Vergangenheit und von der Zeit, als hier auf dem Platz über 70 Parteien gecampt haben, da die Fähre zur Südinsel kaputt war und, und, und… wir findens gut! Später gabs dann noch Mittagessen als Picknick draußen auf der Wiese (Bild 8). Das Wetter hier weiter nördlich von Wellington ist einfach zu gut…

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#78 – Woche in Bildern

Woche 78 – Ein Wiedersehen mit Christchurch und der Weg Richtung Picton

1 – Montag, 06.04.2015

Auf dem Weg nach Christchurch machen wir noch einen Abstecher auf die vorgelagerte Halbinsel. Wir genießen die Ausblicke von oben (Bild 1) und machen zum Mittag einen Abstecher in eine kleinere Bucht Okains Bay in der Nähe von Akaroa. Gegen Abend geht es auf einen günstigen DOC Campingplatz. Dieser hier hat auch eine DOC Gärtnerei gleich mit dran. Da kamen natürlich gleich Erinnerungen an unseren Job in der Gärtnerei in Manapouri hoch. Diese war auch eine ehemalige DOC-Gärtnerei und hatte sich auf einheimische Planzen spezialisiert.

2 und 3 – Dienstag, 07.04.2015

Nach einem letzten Blick auf unser Camp der letzten Nacht (Bild 2) geht es heute nun nach Christchurch. Mit einer Einkaufliste für Lebensmittel und Auto-Teilen bewaffnet, machen wir uns auf die Spuren unseres Aufenthaltes zu Beginn des Jahres. Wir können fast alles von unserer Liste bis zum Nachmittag erledigen und verlassen Christchurch auch gleich wieder. Wir halten noch an einem Waschsalon, um mal wieder alles durch zu waschen und unsere Akkus aufzuladen. Nebenbei kann Ela so Berichte schreiben und Rico Zündkerzen bei Rosi wechseln. Danach geht’s wieder ab in die Natur Richtung Norden, genauer gesagt erstmal nach Kaikoura. Dort übernachten wir am nahe gelegenen Campground Meat Works direkt am Meer (Bild 3).

4 und 5 – Mittwoch, 08.04.2015

Heute erkunden wir die Gegend um Kaikoura. Hier gibt es viele Seelöwen (Bild 4), und Delfine zu sehen. Außerdem lassen wir es uns diesmal nicht entgehen, wie bei den Austern in Bluff, die Spezialität der Region zu kosten. Zum Mittag lassen wir es uns bei Crayfish und Muscheln gut gehen (Bild 5). Nachdem wir unseren Fleisch- und Fischkonsum bereits seit einigen Tagen auf Null zurück gefahren haben, schmecken die frisch gefangnenen Meerestiere gleich doppelt.

6 – Donnerstag, 09.04.2015

Wir haben heute noch eine Nacht bei Kaikoura geschlafen und sind morgens wieder mit dem Anblick von Delfinen begrüßt worden. Als wir dann mit Rosi weiter fahren wollten, haben wir aber den Autoschlüssel nicht mehr gefunden. Bei leichtem Nieselregen haben wir das ganze Auto umgegraben und auch den Strand noch einmal abgesucht – einen Zweitschlüssel haben wir nämlich nicht!!! Aber Nichts!!! Gedanklich waren wir beide der Verzweiflung nahe, blieben aber außergewöhnlich ruhig und gerieten nicht ein bißchen in Streit. Dann entdecken wir einen Spalt hinter dem Kühlschrank. Da wir den Schlüssel immer auf den Kühlschrank legen kommt uns bald der Gedanke, dass er eventuell dahinter gefallen sein könnte. Nur wie da ran kommen??? Der Kühlschrank ist fest verbaut. Zum Glück kommen wir auf die Idee, einen Haken an einem Faden fest zu binden und damit nach dem Schlüssel zu fischen. Es klappert, da ist er, er fällt, wir können ihn unter dem Kühlschrank aber noch nicht sehen. Ela tastet von unten durch den Schrank. Tata: ein Armband kommt zum Vorschein…und dann auch der Schlüssel (Bild 6). Leicht durchnässt aber glücklich können wir dann doch noch – nach einer gefühlten Stunde der Sucherei – weiter fahren. Die Fahrt geht bis nach Blenheim und von dort noch ein kleines Stück weiter auf eine weitere kostenlose Campsite, dem Wilson Memorial.

