Tag Archive : peking

#106 und 107 – Wochen in Bildern

Woche 106 und 107 – Familienleben in Peking und chinesische Mauer

Vor zwei Tagen sind wir in Peking gelandet. Wir wohnen mit Tini, Benny und ihrem Sohn Moritz in ihrem Apartment im Oakwood, einem Hotel in der Innenstadt. Da Benny unter der Woche arbeitet, verbringen wir die meiste Zeit mit Tini und Moritz. Zudem lernen wir viele liebe, vor allem Deutsche kennen, die ebenfalls im Hotel wohnen. Die meisten sind in der gleichen Situation; die Männer arbeiten für VW, Audi, BMW oder Mercedes und die Frauen kümmern sich um Haushalt und Kind und nutzen die Zeit, um eigene Projekte auf die Beine zu stellen. Tini zum Beispiel ist vor allem dem Nähen und Schneidern „verfallen“. Für Ela macht sie gleich mal eine Mütze und ein paar Stulpen, natürlich alles aufeinander abgestimmt – made by „von tini“ halt =0).
Mit Tini als Guide lernen wir nun Peking in den nächsten 2 Wochen kennen; wir fahren zum Kohleberg und sehen uns die verbotene Stadt an, schlendern über diverse Märkte und machen Underground-shopping =0) wo wir uns gleich noch mit Winterjacken eindecken. Am späten Nachmittag sitzen wir dann meistens alle gemütlich beisammen, Rico und Benny spielen PlayStation und die Frauen studieren das Internet oder treffen sich auf der Terrasse mit den „Nachbarn“ und tauschen sich über die alltäglichen Erlebnisse, Sorgen und Freuden aus. Abends treffen wir uns dann meistens alle auf oder um die Couch herum und schauen Tatort oder andere Filme. Bis auf die Tatsache, dass wir zwei nicht arbeiten gehen (müssen) fühlt es sich hier schon ein bisschen wie zu-Hause-sein an.

 

Besuch der Chinesischen Mauer, Mittwoch, den 28.10.15

Heute statten wir der chinesischen Mauer einen Besuch ab. Nachdem wir uns nach langer Recherche endlich einen Spot rausgesucht haben, an dem wir uns das größte Bauwerk der Welt ansehen wollen und heute auch das Wetter perfekt ist, starten wir gegen 8 zum nahe gelegenen Busbahnhof in Dongzhimen. Wir wollen nach Mutianyu. Hier soll es nicht ganz so touristisch überfüllt sein, wie zum Beispiel in Badaling oder Simatai. Mit der Linie 916 fahren wir dann nach  Huairou, im Norden von Peking. Von der Busstation dort müssen wir dann nur irgendwie noch bis zur Mauer kommen. Im Internet haben wir gelesen, dass man sich in Huairou ein Taxi oder einen privaten Fahrer für ca. 100 Yuan bis zur Mauer nehmen muss. Aber bereits im Bus werden wir von einem Chinesen angesprochen, der uns für je 20 Yuan bis zur Mauer bringen kann. Gesagt, getan. In Mutianyu ist dann trotzdem ganz schön viel los – und das unter der Woche… Da wollen wir lieber gar nicht erst wissen, was an einem Wochenende hier oder anderswo los ist. Zur Mauer hoch fahren wir mit einem „Ski“-Lift. Oben verbringen wir dann die nächsten Stunden mit Ausblick genießen und Treppen steigen =0) Heute ist die Luft auch gut genug, um bis nach Peking schauen zu können…
Für den Weg nach unten wollen wir anschließend eine Sommer-Rodelbahn nehmen. Freudig warten wir auf unsere Schlitten, um den Berg runter zu rasen. Nur leider machen uns die Chinesen hier einen Strich durch die Rechnung. Die Leute vor uns fahren so arsch-langsam, dass man fast zum stehen kommt. Immer wieder müssen wir daher mal anhalten, um uns einen Abstand zum Vordermann aufzubauen, so dass man wenigstens mal ein bisschen Action hat…

Von Mutianyu aus fahren wir dann wieder mit unserem Fahrer zum Bus-Terminal in Huairou und von da zurück nach Peking.
Wir hatten einen wirklich tollen Tag und können Mutianyu empfehlen. Vor allem möchten wir dich gern dazu ermutigen, auf eigene Faust hin zu fahren. Über das Internet kann man natürlich auch ein Komplett-Paket mit Abholung vom Hotel usw. buchen, aber die Anreise ist wirklich sehr unkompliziert und spart Geld. Außerdem ist man viel flexibler und kommt auch noch mit Einheimischen in Kontakt, daher genau das Richtige für uns =0)

 

Samstag, 31.10.15

Heute hieß es dann leider Bye Bye Tini, Benny und Moritz und Bye bye China. Wir fliegen gegen 8 Uhr am Morgen nach Irkutsk, Russland.
Wir hatten eine so schöne Zeit hier in China und vor allem bei unseren Lieben in Peking. Es ist doch wirklich immer wieder unglaublich und wunderschön, wie man durch das Reisen tolle Menschen – ja – gute Freunde findet, die man sein ganzes Leben lang nie vergessen wird.

