Tag Archive : Martin

#64 – Woche in Bildern

Woche 64 – neues Jahr, (fast) neues Land

 

 

1 und 2 – Montag, 29.12.2014

Heute ist es soweit, wir müssen uns von unserer liebsten Thelma trennen. Wir haben mal wieder an der Wharf in Melrose Park geschlafen, denn heute morgen wird Thelma nochmal hergerichtet (Bild 1). Außerdem müssen wir unser ganzes Zeug ja wieder in die Rucksäcke packen. Dazu ist es leider auch noch brütend heiß. Aber was soll’s. Wir machen Thelma also zurecht und fahren im Anschluss noch einkaufen und dann zu Martin und Jessica, um alles auszuladen. Mit Martine und Emil sind wir wieder im Centennial Park verabredet. Dort werden noch alle Formulare ausgefüllt, Rico zeigt Emil noch, wie man den Ölwechsel macht und worauf man sonst noch so achten sollte und dann heißt es auch schon Abschied nehmen von unserer treuen Weggefährtin (Bild 2). Es klingt vielleicht etwas kitschig für den nicht involvierten Leser, aber wenn man zehn Monate mit einem Auto so intensiv verbringt, dann ist es wirklich nicht einfach, sich davon zu trennen. Manche kennen das bei dem Verkauf Ihres „normalen“ PKW zu Hause schon, aber bei einem Van, in dem man gekocht und geschlafen hat und gereist ist, ist das Ganze dann doch nochmal wesentlich intensiver. Wie auch immer wir sind froh, dass wir sie in gute Hände geben und wünschen unserer Thelma noch viele glückliche Kilometer… Im Anschluss laufen wir rüber zur Wohnung von Martin und Jessica, wo wir heute zum ersten mal mit schlafen.

 

3 – Dienstag, 30.12.2014

Heute ist unser vorletzter Tag in Australien. Da Jessica nochmal ins Büro muss und wir ja ohne Auto sind ;-( laufen wir mit Martin wieder in den nahe gelegenen Centennial Park. Wir genießen die letzten Strahlen der australischen Sonne. Später, wieder in der Wohnung, holen wir dann noch unser Weihnachts-Plätzchen-Backen nach (Bild 3). Also wenn die nicht schön geworden sind, dann wissen wir’s auch nicht 🙂

 

Mittwoch, 31.12.2014

Heute geht’s dann also weiter. Ein neues Jahr, ein neues Land. Wir packen noch unsere Rucksäcke fertig und machen uns nach dem Mittag auf den Weg zum Bus, der uns zum Flughafen bringt. Die Entscheidung, am 31.12. zu fliegen, fiel uns nicht schwer. Über unsere Lieblings-Flugsuchmaschine skyscanner.de haben wir die Preise nach Christchurch für die umliegenden Tage geprüft. Vor und nach Neujahr lagen sie bei ca. 350 Dollar pro Person. An Silvester allerdings können wir schon für 210 Dollar!!! fliegen… Also mussten wir nicht lange überlegen und hatten die Tickets schließlich vor 3 Tagen gebucht. Martin war noch so lieb und hat seinen beiden armen Weltreise-Freunden noch die Bustickets zum Flughafen besorgt und dann heißt es Abschied nehmen: von Australien, dass uns so unzählig viele schöne Momente, tolle Eindrücke, liebenswerte Menschen und vor allem eine riesige Menge an Lebensbereicherungen mitgegeben hat und von Martin und Jessica natürlich, die uns so lieb bei sich aufgenommen und es mit uns ausgehalten haben. Wir danken Euch ganz sehr für Eure Unterstützung und für die schöne Zeit. Unser Flug nach Christchurch, Neuseeland verlief dann planmäßig und so befinden wir uns am 31.12.2014 Mitternacht…

 

