Tag Archive : Bluff

#77 – Woche in Bildern

Woche 77 – Catlins, Dunedin und Mount Cook

1 – Montag, 30.03.2015

Nachdem die Maus uns das Schlafen in der Nacht schwer gemacht hat, kommen wir etwas später als geplant aus dem Bett. Trotz, das wir alles weggeräumt haben hat sie sich am Kaffee und an Brühwürfeln zu schaffen gemacht. Wir packen auch das noch weg und machen uns auf den River Walk. Wir laufen direkt am Fluss entlang und müssen auch 2 mal mittels sehr wackeliger kleiner Hängebrücken diesen überqueren (Bild 1). Es ist eine sehr schöne Wanderung und wird so auch nicht langweilig. Kein Wunder, wir sind ganz allein, waren doch auch kaum andere Camper da. Wir brauchen circa 3,5 Stunden bis zum Ende und starten nach einem kurzen Mittag den Rückweg über einen Loop, den unsere Karte anzeigt. Wir stellen leider fest, dass nichts dergleichen ausgeschildert ist und laufen einfach den Forstweg entlang. Nach 2 Stunden kommen wir wieder im Camp an und stellen fest, dass wir wohl nicht den richtigen Weg zurück erwischt haben – war ja auch nicht ausgeschildert. Egal. Wir sind früher zurück und haben somit mehr Zeit uns heute ein kostenfreies Nachtlager in Ocean View nahe Dunedin zu suchen.

2 – Dienstag, 31.03.2015

Auf unserer heutigen Etappe nach Dunedin schauen wir uns diekleine Halbinsel im Süden an.Hier folgen wir der Küstenstraße bis Portobello. Zwischendurch machenwir noch einen Abstecher zum Larnach Castle. Weit oben auf einem Berg steht Neuseelands einzigstes Schloss. Wir mühen uns mit Rosi hinauf nur um am Ende feststellen zu müssen, dass eine Besichtigung der Anlage 30 Dollars pro Person kostet …nein Danke. Also geht’s weiter zurück zur Küstenstraße. Immerhin haben wir vom Berg aus einen schönen Panorama-Blick auf Neuseelands viertgrößte Stadt (Bild 2). In der Stadt selbst wollen wir unbedingt noch Bluff-Austern essen. Auf unserem Weg über Invercargill sind wir am Ort Bluff, an dem es die angeblich bestschmeckendsten Austern der Welt gibt, leider nicht mehr vorbei gekommen. Hier in Dunedin im Best Café soll es die Besten Austern schlechthin geben. Leider stellen wir fest, dass aufgrund eines Sturms in den letzten Tagen keine Boote rausgefahren sind und es dementsprechend keine Austern gibt. Also steigen wir wieder in Rosi und erkunden etwas die Gegend.

3 – Mittwoch, 01.04.2015

Heut wachen wir im Campground Warrington Reserve auf. Wir sind an einem kleinen, sehr gemütlichen und kostenlosen Campingplatz nördlich von Dunedin und direkt am Meer. Das Wetter ist herrlich und da wir uns noch entscheiden müssen, wie unsere Fahrt weiter geht (zum Mount Cook oder direkt an der Küste weiter nach Christchurch) bleiben wir heute hier, lesen unseren Dostojewski weiter, lernen noch ein bisschen Spanisch und machen einen ausgedehnten Strandspaziergang (Bild 3).

Donnerstag, 02.04.2015

Wir haben uns entschieden (doch noch) zum Mount Cook zu fahren. Erst hatten wir überlegt, ob wir den Nationalpark skippen, aber so schnell kommen wir ja nicht wieder her und schließlich gilt der Mt. Cook gilt als das Wahrzeichen der Südinsel. Wir biegen also nach ein paar Kilometern Küste von Palmerston aus nach Alexandra ins Landesinnere ein. Leider vergessen wir, als wir in Alexandra sind, ein Foto zu machen. Hier ist Glenno – unser Couchsurfinghost aus Perth – geboren und aufgewachsen. Wir wollten ihm eigentlich ein Bild von hier schicken, damit er ein kleines Andenken von uns bekommt. Naja, 100 Kilometer vor Mount Cook finden wir dann noch eine freie Campsite zum übernachten.

4 bis 6 – Freitag, 03.04.2015

Mount Cook. Die restlichen Kilometer haben wir schnell zurückgelegt und kommen gegen Mittag in Mount Cook an. Wir entscheiden uns für den Hooker Valley Walk zu einem Gletscher-See mit besten Ausblick auf den bekanntesten Berg Neuseelands. Das ist mal ein Osterspaziergang mit besonderem Ausblick. Leider haben uns die kleinen „Schlucki´s“ und natürlich die Begleitung gefehlt. Aber der Walk und vor allem der Ausblick dann am Ende des Tracks waren wirklich die Mühe wert (Bild 4).

Nach nicht ganz 3 Stunden sind wir zurück am Auto und beschließen weiter zu den Blue Lakes im Tasman Valley und dann von dort weiter zur nächsten kostenfreien Campsite zu fahren. Abends sollen Wolken aufziehen und ab Mitternacht soll es regnen. Da macht es keinen Sinn hier zu übernachten und die Tageswanderung zur uns wirklich oft empfohlenen Müller-Hut macht so auch keinen Sinn.

Die Blue Lakes sind leider nicht mehr blau, da kein frisches Gletscherwasser mehr einfließt, aber der Ausblick von hier hat sich dennoch gelohnt (Bild 5).

