Tag Archive : Food

#95 – Woche in Bildern

Woche 95 – Familienleben in Japan


Montag, 03.08.15

Heute ist es doch mal etwas ruhiger hier in Shiroko.

Wir gehen mit Sayoko und Eri einkaufen und besorgen alles für ein deutsches Abendbrot, heißt → Hackepeter-Brötchen mit Gewürzgurken und Omelette. Beim Shopping erkennen wir dann auch immer häufiger, wie ähnlich manche Speisen selbst zwischen deutcher und japanischer Küche sind. So finden wir im Süßigkeiten-Regal eine Art Germknödel, ganz typisch böhmischer Art (Bild 1). Als wir dann unser fertiges Menü unseren japanischen Freunden auftischen sind die erst mal sprachlos. Komisch ne, roher Fisch ist normal aber rohes Fleisch… Naja, Tatsuki in Auckland hat unser rohes Fleisch ja wirklich gut geschmeckt also wollten wir es heute mal beim Rest der Familie versuchen. Und als Alternative gibt’s janoch das Omelette, das dann auch bevorzugt gegessen wird…

Wir versprechen, beim nächsten mal gibt’s was Anderes und dann auch nichts Rohes mehr =0)

Dienstag, 04.08.15

Mit dem Zug geht’s heute morgen Richtung Ise. Wir treffen uns mit Konomi, einer Freundin von Sayoko, die auch als Englisch-Lehrerin tätig ist. Sie möchte uns heute ein bisschen im traditionellen Teil Ises herumführen. Dazu treffen wir sie erst mal am Bahnhof, leider mit halbstündiger Verspätung, da wir in Shiroko erstmal einen Zug in die falsche Richtung genommen hatte. Zum Glück konnten uns die Zugführer gut erklären, was der Fehler war und wie wir schließlich nach Ise gelangen. Dort angekommen fuhren wir zunächst zum Ise-jingü, dem größten Schrein und Pilgerort in Japan (Bild 2). Wir lassen uns in die Rituale der Pilger einweihen und trotzen dabei der feuchten Hitze heldenhaft =0)

Darum gibt’s zur Belohnung dann auch erstmal ein Eis – japanisches Wassereis mit Green-Tea und einer Art Reis-Klößchen – super lecker und erfrischend (Bild 3).

Wir schlendern durch die „Altstadt“ von Ise und probieren überall mal von den typisch japanischen Speisen. Hier in Ise sieht es so aus, wie man sich die Location für einen alten Kung Fu-Film vorstellt (Bild 4).

Im Anschluss an unseren Rundgang fahren wir mit Konomi mit dem Zug bis zu ihr nach Matsusaka, was auf etwa der Hälfte der Strecke nach Shiroko liegt und für sein saugutes Rindfleisch bekannt ist. Konomi zeigt uns ihr Haus. Ela geht mit ihr noch in ihr im Haus anliegendes Schulzimmer und macht bei Sprah-Unterricht mit, während Rico es sich vorm Fernsehr gemütlich macht und sich dank der Klimaanlage abkühlt.

Später fahren wir dann noch in eine anliegende Mall zum Kaffetrinken und danach gehen wir das erste mal in eine richtige Sushi-Bar. Is klar ne, da sind wir schon mal in einer Stadt, die berühmt für ihr gutes FLeisch ist und wir essen rhen Fisch… Und was sollen wir sagen… das geilste Suhsi, das wir jemals gegessen haben und dazu noch supergünstig. Für einen Teller mit 2 Nigiri oder ein Teller mit 6 Maki kostet ca. 75 CENT!!! Wir sind im Sushi-Himmel… (Bilder 5 und 6). Am späten Abend kommen wir dann erschöpft, gut gesättigt und müde in Shiroko an…


Mittwoch, 05.08.15

Heute morgen fahren gehen wir erstmal zu Sayokos Sprach-Schule, gleich um die Ecke. Von hier aus nimmt uns eine der Mütter, deren Kinder bei Sayoko Englisch lernen mit. Wir fahren in eine Süßwaren-Fabrik und dürfen nach Anleitung selber japanische Leckereien herstellen (Bilder 7 und 8). Ela stellt sich dabei natürlich viel besser an als Rico =0)

Auch hier ist es wieder so schön, zu sehen, wie freundlich, offen und auch interessiert die Leute sind – wir natürlich auch, vor allem wenn es ums Essen geht =0) Mit Händen und Fü0en und ein bisschen Englisch verständigen wir uns alle prima und bestaunen am Ende unsere Kunstwerke…

Danach fahren wir zurück zur Schule, um mit den Kinder und zwei Müttern zusammen Mittag zu essen. Es gibt sogenanntes hand-roll-sushi, also jeder macht sich sein eigenes Sushi. Dabei sehen wir zum ersten mal eine Nudel-Koch-Maschine (Bild 9). Hier in Japan wird Sushi – nicht so wie in Deutschlang – ganz einfach irgendwie zusammengebastelt und gegessen – kein ewiges zubereiten und zurecht-Rollen =0) Im Anschluss lernen wir mit den Kids noch spielerisch etwas englisch.

Nächste Station ist dann eine Buddha-Zen-Zeremonie. Im nahegelegenen Buddha-Tempel erhalten wir dazu erstmal eine Einleitung in die Gepflogenheiten und Besonderheiten des Tempels, bevor wir dann alle gemeinsam eine Meditations-Session machen. Im Anschluss gibt’s noch Verabschiedungs-Fotos mit dem Mönch und den Kids (Bilder 10 und 11).

Zum Abend erwartet uns dann noch ein weiteres Highlight. Wir fahren in eine nahe gelegene Schule und schauen uns das Training der KENDO-Klasse an. Kendo ist eine Art japanischer Schwertkampf, wie ihn die Samurai erlernten. In der Halle treffen wir auch noch auf eine deutsch-japanische Mutter und ihren Sohn aus Deutschland, die hier Urlaub machen. Zu unserer Überraschung gibt uns der Sensei dann eine Einweisung und wir dürfen am Training teilnehmen und ein paar Techniken lernen. Also ran an die Buletten! Und wir kommen richtig ins schwitzen (Bild 12). Zum Schluss gibt’s dann noch ein Erinnerungsfoto mit allen Schülern (Bilder 13).

Am Abend fallen wir – mal wieder – totmüde um. Was für ein Tag.

Wir können uns wirklich glücklich schätzen, dass Sayoko und die Mütter aus der Lerngruppe sich so süß um uns kümmern =0)

Donnerstag, 06.08.15

Heute haben wir mal FREI! Am späten abend gehen wir dann noch zu Sayoko in die Schule, und dürfen den High-School-Schülern noch etwas englisch lernen. Von 21 bis 22 Uhr lernen wir mit ihnen Lese- und Sprechübungen.


Freitag, 07.08.15

Auch für heute sind wir frei gestellt =0) Rico schreibt fleißig am Blog und Ela kümmert sich um unsere weitere Reiseplanung. Für die nächsten Länder müssen Visa beantragt werden. Vorm Abendessen macht sie mit Ela leckere Eierkuchen (Bild 14)

Am Wochenende gehen wir mit unserer Family und ein paar Freunden zum Camping, wir freuen uns schon riesig drauf =0)

Samstag & Sonntag, 09. und 10.08.15

Für’s Wochenende ist Camping angesagt (Bild 15 mit Kenji und Eri). Eris Schule macht einen Ausflug mit ca. 18 Kindern, ein paar Eltern und Leherern. Für uns also die Chance zum Baden und vor allem, um neue Bekanntschaften und Erfahrungen mit den Japanern zu machen. Erstmal geht’s zum Sammelpunkt an einer Mall, wo wir noch Mittagessen einkaufen. Dann fahren wir an einen Fluss, wo wir uns auch mal richtig abkühlen können. Die Kids versuchen dabei vor allem, kleine Fische mit ihren Köchern zu fangen. Rico machts sich am kleinen Wasserfall gemütlich. Danach gibt’s noch so ne Art Topfschlagen. Die Kids versuchen – mit verbundenen Augen – eine Melone, die extra platziert wurde, mit Hilfe der Anwesenden zu finden. Dabei lernen wir „miki miki“ heißt rechts, rechts und „hidari“ ist links. Als wenn sie sie gefunden haben, sollen sie versuchen, sie mit einem Knüppel in der Hand, zu zerschlagen. Als letzter darf sich dann auch Rico versuchen, nachdem die Melone noch ganz ist. Mit den vielen Zurufen der Kids, Eltern und Lehrern schafft er es letztendlich, die Melone zu zerschlagen, so dass alle sich nun davon bedienen können. Im Anschluss geht’s auf den Campingplatz, wo wir super Stunden mit den Kindern – und später abends auch mit den Eltern verbringen. So geht’s bis tspät in die Nacht. Am nächsten Tag fällt der Abschied ganz herzlich aus und wir sind super happy, so viele tolle Menschen kennen gelernt zu haben.

