Tag Archive : Port Hedland

#35 – Woche in Bildern

Woche 35 – von Port Hedland Nach Broome

1 – Montag, 09.06.2014

Per Couchsurfing haben wir eine Übernachtungsmöglichkeit in Broome gefunden, die wir am Donnerstag anlaufen können. Wir haben also kurzum geplant, wie wir die Woche am besten verbringen. Da wir gestern nicht mehr zum Blog-Arbeiten und anderen Dingen gekommen sind, haben wir mal wieder auf einem Campground um eine Nacht verlängert. Wir hatten ja Julia und Ralf aus der Schweiz kennen gelernt und mit Ihnen – ohne es zu merken – den ganzen Nachmittag und Abend verbracht. War wirklich klasse mit den beiden, aber die Arbeit muss halt auch irgendwann gemacht werden… Tagsüber beim Schlendern um den Campground trifft man ne Menge unterschiedlicher Leute und Übernachtungsmöglichkeiten, wie unser Nachbar mit seinem Trike mit Campinganhänger, skuril, aber Praktisch…

2 – Dienstag, 10.06.2014

Unser erstes Buschfeuer hautnah – Heute geht es weiter Richtung Broome. Als Zwischenstation fahren wir noch Cape Keraudren an. Unterwegs bemerken wir mal wieder Rauch am Horizont. Nur diesmal kommen wir an dem Buschfeuer direkt vorbei. Etwas ratlos und unsicher, und von der Situation beeindruckt, überlegen wir, wie wir damit umgehen sollen. Feuerwehr anrufen? Notruf? Oder jemanden anhalten? Viele Fragezeichen. Wir entscheiden uns schlussendlich, den, in der Richtung des Feuer gelegenen, Campground, anzurufen und sie (aus unserer Sicht) zu alarmieren. Die wissen bestimmt was zu tun ist. Zu unserer Überraschung zeigen diese sich unbeeindruckt, lediglich mit dem Hinweis, dass sie das Feuer schon gesehen haben, und es sich ja NUR auf dem Nachbargrundstück abspielt. Ja – Feuer scheinen hier an der Tagesordnung zu stehen. Willkommen in Australien. In Deutschland wären an der Stelle mindestens 5 Löschfahrzeuge präsent und der Highway gesperrt.

Am Cape Keraudren angekommen suchen wir uns einen ruhigen Campingspot aus und genießen nach 4 Tagen Beton, Autos und Stadt wieder Meer, Strand, Natur und Ruhe…

3 – Mittwoch, 11.06.2014

Nach unserem Brunch werden wir vom Ranger schon mal vorgewarnt, dass wir wegen Flutgefahr bis zum Abend etwas weiter vom Wasser weg parken sollen. Angeblich stehen ab 7 Uhr morgen früh bereits die Toiletten-Anlagen unter Wasser, danach steigts noch weiter bis zu unserer Parkstelle!!! Naja, machen wir später. Da wir schon mal hier sind, machen wir heute einen ausgiebigen Strandspaziergang. Dabei kann Ela natürlich nicht widerstehen, bei der riesigen Auswahl an Muscheln, zuzugreifen. Neben Korallen, hellblauem – aber kaltem – Wasser und weißem puderfeinen Sand finden wir hier vor allem viele Krabben und Krebse. Als Ela dann bald beide Hände voller Muscheln hat und auch nix mehr tragen kann, kehren wir dann – nebenbei noch gut gebräunt – zum Camper zurück. Vorm Abendessen wird dann auch noch schnell umgeparkt.

4 – Donnerstag, 12.06.2014

Hallo Broome – Hallo neue Couchsurfingfamilie. Bevor Mira (auch aus Deutschland, aber auch schon viele Jahre „Australierin“) und ihre Kids uns aufnehmen konnten, mussten wir ja erst noch die angekündigte „Flut“ überstehen. Natürlich für uns, als hochwassererfahrene und -geplagte Dresdner, kein Problem. Wie so oft stellen wir, am Morgen dann aber fest, dass die Aussies übervorsichtig mit ihrer Prognose waren. Das Wasser steht zwar bissl höher als normal, aber die Wege und Plätze sind weit davon entfernt, geflutet zu werden. Schon komisch: Bei Buschfeuer oder wenn es darum geht 70-Meter Bäume hoch zu klettern, sind die Aussies total locker und bei anderen Sachen wie zum Beispiel Entfernungsangaben bei Wanderstrecken oder wie hier bei „Flutgefahr“ sind sie wieder super extrem vorsichtig. Wie denn nun?

