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#106 und 107 – Wochen in Bildern

Woche 106 und 107 – Familienleben in Peking und chinesische Mauer

Vor zwei Tagen sind wir in Peking gelandet. Wir wohnen mit Tini, Benny und ihrem Sohn Moritz in ihrem Apartment im Oakwood, einem Hotel in der Innenstadt. Da Benny unter der Woche arbeitet, verbringen wir die meiste Zeit mit Tini und Moritz. Zudem lernen wir viele liebe, vor allem Deutsche kennen, die ebenfalls im Hotel wohnen. Die meisten sind in der gleichen Situation; die Männer arbeiten für VW, Audi, BMW oder Mercedes und die Frauen kümmern sich um Haushalt und Kind und nutzen die Zeit, um eigene Projekte auf die Beine zu stellen. Tini zum Beispiel ist vor allem dem Nähen und Schneidern „verfallen“. Für Ela macht sie gleich mal eine Mütze und ein paar Stulpen, natürlich alles aufeinander abgestimmt – made by „von tini“ halt =0).
Mit Tini als Guide lernen wir nun Peking in den nächsten 2 Wochen kennen; wir fahren zum Kohleberg und sehen uns die verbotene Stadt an, schlendern über diverse Märkte und machen Underground-shopping =0) wo wir uns gleich noch mit Winterjacken eindecken. Am späten Nachmittag sitzen wir dann meistens alle gemütlich beisammen, Rico und Benny spielen PlayStation und die Frauen studieren das Internet oder treffen sich auf der Terrasse mit den „Nachbarn“ und tauschen sich über die alltäglichen Erlebnisse, Sorgen und Freuden aus. Abends treffen wir uns dann meistens alle auf oder um die Couch herum und schauen Tatort oder andere Filme. Bis auf die Tatsache, dass wir zwei nicht arbeiten gehen (müssen) fühlt es sich hier schon ein bisschen wie zu-Hause-sein an.

 

Besuch der Chinesischen Mauer, Mittwoch, den 28.10.15

Heute statten wir der chinesischen Mauer einen Besuch ab. Nachdem wir uns nach langer Recherche endlich einen Spot rausgesucht haben, an dem wir uns das größte Bauwerk der Welt ansehen wollen und heute auch das Wetter perfekt ist, starten wir gegen 8 zum nahe gelegenen Busbahnhof in Dongzhimen. Wir wollen nach Mutianyu. Hier soll es nicht ganz so touristisch überfüllt sein, wie zum Beispiel in Badaling oder Simatai. Mit der Linie 916 fahren wir dann nach  Huairou, im Norden von Peking. Von der Busstation dort müssen wir dann nur irgendwie noch bis zur Mauer kommen. Im Internet haben wir gelesen, dass man sich in Huairou ein Taxi oder einen privaten Fahrer für ca. 100 Yuan bis zur Mauer nehmen muss. Aber bereits im Bus werden wir von einem Chinesen angesprochen, der uns für je 20 Yuan bis zur Mauer bringen kann. Gesagt, getan. In Mutianyu ist dann trotzdem ganz schön viel los – und das unter der Woche… Da wollen wir lieber gar nicht erst wissen, was an einem Wochenende hier oder anderswo los ist. Zur Mauer hoch fahren wir mit einem „Ski“-Lift. Oben verbringen wir dann die nächsten Stunden mit Ausblick genießen und Treppen steigen =0) Heute ist die Luft auch gut genug, um bis nach Peking schauen zu können…
Für den Weg nach unten wollen wir anschließend eine Sommer-Rodelbahn nehmen. Freudig warten wir auf unsere Schlitten, um den Berg runter zu rasen. Nur leider machen uns die Chinesen hier einen Strich durch die Rechnung. Die Leute vor uns fahren so arsch-langsam, dass man fast zum stehen kommt. Immer wieder müssen wir daher mal anhalten, um uns einen Abstand zum Vordermann aufzubauen, so dass man wenigstens mal ein bisschen Action hat…

Von Mutianyu aus fahren wir dann wieder mit unserem Fahrer zum Bus-Terminal in Huairou und von da zurück nach Peking.
Wir hatten einen wirklich tollen Tag und können Mutianyu empfehlen. Vor allem möchten wir dich gern dazu ermutigen, auf eigene Faust hin zu fahren. Über das Internet kann man natürlich auch ein Komplett-Paket mit Abholung vom Hotel usw. buchen, aber die Anreise ist wirklich sehr unkompliziert und spart Geld. Außerdem ist man viel flexibler und kommt auch noch mit Einheimischen in Kontakt, daher genau das Richtige für uns =0)

 

Samstag, 31.10.15

Heute hieß es dann leider Bye Bye Tini, Benny und Moritz und Bye bye China. Wir fliegen gegen 8 Uhr am Morgen nach Irkutsk, Russland.
Wir hatten eine so schöne Zeit hier in China und vor allem bei unseren Lieben in Peking. Es ist doch wirklich immer wieder unglaublich und wunderschön, wie man durch das Reisen tolle Menschen – ja – gute Freunde findet, die man sein ganzes Leben lang nie vergessen wird.