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#94 – Woche in Bildern

Woche 94 – Ueno – Yokohama – Shiroko

Montag, 27.07.15

Heute ziehen wir erstmal um. Von Minato geht’s in das nördlichere Ueno, also Sachen packen, Rucksäcke auf und dann per Zug zum neuen Domizil. Unser Raum in Minato ist bereits für die nächsten Tage gebucht. Da Tan und Lu aber in Ueno noch eine andere Wohnung vermieten, finden wir dort für die nächsten zwei Tage Unterschlupf. Nach unserem Einzug dort (wir haben hier immerhin eine ganze Wohnung für uns alleine) erkunden wir Ueno rund um den großen Park (Bild 1) und die Kneipen-und Shopping-Meile.

Dienstag, 28.07.15

Asakusa – eine recht alte Stadt am West-Ende Tokios ist heute unser Tagesziel – allerdings sind wir da nicht die einzigen. Man merkt sofort, dass Asakusa einer der Touristen-Magnete ist. Neben ein riesengroßen Gruppe deutscher Schüler finden wir auch sonst überall auffällig viele Nicht-Japaner. Wir schauen uns die typischen Highlights des mit seinen alten Bauwerken sehr schönen Zentrums an. Der Shinji-Schrein (Bild 2) ist der älteste und größte Tempel im Metropol-Raum Tokio. Aber auch die umliegenden alten Märkte und Tempel sind sehenswert. Vorm Verlassen von Asakusa probieren wir dann noch japanisches Straßenfood, eine Art frittierte Gemüse-Tintenfisch-Bällchen mit leckerer Soße – sauheiß aber gut (Bild 3).

Mittwoch, 29.07.15

Von Ueno aus reisen wir heute weiter nach Yokohama im Süden von Tokio. Wir haben so viele Empfehlungen bekommen, hier unbedingt hin zu fahren, also haben wir das auch getan. Zum Übernachten haben wir uns ein Hostel gesucht – allerings mit „japanischem“ Doppelzimmer – also kein Mehrbett-Zimmer. Nach der Zugfahrt und ca. 5 Minuten Fußmarsch im Vollgepäck landen wir schließlich in unser neuen 5 Quadratmeter-Unterkunft (Bild 4) – typisch japanische Unterkunft aber mit Air-Condition, Kühlschrank und Fernseher. Nach unserem Check-In geht’s ab in die City. Yokohama ist genauso feucht-warm wie Tokio aber daran haben wir uns ja – wie gesagt – schon langsam gewöhnt. Wir machen ein Tour entlang des Navy Memorial Park (Bild 5) zum Cupnoodle-Museum über das Osanbashi Pier Terminal mit Super Stadt-Blick (Bild 6) und dann China-Town zum Abendessen (Bild 7) zurück in unser Hostel.

Donnerstag, 30.07.15

Nach dem langen Stadt-Rundgang gestern im modernen Stadt-Zentrum geht’s heute in den etwas älteren Stadtbereich Motomachi im Süd-Osten. Zum Abend gehen wir wieder über Chinatown zurück.


Freitag, 31.07.15

Wir verlängern nochmal um eine Nacht in Yokohama und nutzen den Tag für eine Fahrt nach Kamakura. Die Stadt als ehemaliger Regierungssitz Japans ist wegen ihrer alten Tempel berühmt. Außerdem wollen wir uns den Strand ansehen und bei der Gelegenheit Abkühlung im Meer suchen. In Kamakura selbst fahren wir zunächst zum Hakokuchi-Tempel mit dem umliegenden Bambus-Wald (Bild 8). Von dort aus geht’s weiter zum Kotoku-in-Schrein mit seiner riesigen Buddha-Statue (Bild 9). Als abschließendes Tages-Highlight geht’s dann endlich an den Strand. Der ist im Hauptbereich gnadenlos überfüllt. Wir suchen uns eine ruhigere Ecke. Leider ist der Strand und das Wasser nicht wirklich schön (Bild 10). Gelb-brauner Sand, überall liegt Müll und das schlimmste: DAS WASSER IST ÜBELST WARM: von wegen Abkühlung. Man kann sich entscheiden zwischen warm trocken oder warm nass… nur wenn mal ein laues Lüftchen weht, macht sich das Wasser auf der Haut positiv bemerkbar…

Samstag, 01.08.15

Wir verlassen Yokohama und fahren nach Suzuka, genauer gesagt in den Stadtteil Shiroko. Hier wohnt Tatsukis Familie, die uns ja schon vor ein paar Wochen, als wir noch in Auckland waren, eingeladen hat, vorbei zu kommen. Für die längeren Tagesfahrten haben wir uns im Vorfeld einen Mehrtages-Zug-Pass organisiert. Mit dem Seishun-18-Kippu kann man an fünf beliebigen Tagen innerhalb der Ferienzeit von Ende Juli bis Ende September jeden Zug (ausgenommen der schnelle Shinkansen und Züge privater Betreiber) nutzen. Da wir also nicht mit dem Schnellzug fahren (wäre auch viel zu teuer), dauert die Fahrt allerdings den ganzen Tag. Zudem müssen wir wegen eines Unfalls auf der Strecke zusätzliche 90 Minuten warten. Wir kommen schließlich gegen 22:30 Uhr nach ca. 11 Stunden Zugfahrt in Shiroko an, wo uns Sayoko, Tatsukis Mutter abholt. Wir beziehen Tatsukis Zimmer (Bild 11) und freuen uns schon auf die nächsten Wochen mit Familie Nonomura und Friends. Die Familie nimmt uns ganz herzlich auf und wir freuen uns jetzt schon auf die gemeinsame Zeit. Da Sayoko Englisch-Lehrerin ist, klappt die Verständigung richtig gut und auch ihr Mann Kenji und Tochter Eri verstehen uns.

Sonntag, 02.07.15

Mal wieder ein Festival… Tatsukis kleine Schwester Eri hat heute beim Sommerfestival in Suzuka ihren großen Auftritt. Mit ihrer Tanzschule performt sie heute neben insgesamt ca. 90 weiteren Gruppen. Wir begleiten die Familie um Mutter Sayoko und Vater Kenji und schauen ihrer Tochter und natürlich auch ein paar der anderen Gruppen zu (Bild 12 Ela mit Vater Kenji, Tochter Eri (links) und einer ihrer Freundinnen). Echt krass, was die Kids bei den Temperaturen leisten. Wir schwitzen schon im Schatten wie blöd und ohne Wind oder Fächer ist es echt nicht auszuhalten. Am Abend fahren wir dann alle noch mit den anderen Tanzgruppen von Shiroko aus weiter ins Zentrum von Suzuka (Bild 13), wo dann eine Abendveranstaltung mit Preisverleihung statt findet (Bild 14). Dabei lernen wir unter anderem auch Eri’s coole Tanzlehrerin kennen, die übermorgen zufällig nach Auckland fliegt und eventuell dort auch unseren Tatsuki besucht.

Für die nächsten Tage und Wochen hat Sayoko uns schon einen Plan gemacht, wir bleiben also vorerst busy… nix mit Urlaub!!!

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#93 – Woche in Bildern

Woche 93 – Goodbye New Zealand – Konichiwa Japan



Mittwoch, 22.07.15

Nach unseren 3 schönen Wochen bei den Greens in Auckland fliegen wir nun heute nach Tokio. Unser Flug (mal wieder mit JetStar) von Auckland, über Gold Coast an der Ostküste Australiens nach Tokio startet 6 Uhr morgens. Lawrie ist so lieb und fährt uns 3 Uhr in der Nacht. Bis dahin haben heute alle fleißig mit durch gemacht, um uns in letzter Minute zu verabschieden. Wir sagen zu Riki am Haus good-bye (leider ist im Auto kein Platz mehr frei) und fahren mit Lawrie, Tracy und Tatsuki zum Flughafen. Der Abschied fällt uns wirklich nicht leicht. Zu schön waren doch die letzten 3 Wochen bei unseren neuen Freunden.

In Gold Coast müssen wir dann ca. 3 Stunden auf den Anschluss nach Tokio warten und verschlafen am Gate fast noch das Boarding. Zum Glück wacht Ela bei der letzten Durchsage auf und wir steigen in den Flieger…

Gegen 19 Uhr landen wir dann schließlich in Tokio. Am Flughafen besorgen wir uns dann erst mal was zu Essen, bevor wir anschließend von hier aus mit einem Shuttle-Bus zu unserem Hotel gelangen. Es war wirklich schwierig, für Tokio eine günstige Unterkunft zu buchen und so haben wir nun erst mal eine Nacht in einem der Airport-Hotels gebucht. Die nächsten Nächte verbringen wir dann in einer Wohnung in der Stadt – bei Tan und Lu, die wir gestern noch über AirBnB gefunden haben. Abends im Hotel angekommen und die elende Schwüle des japanischen Sommers langsam realisierend, gibt’s erstmal eine schöne KALTE Dusche. Wir schlüpfen in unsere Kimonos (Bild 1), die wir zum Schlafen aufgrund der Hitze dann aber doch nicht anbehalten und schlafen sofort ein.