4 – Donnerstag, 01.01.2015

am Security Check-In in Christchurch. Frohes Neues Jahr 2015 🙂 In Christchurch angekommen nehmen wir ein Airport-Shuttle zu unserem Motel. Wir haben über HelpX vor 2 Tagen ein Motel in Christchurch gefunden, in dem wir für 2 Wochen (oder gern auch länger) kostenlos wohnen können. Jetzt heißt es aber erstmal ankommen. Unterwegs (es ist inzwischen 2 oder halb 3 morgens) sehen wir auf den Straßen noch die von den Silvesterfeiern übrig gebliebenen Leute auf den Straßen, Berge von Silvester-Raketen-Müll und Bier- und Sektflaschen. Als wir im Motel ankommen, öffnet uns Owen, der Manager, die Tür und gibt uns erstmal ein Zimmer. Den Rest besprechen wir morgen… Nach dem Aufstehen (so gegen 10/11) decken wir uns erstmal mit Nahrung ein. Gott sei dank hat wenigstens der kleine Supermarkt um die Ecke heute, am Neujahrstag, geöffnet. Nach dem Frühstück treffen wir uns mit Owen und besprechen, was zu tun ist. Der Deal sieht hier so aus: Wir arbeiten 3 Stunden am Tag (Haus streichen, Zimmer herrichten (nur putzen müssen wir nicht), Garten pflegen, Wäsche waschen), dafür können wir kostenfrei hier wohnen. Rico fängt mit Haus streichen an, während Ela sich um den Garten kümmert. Neben uns sind noch weitere Helfer hier, die aber in den nächsten Tagen abreisen. Da die Helfer eigentlich mit Owen und seiner Familie im Haupthaus wohnen und nicht wie wir (weil aktuell ja besetzt) in einem der recht komfortabel eingerichteten Zimmer, machen wir einfach eine Stunden mehr pro Tag. Am Ende sollte es, selbst als die beiden anderen Helfer abgereist sind, dabei bleiben, so dass wir unsere Privatsphäre in unserem eigenen Zimmer haben. Echt super. Wir lernen dann auch seine Frau und seine süße Tochter kennen. Für die nächsten Tage sind wir nämlich Ay und Shushu, was soviel wie Tante und Onkel auf chinesisch heißt (Bild 4). Am Abend werden wir noch zum Essen eingeladen, wo wir die chinesische Küche kennen lernen können, die dann doch ganz anders schmeckt, als das, was man beim Chinesen in Deutschland bekommt (Bild 7).

 

5, 6, 8 – Freitag, 02.01. bis Sonntag, 04.01.2015

Während unserer Zeit hier im Motel (wir arbeiten in der Regel immer von 9 bis 13 Uhr) müssen wir uns auch ein Auto besorgen. Schließlich kommen unsere Freunde Franze und Christian ja schon in 3 Tagen hier an. Dazu hatte Rico bereits noch in Sydney fast alle Leute kontaktiert, die über Gumtree.co.nz in Christchurch einen Van verkaufen. Von den ungefähr 100 Leuten konnten wir ca. 20 heraus sortieren, deren Auto noch verfügbar ist, und die auch tatsächlich noch da sind. Der Ablauf für die nächsten Tage war daher immer: Nach dem Frühstück wird gearbeitet (Ela macht den Garten (Bild 5) und die Betten (Bild 6) und Rico malt die Fassade des Hauses an und erledigt kleinere Handwerks-Aufgaben). Danach ist Mittagessen angesagt. Am Nachmittag kommen dann immer ein paar Leute mit ihren zum Verkauf stehenden Autos vorbei – also besichtigen, Probe fahren, Infos sammeln. Fast alle Leute sind zur Besichtigung direkt zu uns gefahren, so dass wir in den Tagen vom 3.1. bis 5.1. ca. 17 Autos besichtigt hatten. Am Ende haben wir uns dafür entschieden, einen großen Van zu nehmen, in dem man innen stehen, kochen, abwaschen – halt alles machen kann – ohne raus in die Kälte zu müssen (Bild 8). Vor allem, da wir ja im Winter aus Neuseeland abreisen, scheint uns das sowohl für uns, als auch für den Verkauf später, sinnvoller zu sein.

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#62 – Woche in Bildern

Woche 62 – Snowy Mountains und Canberra

 

 

1 – Montag, 15.12.2014

Aus Warby Range folgen wir dem Highway zurück nach New South Wales und nehmen dann ab Tarcutta den Snowy Mountains Highway. Die sind natürlich jetzt im Sommer nicht mit Schnee bedeckt aber die Aussicht ist trotzdem schön. Wir halten in Adelong an einer alten Goldgräberstädte (Bild 1), die mittlerweile eingefallen ist und an die alten Zeiten erinnert, in denen sich die Engländer teilweise absichtlich verhaften ließen, um anschließend, als Strafe, nach Australien verschifft und dann eventuell erfolgreiche Goldsucher zu werden. Heute übernachten wir am Log Bridge Creek, nahe am Highway an einem Spot wo es viele Emus und unzählige Wallabees und Kängurus gibt. Wir genießen die Aussicht und den Sternenhimmel und ignorieren die Moskitos 🙂

 

2 – Dienstag, 16.12.2014

Bevor wir heute nach Canberra bzw. den Capital State fahren, halten wir auf dem Weg noch an den Yarrangobilly Caves (Bild 2). Eine langer Schotterpiste runter in den Creek führt uns auf das Gelände. Wie so oft kann man sich mehrere Höhlen anschauen, je nachdem, wie viel man bezahlen will. Wir machen zwei Höhlen, die auch wirklich spektakulär sind und fahren bzw. gehen im Anschluss noch im Thermal-Pool baden. Die Badeanlage ist auch sehr schön angelegt, nur die Horse-Flies mit ihren großen Bissen nerven ein wenig. Wir bekommen auch gleich noch einen Tipp an der Rezeption, wo wir die Nacht über frei campen können.