Nun heißt es also Zdravstvuyte Rossiya, ein neues Land und neue Abenteuer…

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#105 – Woche in Bildern

Woche 105 – von Zhengzhou nach Peking

Montag 12.10.15

China, Zhengzhou. Wir wohnen bei Gordon und seiner Familie in ihrer Wohnung und haben eine schöne gemeinsame Zeit. Heute in der Nacht allerdings musste Rico leider seinen Schlaf gegen Übelkeit tauschen und seinen Magen entleeren. Daher geht es ihm heute den ganzen Tag nicht besonders. Das Wetter ist dazu noch sehr regnerisch, also ist heute Ruhetag…

 

Dienstag 13.10.15

Nachdem sich gestern alle erholt haben, geht es heute zu den Longmen-Grotten bzw. Drachen-Tor-Grotten. Mit dem Schnellzug und anschließend per Taxi fahren wir ca. 2 Stunden. Bei den Grotten angekommen, können wir uns hier unzählige (lt. Wikipedia wohl über 100.000) Buddha-Statuen ansehen (Bilder 1 und 2). Die größte ist ungefähr 17 Meter hoch. Und wider wuseln hier natürlich tausende von Touristen um uns herum, die vor allem Ela gern und oft fotografieren. Aber daran haben wir uns inzwischen längst gewöhnt. Auf dem Weg zurück zum Bahnhof (wir müssen wieder nach Zhengzhou) folgt dann ein kleines Drama. Ela hat für heute Nacht einen Zug nach Taiyuan gebucht. Der geht ca. 0:30 Uhr. Daher müssen wir rechtzeitig in Zhengzhou sein. Mit U-Bahn fahren, Rucksäcke packen und so weiter, braucht es schon Einiges an Zeit und so wollen wir den 19 Uhr Zug nehmen. Leider haben wir für den nicht genügend Bargeld bei uns und unsere Kreditkarte wird nicht akzeptiert. Auch am ganzen Bahnhof gibt es nicht einen einzigen Geldautomaten. Wir überlegen, mit einem Taxi in die Stadt zu fahren und dort Geld zu holen. Auf dem Weg zum Taxistand hilft uns eine junge Chinesin aus und gibt uns 50 Yuan. Wir sind total happy. Am Schalter zurück gekommen, müssen wir leider feststellen, dass der Zug voll ist. Der nächste fährt erst gegen 21 Uhr. Da wir keine Alternative haben, kaufen wir unsere Tickets und sehen unseren Zug nach Taiyuan gedanklich schon an uns vorbei ziehen. Ärgerlich, schließlich haben wir den Zug und auch schon eine Übernachtung in Taiyuan bezahlt. Stornieren können wir auch nichts, da die chinesischen Wifi-Netze nicht für uns gehen (Man muss sich auf einer chinesischen Website registrieren!!!). Naja, Ela ist total traurig und enttäuscht, dass alles so gekommen ist. Als wir später, so gegen 23 Uhr in Gordons Wohnung in Zhengzhou ankommen, folgt dann die positive Überraschung. Ela checkt nochmal die Zugdaten (den wir jetzt aber eh nicht mehr gekriegt hätten) und stellt fest, dass sie sich im Datum geirrt hatte. So fahren wir erst am Donnerstag nach Taiyuan… Was für eine Erleichterung… So viel Stress für nichts (Bild 3)

 

Mittwoch, 14.10.15

Da wir heute einen ungeplanten freien Tag haben, fahren wir in die Stadt. Wir gehen ein bisschen shoppen und widmen uns anschließend in Ruhe dem Packen unserer Rucksäcke. Wir verabschieden uns herzlich von Gordon, Doris und Sophie (Bild 4). Gegen 22 Uhr kommen wir mit der U-Bahn am Bahnhof in Zhengzhou an, wo wir dann – 2 Stunden später – im Schlaf-Zug nach Taiyuan reisen. Morgen, gegen Mittag sollten wir dort ankommen.

 

Donnerstag, 15.10.15

Nächster Halt Taiyuan. Wir erreichen die über 2.500 Jahre alte und mit „nur“ 4,2 Millionen Einwohnern für China kleine Stadt gegen 12 Uhr Mittag. Hier haben wir mal wieder über AirBnB ein Zimmer gebucht. Dort angekommen, treffen wir auf Leangley und Gia, zwei junge Männer, die das Apartment erst seit Kurzem vermieten. Wir sind sogar ihre aller ersten Gäste – und dann gleich Gäste aus dem Ausland… Mit ihrem immerhin für Chinesen recht guten Basis-Englisch zeigen sie uns alles in der Wohnung und machen mit uns gleich noch aus, dass wir eine weitere Nacht – und die sogar kostenlos – hier bleiben können. Die zwei diskutieren dabei die ganze Zeit wie ein altes Ehepaar miteinander, echt niedlich… Am Abend gibt es dann mit Gia und seiner Freundin zusammen Abendessen, mal wieder guter alter chinesischer Eintopf (Bild 5). Da wir beide auch die einzigen Gäste sind, dürfen wir auch – ausnahmsweise – gemeinsam im Mädels-Zimmer schlafen 😉

 

Freitag, 16.10.15

Meng Shan – Der Grund, warum wir nach Taiyuan gefahren sind, ist der Park mit seinem riesigen Buddha. Dafür müssen wir uns erst Mal durch den Stadt-Verkehr wühlen. Nach ca. 2 Stunden Busfahrt im Stadt-Verkehr erreichen wir schließlich unser Ziel. Im Nationalpark laufen wir dann ca. eine Stunde und unzählige Stufen zu der über 60 Meter hohen Steinfigur (Bild 6). Auf dem Rückweg kommen wir noch an schönen Tempelanlagen und viel viel Natur vorbei =0)

Am Abend gehen wir mit Leangley auf Nahrungssuche. Er nimmt uns in ein kleines „Restaurant“ am Straßenrand mit. Hier gibt es super leckere Nudeln und „diverse“ Vorspeisen vornehmlich aus Schweinehaut und-Innereien… (Bild 7).