Donnerstag, 23.07.15

Nach Ausreizen der Check-Out-Zeit geht’s heute gegen 11 Uhr wieder per Shuttle-Bus zum Flughafen. Von hier aus geht ein Zug in die Stadt (immer noch die günstigste Alternative). Mit dem Zug fahren wir dann bis Tamachi im Bezirk Minato-Ku (Bild 2). Nach 5 Minuten Fußmarsch erreichen wir dann die Wohnung, in der wir uns für die nächsten Tage nieder lassen. Völlig durchgeschwitzt bestaunen wir unser 5 Quadratmeter-Zimmer (Bild 3), das durch einen Vorhang vom „Nebenraum“ zu unserem Mitbewohner Jordie aus Frankreich, abgetrennt ist. Japanischer geht’s kaum und immerhin gibt’s ne Klimaanlage und nen Top-Ausblick vom 23. Stock (Bild 4).

Heute machen wir erst mal ne kleine Runde um unserem Block und machen uns mit der japanischen Kultur vertraut – Essen aus dem Automaten (also zumindest bestellen), wuselige Japaner, die aber immer ganz still sind und überall kindliche Melodien – aus dem Zug, den Geschäften, den Straßenbildschirmen…

Freitag, 24.07.15

Nachdem uns Lu gestern gezeigt hat, wo wir günstig eine Sim-Karte für unser Telefon bekommen können, machen wir uns auf den Weg zur Tokyo-Station in der Inner City. Es ist Touristen in Japan nur erlaubt, Internet-Zugang zu nutzen. Ein Gesetz verbietet die Nutzung von Sprach-Anrufen für Touristen – diese Japaner… Naja, wir lassen uns alles am Telefon einrichten (Bild 5), besorgen uns auch gleich noch einen Steckdosen-Adapter (in unserem Set war leider keiner für Japan dabei) und gehen auf Stadtrundgang. Die Innenstadt rund um den Präsidenten-Palast-Garten (Bild 6) und das Shopping-Viertel Shibuya mit seiner bekannten Kreuzung (Bild 7) sind heute in unserem Fokus. Im Anschluss fahren wir noch nach Roppongi Hills, weil man hier von den Türmen des Roppongi Hills Towers auch abends einen Super Ausblick auf die Stadt hat – inklusive Tokyo Tower natürlich, der – wie man sieht – dem Eiffelturm nachempfunden wurde (Bild 8).

Samstag, 25.07.15

Nach den letzten zwei, doch recht langen und intensiven Tagen machen wir heute nur eine kleine Runde durch die City. Am späteren Abend sind wir dann noch mit unseren Mitbewohnern verabredet. Wir wollen gemeinsam zum Straßenfestival bei uns um die Ecke gehen. Als „Highlight“ des Tages lässt Rico sein Telefon im Zug liegen!!! Gott sei dank war es die Endstation in diesem Zug, so dass wir nach 2 Stationen in unserem Anschluss-Zug zurück fahren und sein Handy tatsächlich wieder bekommen (Bild 9). Dadurch verpassen wir allerdings fast das Ganze Straßenfest (wir kriegen noch die letzten 10 Minuten mit und kriegen immerhin noch was zu Essen ab 🙂 (Bild 10). Tan und Lu haben wir verpasst, wir treffen aber auf Jordi und seinen japanischen Freund. Mit den Zweien suchen wir uns – da das Fest vorbei ist und alles zusammen geräumt wird – ein ruhiges Plätzchen an einem der vielen Kanäle der Stadt und verbringen den Abend mit Essen und viel Quatschen.

Sonntag, 26.07.15

Zum Brunch fahren wir heute in den Norden der Stadt. Wir treffen uns mit ein paar Locals und Reisenden zu einem „Welcome-to-Tokio-Brunch“. Über Cesar, den wir im Vorfeld unserer Tokio-Recherche per Couchsurfing kennen gelernt haben, sind wir über Facebook hier drauf gestoßen. Brasilien, Dänemark, Deutschland, Indien, Japan, Südkorea, Türkei und USA – ein Multi-Kulti-Treff sondersgleichen. Eigentlich fehlt nur noch ein Afrikaner oder? (Bild 11) Im Anschluss geht der Großteil der Gruppe noch zu einem nahe gelegenen Straßenfest, wo wir selber mitmachen dürfen (Bild 12) und gehen bei den Locals um die Ecke lecker und billig Essen. Mit Cesar und Chihiro verbringen wir noch den Rest des Tages mit Shopping, Stadterkundung und Bar-Besuch.

FAZIT: Unsere erste Woche in Japan hat es bereits in sich. Wir treffen so viele aufgeschlossene, liebenswerte Menschen und erleben die Großstadt von ihrer besten Seite – daran, dass wir ständig schwitzen, haben wir uns inzwischen gewöhnt =0)

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#79 – Woche in Bildern

Woche 79 – Auftakt zur Nordinsel Neuseelands, Wellington und Umland

1 – Montag, 13.04.2015

Mit der Fähre (Bluebridge) fahren wir heute also durch den Marlborough Sound (Bild 1) entlang bis nach Wellington. Nach dreieinhalb Monaten auf der Südinsel Neuseelands begeben wir uns also heute in die Haupstadt. Wir hatten die Nordinsel ja bereits 2011 zu unserer Hochzeitsreise kennen gelernt – damals aber nur 10 Tage Zeit gehabt und sind eher von Ort zu Ort gehetzt. Jetzt können wir ausführlich hier die besten Spots erleben. Über unsere Camper-Mate-App haben wir auch schon einen kostenfreien Übernachtungsspot nahe der City ausgecheckt. Gegen 6 Uhr abends laufen wir nach einer nur 3 stündigen Fahrt in den Hafen Wellingtons ein. Wir verlassen die Fähre und fahren quer durch die City bis nach Island Bay, im Südwesten der Stadt. Der Campground hier liegt direkt am Meer, das heißt, wir haben eine super-Aussicht, allerdings rüttelt der Wind uns mit aufgestelltem Dach ganz schön durch.

2 und 3 – Dienstag, 14.04.2015

Auf in die Haupstadt. Wellington ist, für eine Haupstadt, wirklich klein und übersichtlich. Aus unserer Sicht ein sehr positives Prädikat. Wellington hat einen Charme, wie wir ihn zuvor vor allem in Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens kennen gelernt haben. Und überhaupt ähnelt der kleine Inselstaat im Süden Australiens Neuseeland sehr. Alles ist übersichtlich, beinahe gemütlich und selbst im Innern der City bekommt man nicht dieses für Großstädte so typische Mischgefühl aus Hektik und Anonymität. Als Tageshighlights haben wir uns zuerst mal per Auto einen Überblick über die Stadt verschafft. An der Küste am südlichen Ende der Halbinsel entlang fuhren wir erst einmal vorbei am Flughafen (hier erheben sich die Flugzeuge mal wieder extrem knapp über Straße) zu den Weta-Caves, dem Besucherzentrum der Filmschmiede, die durch Herr der Ringe, Hobbit, Avatar usw. mittlerweile auch dir eventuell ein Begriff sind. Am Eingang erwarten uns erstmal ein paar Trolle, bevor Ela dann einen Schnappschuss mit Gollum (Bild 2) bekommt. Im Zentrum selber kann man sich locker eine halbe Stunde lang umsehen (die eingefleischten Fans der Filme können sich auch von einem der Mitarbeiter Alles im Detail erläutern lassen und könnten hier wahrscheinlich den ganzen Tag verbringen). Wir könnten auch noch eine geführte Tour in die Büros der Film-Mitarbeiter und in die Maskenräume machen, aber wir sind für unsere Verhältnisse ausreichend versorgt und machen weiter. Zunächst fuhren wir auf den Gipfel des Mount Victoria. Von hier aus soll man den besten Ausblick auf Wellington haben. Oben angekommen erwartet uns ein super 360° Ausblick aber auch eisiger Wind (Bild 3). Von hier aus ging es dann weiter Richtung Nationalmuseum.

Das Te Papa Museum in Wellington gilt als eines der Haupt-Sehenswürdigkeiten der Stadt. Drinnen angekommen und von der Menge der Ausstellungen erstmal erschlagen, gehen wir Etage für Etage vor. Das Museum hat wirklich für jeden Etwas zu bieten. Geschichte, Tier- und Pflanzenwelt, Kinder-Spiel-und-Lern-Paradies, sowie weitere Ausstellungen zu aktuellen Themen (heute 75 Jahre Air New-Zealand, Kunst aus Toilettenpapier und eine Porzellanausstellung… Alles in Allem kann man hier locker mehrere Tage verbringen und bis auf die aktuellen Nebenausstellungen, kann man sich alles sogar kostenlos ansehen. Wir sind wirklich begeistert. Um 6 Uhr abends müssen wir dann entsprechend auch fast wörtlich heraus gekehrt werden.

Das ist auch gut so, denn wir sind schon viel zu spät dran für unsere Verabredung mit Kelly. Kelly haben wir in Kambodscha kennen gelernt. Wir durften damals mit ihr die Grenzübertrittserfahrung von Vietnam aus teilen und hatten damals schon versprochen, sobald wir in Neuseeland sind, mal vorbei zu schauen. Also geht’s nach dem Museum in einen Pub und dort verbringen wir dann auch die restlichen Stunden des Tages bevor es wieder zu unserem Campspot am Meer geht.