 

3 und 4 – Mittwoch, 17.12.2014

Canberra – die doch etwas unterrepräsentierte Hauptstadt Australiens ist unser heutiges Tagesziel. Damit haben wir mit dem heutigen Tag alle Staaten Australiens besucht (Bild 4). Die Hauptstadt als solches ist sehr modern, vor allem architektonisch. Man merkt das sofort, wenn man in den Business District bzw. den Government District befährt. Es gibt hier keine Staus, die Straßen sind alle so angelegt, dass sie der Auto-Kapazität stand halten. Das Parliament am Capital Hill, die Bibliothek, es gibt hier sehr viele auffallend schöne Gebäude und vor allem auch viele Grünanlagen. Alles in allem gefällt uns Canberra ganz gut – für eine Großstadt und die Weihnachtsdeko mancher Hauptstädter ist auch nicht zu verachten (Bild 3). Nach unserer gewöhnlichen Auto-Stadtrundfahrt geht’s dann aber weiter nach Sydney. Da wir um die Camp-Situation dort wissen, suchen wir uns eine Rest-Area am Highway M31 bevor es dann morgen in die Stadt geht. Schließlich wollen wir Thelma in den nächsten Tagen verkaufen, wollen noch in die Blue Mountains und wir wollen noch Martin und Jessica treffen. Meinen alten Schulfreund und seine Partnerin, die seit 3 Jahren in Sydney leben.

 

Donnerstag, 18.12.2014

Bevor wir uns in das Getümmel von Sydney stürzen, schauen wir uns noch die Vororte, wie Liverpool und Kingsford an. Erst am Abend erreichen wir Sydney. Wir treffen uns mit ein paar Leuten, die sich unsere Thelma ansehen wollen. Danach fahren wir am Abend noch ein bisschen durch die Stadt, über die Harbour Bridge kommen wir auf die Nordseite und genießen dort unser „Dinner im Auto“ und die schöne Aussicht von McMahons Point auf das Opera House und den Luna Park. Zum Schlafen bleibt uns mal wieder nur Melrose Park, wie immer 🙂

 

5 – Freitag – 19.12.2014

Nach der Großstadt gestern fahren wir für ein paar Tage in die Blue Mountains. Es ist schon witzig, kommt uns doch die Strecke durch unsere Hochzeitsreise vor 3,5 Jahren vertraut vor. Nur heute sind wir nicht mit dem Bus, sondern mit unserem eigenen Auto unterwegs… und wir haben Zeit, uns alles, was wir wollen, anzugucken. Wir können an allen Aussichtspunkten anhalten und die Gegend richtig genießen. Zuerst zu den Wentworth Falls, dann zu den Leura Cascades, mit super Wasserfällen (Bild 5) und zu den berühmten Three Sisters (3 Schwestern), den 3 Felsen, die uns so sehr an unsere Heimat erinnern. Und alles sieht noch so aus wie vor 3,5 Jahren, nur dass wir diesmal nicht im Bus, sondern in unserer Thelma hier sind… danach geht’s weiter über die Katoomba Falls bis zum Abend mach Blackheath, wo wir bei Govetts Leap auf dem abgelegenen Parkplatz übernachten. Hier in den Bergen ist es gleich wieder wesentlich kühler als „unten“ in der Stadt, aber was solls. Wir lernen noch ein paar Italiener und drei Deutsche kennen, mit denen wir bis in die Nacht plappern.

 

6 – Samstag, 20.12.2014

Heut geht’s ab in die Berge, bzw. ab ins Tal, denn aufm Berg sind wir ja schon. Von Govetts Leap aus klettern wir direkt an der Steilwand über abenteuerlichste „Stufen“ hinunter ins Tal, gefühlte 1000 Meter, es waren wahrscheinlich eher 200 aber das reicht ja auch. Wir haben keinen richtigen Plan, wo wir lang sollen und so fragen wir uns immer mal wieder durch. Über den Evans Look-out und über den „Grand Canyon“ Walk (Bild 6) geht’s durch die schönsten Waldidyllen. Unsere Kamera kriegt keine Erholung, zu sehr sind wir von der Umgebung geflasht… unbedingt zu empfehlen. Nur der mühsige, weil ähnlich steile Aufstieg zurück, sollte uns noch in den Knochen nachhängen. Der Schlaf kam heute zumindest von ganz allein 🙂

 

7 – Sonntag, 21.12.2014

Auf der Runde wieder zurück gen Sydney fahren wir heute über Hartley und Lithgow. Davor gibt’s noch ein Abschiedsfoto vom Ausblick von Govetts Leap (Bild 7). Hier war es schon echt gut. Da wir uns aber für Dienstag mit Martin und Jessica, meinem alten Schulfreund und seiner Liebsten, verabredet haben, müssen wir nun mal weiter ziehen… In Kurrajong geht’s links am Highway raus zur nächsten Übernachtungsstation, Wheeney Creek. Wir sind heute schon etwas eher am Ziel, also können wir nochn bissl ausspannen von gestern, die Bein sind nach der 9 Stunden-Tour noch abgenuffelt…

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