7 – Freitag, 10.04.2015

Wir haben uns heute entschieden, noch einmal Richtung Abel Tasman National Park zu fahren. Aktuell sind wir – um ehrlich zu sein – noch etwas planlos. Wollen wir wirklich dort noch hin? Ach wir wissen es nicht. Wir wolltewn eigentlich dort kajaken gehen. Aber die Fahrt dorthin ist ziemlich bergig und langatmig. Was soll’s, heute haben wir uns erst einmal Muscheln gekauft und verwöhnen uns heut mit einem verspäteten Muschel-Mittagessen (Bild 7). Danach entspannen wir unseren Geist und versuchen uns klar darüber zu werden, was wir eigentlich wollen. Reisen kann schon ganz schön anstrengend sein, was? Wir übernachten auf einer Campsite zwischen Blenheim und Nelson, am Brown River Reserve. Hier lauern so viele Wespen und Bienen, dass wir uns zum Essen usw. nach drinnen verziehen müssen. Gegen Abend fängt es dann auch noch mit Regnen an, was die ganze Nacht über anhält…

Samstag, 11.04.2015

Wir haben uns entschieden. Wir fahren zurück nach Picton. Wir wollen unsere Rosi nicht noch einmal die Strecke zum Abel Tasman über die Berge quälen. Wir entscheiden uns für einen Campingplatz in Havelock, mit Strom, um alles wieder aufzuladen und vor allem den Tag heute zu nutzen, um die Berichte der letzten 3 Wochen zu schreiben und online zu stellen. Wir wollen doch nicht wieder zu viel Zeit vergehen lassen und zu weit hinterher liegen. Gesagt, getan… wir finden einen netten Platz in Havelock, buchen uns ein und machen uns fleißig an die Arbeit. Ela schreibt und Rico lernt derweil fleißig spanisch. Er hat zu Ela ein bißchen was aufzuholen. Wir haben eine Sprachkursapp heruntergeladen (Babbel) und für 3 Monate abonniert – schließlich wollen wir für Süd-Amerika vorbereitet sein. Jetzt müssen wir das auch nutzen und uns einen Grundwortschatz und Sprachverständnis zulegen, damit wir in Lateinamerika wenigstens ein bißchen was können. Zudem buchen wir heute gleich noch die Fähre von Picton nach Wellington. Für NZ$ 234,- fahren wir am Montag mit Rosi also weiter zur Nordinsel.

Sonntag, 12.04.2015

Wir müssen morgen um 14 Uhr in Picton Freeletics

an der Fähre sein. Bis dahin fahren wir heute zwischen Havelock und Blenheim durch die Gegend und genießen die Landschaft. Hier oben im Norden der Südinsel ist es doch wesentlich wärmer als im Süden. Jetzt im Herbst regnet es zwar überall mal aber das Klima und vor allem der Wind sind hier oben wesentlich freundlicher als noch in den Catlins oder in Dunedin. Damit wir es morgen zur Fähre nicht mehr so weit haben, übernachten wir heute noch einmal auf dem Wilson Memorial, zwischen Blenheim und Picton. Vorher machen wir noch unsere aktuelle Freeletics Trainings-Einheit bevor es dann zum Abendbrot mit Film gucken geht…