4 und 5 – Mittwoch, 15.04.2015

Heute gehts Richtung Osten. Da wir die Westküste hoch fahren wollen, erkunden wir vorher noch etwas die andere Seite Wellingtons. Ziel ist Palliser Bay, der südlichste Punkt der Nordinsel. Dazu durchqueren wir das Hutt Valley und einen Bergpass, um fest zu stellen, dass das Wetter immer schlechter wird. Trotz zunehmenden Windes fahren wir immer weiter durch das jetzt flache Land Richtung Küste. Teilweise haben wir das Gefühl, der Wind hebt uns gleich von der Straße ab. Aber wie immer, es lohnt sich. Die Küste ist rauh und die Wellen türmen sich immer und immer höher (Bild 4). Wir fahren vorbei an einer Robbenkolonie und unsre Rosi wird von den Wellen bespritzt. Die Straße endet an einem Leuchtturm. Rico trotzt dem starken Wind und erklimmt die 250 Stufen (Bild 5).

Wir bleiben im nahe gelegenen Dorf Ngawi und versuchen Rosi so windgeschützt wie möglich abzuparken. Heute Abend gibt es frischen Fisch. Wir haben seit Langem mal wieder einen frisch gefangenen Fisch geschenkt bekommen. Als wir gestern zum Mittagessen auf einem kleinen Parkplatz an der Küste Wellingtons geparkt haben, kam eine Maori-Familie mit ihrem Fang auch dorthin. Sie haben die Fische dort ausgenommen, geschuppt und filetiert. Naja und sie haben uns einen rüber gebracht. Sieben Stück hatten sie in einer Stunde gefangen und die Nacht davor sogar 36. Da haben wir mal wieder Glück gehabt.

6 – Donnerstag, 16.04.2015

Wir werden von Sonnenstrahlen geweckt und fahren nach einem ausgiebigen Frühstück wieder zurück Richtung Wellington. Die Straßen sind teils noch überflutet (Bild 6) und der Wind ist zwar weniger geworden, aber immer noch zu stark um wirklich das schöne Wetter zu genießen. Wir schießen noch ein paar schöne Bilder und machen uns auf den Rückweg. Wir finden einen schönen Platz für die Nacht am Wairarapa-See und können hier die Sonnenstrahlen genießen. Außerdem ist es hier optimal, um unser Sportprogramm zu machen.

Freitag, 17.04.2015

Heute fahren wir wieder Richtung Wellington, machen noch einen Ausflug zum Wellington Harbour bis Eastbourne, wo wir am Meer spät Mittag essen. Später geht’s dann wieder durchdie Innenstadt bis zum Campground Island Bay.

7 – Samstag, 18.04.2015

Wir beschließen, Wellington den Rücken zu kehren und weiter die Westküste entlang zu fahren. Wir hatten überlegt, noch eine Führung im Parlamentgebäude zu machen und uns dann aber dagegen entschieden. Warum? Weil wir es können. Es gibt so viel schöneres zu sehen und zu erleben. Wir machen uns also auf die Spuren unserers ersten Besuches 2011. Es ist schon spannend auf dem Weg so dies und das wieder zu erkennen, was wir früher schon mal bereits hatten. Die Westküste oberhalb Wellingtons istwirklich sehr idyllisch, mit vielen kleinen Städtchen, tollen Stränden und Parks. Für die Nacht finden wir wieder einen kostenlosen Spot, zwar nicht am Strand, aber ruhig gelegen im Waikawa Reserve bei Manakau. Wir sind wieder fast alleine und dösen die letzten hellen Stunden in der Sonne umher (Bild 7). Endlich wird es fühlbar wieder wärmer. In Wellington hatte vor allem der Wind fast Eiszapfen aus uns gemacht.

8 – Sonntag, 19.04.2015

Und wieder werden wir mit Sonnenstrahlen geweckt und entscheiden spontan, hier im Reserve noch einen weiteren Tag zu bleiben. Während unseres verspäteten Eierkuchen-frühstücks kam Pierre – ein Local und sowas wie ein Ranger hier – vorbei und blieb mit seiner Hündin gleich mal für eine ausgiebige Unterhaltung bei uns hängen. Er hilft, den Platz hier in Schuss zu halten, da das zuständige Amt sich wohl nicht so viel kümmert. Er erzählt uns mit strahlenden Augen Geschichten aus seiner Vergangenheit und von der Zeit, als hier auf dem Platz über 70 Parteien gecampt haben, da die Fähre zur Südinsel kaputt war und, und, und… wir findens gut! Später gabs dann noch Mittagessen als Picknick draußen auf der Wiese (Bild 8). Das Wetter hier weiter nördlich von Wellington ist einfach zu gut…

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#54 – Woche in Bildern

Woche 54 – Abschied in Brisbane. Die Entäuschung von Nimbin und die Goldcoast entdecken

Montag, 20.10.14

Nachdem wir wohl behalten von Frasier Island zurückgekommen waren, hatten wir uns weiter auf den Weg Richtung Brisbane gemacht. Der nächste Stop ist in Noosa Heads and der Sunshine Coast. Wie der Name schon verspricht, haben wir Sonnenschein und zum ersten Mal sehen wir einen Strand voller Leute. Kein Wunder. Ist diese Region doch eines der beliebtesten Reiseziele Australiens. Zuerst machen wir einen Ausflug mit kleiner Wanderung durch den Nationalpark in der Hoffnung ein paar Koalas zu entdecken. Leider haben wir kein Glück, lassen uns trotzdem noch zum baden und Sonnen am Strand verführen. Am Abend suchen wir uns eine Campingplatz mit Waschmaschine, damit vor allem Lutzi vor seiner Abreise nochmal alles durch waschen kann. Zum ersten mal bauen wir unser neues Vordach komplett auf und sind “stolz wie Bolle” (Bild 2)

Dienstag 21.10.14

Am nächsten Tag führt unser Weg noch an den Glasshouse Mountains vorbei (Bild 1). Leider ist das Wetter nicht das beste, aber wir machen trotzdem die Runde zu den Aussichtspunkten. Natürlich mit dem Auto. Wollen ja nicht völlig durchnässt werden. Dann ist auch schon der Tag des Abschieds heran gerückt. Lutz verwöhnt uns alle am letzten Abend noch einmal mit seinen Kochkünsten. Gefüllte Paprika und Safranreis und Obstsalat mit Joghurt als Dessert. Das ist mal Campingessen der besonderen Art.

Mittwoch 22.10.14

Heute fahren wir gemeinsam nach Brisbane rein und verabschieden Lutz nach Neuseeland. Zu viert machen wir uns auf den Weg weiter Richtung Sydney. Wir beschließen Land einwärts zu fahren, um das berühmt berüchtige Nimbin auf dem Weg mit zu nehmen. Rico und ich machen noch ein paar Zwischenstopps, um eine Lösung für unsere Kamera zu finden. Letzte Woche hat diese den Geist aufgegeben und wir haben keine Ahnung was kaputt ist. Wir kommen erst im Dunkeln an unserem Schlafplatz für heute an.

Donnerstag 23.10.14

Gemeinsam entscheiden wir uns, noch einen Nacht zu verlängern, um einmal durchzuschnaufen. Rico nutzt gleich die Gelegenheit, um bei Thelma einen Ölwechsel zu machen. Anschließend erkunden wir noch etwas die nähere Umgebung. Abends wird dann gegrillt und dabei klaut uns ein freches Opossum noch beim Essen die Knochen halb vom Tisch.

Freitag 24.10.14

Nimbin. Auf dem Weg nach Byron Bay wollen wir dieses Highlight natürlichmit nehmen. Wer hat ihn nicht gesehen, den Bericht über die Hippie-Stadt in Australien, in der das Mariuana-Rauchen geduldet wird und sozusagen zum Alltag gehört. Ganz gespannt brechen wir auf und überqueren die Grenze nach New South Wales. Später stellen wir fest, das wir wohl ganz in der nähe vom “Dschungelcamp” gewesen sein müssen…haha. Wir erreichen endlich Nimbin und … suchen leider ganz verzweifelt den Charme der Stadt, welchen die Reportage gezeigt hat. Keine Frau mit weißen Haaren die “special Cookies” verkauft, keine Peace und Liebe – Athmosphäre. Stadtdessen Busse mit Backpackern, welche ihren Dope-Vorrat hier auffüllen wollen. Hier und da ein kleines Geschäft, welches noch an der Idee der Hippiebewegung versucht wehement fest zu halten. “Machs gut Alter und bleib sauber!” aus dem Mund einer mitte Sechzigerin zu hören, hat dann doch irgendwie etwas verstörendes und kann uns nur erahnen lassen, was einmal die Idee hier war. Aber das ist nur unser Blick darauf, ein kurzer Wimpernschlag im Vergleich zu den Menschen, welche hier Leben und den Geist dieser Zeit für sich erhalten. Und nur das zählt. Mal ehrlich wer von uns will denn die halbe Welt in seinem Wohnzimmer sitzen haben.

