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Essen mal anders – Einblicke von Weltreisenden in die Küche Nepals

Die Küche Nepals

Knoblauchorientiert sich hauptsächlich an einfachen, kohlehydratreichen Gerichten. Reis ist dabei das Grundnahrungsmittel Nummer 1. Dazu wird vor allem örtliches Gemüse verarbeitet: Linsen, Kichererbsen, Kartoffeln, Karotten, Kohl, Spinat, Pok-Choi, Bohnen, Blumenkohl, Tomaten, Rettich, Zwiebeln, Knoblauch und sicherlich noch vieles mehr – je nach Region. Als Fleisch gibt es: Hühnchen, Büffel oder auch Yak, manchmal sogar Rind. Typische Gewürze sind Ingwer, Chili, Koriander, Kurkuma und natürlich Knoblauch in rauhen Mengen. Nur mit Salz haben’s die Nepalis nicht so.

Dal Bhat

ist das Nationalgericht Nepalis. Dal bedeutet Linsensuppe und Bhat ist Reis. Dies ist auch das einzige Gericht, bei dem Du beliebig Nachschlag bekommst. Ergänzt wird das Dal Bhat oft mit Gemüse- und/oder auch Fleisch-Curry.

hier geht es zum Dal Bhat Rezept …

hier geht es zu den Curryrezepten …

hier gehts zum Rezept für die Chilipaste /-dip …

Pakoda

gibt’s als Snack. Gemüse-, Käse- oder z.B. Hühnchen-Pakoda. Dabei wird eine Art Teig mit vielen Gewürzen angerührt und z.B. der Käse eingetunkt und dann frittiert.

hier geht es zum Pakoda Rezept …

Sadeko

ist ebenfalls sehr typisch. Das bedeutet scharf gewürzt. Eine Art Salat, z.B. Erdnuss-, Hühnchen-, oder Kartoffelsadeko – bekommst Du auch frisch zubereitet an Straßenständen. Dort gibt es auch eine Art kleines, hohles, knuspriges Bällchen, frisch gefüllt mit Kartoffelsadeko und getunkt in eine Soße aus Wasser, Limetten und Chili. Da gehört schon etwas Mut dazu, das zu probieren. Aber es lohnt sich.

Außerdem bekommst Du in den Straßenküchen Diverses aus frittiertem Teig, meist süsslich, lecker und günstig.

hier gehts zum Sadeko Rezept …

Einflüsse aus China und Indien

prägen zusätzlich die Speisekarten. Auch tibetische Küche ist reichhaltig zufinden. Beispiele hierfür sind:

Frittierte MoMo's

Mo Mos

vergleichbar mit Ravioli, nur der Teig ist dünner – gefüllt mit Gemüse, Käse,Hühnchen oder anderem Fleisch bekommst Du sie gedämpft, frittiert oder gebraten. Geformt werden Sie entweder als Kugel oder als Halbmond.

Herkunft umstritten, aber typisch in Nepal und Tibet.

Bild: frittierte MoMo’s

Thupka

eine Nudelsuppe (ähnlich Sphagetti) mit Gemüse, Ei und/ oder Fleisch

Chapatti

dünner Teigfladen, kommt wohl aus Indien. Sehr lecker als Beilage zu Curry anstelle von Reis.

Chowmein

typische chinesische Nudeln, ähnlich denen, die Du auch zu Hause bekommst

American Chopsuey 

frittierte bzw. knusprig gebackene Nudeln mit verschiedenen Fleischsorten, Ei, Gemüse, süß-sauer. Zwar nicht unbedingt typisch asiatisch, aber seit dem 09.11.2013 eine unbedingte Empfehlung von uns.

Zum Ausprobieren

für Euch zu Hause haben wir die Rezepte nach eigener Interpretation zusammengestellt. Da wir sie selbst nicht testen können, freuen wir uns über jede Rückmeldung von Euch zu den Ergebnissen oder Ideen zur Perfektion der Gerichte 🙂

Also viel Spaß beim Nachkochen und Essen.

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Pakoda Rezept – vegetarisch kann auch sehr lecker sein

Pakoda

(oder im indischen Pakora)

mögliche Variationen z.B.:

  • Gemüsepakoda – verschiedenes Gemüse
  • Panirpakoda – oder ersatzweise Haloumi
  • Hünchenpakoda – gebratenes Hühnchenfilet in Stücke geschnitten

Ich kann es mir auch gut mit Tofu vorstellen oder mit Mozarella, weiß nur nicht ob das klappt. Bitte probiert es doch mal aus und gebt uns eine Rückmeldung.