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#77 – Woche in Bildern

Woche 77 – Catlins, Dunedin und Mount Cook

1 – Montag, 30.03.2015

Nachdem die Maus uns das Schlafen in der Nacht schwer gemacht hat, kommen wir etwas später als geplant aus dem Bett. Trotz, das wir alles weggeräumt haben hat sie sich am Kaffee und an Brühwürfeln zu schaffen gemacht. Wir packen auch das noch weg und machen uns auf den River Walk. Wir laufen direkt am Fluss entlang und müssen auch 2 mal mittels sehr wackeliger kleiner Hängebrücken diesen überqueren (Bild 1). Es ist eine sehr schöne Wanderung und wird so auch nicht langweilig. Kein Wunder, wir sind ganz allein, waren doch auch kaum andere Camper da. Wir brauchen circa 3,5 Stunden bis zum Ende und starten nach einem kurzen Mittag den Rückweg über einen Loop, den unsere Karte anzeigt. Wir stellen leider fest, dass nichts dergleichen ausgeschildert ist und laufen einfach den Forstweg entlang. Nach 2 Stunden kommen wir wieder im Camp an und stellen fest, dass wir wohl nicht den richtigen Weg zurück erwischt haben – war ja auch nicht ausgeschildert. Egal. Wir sind früher zurück und haben somit mehr Zeit uns heute ein kostenfreies Nachtlager in Ocean View nahe Dunedin zu suchen.

2 – Dienstag, 31.03.2015

Auf unserer heutigen Etappe nach Dunedin schauen wir uns diekleine Halbinsel im Süden an.Hier folgen wir der Küstenstraße bis Portobello. Zwischendurch machenwir noch einen Abstecher zum Larnach Castle. Weit oben auf einem Berg steht Neuseelands einzigstes Schloss. Wir mühen uns mit Rosi hinauf nur um am Ende feststellen zu müssen, dass eine Besichtigung der Anlage 30 Dollars pro Person kostet …nein Danke. Also geht’s weiter zurück zur Küstenstraße. Immerhin haben wir vom Berg aus einen schönen Panorama-Blick auf Neuseelands viertgrößte Stadt (Bild 2). In der Stadt selbst wollen wir unbedingt noch Bluff-Austern essen. Auf unserem Weg über Invercargill sind wir am Ort Bluff, an dem es die angeblich bestschmeckendsten Austern der Welt gibt, leider nicht mehr vorbei gekommen. Hier in Dunedin im Best Café soll es die Besten Austern schlechthin geben. Leider stellen wir fest, dass aufgrund eines Sturms in den letzten Tagen keine Boote rausgefahren sind und es dementsprechend keine Austern gibt. Also steigen wir wieder in Rosi und erkunden etwas die Gegend.

3 – Mittwoch, 01.04.2015

Heut wachen wir im Campground Warrington Reserve auf. Wir sind an einem kleinen, sehr gemütlichen und kostenlosen Campingplatz nördlich von Dunedin und direkt am Meer. Das Wetter ist herrlich und da wir uns noch entscheiden müssen, wie unsere Fahrt weiter geht (zum Mount Cook oder direkt an der Küste weiter nach Christchurch) bleiben wir heute hier, lesen unseren Dostojewski weiter, lernen noch ein bisschen Spanisch und machen einen ausgedehnten Strandspaziergang (Bild 3).

Donnerstag, 02.04.2015

Wir haben uns entschieden (doch noch) zum Mount Cook zu fahren. Erst hatten wir überlegt, ob wir den Nationalpark skippen, aber so schnell kommen wir ja nicht wieder her und schließlich gilt der Mt. Cook gilt als das Wahrzeichen der Südinsel. Wir biegen also nach ein paar Kilometern Küste von Palmerston aus nach Alexandra ins Landesinnere ein. Leider vergessen wir, als wir in Alexandra sind, ein Foto zu machen. Hier ist Glenno – unser Couchsurfinghost aus Perth – geboren und aufgewachsen. Wir wollten ihm eigentlich ein Bild von hier schicken, damit er ein kleines Andenken von uns bekommt. Naja, 100 Kilometer vor Mount Cook finden wir dann noch eine freie Campsite zum übernachten.