Vor Schreck vergessen wir gleich überhaupt ein Bild von dem traurigen Szenariozu machen.

Recht schnell entschließen wir uns also, weiter zu ziehen. (Bild 3) In Byron Bay angekommen stellen wir fest, dass aufgrund eines Surf-Festivals alles ausgebucht ist. Da wir aber unbedingt morgen auf den Farmersmarket in Bungalow wollen, suchen wir uns einen günstigen Campspot mit Duschen in der Umgebung.

Samstag, 25.10.14

Heute kommen wir erst recht spät in die Gänge und kommen leider erst am Markt an, als schon alle wieder zusammen packen. Mit etwas gedrückter Stimmung setzen wir uns in ein Kaffee und überlegen gemeinsam, wie es weiter gehen soll (Bild 4). Wir stellen zum Glück fest, dass morgen der große monatliche Markt in Bungalow ist und beschließen, heute die Umgebung zu erkunden. Wir wollen eigentlich einfach nur ein Ort zum Baden finden mit schönem Strand. Der Ort dafür ist auch kein Problem, davon finden wir einige (Bild 5),nur der Wind macht uns einen Strich durch die Rechnung. Max und Rico wagen es dennoch und stürzen sich in die Wellen, aber ehrlich gesagt, ist es ohne Neopren-Anzug für uns viel zu kalt. Toll für die Surfer, blöd für uns.

Sonntag 26.10.14

Endlich Markttag, mit allem was das Herz begehrt. (Bild 6 und 7) Vom Lakritz-Jörn über die typischen Seifenstände, Musiker und viel viel Essen. Eigentlich wie zu Hause. Wir schlendern gemütlich gemeinsam über den Markt und genießen die Atmosphäre. Anschließend machen wir uns weiter auf den Weg Richtung Sydney. Wir wollen ja auch noch nach Tasmanien und da bleibt uns nicht allzu viel Zeit mehr. Getrennt von Max und Ines machen wir ein Treffen am nächsten Übernachtungsspot aus. So kann jeder sein eigenes Tempo fahren und wir treffen uns später wieder. Nach einem Zwischenstop an einer italienischen Raststätte (Bild 8) entschließen wir zwei uns, kurzfristig noch an einen Badespot ran zufahren und nehmen einen kleinen Umweg in Kauf. Ein Umweg, der sich gelohnt hat (Bild 9). Wir finden eine idyllische Lagune mit großen Echsen, bis zu 15 Meter hohe Klippen zum ins Wasser springen und super Badetemperaturen vor. Von hier aus skypen wir noch mit Elas Family und fahren anschließend zum vereinbarten Campground zu Max und Ines.

 
 
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#43 bis #50 – Woche in Bildern

Woche 43 bis 50 – Leben und Arbeiten in Darwin

 

Darwin. Dafür, dass wir eigentlich schon beschlossen hatten weiter zu fahren, hat uns das Schicksal doch recht lange hier festgehalten: gut zwei Monate. Zwei Monate die wie im Flug vorbei zogen. Zum Einen durch das tägliche Arbeiten und zum Anderen dadurch, dass wir natürlich auch gelebt und Einiges erlebt haben. Trotz alledem hat uns hier der bekannte Arbeitsalltag eingeholt. Also verständlich, dass wir nicht jeden Tag wie wild Fotos geknipst haben. Um euch dennoch einen kleinen Einblick zu geben wie unser Leben so aussah, haben wir ein paar Bilder zusammen gestellt.

1. Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten

Nachdem wir nun unser neues zu Hause in der Arbeitshalle von Björn und Ines (Bild 1 und 2) bezogen haben und unsere Thelma wieder hierher geschleppt worden war, (Bild 3 und 4) können wir das Teil des Übels (Bild 5) inspizieren. Zum Glück sind Björn und auch Dan (Elas Chef) an unserer Seite und versprechen uns Hilfe ein Ersatzteil zu beschaffen. Während dessen wird natürlich fleißig gearbeitet. Rico legt die meiste Zeit Fliesen (Bild 6) oder poliert Küchenplatten (Bild 7) und hilft Björn beim Einbau. Ela hat die ersten zwei Wochen mit Louise gemeinsam geputzt. Geschäftsräume und Privathäuser. Danach gings Sie die restliche Zeit Ihrem Mann Dan im Gartenbusiness zur Hand. Meist bedeutete das Palmenblätter zusammenlesen und aufladen, Rasen mähen, Rasenkanten schneiden und Laubblasen. Ab und zu gab es auch Grundüberholungen von Grundstücken, wie z.B. Bild 8. Hier war der Vorteil, dass wir den Pool benutzen durften. Das half natürlich bei der anstrengenden Arbeit in der Sonne. Die unsinnigste Arbeit, die Ela je machen durfte, war eine riesige Rasenfläche lüften – mit einer Mistgabel. Stunden was in Minuten mit dem richtigen Werkzeug erledigt werden könnte. Australier. Aber gut immerhin kostenloses Workout für die Arme, Bräune und dafür noch bezahlt werden.

Auch Rico war am Wochenende ab und zu mit von der Partie (Bild 10), z.B. als ein Garten komplett neu angelegt wurde. Ja für Rico hies es richtig ran klotzen. Die ersten 4 Wochen hat er komplett durch gearbeitet. Trotz der vielen Monate Freizeit hinterlässt das natürlich Spuren. So kam es, dass er an dem letzten Sonntag mit der Flex ausgerutscht ist und sich in die Hand geschnitten hat. Zum Glück halb so wild. Nur eine Erinnerungsnarbe ist heute noch zu sehen.

Zusammenfassend können wir sagen, dass wir noch nie so körperlich gearbeitet haben. Tag für Tag. Wir haben uns körperlich, vor allem durch die Hitze und Sonne, absolut an unsere Grenzen gebracht und dennoch sind wir dankbar für die Erlebnisse und die Erfahrung. Noch nie sind wir abends so friedlich und schnell eingeschlafen. Keine ungelößten Probleme, die durch den Kopf wandern. Nur Müdigkeit und Schlaf.

2. Leben, Spaß und erleben

Trotz oder gerade wegen der Anstrengungen haben wir unsere Zeit sehr genossen. Als es begann immer heißer zu werden, hat Björn kurzerhand beschlossen den Pool aufzubauen. So konnten wir uns abends regelmäßig abkühlen (Bild 1). Auch Gypsi hat den Pool genutzt. Zwar nicht zum Baden, aber der riesige Trinkbecher hatte so seine Anziehung auf den Liebling von Ines und Björn (Bild 2).

Nun ja und in der Freizeit kann es auch ab und zu zu kleinen Unfällen kommen. Ela tapst in ein Abflussloch hinein und schrammt sich die Haut an 2 Stellen vom Bein. Auch das ist mittlerweile verheilt und vergessen. Nach dem ersten Schreck gabs einen guten Verband (Bild 3) und nach einem Tag Zwangspause ging es wieder in die Gärten Darwins..

Die Abende gemeinsam haben wir auch gern genutzt um zusammen zu kochen. Besonders schön war es als Rico und Björn die Mädels mit einem 3 Gänge Menü überrascht haben. Salat zur Vorspeise, Tiramisu als Nachtisch und der Kracher: Eine Pfannkuchen-Lasagne-Torte als Hauptgang! Yum!

Wir Mädels haben auch die Zeit genutzt, um zusammen mal Mädelskram zu machen. Finger und Fußnägel lackieren, Shoppen gehen (Bild 8) und am Wochende Tanzen gehen. Diese Dinge kommen beim Reisen doch oft zu kurz. Umso schöner, dass Ela und Iris sich so gut verstehen und die Zeit genießen können.

Natürlich hatten wir auch ab und zu die Zeit die Gegend zu erkunden (Bild 7 und 9). An Wochenenden oder auch mal unter der Woche. Wenn es die Möglichkeit gab ging es raus in die Natur.

3. Die letzten Tage sind angebrochen

Wir haben einen supertollen mexikanischen Themenabend mit Louise, Dan und Freunden von Ihnen (Bild 1), bekommen kurz vor knapp noch unser langersehntes Paket aus Deutschland (Bild 2) und können in letzter Minute noch unsere Thelma wieder straßentüchtig machen (Bild 3).

Wir haben eine gefühlte Ewigkeit auf das Paket gewartet. Demnach war die Freude groß, als wir die Leckereien endlich in den Händen hielten. Wie sehr haben wir uns gefreut über: Milka Schokolade…die Australier können einfach keine richtig gute Schoki, Erdnussflips, Nudossi, Rindsrouladen und Kloßmehl und natürlich bayrische Senf den brauchten wir dringend für unser Abschiedsessen (Bild 4) : Weißwürste aus dem Delikatessenladen und selbst gemachte Brezeln mit Obazda…hm…Wir waren im Himmel.