Samstag, 17.10.15

Peking wir kommen! Nach einer weiteren Nacht im „Mädels-Zimmer“ reisen wir heute in die über 3.000 Jahre alte 20 Millionen-Metropole und Hauptstadt Chinas. Besonders gespannt sind wir dabei schon auf unseren „Kontakt“ dort. Über unsere Website hatten wir eine E-Mail von Tine und Benny bekommen. Sie leben mit ihrem süßen Sohn Moritz bereits seit 2 Jahren in Peking, weil Benny hier über Audi bzw. Volkswagen arbeitet. Untergebracht in einem Hotel-Apartment, kümmert sich Tine um Familie und Haushalt (und tobt sich nebenbei noch kreativ beim Nähen aus), während unter der Woche sein Büro hütet =0)

In Peking angekommen, nehmen wir dann noch die U-Bahn bis Dong-Zhimen, wo wir von Tine schon erwartet werden. Der Beginn einer ganz tollen Zeit mit lieben neuen Freunden beginnt…

 

Sonntag, 18.10.15

Nachdem wir gestern alle Zeit hatten, uns gegenseitig zu beschnuppern, machen Benny, Tine und Moritz mit uns heute einen Ausflug zum Sonnen-Palast. Da heute Sonntag ist, schwärmen natürlich auch die Einheimischen zu Tausenden hierher. Auf 290 Hektar verteilt, kann man hier den ganzen Tag verbringen. Benny war auch noch nie hier und so führt uns Tine alle durchs Getümmel (Bild 8). Zwischendrin teilen wir uns (eher ungewollt) auf und finden uns anschließend auch nicht mehr wieder… Naja, wir machen das beste draus und besuchen noch die eine oder andere Tempelanlage und schlendern am Fluss entlang. Gegen 14 Uhr machen wir uns auf den Heimweg. Da der kleine Moritz wahrscheinlich zum Mittagsschlaf gebracht wird, wollen wir versuchen, die 3 in der Wohnung wieder zu treffen und von da den weiteren Tag weiter gemeinsam zu verbringen. Lustigerweise erwischen wir unterwegs beim Umsteigen die selbe U-Bahn wie die Drei und kommen so alle wieder zusammen. Am späten Nachmittag nehmen sie uns dann in ihren Lieblings-Hamburger-Laden mit!!! Einfach lecker (Bild 9).

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#104 – Woche in Bildern

Woche 104 – Qingdao, Feixian, Zhengzhou

 

Montag 05.10.15

Nachdem wir uns bei Lulu in Qingdao gut eingelebt haben, nutzen wir den heutigen Tag vor allem für die weitere Reiseplanung. Rico bastelt weiter an der Website und Ela recherchiert unsere nächsten Ziele, inklusive Übernachtung und Transport – alles gar nicht so leicht in China, da die wenigsten Info-Seiten eine englische bzw. nicht-chinesische Version anbieten. Am Nachmittag macht sie mit Lulu an unserem letzten Tag in Qingdao einen Mädels-Ausflug. Dabei finden die beiden im chinesischen Supermarkt allerlei Kurioses (Bild 1), so auch getrocknete Hirschpenise (Bild 2) und Seepferdchen (Bild 3)… Naja, danach ging es dann noch zum Essen =0) Für Rico wurden noch ein paar Snacks von den Straßenständen organisiert.

Dienstag 06.10.15

Nach unserer schönen bei Lulu, es geht heute weiter. Unser nächstes Ziel heißt Feixian. Mit dem Zug geht es morgens los. Der setzt uns uns 6 stunden später ab. Interessantes am Rande: in China muss man auch an Bahnhöfen durch einen Sicherheits-Check (Bild 4). Im Hotel angekommen, unternehmen wir zwei eine Erkundungstour durch die Kleinstadt und machen noch ein paar Einkäufe für morgen.

Mittwoch, 07.10.15

Heute regnet es den ganzen Tag. Unser Plan, zum Mengshan zu fahren, wird also auf morgen verlegt. Auch wenn wir morgen weiter fahren, sollte das klappen. Wir nehmen den Nachtzug nach Zshengzshou um 21:30 Uhr; also mehr als genug Zeit. Und bei dem Wetter genießen wir die Zeit zu Zweit in unserem schönen Hotelzimmer. Am Abend – auf Nahrungssuche – finden wir ein kleines, aber sehr volles Lokal – immer ein gutes Zeichen für gutes Essen und gute Preise. Hier gibt es HotPot, also Eintopf zum selber machen. Dazu bekommt jeder einen Topf mit Wasser und allerlei Gewürzen und Soßen zum selber mischen. Auf einem Laufband ziehen dann verschiedene Zutaten an uns vorbei: Nudeln, Gemüse, Fisch, Fleisch… Das Ganze schmeckt also so, wie man will (Bild 5). Lecker und preiswert. Als wir am Ende inklusive Getränke gerade mal 37 Yen, also nicht ganz 6 EUR bezahlen, sind wir satt und zufrieden.