4 bis 6 – Freitag, 03.04.2015

Mount Cook. Die restlichen Kilometer haben wir schnell zurückgelegt und kommen gegen Mittag in Mount Cook an. Wir entscheiden uns für den Hooker Valley Walk zu einem Gletscher-See mit besten Ausblick auf den bekanntesten Berg Neuseelands. Das ist mal ein Osterspaziergang mit besonderem Ausblick. Leider haben uns die kleinen „Schlucki´s“ und natürlich die Begleitung gefehlt. Aber der Walk und vor allem der Ausblick dann am Ende des Tracks waren wirklich die Mühe wert (Bild 4).

Nach nicht ganz 3 Stunden sind wir zurück am Auto und beschließen weiter zu den Blue Lakes im Tasman Valley und dann von dort weiter zur nächsten kostenfreien Campsite zu fahren. Abends sollen Wolken aufziehen und ab Mitternacht soll es regnen. Da macht es keinen Sinn hier zu übernachten und die Tageswanderung zur uns wirklich oft empfohlenen Müller-Hut macht so auch keinen Sinn.

Die Blue Lakes sind leider nicht mehr blau, da kein frisches Gletscherwasser mehr einfließt, aber der Ausblick von hier hat sich dennoch gelohnt (Bild 5).

Auf der Suche nach einem freien Campingplatz werden wir nicht allzu weit entfernt am Lake Pukaki fündig. Das beste ist der Ausblick direkt auf den Mount Cook (Bild 6). Wir können von hier aus sehen, wie sich gegen Abend schon die Wolken über den Berg schieben. Da genießen wir am See noch volle Sonne.

7 – Samstag und Sonntag, 04./05.04.2015

Heute Morgen ist vom Mount Cook nichts mehr zu sehen. Alles ist in Regenwolken eingehüllt. Nur wir sind verschont von Regen. Also richtige Entscheidung weiter zu ziehen. Wir fahren weiter Richtung Sonnenschein, ergo, Christchurch und finden einen schönen Camplatz am Ellesmere Lake für das Osterwochenende. Hier verbringen wir 2 schöne entspannte Tage mit „körperlicher Ertüchtigung“ und viel Zweisamkeit…(Bild 7).

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#75 – Woche in Bildern

Woche 75 – Unsere letzten Tage im Fjordland

Montag bis Mittwoch, 16. – 18.03.2015

Im Laufe der Woche bekommen Jimmy und wir Besuch von Louise (Bild 1), einer alten Freundin von ihm aus Invercargill. Louise ist eine Person für sich, sehr liebenswert und kommunikativ – mit mehr als 6000 Wörtern pro Tag ausgestattet. Wir diskutieren so in den kommenden Tagen bis in die späten Abendstunden so über alles im Weltgeschehen. Und als Besonderes Highlight gibt es Hefeklöße (Bild 2). Für den ersten Versuch sind die bombastisch geworden und bringen Kindheitserinnerung zurück. Auch Jimmy und Louise sind begeistert…

Donnerstag, 19.03.2015

Nachdem wir auch in den letzten Tagen im Backpackers mit Gästebetreuung und dem gemeinsamen Verfolgen der Cricket-Weltmeisterschaft sowie gemeinsamen Stunden mit Jimmy und Louise verbracht haben, geht es nun, wie gepant, heute nach Milford Sound.

Nächste Woche soll unsere Erkundungstour durch Neuseeland ja weiter gehen und so machen wir vorher noch einen „Testausflug“ inklusive Übernachtung in den Milford Sound. Unsere Rosi wurde von uns ja mit verschiedenen Reparaturen (neue WOF =TÜV) verwöhnt und da ist es doch besser, alles zu testen, bevor wir Manapouri verlassen.

Vor ein paar Tagen hatte Rico Lisa kennen gelernt; sie hat mit ihrem Partner bei uns im Freestone übernachtet. Sie kam vor vieln Jahren aus Deutschöand nach NZ und lebt jetzt im Fjordland. Sie hat uns auf eine kostenlose Boots-Tour in den Milford Sound eingeladen. Sie arbeitet dort für eines der vielen Unternehmen, die Cruisen anbieten. Da konnten und wollten wir natürlich nicht ablehnen.