Mehr wie Erlösung hat es sich angefühlt, als endlich das gebrauchte Ersatzteil für unsere Thelma ankam. Mit dem Gabelstapler hinten hochgehoben und? Teil passt! Jetzt kanns ja endlich losgehen. Wir haben uns sofort daran gemacht Thelma zu putzen und alles wieder Reisefit zu machen. Bei der Gelegenheit haben wir noch ein aufklappbares Dach angebaut. Dank Brainstorming mit Björn haben wir für kleines Geld noch eine super Dachlösung gebaut (Bild 5). Kurz zuvor kamen dann auch schon Ines und Max an, da wir mit Ihnen weiterreisen wollten. Wir haben mit Ihnen noch einmal die Highlights von Darwin abgeklappert, bevor wir schlussendlich die Segel streichen wollten. Aber gut, erstens kommts anders und zweitens als man denkt … Fortsetzung in Woche 51.

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#34 – Woche in Bildern

Woche 34 – Karijini und Port Hedland

 

1 – Montag, 02.06.2014

Heute verlassen wir den Cape Range Nationalpark und machen uns auf den Weg zum nächsten: Karijini. Wieder einmal geht es stundenlang gerade aus mit sich kaum verändernder Landschaft. Als endlich ein paar Bergen bzw. Gesteinsformationen auftauchen freuen wir uns über die Abwechslung und bestaunen die Landschaft. Kurz vor Sonnenuntergang kommen wir auf einem 24-Stunden Parkplatz (Overnighter) mit Toilette – yippie – an.

2 – Dienstag, 03.06.2014

Ausblick vom Mount Bruce, am Eingang des Karijini, auf eine Mine im Hintergrund. Wir sind jetzt in der Minengegend angekommen. Nach einer langen Fahrt entschließen wir uns, nur zum nahe gelegenen Aussichtspunkt zu laufen, anstatt den Mount Bruce ganz zu besteigen. Das würde dann 5 Stunden dauern. Da wären wir vor der Dämmerung nicht zurück. Trotz, dass der Berg nur irgendwas um die 600 Meter hoch war, ist er der zweit höchste in Westaustralien. Anschließend geht’s für uns ins Bushcamp im Nationalpark. Zum Glück bekommen wir einen Platz, der etwas Schatten spendet. Die Nächte sind hier mit 10 – 15 Grad kalt, die Tage mit 25-30 Grad aber heiß.

3 – Mittwoch, 04.06.2014

Nach einem unerwartetet kurzen Ausflug in die Dales-Schlucht (Gorge) verbringen wir den restlichen Tag mit unseren „Nachbarn“ Shane und Shaz aus Neuseeland beim Karten spielen, quatschen und Wein trinken. Wir kamen gestern Abend mit den Zweien schon in Kontakt und haben uns heute Morgen zusammen auf Entdeckungstour durch den Dales-Gorge begeben. Die Australier sind hier mit ihren Dauerangaben für die Wanderstrecken durch die Schluchten übervorsichtig. Beispielhaft: für 500 Meter hin und zurück 45 Minuten einplanen!!! Naja, wir waren irgendwie wesentlich schneller und so kam es, dass wir nach einer Stunde schon am Ende der Tagestour, am Badepool, ankamen. Und da haben wir uns durch Fotografieren schon sehr sehr sehr viel Zeit gelassen. Trotz, dass es kalt war, sind wir da auch ins Wasser gesprungen, um das Salzwasser vom Meer runter zu waschen. Am Ende waren wir, nach insgesamt ca. 2 Stunden, gegen späten Mittag, schon wieder zurück im Camp.

4 – Donnerstag, 05.06.2014

Klettertag im Hancock- und Weano-Gorge. Eigentlich wollten wir heute schon weiter reisen, da uns von der Schotterpiste zu den anderen Gorges abgeraten worden ist. Shane und Shaz haben uns angesteckt und wir probierten es. 50 km ungeteerte Straße. Die ersten 30 km waren ganz ok… nur die letzten 20 waren wieder einmal eine Geduldsprobe. Wir kommen an und es hat sich gelohnt. Wir treffen am Ende des ersten Gorges Shane und Shaz wieder und klettern so gemeinsam durch den Tag. Es geht zum Handrailpool (hier heißt es an einer Stange festhalten und steil runterklettern), wir bewältigen der Spiderwalk (wie Kaminklettern, nur vorwärts) und das ein oder andere Mal heißt es heute: Schuhe aus und nass werden. Schön. Wir kommen heute zur Dämmerung erst zurück. Trotz, dass wir von der frischen Luft, der Hitze, dem kalten Wasser und der Kletterei etwas geschafft sind, sitzen wir wieder bis in die Nacht mit unseren Kiwis zusammen. Wir raffen uns sogar auf, nochmal zum Aussichtspunkt zu laufen und die Sterne anzuschauen.

5 – Freitag, 06.06.2014

Roadtrains. Heute geht’s über den Great Northern Highway nach Port Hedland. Wie gesagt wir sind in einer Minengegend. Es wimmelt hier nur so von diesen riesigen Roadtrains. Spannend ist es, wenn uns so einer auch noch überholt!!!

6 – Samstag, 07.06.2014

Und wieder ein Office-Tag. Wir sind gestern Abend auf dem einzigen vernünftigen Campground in Port Hedland angekommen und nutzen wieder die Gelegenheit! Strom, Duschen, Waschmaschine und ab und zu in den Pool springen. Port Hedland ist nicht wirklich schön und bietet auch nichts sehenswertes, aber hier lässt es sich aushalten. So können wir in Ruhe Couchsurfing für Broome organisieren, die weitere Route planen, die Woche in Bildern schreiben und zusammen stellen und relaxen.

7 – Sonntag, 08.06.2014

Shopping – wir wollen unsere Tanks und Vorräte auffrischen und machen uns auf den Weg nach South Hedland und anschließend nach Port Hedland. So kommen wir auch an der einzigen Attraktion – dem Hafen – vorbei. Leider sind heute nur 2 große Tanker zu sehen. Am späteren Nachmittag setzen wir uns mit unseren „Nachbarn“ Ralf, aus der Schweiz und Julia, aus Österreich, auf einen Kaffee zusammen. Daraus wird dann irgendwie der gesamte Abend. Wir quatschen und naschen und so vergeht die Zeit wie im Flug. Gegen 22:00 machen wir uns dann noch ein leichtes Abendessen und genießen das bei dem ersten Teil der dritten Staffel der BBC-Sherlock-Reihe. Bei euch müsste die grad im TV laufen. Hier konnten wir Sie, natürlich in Englisch, schon auf DVD erstehen. Sensationell – einfach der beste Sherlock – und wir sind glücklich! 🙂

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#33 – Woche in Bildern

Woche 33 – Coral Bay, Exmouth, and Cape Range National Park

 

1 – Montag, 26.05.2014

Unser erster Schnorchelgang. Wie doof muss man eigentlich sein. Bisher haben wir nicht gedacht, dass das mit dem Schnorcheln so spektakulär ist und die Chancen, wie auf den Gili´s, dazu auch guten Gewissens nicht genutzt – Jetzt sind wir vom Gegenteil überzeugt. Beim Buskauf war ein Schnorchelset dabei. Naja Gelegenheit macht Schnorchler – also ab gings und? Schön wars. Point Quobba, hier sind wir gestern angekommen, hat sich prima angeboten und so nutzen wir den ganzen Tag für unsere neugewonnene Leidenschaft. Praktisch, dass unser Campground direkt am Meer liegt und mit 11 AUD (ca. 8 EUR) pro Tag auch echt günstig ist. Die Vorräte sind gut bestückt, also treibt uns auch nichts weg von hier. Das einzige was ab und zu stört sind die Dieselgeneratoren einiger Nachbarn, die zum Teil bis in die Nacht laufen.

2 – Dienstag, 27.05.2014

Heute geht es weiter nach Norden. Highlight des Tages? 40 Km Schotterpiste und dann doch umkehren. Der Plan ist zur Gnaraloo Station, einem Campground ca 80 km von Quobba entfernt, zu fahren. Glen aus Perth hat uns die Stelle sehr empfohlen, und so wollen wir natürlich auch hin. Das Problem: Die Straße dahin ist nicht befestigt und in so schlechtem Zustand (durch die großen Reifen der Jeeps und LKWs wurde der sandige Untergrund so extrem aufgeraut und wellig gefahren, dass wir mit unserem kleinen Camper jeden einzelnen Huckel mehr als nur spüren. Ein echter Gewaltakt), dass es für unsere Thelma nur schwer zu ertragen ist. Nach vierzig Kilometern! entscheiden wir uns schließlich, auf halber Strecke, aus Sorge um unsere Thelma und unsere Nerven, wieder umzukehren.