Nun heißt es also Zdravstvuyte Rossiya, ein neues Land und neue Abenteuer…

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#105 – Woche in Bildern

Woche 105 – von Zhengzhou nach Peking

Montag 12.10.15

China, Zhengzhou. Wir wohnen bei Gordon und seiner Familie in ihrer Wohnung und haben eine schöne gemeinsame Zeit. Heute in der Nacht allerdings musste Rico leider seinen Schlaf gegen Übelkeit tauschen und seinen Magen entleeren. Daher geht es ihm heute den ganzen Tag nicht besonders. Das Wetter ist dazu noch sehr regnerisch, also ist heute Ruhetag…

 

Dienstag 13.10.15

Nachdem sich gestern alle erholt haben, geht es heute zu den Longmen-Grotten bzw. Drachen-Tor-Grotten. Mit dem Schnellzug und anschließend per Taxi fahren wir ca. 2 Stunden. Bei den Grotten angekommen, können wir uns hier unzählige (lt. Wikipedia wohl über 100.000) Buddha-Statuen ansehen (Bilder 1 und 2). Die größte ist ungefähr 17 Meter hoch. Und wider wuseln hier natürlich tausende von Touristen um uns herum, die vor allem Ela gern und oft fotografieren. Aber daran haben wir uns inzwischen längst gewöhnt. Auf dem Weg zurück zum Bahnhof (wir müssen wieder nach Zhengzhou) folgt dann ein kleines Drama. Ela hat für heute Nacht einen Zug nach Taiyuan gebucht. Der geht ca. 0:30 Uhr. Daher müssen wir rechtzeitig in Zhengzhou sein. Mit U-Bahn fahren, Rucksäcke packen und so weiter, braucht es schon Einiges an Zeit und so wollen wir den 19 Uhr Zug nehmen. Leider haben wir für den nicht genügend Bargeld bei uns und unsere Kreditkarte wird nicht akzeptiert. Auch am ganzen Bahnhof gibt es nicht einen einzigen Geldautomaten. Wir überlegen, mit einem Taxi in die Stadt zu fahren und dort Geld zu holen. Auf dem Weg zum Taxistand hilft uns eine junge Chinesin aus und gibt uns 50 Yuan. Wir sind total happy. Am Schalter zurück gekommen, müssen wir leider feststellen, dass der Zug voll ist. Der nächste fährt erst gegen 21 Uhr. Da wir keine Alternative haben, kaufen wir unsere Tickets und sehen unseren Zug nach Taiyuan gedanklich schon an uns vorbei ziehen. Ärgerlich, schließlich haben wir den Zug und auch schon eine Übernachtung in Taiyuan bezahlt. Stornieren können wir auch nichts, da die chinesischen Wifi-Netze nicht für uns gehen (Man muss sich auf einer chinesischen Website registrieren!!!). Naja, Ela ist total traurig und enttäuscht, dass alles so gekommen ist. Als wir später, so gegen 23 Uhr in Gordons Wohnung in Zhengzhou ankommen, folgt dann die positive Überraschung. Ela checkt nochmal die Zugdaten (den wir jetzt aber eh nicht mehr gekriegt hätten) und stellt fest, dass sie sich im Datum geirrt hatte. So fahren wir erst am Donnerstag nach Taiyuan… Was für eine Erleichterung… So viel Stress für nichts (Bild 3)

 

Mittwoch, 14.10.15

Da wir heute einen ungeplanten freien Tag haben, fahren wir in die Stadt. Wir gehen ein bisschen shoppen und widmen uns anschließend in Ruhe dem Packen unserer Rucksäcke. Wir verabschieden uns herzlich von Gordon, Doris und Sophie (Bild 4). Gegen 22 Uhr kommen wir mit der U-Bahn am Bahnhof in Zhengzhou an, wo wir dann – 2 Stunden später – im Schlaf-Zug nach Taiyuan reisen. Morgen, gegen Mittag sollten wir dort ankommen.