Nach einem Kurzen Anruf bei ihr, wurden wir für die 13 Uhr Cruise eingebucht. Typisch für uns kommen wir dann am Vormittag doch etwas zu spät los, müssen noch Einkaufen und Tanken und geraten etwas in Zeitnot auf der Strecke, für die eigentlich 2,5 Stunden eingeplant werden sollten. Trotz der langen Fahrt inklusive steiler Bergpassagen, die unsere Rosi aber gut meistert, klappt alles prima und wir sind immerhin fünf Minuten vor dem Einchecken am Hafen im Milford Sound. Wir haben echt Glück, dass wir mit Lisas Firma – Cruise Milford – fahren können. Der Vorteil: das Boot ist wesentlich kleiner als all die anderen Touristenkähne und mit uns sind heute nur noch 7 andere Passagiere an Bord. Es ist also sehr entspannt und wir werden an Bord mit Keksen und Gertränken versorgt (Bild 3). Wir waren uns nicht sicher, ob der Milford Sound wirklich so schön ist, ist es doch der meistbesuchte und damit sehr touristisch. Der Doubtful Sound soll viel größer, schöner und ruhiger sein. Nach den Recherchen der letzten Wochen haben wir uns aber aufgrund der hohen Preise für die Doubtful-Sound-Fahrtenentschieden, nur den Milford zu machen. Und wir wurden mehr als überrascht: Es ist definitiv eine wunderschöne und atemberaubende Landschaft hier. Das Fjordland mit seinen steilen Berhängen, Wasserfälle (Bild 4), eine Robbenkolonie (Bild 5)… na und das Wetter hat sich ja auch alle Mühe gegeben das noch zu untermalen.

Nach der Cruise essen wir dann unser Mittag in einem Schwarm von Sandflies am Hafen von Milford Sound und machen uns auf den Weg zurück Richtung Te Anau. An der Milfordstraße gibt es noch einiges zu sehen und da ein Tag für alles zu kurz ist, entscheiden wir uns erstmal noch für einen Abstecher zu den Humboldt-Falls, Bild x, und einen Walk zum Marian Lake (Bild 6). Leider ist es schon zu spät, um die 3 vollen Stunden zum See zu machen. Dennoch lohnt sich die kurze Teilstrecke, die wir heute nochmachen konnten.

Naja, nach 7 Wochen Arbeiten und Relaxen ist dieser eine Tag unglaublich voll gepackt. Wir suchen uns in der Dämmerung noch schnell einen günstigen Campingplatz und lassen den Tag ausklingen.

Freitag, 20.03.2015

Die erste Nacht wieder in Rosi zu schlafen, brachte schon einige Bedenken mit sich. Waren wir es doch jetzt gewohnt, in einem warmen Haus und richtigen Bett zu schlafen. Und die Nächte sind in letzter Zeit auch recht kühl geworden. Alles halb so wild. Ja es war etwas frisch, aber gefroren haben wir noch lange nicht und da wir alles IN Rosi machen können, heizt das Kochenden ganzen „Wohnraum“ angenehm auf. Nach dem obligatorischen Griesbrei zum Frühstück geht’s weiter Richtung Te Anau zurück.

Wir halten an den Mirror Lakes und können auch ein paar tolle Spiegelbilder (Bild 7) schießen.