Wir brauchen also ein neues Ziel für den Tag. Nach kurzer Suche auf unserer App im Telefon entscheiden wir uns, auf dem Weg nach Coral Bay, die Warroora Station anzufahren – ist im Prinzip wie überall hier, direkt am Meer, recht günstig (10 AUD pro Person) und gut zu erfahren. Das einzige Novum für uns hier ist, dass es keine Toiletten gibt! Vom Caretaker (Verwalter) müssen wir für 10 Dollar pro Tag ein Chemie-Klo mieten. Dafür haben wir jetzt ein Klo mit sensationellem Ausblick! Wer kann schon von sich behaupten so einen schönen Sonnenuntergang, direkt vom Lokus aus beobachtet zu haben! Wir jetzt schon.

3 – Mittwoch, 28.05.201

Nein das ist keine Burka für Männer – das ist die neue Fliegen-Schutz-Mode. Bis zum Sonnenuntergang wimmelt es hier nur so (australien-typisch) von diesen kleinen nervigen Biestern. Da sie vor allem in Nase, Mund, Ohren und Augen fliegen, hat Rico sich einen Ganzkörper-Schutzanzug gebastelt – sieht dämlich aus, hilft aber.

Nach der langen und nervenaufreibenden Fahrt gestern hatten wir uns entschieden, für einen weiteren Tag hier zu bleiben und zu entspannen. Da hatten wir an die Fliegen noch nicht gedacht. Trotz alledem hat es sich gelohnt, denn am späten Nachmittag, als die Ebbe ihren Höhepunkt erreicht, folgen wir zwei Campern, die sich auf dem trocken gelegten Meeresboden rum treiben und nach Oktopussen Ausschau halten. Rico packt das Jagdfieber und zusammen fangen sie 6 Tintenfische. Sie werden mit einem Stock, an dessen Ende Angelhaken befestigt sind, aus ihren Verstecken geangelt. Danach wird ihnen der Kopf abgeschnitten und die „Tinte“ abgespült. Schwieriger ist da schon die Antwort auf die Frage, was man nun mit ihnen macht. Sie werden erstmal für ein paar Tage abgehangen, um sie weniger zäh werden zu lassen. Danach werden sie in kleine Stücke geschnitten und frittiert. Beim Oktopus-Fangen geht es viel mehr um den Spaß an der Jagd, als um den Genuss beim Verzehr. Leider haben wir kein Foto davon. Wobei wenn wir es recht bedenken ist das vielleicht auch besser so.

4 – Donnerstag, 29.05.2014

Wallabee- und Känguruhalarm. Wir haben noch nie seit wir in Australien sind so viele auf einem Haufen gesehen. Heute sind so viele vor uns über die Straße gerannt, dass es uns schon fast an das Gewimmel im Kaufland vor einem Feiertag erinnert hat. Wo? Im Cape Range Nationalpark. Wann? In der Abenddämmerung? Warum? Da fangen wir besser am Beginn des Tages an…

Heute ging es weiter Richtung Norden nach Coral Bay. Der Ort ist, wie der Name schon sagt, für seine schöne Unterwasserwelt bekannt. Das nutzen wir auch gleich und springen ins Wasser, nachdem wir noch eine zweite vollständige Schnorchel-Ausrüstung besorgt haben. Auch wenn das Schnorcheln hier superschön war, sind wir uns schnell einig, dass wir hier nicht bleiben wollen. Zu voll, zu viele Backpacker, nur überteuerte Campingplätze und kein gutes Gefühl.

Wir mögen es da lieber etwas ruhiger und entspannter und haben so den Cape Range National Park als unser neues Ziel auserkohren. Da wir in Exmouth (liegt auf dem Weg zum Park) noch etwas länger brauchen, um unsere Benzin-, Trinkwasser-Tanks und Lebensmittel aufzufüllen, machen wir uns recht spät am Nachmittag auf, die 80 km zum Park zurückzulegen. Unterwegs sehen wir flüchtig Schilder, dass alle Campsites voll seien. Etwas ungläubig fahren wir, wie einige Autos vor und hinter uns, trotzdem rein. Kaum den Eingang zum Park überquert, beginnt der „Känguruhregen“. Es fängt an zu dämmern und für die Tierchen geht’s ab zum Meer. Kaum zu glauben! Wir erfahren später, das sie hierher kommen, um zu baden. Völlig abgelenkt kommen wir an unserem Wunsch-Campingplatz an und müssen in der Tat feststellen, dass alle Plätze im gesamten Nationalpark schon vergeben sind. Toll! Ergo wir müssen die ganze Strecke mit der „lebendigen Känguruhwand“ wieder zurück zum nächsten privaten Campingplatz. Yardie Creek Homestead Caravan Park. Wir kommen zum Glück heile an und freuen uns hier noch einen Platz zu bekommen.

5 – Freitag, 30.05.2014

Wir legen einen Officetag ein. Gestern mussten wir ja feststellen, dass der gesamte Park ausgebucht war. Durch David den Caretaker (Platzverwalter) haben wir erfahren, dass es für uns 2 Optionen gibt: 1. Früh um sechs Uhr am Parkeingang anstellen und auf einen Übernachtungsplatz für eine Nacht hoffen. 2. Online für den übernächsten Tag buchen. Leider hatte er sich nicth durch die Geburtstagskarte erweichen lassen. So haben wir uns natürlich für Variante 2 entschieden und gestern Abend noch 2 Nächte ab Morgen gebucht. So können wir Ricos Geburtstag mit Schnorcheln und am Strand relaxen verbingen. Voll ausgestattet, mit Strom, Internet, Duschen, Swimming-Pool usw. genießen wir heute den Tag im Pool und nutzen die Zeit für unseren Blog und die weitere Reiseplanung.

6 und 7 – Samstag, 31.05.2014

Happy Birthday Rico! Ja, heute wird er 31. Der Morgen startet schon mal grandios mit Ela’s selbstgemachtem Kuchen zum Frühstück (Bild 6). An dem hat Sie gestern ganz fleißig gebastelt. Außerdem können wir heute endlich in den Cape Range fahren. Bevor wir aufbrechen, spricht uns Paul, einer der anderen Camper, aus dem Auto aus an, ob wir gern etwas Fisch haben möchten. Er hat am Morgen bzw. Vormittag so viel gefangen, dass er es unmöglich alles allein essen kann. Da sagen wir natürlich nicht nein. Und noch mal Happy Birthday Rico (Bild 7). Unglaublich: Paul filetiert uns die gesamte riesige Makrele und gibt uns noch die Hälfte vom Mahi-Mahi (auch Delphin-Fisch) mit auf die Reise. So viel, dass wir unseren Mini-Kühlschrank gerade noch so zu bekommen. Jetzt kanns also losgehen! Wir halten an ein paar Beaches (Oyster Stack, Tourquise Bay) zum Schnorcheln an und kommen am Nachmittag am Kurrajong Campground an. David erkennt uns natürlich wieder und erinnert sich auch promt an Ricos Geburtstag.

Heute Abend gibt’s natürlich den leckeren Fisch. Leider übertreiben wir es etwas. Da wir so viel Fisch mitgenommen haben, müssen wir wenigstens die Hälfte heute kochen und essen. Das ist allerdings so viel, dass wir fast in ein Fischkoma fallen und seit diesem Zeitpunkt weder Fisch riechen noch essen können. Wer hätte das gedacht 🙂

8 – Sonntag, 01.06.2014

Im Kurrajong Campground haben wir heute reichlich Zeit, den Beach, das Meer und die Umgebung zu genießen. Es hat sich echt gelohnt, 2 Tage zu warten, um hier einen Platz zu bekommen. Es gibt hier zwar – wie in den Nationalparks üblich – keinen Strom, keine Duschen und kein Wasser – aber dafür sind wir mitten in der Natur, ruhig und abgeschieden. Unseren Fischvorrat geben wir an unsere Nachbarn ab. Die freuen sich riesig, vor allem, da sie beim Angeln in den letzten Tagen kein Glück hatten. Das nennt man das wohl eine Win-Win-Situation =0) Am Abend werden wir dann noch zur „Happy Hour“ an den Strand eingeladen. Hier treffen sich alle Dauercamper zum Sonnenuntergang und tratschen über die Geschehnisse des Tages. Wir werden als die „Fish guys“ herzlich willkommen geheißen und jeder der Anwesenden will gleich alles mögliche über die „Neuen“ wissen. Es ist immer wieder schönn, zu erleben, wie schnell die Australier einen in ihre Gruppe aufnehmen. So unterhalten wir uns bis zum Abendessen mit Allen; über die besten Campspots, die klauenden Franzosen und sonstiges.

Gutes Stichwort: Abendessen. Nach unserer Fisch-Orgie von gestern gabs dann heute Steak und Süsskartoffelsalat. Yum.

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#31 Woche in Bildern

Woche 31 – Unsere Letzte Woche in Perth

 

 

1 – Montag – 12.05.14

Da wir bisher ja schon echt lange in Perth gewohnt, die Stadt aber noch nie so richtig erkundet haben, machen wir uns heute mal in die Spur. Wir fahren durch die City, zum King’s Park (wohl die Attraktion in Perth) und an den Cottesloe Beach. Der Kings Park macht seinem Namen alle Ehre – ein Riesen-Areal – hier kann man schon das ein oder Andere machen. Leider war der Tree-Top-Walk geschlossen 🙁 aber gut haben ja schon einen gemacht. Also weiter zum Beach. Das Wetter ist bombastisch und wir können den Surfern ein bissl zuschauen. Sah ein bisschen aus wie ein Kaffeekränzchen auf See – ein Haufen Surfer im Wasser und keine Welle in Sicht. Für uns ein Unterhaltsamer Tagesabschluss. Endlich können wir einen Haken unter „Perth, hab ich gesehn“ machen.
 