Schlimmer war da der Sturm heute Morgen. Der rote Sand flog uns nicht nur um die Ohren, sondern auch in jede Ritze von unserem Bus – Innen und Aussen. Also gings ohne Frühstück auf nach Broome. Das haben wir lieber später auf einem etwas weniger windigen Rastplatz nachgeholt um dann gut gestärkt die letzten 400 Kilometer nach Broome und zu Mira und ihren Kids zurück zu legen.

5 – Freitag, 13.06.2014

An unserem ersten Tag in Broome erkunden wir nur kurz per Van die Gegend und kommend passend in der Dämmerung am Cable Beach vorbei. Zugegeben wir haben nach einer langen Nacht mit Mira – gab ja viel zu erzählen und auszutauschen – noch nicht wirklich den Sinn für Sightseeing gehabt. Also nach einem frischen gemahlenen Kaffee und einem ausgedehnten Frühstück gegen Mittag ging es für eine kurze Runde durch die Stadt. Chinatown, Townbeach, Cemetary und Cable Beach – grobe Orientierung, Strand bestaunen und ab zurück ins turbulente Familienleben.

6 – Samstag, 14.06.2014

Absolutes Highlight heute? Archie Roach! Das ist DER Aboriginikünstler – und er gibt heute ein Konzert in Broome. Mira ist absolut begeistert und überzeugt uns, mit Youtubevideos und ihrer Begeisterung, mitzugehen. So ziehen wir mit ihr und ihren Mädels los, um gleich kulturell einzutauchen.

7 – Sonntag, 15.06.2014

Und heute gleich das nächste Highlight. Wir sind perfekt zum Vollmond angekommen. Perfekt, weil Du nur kurz nach Vollmond „den Treppenaufgang zum Mond“ (Staircase to the Moon) am Townbeach beobachten kannst. Der orange leuchtende Mond geht über dem Meer auf und durch die kilometerweite Ebbe sieht es so aus, als würde sich nach und nach ein Treppenaufgang zum Mond auftun. Einfach schön – ja mal wieder was für Romantiker und Kitschliebhaber – aber auch für alle Freunde des Schönen.

Natürlich gibt es zu diesem Anlass auch einen Staircase-Markt, mit allem was das Herz – vor allem das Kinderherz – begehrt. Dank Mira wussten wir auch, dass es heute noch eine Zirkusshow geben wird. Kurz nach dem Mondspektakel gings auch los und wir konnten eine wirklich gut Show im Freien bestaunen.

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#34 – Woche in Bildern

Woche 34 – Karijini und Port Hedland

 

1 – Montag, 02.06.2014

Heute verlassen wir den Cape Range Nationalpark und machen uns auf den Weg zum nächsten: Karijini. Wieder einmal geht es stundenlang gerade aus mit sich kaum verändernder Landschaft. Als endlich ein paar Bergen bzw. Gesteinsformationen auftauchen freuen wir uns über die Abwechslung und bestaunen die Landschaft. Kurz vor Sonnenuntergang kommen wir auf einem 24-Stunden Parkplatz (Overnighter) mit Toilette – yippie – an.

2 – Dienstag, 03.06.2014

Ausblick vom Mount Bruce, am Eingang des Karijini, auf eine Mine im Hintergrund. Wir sind jetzt in der Minengegend angekommen. Nach einer langen Fahrt entschließen wir uns, nur zum nahe gelegenen Aussichtspunkt zu laufen, anstatt den Mount Bruce ganz zu besteigen. Das würde dann 5 Stunden dauern. Da wären wir vor der Dämmerung nicht zurück. Trotz, dass der Berg nur irgendwas um die 600 Meter hoch war, ist er der zweit höchste in Westaustralien. Anschließend geht’s für uns ins Bushcamp im Nationalpark. Zum Glück bekommen wir einen Platz, der etwas Schatten spendet. Die Nächte sind hier mit 10 – 15 Grad kalt, die Tage mit 25-30 Grad aber heiß.