Zurück in Te Anau geht’s dann erst einmal in eine Werkstatt. Leider hat der Tacho wieder verrückt gespielt und uns die gesamte Fahrt mit ohrenbetäubenden Geräuschen genervt. Da wurde er nun schon 2 mal „repariert“ und geht immer noch nicht. Der Mechaniker, der sich das letzte mal darum gekümmert hat, ist natürlich im Urlaub und so werden wir zu einem „Spezialisten“ in Te Anau verwiesen. Wir haben riesiges Glück! Jeremy von Te Anau Auto Electrics nimmt sich unseres Problems an und nach einer Stunde hat er es behoben. Nachdem er unsere „Leidensgeschichte“ gehört hat und auch wie viel Geld wir schon sinnlos vergeudet haben, schenkt er uns sogar die Reparatur. Mit einem riesigen Grinsen fahren wir zu Kerstin. Am Abend gehen wir noch auf eine kleine Party. Jörg, ein Münchner, der hier in Te Anau schon seit Jahren Urlaub macht, gibt eine Abschiedsparty. Er ist auch dieses Jahr hier lange auf Urlaub gewesen und wir haben ihn im Laufe der letzten Wochen bei Kerstin kennen gelernt. Er hatte uns eingeladen, zu seiner Abschiedsfeier zu kommen, und da kommen wir natürlich gern. Also ging es von Kerstin dann zur Feier, da feiern wir kräftig und lernen wieder einige neue Gesichter kennen (Bild 8).

Samstag und Sonntag, 21. – 22.03.2015

Nach unserem Ausflug und der Feier am Freitag, sindwir am Wochenende wieder im Freestone bei Jimmy. Da Jimmy und Kerstin fast den ganzen Tag lang Bootstouren haben, machen wir zwei erstmal alle Zimmer sauber und parallel übernimmt Ela noch das Baby-Sitting für Carla allzugern und Rico bastelt noch etwas an Rosi rum. Am Sonntag passierte dann nix aufregendes mehr…

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#65 – Woche in Bildern

Woche 65 – Besuch von zu Hause, unser neues Auto, Christchurch bis Golden Bay

 

 

1 – Montag, 05.01.2015

Unsere letzten Tage im Motel bei Owen seiner Family neigen sich dem Ende. Franze und Christian, unsere Frischvermählten aus der Heimat kommen heute aus Sydney zu uns nach Christchurch. Zusammen werden wir die nächsten Wochen um die Südinsel touren und so mit den beiden die Flitterwochen feiern… Heute, passend zu Ela’s Geburtstag, war es dann auch so weit, dass wir uns für ein Auto entschieden haben. Aurielle und Pierre bieten ihren Toyota Hiace zum Verkauf an und nach den vielen Auto-Besichtigungen haben wir uns entschieden, ihren zu kaufen. Das Auto ist heute nochmal in der Werkstatt zum letzten Check. Der Tacho ist während der Probefahrt ausgefallen und das lassen wir noch machen, bevor wir mit unserer Tour starten. Zudem haben wir den beiden noch unsere Stelle im Motel vermacht. Sie haben keinen Hostel-Platz gefunden und wussten nicht wohin. Und im Auto können sie ja jetzt auch nicht mehr schlafen. Also haben wir kurzum mit Owen gesprochen und alles für sie geregelt. Am Abend gibt’s dazu noch ein Abschiedsessen mit Owen, seiner Frau und ihrer süßen Tochter. Nachdem es am ersten Abend ja chinesische Kochkunst gab, haben wir es uns nicht nehmen lassen, ihnen mal die deutsche Küche in Vollendung zu servieren. Dazu gibt’s heute Rouladen mit Rotkohl und Klösen und als Nachtisch Grießbrei mit Kirschen. Die 3 sind hellauf begeistert (Bild 1) und Owen will ab sofort am liebsten jeden Tag Griesbrei haben. Ela zeigt seiner Frau noch wie es geht…

Als kleines Geburtstagsgeschenk gabs von den Dreien noch einen leckeren Kuchen und eine Schachtel chinesicher „Edel-Zigaretten“ 🙂

 