2 – Dienstag – 13.05.14

Wir ringen noch mit der Entscheidung, was wir als Nächstes machen sollen: zurück auf die Farm zum Arbeiten und bissl Geld verdienen… und dabei leider auch Zeit verlieren oder weiter Richtung Norden. Entscheidungen sind Sch*** (Schwer)! Wir stellen fest, dass wir es nicht mehr gewöhnt sind, uns mit so nem Kram rum zu schlagen. Da müssmer jetzt durch.

Rico geht am Morgen erstmal wieder mit Pepper in den Park. Dadurch kann Glen morgens länger schlafen und er bzw. wir sind gleich mal an der frischen Luft – vielleichthilfts dabei, einen klaren Gedanken zu bekommen…haha.

3 – Mittwoch – 14.05.14

Die Frischluft hat wohl geholfen! Wir haben uns entschieden: Es geht in den Norden! Dafür wird heute gleich erst mal noch das Auto vorbereitet. Wir besorgen uns noch diverse Outback-Ausrüstung (Axt, Reifen-Reparatur-Sets, Starterkabel, Plane usw.). Ölwechsel steht außerdem an. Da man hier in Australien dafür in einer Werkstatt gern mal 100 Dollar allein für die Arbeitsleistung bezahlt, wollen wir (also eher Rico .-)) es selber probieren. Pepper ist natürlich mit dabei und beobachtet uns, wie wir uns bei unserem ersten Versuch dieser Art anstellen. Am Ende war’s aber kein großer Akt

4 – Donnerstag – 15.05.14

Bevor wir weiter ziehen, machen wir uns noch bissl im Haushalt nützlich und verbringen den Großteil des Tages damit, im Haus die ganzen Jalousien zu putzen. Also wenn wir wieder kommen und sich job-technisch nicht so schnell was ergibt: Wir sind jetzt erfahren im Fenster und Jalousien putzen.

Am Abend treffen wir dann noch Joe und Karen, zwei Freunde von Glen und Silvi. Joe war mal so was wie der Couchsurfing-King von Perth. Er braucht eventuell etwas Hilfe auf seinem Grundstück und so treffen wir uns am Abend, um das Ganze zu besprechen. Wir beschließen, morgen mit zu den beiden zu fahren und vor Ort zu entscheiden, wie es weiter geht. „Ihr müsst das Castle sehen“ Die enthusiastischen Worte von Glen haben uns neugierig gemacht.

5 – Freitag – 16.05.14

Heute ist großer Pack-Tag. Wir bereiten uns und „Thelma“ (unser Auto) auf die große Reise gen Norden vor und fahren am Nachmittag zu Joe’s Garage, von wo aus wir mit den beiden zu Ihnen in die Hills, genauer gesagt nach Chidlow, fahren. Da ahnten wir noch nicht, dass es so schön sein würde und wir dann doch etwas länger dort bleiben. Glen hatte recht! Es ist wirklich fast ein Schloss und absolut wohnlich…:-)! Vor Ort lernen treffen wir dann auch auf Butch, den kleinen vierbeinigen „Haushüter“.

6 – Samstag – 17.05.14

Da wir gestern im Dunkel angekommen sind, konnten wir von dem Grundstück nicht viel sehen! Da nutzen wir gleich die Gelegenheit und helfen Joe beim Holz holen aus seinem Buschwald. Die Zwei starten nach dem Mittag zu einer Oldtimer-Show starten (siehe Titelbild). Joe hat sich 2 alte Oldtimer aufgebaut und fährt mit ihnen zu der ein oder anderen Auto-Ausstellung in der Gegend.So haben wir das „Schloss“ gleich mal für uns und genießen das schöne Wetter im hauseigenen Busch und die erste Badewanne seit langem! Wir haben nichts weiter vor heute als entspannen und vorm Kamin mit Butch paar schöne Filme zu schauen.

7 – Sonntag – 18.05.14

Wir treffen uns mit Ines und Max am See um die Ecke! Also wir wollten. Leider springt unser Auto nicht an, da Ela vergessen hat die Ersatzbatterie von der Hauptbatterie abzuklemmen…blöd! Aber Ines und Max helfen uns aus! Auch als wir dann vom See wieder los machen wollen, brauchen wir nochmal Ihre Hilfe…schönes Abenteuer – klar hier muss mit der Zweitbatterie noch was passieren bevor wir los machen! Trotzdem war es mal wieder ein schöner Sonntagsausflug :-)! Einmal um den See und dann bei Sandwiches und Kaffee quatschen.

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#29 Woche in Bildern

Woche 29 – Entspannung am Meer in Busselton

 

28.04.2014 bis 04.05.2014 Busselton bis Wellington Dam

Wir haben unser Lager eingerichtet und sind echt happy, dass wir mit 25 AUD pro Nacht auf einem der günstigeren Campgrounds in Busselton untergekommen sind. Wie man sieht ist das Meer in Sichtweite (Bild 1) und es ist herrlich ruhig. Wir beschließen, etwas länger hier zu bleiben und verlängern um einen weiteren Tag. Was wir erst später bemerken ist, dass nachts immer mal Sachen von den Bäumen aufs Autodach und das Vordach fallen. Doch wir müssen feststellen, dass es sich dabei nicht um Baumfrüchte handelt. Vielmehr sitzen kleine Possums (Bild 2) in den Bäumen. Sie sind nur nachts aktiv und nutzen bevorzugt unser Auto, um sich darüber zu entleeren. Was sich also abends wie herabfallende Früchte oder „Regen“ auf unserem Dach anhört, sind unsere netten Mitbewohner.
Das trübt unsere schönen Eindrücke hier allerdings nicht. Die lustige Seite beim Zusammenleben mit den Possums ist: Wenn sie tagsüber in den Bäumen schlafen, passiert es ihnen ab und zu, dass sie den Halt verlieren und auf dem Boden aufschlagen. Wir haben uns am Anfang noch gewundert, was das für dumpfe Schläge sind, die wir um uns herum hören, bis wir schließlich die kleinen „Scheißer“ dabei sehen, wie sie total müde wieder ihre Bäume hochklettern. Durch die täglich schönen Sonnenuntergänge (Bild 3) und neue Bekanntschaften (Bild 4) motiviert, verlängern wir immer weiter und genießen es richtig, mal wieder etwas länger sesshaft zu sein. Wir bekommen auch was von den Angel-Erfolgen unserer Nachbarn ab und können so mal den Australischen Lachs probieren… echt lecker. Am Mittwoch sind wir dann auch mal nach Busselton reingefahren. Coleen, unsere Nachbarin, hat uns angeboten, uns in die Stadt zu fahren und wieder mit zurück zum Campingplatz zu nehmen. So müssen wir nicht unser ganzes Zeug ab- und wieder aufbauen. In Busselton selbst gibt’s nicht wirklich viel zu sehen. Einzigste Sehenswürdigkeit nach Wikipedia ist der Busselton Jetty, ein ca. 2 km langer Steg ins Meer an dessen Ende sich ein Unterwasser-Aquarium befindet. Mangels Alternativen schauen wir uns das Ganze also an. Blöd ist, wenn man ins Water-Absorvatory rein will, muss man auch ein Ticket für den Zug über den Steg kaufen. Wir hätten’s besser gefunden, wenn man selber entscheiden kann, ob man laufen oder fahren will und somit etwas günstiger kommt. So zahlen wir also 29 AUD pro Person für den vollen Service, immerhin 1:40 min dauert das Ganze dann. Die geführte Tour durch das recht kleine Aquarium ist ganz nett (Bild 5) und wir erwischen mit einem recht großen Tintenfisch und einem Stinger-Rochen sogar noch ein paar „Highlights“ aber ansonsten sind wir da von Valencia doch eher verwöhnt. Wie auch immer, mit dem Geld unterstützt man immerhin direkt den Erhalt der Anlage.

Am Sonntag entschließen wir uns dann aber wirklich weiter zu fahren. Auf dem Weg nach Perth halten wir vorerst am Wellington Dam (Bild 6). Auf Empfehlung der Leute in Busselton übernachten wir hier am Potters Gorge Campground, direkt am Stausee. Für nationalpark-übliche 7,50 AUD pro Person gibts gratis Feuer, große Stellplätze und einen super Blick auf den See. Außerdem tummeln sich viele Waldtiere direkt um uns herum, so wie das Wallabee, was sich für uns in Bild 7 in Pose schmeißt. Wir lernen gleich wieder tolle Leute kennen und tauschen uns mit ihnen bei Abendessen und Lagerfeuer über die typischen sympatischen Eigenheiten der jeweiligen Kulturen aus…<