3 – Mittwoch, 04.06.2014

Nach einem unerwartetet kurzen Ausflug in die Dales-Schlucht (Gorge) verbringen wir den restlichen Tag mit unseren „Nachbarn“ Shane und Shaz aus Neuseeland beim Karten spielen, quatschen und Wein trinken. Wir kamen gestern Abend mit den Zweien schon in Kontakt und haben uns heute Morgen zusammen auf Entdeckungstour durch den Dales-Gorge begeben. Die Australier sind hier mit ihren Dauerangaben für die Wanderstrecken durch die Schluchten übervorsichtig. Beispielhaft: für 500 Meter hin und zurück 45 Minuten einplanen!!! Naja, wir waren irgendwie wesentlich schneller und so kam es, dass wir nach einer Stunde schon am Ende der Tagestour, am Badepool, ankamen. Und da haben wir uns durch Fotografieren schon sehr sehr sehr viel Zeit gelassen. Trotz, dass es kalt war, sind wir da auch ins Wasser gesprungen, um das Salzwasser vom Meer runter zu waschen. Am Ende waren wir, nach insgesamt ca. 2 Stunden, gegen späten Mittag, schon wieder zurück im Camp.

4 – Donnerstag, 05.06.2014

Klettertag im Hancock- und Weano-Gorge. Eigentlich wollten wir heute schon weiter reisen, da uns von der Schotterpiste zu den anderen Gorges abgeraten worden ist. Shane und Shaz haben uns angesteckt und wir probierten es. 50 km ungeteerte Straße. Die ersten 30 km waren ganz ok… nur die letzten 20 waren wieder einmal eine Geduldsprobe. Wir kommen an und es hat sich gelohnt. Wir treffen am Ende des ersten Gorges Shane und Shaz wieder und klettern so gemeinsam durch den Tag. Es geht zum Handrailpool (hier heißt es an einer Stange festhalten und steil runterklettern), wir bewältigen der Spiderwalk (wie Kaminklettern, nur vorwärts) und das ein oder andere Mal heißt es heute: Schuhe aus und nass werden. Schön. Wir kommen heute zur Dämmerung erst zurück. Trotz, dass wir von der frischen Luft, der Hitze, dem kalten Wasser und der Kletterei etwas geschafft sind, sitzen wir wieder bis in die Nacht mit unseren Kiwis zusammen. Wir raffen uns sogar auf, nochmal zum Aussichtspunkt zu laufen und die Sterne anzuschauen.

5 – Freitag, 06.06.2014

Roadtrains. Heute geht’s über den Great Northern Highway nach Port Hedland. Wie gesagt wir sind in einer Minengegend. Es wimmelt hier nur so von diesen riesigen Roadtrains. Spannend ist es, wenn uns so einer auch noch überholt!!!

6 – Samstag, 07.06.2014

Und wieder ein Office-Tag. Wir sind gestern Abend auf dem einzigen vernünftigen Campground in Port Hedland angekommen und nutzen wieder die Gelegenheit! Strom, Duschen, Waschmaschine und ab und zu in den Pool springen. Port Hedland ist nicht wirklich schön und bietet auch nichts sehenswertes, aber hier lässt es sich aushalten. So können wir in Ruhe Couchsurfing für Broome organisieren, die weitere Route planen, die Woche in Bildern schreiben und zusammen stellen und relaxen.

7 – Sonntag, 08.06.2014

Shopping – wir wollen unsere Tanks und Vorräte auffrischen und machen uns auf den Weg nach South Hedland und anschließend nach Port Hedland. So kommen wir auch an der einzigen Attraktion – dem Hafen – vorbei. Leider sind heute nur 2 große Tanker zu sehen. Am späteren Nachmittag setzen wir uns mit unseren „Nachbarn“ Ralf, aus der Schweiz und Julia, aus Österreich, auf einen Kaffee zusammen. Daraus wird dann irgendwie der gesamte Abend. Wir quatschen und naschen und so vergeht die Zeit wie im Flug. Gegen 22:00 machen wir uns dann noch ein leichtes Abendessen und genießen das bei dem ersten Teil der dritten Staffel der BBC-Sherlock-Reihe. Bei euch müsste die grad im TV laufen. Hier konnten wir Sie, natürlich in Englisch, schon auf DVD erstehen. Sensationell – einfach der beste Sherlock – und wir sind glücklich! 🙂

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