2 – Dienstag, 06.01.2015

Franze und Christian, den wir auch gern mal Ingo nennen, kommen! Wir arbeiten heute zur Abwechslung auch mal nicht im Motel. Bill, der Motel-Chef hat uns über Owen gebeten, dass wir seinen privaten Garten auf Vordermann bringen. Seine beiden Kindermädchen (sorry, wir haben eure Namen vergessen) holen uns dazu ab. Wir vereinbaren daher mit Franze und Ingo, dass wir uns dann dort treffen und sie uns gleich abholen. Das passt super, denn so können wir auf dem Weg ins Motel gleich noch unser Auto von der Werkstatt abholen. Im Motel angekommen gibt’s erstmal was ordentliches zu Essen (Bild 2) und wir vier plappern uns erstmal gehörig die Köpfe leer, was vor allem zum Leidwesen von den beiden geschieht, denn wenn Rico erstmal in Redestimmung ist, dann wird’s ein langer Abend… Morgen geht’s auf jeden Fall los, raus aus Christchurch, Richtung Norden. Wir freuen uns riesig, dass die 2 da sind und dass wir die nächsten Wochen miteinander verbringen können. Zudem hat Franze die Reiseroute schon – schön deutsch – durchgeplant, so dass wir den Zweien ganz entspannt folgen können 🙂

 

Mittwoch, 07.01.2015

Bevor es heute auf die Reise geht machen wir noch ein letztes Mal die Zimmer und verabschieden uns anschließend von Owen und seiner Familie. Unser Auto, wir haben sie Rosi getauft, ist startbereit und so geht es 12 Uhr mittags auf die Strecke. Unsere erste Etappe heißt Hamner Springs. Auf dem Weg dahin fällt gleich erstmal wieder der Tacho aus… Superleistung von der Werkstatt in Christchurch. So fahren Christian und Franze also vor uns, damit wir nicht zu schnell fahren und geblitzt werden. Doch die Sorge war völlig umsonst. Als wir so am Highway, die Ostküste entlang nach Norden fahren, werden wir ständig von uns überholenden Fahrzeugen überholt und dabei ständig angehupt. Einmal bekommen wir sogar den guten alten Mittelfinger gezeigt. Unsere beiden Autos fahren gerade so am Speed-Limit – okay unser alter Van vielleicht etwas langsamer – aber wir sind echt schockiert. In ganz Australien wurden wir nie angehupt oder angepöbelt und da sind wir meist 80 oder 90 statt der erlaubten 110 gefahren. Was stimmt nur mit den Leuten hier nicht??? Auf jeden Fall finden wir in Hamner Springs erstmal Franzes und Ingos Quartier. Wir dürfen unser Auto für 20 Dollar auf dem Hof parken und die Küche, Dusche usw. mt nutzen.

 

3 – Donnerstag, 08.01.2015

In Hamner Springs machen wir uns gleich mal auf in die Natur. Franze hat einen Track rausgesucht und so geht’s ab in die Berge. Je höher wir kommen, umso nebliger wird es allerdings. Wir hatten uns eine super Aussicht erhofft und sehen nur Wolken. Aber es hat Spaß gemacht, mal wieder in der Natur unterwegs zu sein und die Zeit vergeht natürlich auch wie im Flug, wenn man mit Freunden unterwegs ist, die man über eineinhalb Jahre lang nicht gesehn hat (Bild 3). Am Abend gibt’s dann noch einen Burger in der Stadt und wir verbringen ganz aufgeregt die erste Nacht in unserer Rosi…

Fazit: Schön isses!

 