Donnerstag, 08.10.15

Heute ist wieder schönes Wetter angesagt. Wir checken also aus, lassen den Großteil unseres Gepäcks im Hotel zurück und fahren mit dem Bus bis nach Mount Meng bzw. Guimeng. Eine ganz liebe Hotelangestellte hat uns mit viel Mühe ein kleines Büchlein zu Recht gemacht. Darin steht alles für unseren Ausflug; welcher Bus, bis wohin und wie es zurück geht – auf englisch und chinesisch – einfach toll. Aber unser Bus fährt trotzdem erstmal weiter als wir dachten. Wir müssten umsteigen, was wir nicht wussten. Im Bus sind aber viele hilfsbereite Leute, die uns zum nächsten Bus bringen, so dass wir am Ziel ankommen. Am Eingang dürfen wir dann erst mal jeder 80 Yuan (ca. 12 EUR) Eintritt bezahlen. Wir ziehen los und wollen, da wir nicht den ganzen Tag Zeit haben (durch die Umstände beim Umsteigen haben wir Zeit verloren und der letzte Bus zurück geht schon 17 Uhr) wollen wir im Nationalpark mit dem Bus bis ganz nach oben fahren und zurück laufen. Der Bus kostet aber auch nochmal 50 Yuan!!! Krass, vor allem im Vergleich zu den normalen Buspreisen im Straßenverkehr… Naja, oben angekommen, erkunden wir alles was es zu sehen gibt: Tempel (Bild 6), Höhlen und tolle Wanderwege direkt an der Schlucht entlang (Bild 7). Das Highlight hier ist der Mengshan, ein Berg mit einem großen Gesicht eingraviert (Bild 8). Wir sind nicht ganz sicher, ob das Konfuzius sein soll – sieht jedenfalls so aus… Im Anschluss geht’s dann bergab. Dort kommen wir eher zufällig an einem riesigen Hotel vorbei, dass irgendwie nie fertig gestellt wurde und jetzt total verlassen ist. Es sieht hier aus, wie in einem dieser Endzeitfilme, wo die gesamte Menschheit ausgestorben ist. Hier treffen wir nur auf eine ältere Frau, die hier auf ca. 5000 m² Wohnfläche wohnt =0) Weiter… 2 Stunden lang Treppen runter steigen geht ganz schön auf die Knie. Aber bergauf ist es wohl auch nicht besser, dass dauer ca. 4 Stunden… Unterwegs warten noch ein paar tolle Ausblicke auf uns (Bild 9). Unten angekommen suchen wir nach einem Bus „nach Hause“. Leider spricht wieder mal kein Mensch auch nur ein Wort englisch und unsere Übersetzungen versteht auch keiner… Wir nehmen schließlich ein Taxi (von 100 auf 80 Yuan runter gehandelt…) und lassen uns in Feixian absetzen. Unterwegs kriegen wir noch Getränke und Früchte vom Fahrer spendiert und er erlässt uns die letzten 10 Yuan, so dass wir nur 70 zahlen müssen. Unser Bares geht langsam zur Neige also auf zur Bank. Beim dritten Anlauf, bei der China Construction Bank, klappts dann auch mit der DKB-Karte. Wir erledigen noch ein paar Einkäufe und organisieren uns am Straßenstand was zu essen. Für 10 Yuan (1,40 EUR) werden wir hier richtig satt (Bild 12). Jetzt holen wir noch die großen Rucksäcke im Hotel ab und fahren per Elektro-Tuktuk zum Bahnhof. Dabei hat man uns erst mal schön 20 Yuan abgezockt (5 wäre wohl eher angebracht). Naja, mal gewinnt man – mal verliert man… Später im Zug beziehen wir unsere Liegen im Schlafwagen (Bild 10) und haben einen überraschend guten Schlaf.

Freitag, 09.10.15

Um 6 Uhr erreichen wir Zhengzhou, eine eher unbekannte „nur“ 9 Millionen Menschen Metropole. Unser Plan: Unser Couchsurfing-Host Gordon kommt erst gegen 19 Uhr nach hause. Das heißt, wir nutzen den Tag und machen Ausflug zum Yuntai Nationalpark und kommen abends zurück. Wir lassen unser großes Gepäck gegen eine kleine Gebühr am Bahnhof und machen uns per Bus für ca. 70 Yuan auf zum Yuntaishan. Dort angekommen, begegnet uns gleich englischsprachiges Personal (Bild 11). 2 Mitarbeiter und der Chef der Marketingabteilung kümmern sich ganz lieb um uns. Das Ticket für den Nationalpark kostet stolze 210 Yuan (ca. 33 EUR) pro Person, ist aber auch für 2 Tage gültig. Lois empfiehlt uns, im Park zu übernachten, da wir in 5 Stunden nicht genug sehen können und kümmert sich anschließend gleich um eine günstige Unterkunft mit Frühstück. Zum Abschluss laden Sie uns noch zum Mittagessen ein. Wir haben außer unseren Klamotten am Leib nur noch unsere Thermowesten, einen Extra-Pullover und ein paar Snacks nix weiter mit… Lois gibt uns einen Kollegen aus Ihrer Abteilung – Leo – als Guide an die Hand. Er fährt mit uns erst mal zum Hotel, wo wir als „Ehrengäste“ =0) das beste und größte Zimmer zum Preis des Günstigsten (120 Yuan) bekommen. Wir beziehen eine riesige 3-Zimmer-Suite, mit 2 Bädern, Salon, Büro, Ankleide- und Schlafzimmer!!! (Bild 12). Wir haben ja eigentlich nichts zum ablegen, lassen aber doch ein bisschen was im Zimmer und gehen im Anschluss mit Leo zum Bus. Der fährt uns zu unserem Ziel, der Kreuzung von 3 schönen Schluchten. Später verlässt Leo uns und wir erkunden auf eigene Faust weiter (Bilder 13-15).