 
 
 

Zutaten für ein Gemüsepakoda

  • 1 große Karotte
  • 2 Kartoffeln
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 große Zwiebeln
  • Lauch
  • Bohnen

(grundsätzlich kannst Du jedes Gemüse nehmen, welches Du magst)

Für den Teig:

  • Kichererbsenmehl
  • Kreuzkümmelpulver
  • Kurkuma
  • Chilipulver
  • Korianderpulver
  • Ingwer gerieben oder als Pulver
  • Agavendicksaft
  • etwas Limettensaft
  • Salz
  • Wasser

Zubereitung

Das Gemüse waschen, putzen und entweder hobeln wie für Rösti oder in schmale Streifen schneiden. Maximal Daumenlang. Kichererbsenmehl (ca. 200 g) in eine Schüssel geben. Jeweils eine großzügige Messerspitze Kreuzkümmel, Kurkuma, Chili, Koriander und Ingwer hinzugeben. Wasser hinzu geben und mit dem Schneebesen schlagen bis ein glatter flüssiger Teig entstanden ist. Ähnlich dem Backteig. Das Ganze wieder mit Salz, Agavendicksaft und Limettensaft abschmecken. Das Gemüse hinzufügen und gut vermengen. In einer Pfanne Sonnenblumenöl erhitzen. Soviel, dass die Pakoda ordentlich ausbacken können. Wenn das Öl heiß genug ist am besten mit einem Esslöffel portionsweise die Masse hineingeben und goldbraun ausbacken. Achtung, dass das Öl nich zu heiß wird. Zum Schluss die Pakoda auf einem Küchenkrepp abtropfen. Am besten mit der Chilipaste als Dip servieren. Wem das zu scharf ist würde ich einen Joghurtdip empfehlen. Dazu 10%igen Joghurt wiedereinmal mit Salz, Limetten- und Agavendicksaft abschmecken und ggf. Mit frischen Koriander verfeinern. Wer mag kann hier etwas von der Chilipaste hinzugeben.

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Rezept für die Chilipaste /-dip – Achtung scharf

Chilipaste/ -dip

Herrlich scharf und sensationell lecker. Ein absoluter Allrounder in der Küche, nicht nur für nepalesisches Essen.

 

 

 

Zutaten

  • frische Chilis (5-6 Größere)
  • Knoblauch
  • Ingwer
  • Saft einer Limette
  • Agavendicksaft
  • Salz
  • Korianderpulver
  • Kreuzkümmelpulver
  • Kurkuma
  • Chilipulver (Paprikapulver Rosenscharf geht auch)
  • Sonnenblumenöl

 

Zubereitung

Chilis gut abwaschen und köpfen. Ein daumengroßes Stück Ingwer, 3 Knoblauchzehen oder eine kleine Knolle des chinesischen Knoblauchs schälen. Alles in den Mixer geben oder für den Pürierstab klein schneiden. Wer beides nicht hat: Alles ganz klein schneiden. Wer es wenigser scharf mag sollte die Kerne der Chilis weg lassen.

Tipp für das schneiden der Chilis: Die Hände großzügig mit Sonnenblumenöl einreiben und anschließend die Chilis schneiden. Damit verhindert der Ölfilm, dass die Schärfe an die Haut kommt und kann einfach abgewaschen werden.

Einen halben Teelöffel Chilipulver (oder Paprika Rosenscharf) und jeweils eine großzügige Messerspitze Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander zugeben. Alles mixen/ pürieren und mit Limmettensaft, Agavendicksaft und Salz abschmecken, je nachdem welche Konsistenz Du Dir vorstellst. Gern auch noch je nach Geschmack mit Kurkuma, Kreuzkümmel oder Koriander nachwürzen.

Zum Haltbarmachen würde ich das Ganze zum Schluss mit etwas Sonnenbumenöl mischen. Wenn Du es frisch für Currys, als Dip oder für Pakodas verwendest, ist das nicht notwendig.

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Sadeko Rezept – nichts für schwache Gemüter

Sadeko

In Nepal bedeutet dies ein sehr sehr sehr scharfer Salat. Zum Glück könnt Ihr selbst entscheiden wie scharf euer Sadeko werden soll…
 

 

mögliche weitere Variationen:

  • Erdnusssadeko – unser Favorit
  • Kartoffelsadeko – gekochte Kartoffeln (klein geschnitten wie für Kartoffelsalat)
  • Hühnchensadeko – gebratenes Hühnchenfilet in Stücke geschnitten

Ich kann es mir auch gut mit gebratenem Tofu oder Haloumi vorstellen. In Nepal wird oft Panir-Käse verwendet. Ich weis nur nicht ob Ihr den bei Euch überhaupt bekommt. Vorsicht mit dem Salz, da Haloumi an sich ja schon recht würzig ist.

 

Zutaten für ein Erdnusssadeko

  • Erdnüsse ungesalzen
  • 1 frische Chili (je gewünsche Schärfe auswählen)
  • 2 Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 große rote Zwiebeln
  • Ingwer
  • frischer Koriander
  • Saft einer Limette
  • Agavendicksaft
  • Salz
  • Kreuzkümmelpulver
  • Kurkuma

 

Zubereitung

Zuerst gebt Ihr Erdnüsse, in eine Schüssel. Für 2 Personen solltest Du ca. 250 g einplanen. Tomate in Erdnussgroße Stücke schneiden. Chili köpfen, längs halbieren und runterschneiden. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer (etwas wenger als ein Daumen groß) schälen und ebenfalls klein schneiden. Die Zwiebel ruhig großzügiger und den Rest etwas feiner. Alles zu den Erdnüssen geben. Eine Messerspitze Kreuzkümmel und Kurkuma, je nach Geschmack hinzufügen. Anschließend den Frischen Koriander waschen und schneiden. Achtung. Frischer Koriander ist Geschmacksache. Also am besten Du probierst selbst aus, wieviel Du dazu geben möchtest. Zum Schluss wieder Alles mit Salz, Limettensaft und Agavendicksaft abschmecken.

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