4 – Freitag – 09.01.2015

Nach HamnerSprings fahren wir entlang der Ostküste über Blenheim und Nelson bis an das nördlichste Ende der Südinsel. Insgesamt sollten wir heute 11 Stunden unterwegs sein. Gott sei dank war das dann aber auch die längste Etappe unserer Reise. Es sind zwar nur knapp 500 km gewesen, aber mit Pausen zum Fotos machen, Mittag essen und Fahrten auf Bergpässen mit vielleicht durchschnittlich 25 km/h war der heutige Ritt schon wirklich heftig. Gleich an unserem ersten Stopp, irgendwo bei Kaikoura halten an einem Platz direkt am Meer und unser Ingo entdeckt dort beim streunern zwischen den Felsen doch nicht etwa eine Robbe (Bild 4)? Und im Meer tummeln sich zig Delfine. Alle sind gleich voll im Bann der Entdeckungen und machen Fotos. In Blenheim gibt’s dann später erst mal Mittag. Da wir uns nicht wirklich für ein Diner entscheiden können und unsre zwei Frisch-Vermählten erstmal noch mit dem Verkehr hier in NZ klarkommen müssen, entschließen wir uns, einfach direkt am Highway anzuhalten und am Straßenrand auf einer Wiese Mittag zu essen. Die zwei sind von der unkonventionellen und stressfreien Art den Reisens und Speisens sofort begeistert. Nach Blenheim fuhren wir dann noch einen kleinen Umweg über Picton und entlang der Sounds im Norden – eine wirklich superschöne Strecke. Perfekt zum Fahren und genießen. An unserer Endetappe bei Collingwood im Inlet Hostel angekommen, fallen wir dann fast vom Stuhl, als wir erfahren, dass wir mit unserem Van hier parken und übernachten dürfen, man uns dafür aber 40 Dollar berechnen will.Völlig entgeistert essen wir erstmal „geduldet“ im Community-Raum Abendbrot und besrpechen wie es weiter geht. Denn Franze und Christian hatten hier noch 2 weitere Nächte gebucht. Naja, mitten in derNacht – wir sind ja noch nicht genug rumgefahren heute – steuern wir einen Campground direkt in Collingwood an. Es ist 11 Uhr abends und wir werden sehr unhöflich empfangen. Wir bekommen immerhin noch eine Campsite für 34 Dollar und schlafen – allerdings erst, nachdem wir uns wegen der Abzocke im Hostel und den pampigen Empfang abgeregt hatten.

 

5 – Samstag, 10.01.2015

Nach der ganzen Fahrerei und Aufregerei gestern haben wir uns heute mit Franze und Christian in ihrem Hostel zum Frühstücken getroffen. Da die zwei ja schon für 2 weitere Nächte gebucht hatten, beschließen wir, doch die dreisten 40 Dollar pro Nacht für die nä. 2 Nächte im Hostel zu bezahlen. Ist immer noch billiger als ein Zimmer für den doppelten Preis und es ist uns wichtiger, mit den beiden zusammen zu sein, als uns wegen ein paar Dollars aufzuregen. Am Ende sollte es auch noch eine wirklich schöne Zeit im Inlet werden. Heute jedenfalls gehen wir erstmal an den Strand, sonnen- und wasserbaden und entspannen (Bild 5).

 

6 und 7 – Sonntag, 11.01.2015

Wir „nutzen“ den ganzen Vormittag weiter zum Entspannen; Rico spielt ein bissl Klavier (Bild 6), Ela liest, Franze und Ingo machen Mittagsschlaf… Am späten Nachmittag machen wir dann noch einen längeren Track an der Golden Bay und da man dazu besser Ebbe und Flut im Auge hat, konnten und wollten wir auch nicht eher los. Also geht’s mit dem Auto hoch bis zum Wharakiki Beach (Bild 7). Die Landschaft hier mit den ewigen Dünen und den Küstenfelsen ist wirklich traumhaft. Neuseeland gilt vollkommen zurecht als eines der schönsten Länder unserer Erde und hier merken wir das mal wieder ganz deutlich. Später gehen wir dann noch an der Landzunge ganz im Norden spazieren. Am Ende ist der Track hin, über die Landzunge drüber zur nördlichen Seite und wieder zurück allerdings doch ganz schön lang und als wir dann in der Dämmerung die Wegpunkte nicht mehr erkennen können, steigt vor allem bei unserer lieben Franze doch langsam etwas Panik auf. Aber wir finden am Ende aus der Dunkelheit den Weg zurück zum Auto und kommen sichtlich geschafft aber auch total begeistert wieder im Inlet an…

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