Am Abend fallen wir dann noch auf einer kleinen, park-eigenen Einkaufsstraße ein und genießen dort und auch später in unserer „Suite“ chinesisches Street-Food… (Bilder 16 und 17) LECKER!

 

Samstag, 10.10.15

Nach dem besten Schlaf im gemütlichsten Bett aller Zeiten bekommen wir unser Frühstück im Hotel serviert. Umringt von unzähligen Hotelangestellten, genießen wir die „Nachwehen“ unseres guten Schlafs bei chinesischem Frühstück (Bild 18). Im Anschluss erwartet uns Leo schon vorm Hotel. Er ist heute auch mit einer Kamera ausgestattet und soll wohl für den Park ein paar gute Bilder von den „westlichen Besuchern“ machen =0) Unsere erste Station heute ist der Zhiyu Peak. Mit dem Bus geht’s dafür über steile Serpentinen langsam den Berg rauf. Die Chinesen scheinen zudem richtige Profis zu sein, wenn es ums Tunnel bohren geht. Durch die Berge wurden riesige Tunnel gebohrt, die sich als dunkle Serpentinen durch das Gestein ziehen. Schon krass, wenn sich hier im Berg, im Tunnel, in einer engen Kurve zwei Busse begegnen. Nun ja, am Zhiyu angekommen, werden wir erst mal wieder von einigen Chinesen ausführlich begutachtet. Immer wieder werden gefragt (oder noch häufiger ungefragt) Bilder von uns und vor allem Ela gemacht. Blonde Frauen scheinen hier eine absolute Seltenheit zu sein. Wir sehen uns hier alles an und machen noch ein paar Bilder für uns und für Leo. Vor allem, als er uns sagt, ein Reporter hätte ihn angerufen und erzählt, Rico wäre ein Tai-Chi-Künstler, müssen wir Lachen und machen daher ein paar Extra-Fotos dazu (Bild 19).

Wir wollen eigentlich auch noch bis zur Bergspitze gehen aber Leo sagt uns gleich, dass man dazu ca. 2 Stunden braucht (alles Treppen bergauf!!!) und das die Szenerie sich nicht wirklich lohnt. Wir fahren also von hier weiter. Es geht zur Hauptattraktion des Nationalparks, dem Hongshi Tal. Leo muss wieder zurück zum Büro und so machen wir noch ein kleines Foto-Shooting und erkunden die wunderschöne Schlucht im Anschluss zu Zweit. Da heute Samstag ist, sind eine Unmenge an Leuten unterwegs und teilweise steht man auf dem Pfad im Stau. Die Natur mit dem herrlich blaugrünen Wasser im Fluss und den zahlreichen Wasserfällen ist sehr schön und beeindruckend (Bild 20). Um 14 Uhr treffen wir uns wieder mit Lois im Besucherzentrum. Wir werden von „Nash“, einem der Angestellten, mit seinem Auto bis in die Stadt gefahren. Immerhin eine halbe Stunde Fahrt – was für ein Service. Wir sind wirklich beeindruckt, wie gut sich alle hier um uns kümmern und wie gut wir versorgt werden. Auch als wir im Hotel letzte Nacht (wir hatten ja so gut wie nichts mit) nach einem Ladekabel für unsere Kamera und nach Kontaktlinsen-Flüssigkeit für Ela fragten, bekamen wir alles zur Verfügung gestellt – einfach toll. Unser Ausflug in den Yuntai Nationalpark war somit ein rundum gelungenes Abenteuer =0) Wir können einen Ausflug hierher wirklich empfehlen. Man sollte dafür auch unbedingt mehr als nur einen Tag einplanen. Um wirklich Alles „mitzunehmen“ könnte man hier gut 4/5 Tage verbringen. Wir hatten eine tolle Zeit!

Am Bahnhof in Zhengzhou zurück, holten wir unsere Rucksäcke wieder ab und machten uns auf den Weg zur U-Bahn, um Gordons Haus zu erreichen. Nach einigen Verständigungsproblemen (selbst als wir per Übersetzer „U-Bahn“ angezeigt haben) fanden wir schließlich die U-Bahn. Wir fuhren zu unserem Couchsurf-Host in der Nähe des Sports Complex. Gegen 7 kamen wir dann an der beschriebenen Stelle an. Nach ein paar Minuten warten, holte uns dann Gordons Frau Doris mit ihrer süßen Tochter Sophie ab. Wir gingen zum Appartement und bezogen unser schönes und geräumiges Zimmer. Später am Abend, nach dem Abendessen, während Ela mit Sophie gespielt hat und Rico und Doris beim Klavier spielen beschäftigt waren, kam auch Gordon nach Hause. Wir genossen den Abend zu fünft und vielen wenig später ins Bett.