 

Donnerstag, 15.10.15

Nächster Halt Taiyuan. Wir erreichen die über 2.500 Jahre alte und mit „nur“ 4,2 Millionen Einwohnern für China kleine Stadt gegen 12 Uhr Mittag. Hier haben wir mal wieder über AirBnB ein Zimmer gebucht. Dort angekommen, treffen wir auf Leangley und Gia, zwei junge Männer, die das Apartment erst seit Kurzem vermieten. Wir sind sogar ihre aller ersten Gäste – und dann gleich Gäste aus dem Ausland… Mit ihrem immerhin für Chinesen recht guten Basis-Englisch zeigen sie uns alles in der Wohnung und machen mit uns gleich noch aus, dass wir eine weitere Nacht – und die sogar kostenlos – hier bleiben können. Die zwei diskutieren dabei die ganze Zeit wie ein altes Ehepaar miteinander, echt niedlich… Am Abend gibt es dann mit Gia und seiner Freundin zusammen Abendessen, mal wieder guter alter chinesischer Eintopf (Bild 5). Da wir beide auch die einzigen Gäste sind, dürfen wir auch – ausnahmsweise – gemeinsam im Mädels-Zimmer schlafen 😉

 

Freitag, 16.10.15

Meng Shan – Der Grund, warum wir nach Taiyuan gefahren sind, ist der Park mit seinem riesigen Buddha. Dafür müssen wir uns erst Mal durch den Stadt-Verkehr wühlen. Nach ca. 2 Stunden Busfahrt im Stadt-Verkehr erreichen wir schließlich unser Ziel. Im Nationalpark laufen wir dann ca. eine Stunde und unzählige Stufen zu der über 60 Meter hohen Steinfigur (Bild 6). Auf dem Rückweg kommen wir noch an schönen Tempelanlagen und viel viel Natur vorbei =0)

Am Abend gehen wir mit Leangley auf Nahrungssuche. Er nimmt uns in ein kleines „Restaurant“ am Straßenrand mit. Hier gibt es super leckere Nudeln und „diverse“ Vorspeisen vornehmlich aus Schweinehaut und-Innereien… (Bild 7).

Samstag, 17.10.15

Peking wir kommen! Nach einer weiteren Nacht im „Mädels-Zimmer“ reisen wir heute in die über 3.000 Jahre alte 20 Millionen-Metropole und Hauptstadt Chinas. Besonders gespannt sind wir dabei schon auf unseren „Kontakt“ dort. Über unsere Website hatten wir eine E-Mail von Tine und Benny bekommen. Sie leben mit ihrem süßen Sohn Moritz bereits seit 2 Jahren in Peking, weil Benny hier über Audi bzw. Volkswagen arbeitet. Untergebracht in einem Hotel-Apartment, kümmert sich Tine um Familie und Haushalt (und tobt sich nebenbei noch kreativ beim Nähen aus), während unter der Woche sein Büro hütet =0)

In Peking angekommen, nehmen wir dann noch die U-Bahn bis Dong-Zhimen, wo wir von Tine schon erwartet werden. Der Beginn einer ganz tollen Zeit mit lieben neuen Freunden beginnt…

 

Sonntag, 18.10.15

Nachdem wir gestern alle Zeit hatten, uns gegenseitig zu beschnuppern, machen Benny, Tine und Moritz mit uns heute einen Ausflug zum Sonnen-Palast. Da heute Sonntag ist, schwärmen natürlich auch die Einheimischen zu Tausenden hierher. Auf 290 Hektar verteilt, kann man hier den ganzen Tag verbringen. Benny war auch noch nie hier und so führt uns Tine alle durchs Getümmel (Bild 8). Zwischendrin teilen wir uns (eher ungewollt) auf und finden uns anschließend auch nicht mehr wieder… Naja, wir machen das beste draus und besuchen noch die eine oder andere Tempelanlage und schlendern am Fluss entlang. Gegen 14 Uhr machen wir uns auf den Heimweg. Da der kleine Moritz wahrscheinlich zum Mittagsschlaf gebracht wird, wollen wir versuchen, die 3 in der Wohnung wieder zu treffen und von da den weiteren Tag weiter gemeinsam zu verbringen. Lustigerweise erwischen wir unterwegs beim Umsteigen die selbe U-Bahn wie die Drei und kommen so alle wieder zusammen. Am späten Nachmittag nehmen sie uns dann in ihren Lieblings-Hamburger-Laden mit!!! Einfach lecker (Bild 9).

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