Sonntag, 11.10.15

Nach einem langen Schlaf wurden wir von Gordon zum Frühstück gerufen. Im Anschluss organisiert er für uns einen Waschsalon für unsere Wäsche. Zurück in der Wohnung verbringen wir einen Großteil der Zeit wieder mit Reiseplanung und Blog schreiben. Nach dem Mittagessen – Gordon bekocht uns wieder ganz toll – (Bild 21) fahren wir noch in die Stadt. Es ist schon Wahnsinn, wie die Chinesen Auto fahren. Sechs Autos quälen sich im Stau auf 4 Spuren!!! Im Anschluss, wieder zurück, werden wir wieder von Gordon bekocht. Wir lassen den Sonntag entspannt ausklingen, bevor Gordon und Sophie morgen wieder auf Arbeit müssen.

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#103 – Woche in Bildern

Woche 103 – von Korea nach China

Montag 28.09.15

Heute geht die Reise weiter nach Seoul. Wir verabschieden uns von Sally und Jeff und starten die Busreise in die Hauptstadt. Von Soul aus geht es dann noch ein Stück weiter nach Incheon. Als Übernachtungsspot haben wir einen Couchsurfer dort gefunden, der uns bei sich aufnimmt. „KB“ hat uns dazu bereits im Vorfeld per Mail geschrieben, wo wir seine Wohnung finden uns wie wir hinein kommen. Er wird erst spät abends kommen. Nach der ganzen Fahrerei erreichen wir schließlich die Ecke, in der er wohnt. Allerdings haben wir keinen Schimmer, welcher Hauseingang der Richtige ist. Zum Glück helfen uns die Nachbarn weiter. Die sprechen zwar kein Wort englisch, aber wie so oft im Leben, klappt das mit der Kommunikation. Sprache ist eben nicht alles. An seiner Wohnung angekommen brauchen wir erst mal eine Weile, bis wir das mit dem Zahlen-Code-Türschloss begriffen haben. Naja, wir legen unsere Sachen ab und gehen Abend essen. Heute mal wieder traditionell koreanisches Barbeque – super lecker und super viel (Bild 1). Voll gefressen fallen wir später ins Bett – und die Schärfe der koreanischen Küche sollte vor allem Rico noch zu spüren bekommen =0) (zum Leid einer anderen, hölländischen Couchsurferin, die im Wohnzimmer übernachtet → die Wasserpumpe für die Klospülung ist nämlich sehr laut)

Dienstag 29.09.15

Nach unseren Outdoor-Tagen ist heute vor allem Wäsche, Reiseplanung + Vorbereitung und Ausruhen angesagt. Wir verlassen die Wohnung nur mal zum Mittag essen und Einkaufen. Alles weitere machen wir morgen… An Abend kommt dann auch KB heim und wir verbringen einen schönen Abend mit Essen und Quatschen.

Mittwoch, 30.09.15

Seoul – wir kommen! Nachdem wir gestern mehr oder weniger Nichts gemacht haben (auch Traveler brauchen mal Frei!), geht es heute in die koreanische Hauptstadt. Die Fahrt von Incheon aus dauert ca. eine Stunde bis Seoul Station. Von hier aus laufen wir zur alten Stadtmauer und erkunden die Stadt von hier aus. Die Tour geht weiter bis zum Soul Tower. Hier oben auf den Berggipfeln hat man eine Super Aussicht auf die Stadt und vor allem ist es hier relativ ruhig (Bild 2). Über den botanischen Garten laufen wir zurück ins Stadtzentrum. Ela ist ganz stolz, dass sie sich – trotz Schlangen-Warnung mit ihren Flip-Flops durch den Wald getraut hat (Bild 4). Später sind wir dann vor allem von den kleinen Gassen und Künstler-Ecken rund um Itaewon begeistert (Bild 3). Von hier aus geht es dann wieder per Bus nach Incheon. Über den berühmt gewordenen Stadtteil Gangnam (hier gibt es vor allem Malls und Boutiquen der Hochpreis-Klamotten-Industrie) gelangen wir spät abends wieder in Kb’s Wohnung. Wir schenken ihm eine unserer Lillies (Ukulelen) und er fängt auch gleich mal an, zu üben (Bild 5). Als ehemaliger Violine-Spieler sollte das für ihn ein Leichtes sein…

Morgen früh um 8 geht dann unser Flieger nach …

Donnerstag, 01.10.15

Qingdao. Ni Hao China. Wir nehmen in aller Frühe den ersten Bus (5 Uhr) zum Flughafen. Da China 1 Stunde hinter Korea liegt, kommen wir schon 9 Uhr morgens an. Am Flughafen bekommen wir dann von einem freundlichen Taxifahrer das Angebot, für 150 Yuan (1 Yuan = 0,17 Euro), zu Louise gefahren zu werden. Louise ist unser AirBnB-Host in der Stadt. Schon vorab hat sie uns ihre Adresse und alle möglichen Zufahrtsmöglichkeiten per Mail geschickt. Unter anderem AUCH den Hinweis, dass wir über UBER, eine Art privates Taxi-Netzwerk, bereits für 45 Yuan!!! zu ihr gelangen können. Leider spricht hier kein Mensch Englisch – nicht mal in Ansätzen – und unser Chinesisch ist noch sehr primitiv… Wir schaffen es aber, unseren Taxi-Freund zu überreden, Louise, kurz Lulu anzurufen. Wir erklären ihr alles und sie organisiert uns ein billiges Taxi. In ihrer Wohnung angekommen, fühlen wir uns gleich wohl. Lulu kommt aus Shanghai und wohnt selber erst seit 3 Monaten hier in Qingdao. In ihrer Wohnung im 6. Stock beziehen wir das Gästezimmer und sie kümmert sich gleich ganz süß um uns. Sie versorgt uns mit einem vollen Tagesprogramm für heute; wo wir unbedingt hin sollten und wie wir da hin kommen (sie schreibt uns alles in Chinesisch und in „Lesbar“ auf). Sie gibt uns sogar ihre Buskarte, mit der wir alle Busse in der Stadt bezahlen können. Die Busse hier kosten nur 1 Yuan (ca. 17 Cent) pro Fahrt, Wahnsinn! Am Schwierigsten wird für uns die Reiseplanung auf eigenen Faust, da es in China eine umfangreiche Internet-Zensur gibt. Vor allem ohne Google-Maps lässt es sich recht schwer planen und auch die meisten Links, die wir über erlaubte Suchdienste, wie z.B. bing.com finden, sind gesperrt!!! AAAAAAAAAHHHHHHHH! Bloß gut, dass wir unsere Lulu haben.

Und bevor wir zwei auf Achse gehen, nimmt sie uns noch zum Mittag essen mit. Es ist ja erst um 12. Wir fahren mit dem Taxi für 9 Yuan!!! (ca. 1,50 Euro) in die Stadt und sie bestellt uns in einem der vielen Restaurants was Leckeres. Sie selbst kann aber nicht mit uns essen. Sie muss – natürlich – arbeiten gehen. Sie hat heute vormittag extra auf uns gewartet. Nun muss sie aber wirklich los. Wir genießen unser Lunch und machen uns mit der Stadt vertraut. Unterwegs lernen wir Lois, eine 19 jährige chinesische Studentin kennen. Sie hat heute ihren letzten freien Tag, bevor sie heute Abend nach Hause fliegt und da sie nix weiter zu geplant hatte, begleitet sie uns und zeigt uns die Stadt (und hilft uns vor allem bei der Orientierung und Verständigung mit den Chinesen). Qingdao hat wirklich viele schöne Seiten. Das Krasseste hier ist allerdings die Architektur. Vor allem deutsche Siedler haben das Bild der Stadt von 1898 bis 1914 geprägt. In einigen Ecken hier sieht es wirklich aus wie in Deutschland, unfassbar. Das soll China sein??? (Bild 6). Gemeinsam ziehen wir also mit Lois durch die Stadt (Bild 7), genießen chinesisches Street-food (Bild 8) und landen später noch am Food-Market (Bilder 9 und 10), wo wir neben Fisch-Cake auch mal See-Stern und Tofu-Plätzchen naschen können. ImAnschluss ziehen wir noch ein bisschen an der Küste und am Strand entlang (Bild 11). Qingdao hat wirklich viel zu bieten!!! Nach einem langen Tag (wir sind immerhin seit 4 Uhr auf den Beinen) kommen wir schließlich gegen 23 Uhr wieder bei Lulu an. Wir unterhalten uns über das Erlebte und fallen am Ende des Tages tot-müde ins Bett.

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Freitag, 02.10.15

Qingdao, zweiter Tag: Lange ausschlafen, das erste Ziel des Tages haben wir erfolgreich gemeistert. Aber nach 15 Uhr bekommen wir dann doch langsam Hunger (das Frühstück fiel zwar groß aus, aber um Drei ist nun mal um Drei) und müssen langsam mal raus. Immerhin, haben wir heute eine Lösung für das Internet-Problem gefunden. Die Lösung heißt: VPN-Server… über die App ExpressVPN, die allerdings Geld kostet, gehen die gewohnten Dienste wie Facebook und Youtube, aber vor allem Google und Google Maps wieder…

Wir wollen heute nochmal an den Strand. Von da aus schlendern wir gemütlich in die Stadt. Hier bleiben wir vor allem am Roten Turm am Platz des 4. Mai hängen. Unzählige Menschen tummeln sich hier. Das Highlight sind aber die Kids und Teenager, die sich an der Uferkante als eine Art Mutprobe hinstellen. Wer am längsten aushält, gewinnt. Ab und zu kommen dann riesige Wasserfontänen aus dem Meer, die sie dann alle übergießt – ein Spaß für alle =0)

Samstag, 03.10.15

Laoshan – der Nationalpark nahe Qingdao gilt als das Highlight der Region und ist heute unser Ziel (Bilder 12). Wir machen uns per Bus auf zum Eingangstor des Parks. Bereits auf dem Weg merken wir – heute wird es voll hier… Im Bus fast zerquetscht, (in China ist das völlig normal) gelangen wir gegen 11 Uhr endlich am Eingang des Parks an, besorgen uns Tickets (130 Yuan p.P.) und fahren weiter bis nach Taiqing. Zu Fuß hoch in die Berge kommen wir später an einer Seilbahn an, die uns zum berühmten LaoShan, dem höchsten Küstengipfel Chinas, führen soll. Nur leider ist das heute nicht möglich. Zur Zeit ist Herbstfest und vor allem heute, am Samstag, tummeln sich hier tausende Leute. Die Schlange an der Seilbahn sagt uns ganz klar: Nein, das wird heute nichts… Naja wir laufen weiter zur nächsten Busstation, die noch voller ist. Also gehen wir zu Fuß Richtung Qingshan, dem nächsten Berg-/Küstenort. Unterwegs nimmt uns dann freundlicherweise ein Pärchen per Anhalter mit. Im Dorf angekommen, erklärt sich unser Fahrer sogar noch bereit, uns zu Fuß die nächste (und wirklich gut versteckte) Busstation zu zeigen. Dazu laufen wir zu dritt ca. 10 Minuten steil bergauf. Am Ende unseres Rittes – wir wollen uns gerade für die Hilfsbereitschaft unseres chinesischen Freundes bedanken, werden wir dann noch nach Geld gefragt. Wir sind erstmal völlig verdutzt (und außer Atem, vom langen klettern) und schließlich zieht er schmollend ab, zurück zu seiner Frau, die unten im Dorf auf ihn wartet. Naja, auch im sozialistischen China ist Geld mittlerweile für viele die neue Religion… Wir nehmen den nächsten extrem überfüllten Bus und fahren weiter bis nach Yangkou und von dort aus weiter nach Mi Tian Dong. Im Bus treffen wir dann (neben von den anderen ca. 200 Leuten hier) auf 2 Mädels aus dem Südwesten Chinas. Sie machen hier Urlaub. Da Qingping und ihre Schwester Jianglan im Gegensatz zu den meisten Chinesen, die wir bisher getroffen haben, sehr gut englisch sprechen, kommen wir auch gleich ins Gespräch und so ist die ca. 90 minütige Busfahrt nicht mehr ganz so quälend – mal abgesehen davon, dass wir wie Sardinen eingepfercht in der Tür stehen…

In Mi Tian Dong angekommen, machen wir uns auf den Weg auf in die Berge. Auch hier gibt es eine Seilbahn, aber auch die ist natürlich hoffnungslos überfüllt. Tief in Gesprächen mit unseren neuen Bekanntschaften vergeht die Zeit bergauf erneut ziemlich schnell. Kurz vorm Gipfel, wo ein paar Höhlen auf uns warten, nehmen wir noch eine kleine Mahlzeit zu uns. Lulu hat uns empfohlen, das Gelee aus Früchten und aus Gurke-Knoblauch zu probieren; schmeckt besser als es klingt… und aussieht. Nun geh es also weiter in die überfüllten Höhlengänge. Am Ende des Weges landen wir schließlich am Gipfel der Berge und spätestens hier hat sich die ganze Mühe mit den insgesamt 3 Stunden Busfahrt und der Lauferei gelohnt. Bergab geht’s dann langsam in der Dämmerung hinunter ins Dorf. Unsere beiden Begleiter organisieren noch, dass wir den richtigen Bus erwischen (das ist der Bus, in den alle!!! einsteigen. Im Bus selbst (wir stehen uns alle wieder gegenseitig auf den Füßen) sind dann alle Leute involviert, uns zu helfen, wie wir am besten zu unserer Lulu nach Hause kommen. Nach ca. 90 Minuten Quetsch-Fahrt verabschieden wir uns von unseren neuen Freunden und gehen zum nächsten Bus. Hier treffen wir auf Mr. Lou, unseren Busfahrer. An der Haltestelle haben wir noch ein bisschen Zeit, bevor seine Tour losgeht und er ist sichtlich interessiert und engagiert, die Touris (also uns) kennen zu lernen. Er spendiert uns die Fahrt und setzt uns später auch sicher an unserer Station ab. In Lulus Wohnung angekommen – es ist mittlerweile 21 Uhr und wir sind seit 13 Stunden unterwegs – geht es dann auch gleich weiter. Zum Abendessen gehen wir in ein lokales Restaurant, wo ein hot pot, eine Art Eintopf mit Rind, Kartoffeln, Mais, Pilzen und vielen mehr auf uns wartet. Nach dem heutigen Programm genau das Richtige für uns.

 

Sonntag, 04.10.15

Nach unserem vollen Programm von gestern nutzen wir den heutigen Sonntag genau dafür, wofür er „gedacht“ ist – lange schlafen und ausruhen. Wir legen einen Bürotag ein und planen die nächsten Tage. Rico bastelt mal wieder am Blog und stellt die neuen Artikel zusammen. Lulu muss arbeiten. Wir gehen später nur nochmal raus, um ein paar Lebensmittel im Supermarkt zu besorgen (Bild 14). Hier gibt es wirklich alles. Du kannst hier eine ganze Ente gegrillt bekommt und Reis füllt man sich hier aus einem großen Becken selber ab (Bild 15). Als Lulu dann von Arbeit heim kehrt, verbringen wir den Rest des Tages mit regen Unterhaltungen und Essen =0)

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