Auf der Suche nach einem freien Campingplatz werden wir nicht allzu weit entfernt am Lake Pukaki fündig. Das beste ist der Ausblick direkt auf den Mount Cook (Bild 6). Wir können von hier aus sehen, wie sich gegen Abend schon die Wolken über den Berg schieben. Da genießen wir am See noch volle Sonne.

7 – Samstag und Sonntag, 04./05.04.2015

Heute Morgen ist vom Mount Cook nichts mehr zu sehen. Alles ist in Regenwolken eingehüllt. Nur wir sind verschont von Regen. Also richtige Entscheidung weiter zu ziehen. Wir fahren weiter Richtung Sonnenschein, ergo, Christchurch und finden einen schönen Camplatz am Ellesmere Lake für das Osterwochenende. Hier verbringen wir 2 schöne entspannte Tage mit „körperlicher Ertüchtigung“ und viel Zweisamkeit…(Bild 7).

<

#76 – Woche in Bildern

Woche 76 – Goodbye Fjordland, hello Catlins

1 – Dienstag, 24.03.2015

Heute ist unser letzter Tag mit Jimmy. Wir verbringen den ganzen Tag mit Packen und Rosi startklar machen, sowie ein paar Kleinigkeiten zu essen für heute Abend zurecht zu machen. Es kommen ein paar Bekannte vorbei um noch einmal einen Abend gemeinsam zu verbringen, bevor wir uns verabschieden. Natürlich ist ausgerechnet heute Abend ein wichtiges Cricket Spiel der Weltmeisterschaft. Neuseeland ist im Halbfinale gegen Südafrika und den gesamten Abend wird gefiebert. So ein Cricketspiel geht schon mal 8 Stunden. Gegen 0:00 hat dann Neuseeland sich endlich den Einzug ins Finale erkämpft und Rico ist mit den Kiwis im Cricket Himmel (der Sieg kam erst mit dem vorletzten Ball oder so…).

 

2 bis 5 – Mittwoch, 25.03.2015

Wir verabschieden uns von Jimmy (Bild 2) und machen uns gegen Mittag auf den Weg. Wir hatten hier in Manapouri bei ihm wirklich eine wunderschöne Zeit und so fällt es uns doch etwas schwer, die liebgewonnene Idylle hier zu verlassen. Mit gemischten Gefühlen und noch etwas orientierungslos halten wir an dem Plan fest, Richtung Catlins zu fahren. Wir machen einen Zwischenstopp bei Judy (Bild 3), die wir auf Jörgs Party kennen gelernt haben. Sie arbeitet auf der Farm von Graeme und Julie, welche heute leider nicht da sind. Ganz Kiwi lädt Sie uns sofort auf einen Tee und Kuchen ein und versorgt uns mit einer Menge Tipps für den Weg …und mit einer Einladung, für den Fall, dass wir keine Übernachtung finden. Nachdem Sie uns noch mit frischen Zwiebeln, Tomaten, Petersilie und Kürbis versorgt hat, geht es weiter Richtung Küste. Natürlich halten wir an den empfohlenen Limestone-Höhlen an (Bild 4 und 5) und Rico kann nicht widerstehen die 300 Meter mit einer Taschenlampe ausgerüstet bei völliger Dunkelheit durch das Höhlensystem zu klettern. Völlig außer Atem, aber glücklich und überwältigt kommt er von seinem Abenteuer wieder zurück und kann von engen Passagen, Kletterpartien und tiefen Seen berichten.

Donnerstag, 26.03.2015

Nachdem Höhlenabenteuer von gestern haben wir an der Küste noch einen schönen freien Campingplatz in Monkey Island gefunden. Er ist direkt am Strand gelegen und so bleiben wir gleich den ganzen Tag hier und genießen die Freiheit des Reisens.

6 und 7 – Freitag, 27.03.2015

Unser Highlight heute ist ganz eindeutig unser Besuch bei Old Bob. Jimmy hatte uns gesagt, dass wir a) unbedingt zum Cosy Nook, einer kleinen Landzunge im Süden Neuseelands, fahren müssen und b) dort definitiv seinem alten Kumpel Old Bob einen Besuch abstatten sollen. Das lassen wir uns nicht 2 mal sagen. Unser Weg an der Küste in die Catlins hinein führt uns direkt daran vorbei. Old Bob lädt uns sofort auf Kaffee, Tee und Kekse ein und wir verfallen in angeregte Gespräche. Nicht nur sein kleines Häuschen – die Polyfilla Villa – (Bild 6) ist ein Unikat, auch die gesamte Einrichtung und natürlich Bob (Bild 7) selbst passen zur Landschaft wie ein Deckel auf einen Topf.

Am Ende verbringen wir mehrere Stunden bei ihm und er gibt uns noch 2 Bücher mit auf den Weg. Eines über seine Mutter, welche als Kind um die Jahrhundertwende in Alice Springs gelebt hat und das andere über Selbstheilungskräfte.

Erst recht spät setzen wir also unsere Erkundungstour fort.

8 – Samstag, 28.03.2015

Nachdem wir im gestern erst im Dunkeln auf dem Campingplatz in Fortrose angekommen sind, stellen wir heute fest, wie schön wir es wieder getroffen haben. Wieder direkt am Strand und heute sogar mit Sonnenschein. Wir genießen die Sonne und starten in den Büchern zu schmöckern (Bild 8).

9 – Sonntag, 29.03.2015

Heute geht es endlich so richtig in die „Catlins“ rein. Zuerst schauen wir uns Curio Bay an. Eigentlich wollten wir hier mit Delfinen surfen. Leider ist das Wetter so ziemlich Sch*** und wir beschließen weiter zu ziehen. Bevor es aber weiter geht schauen wir uns noch den vesteinerten Wald am Strand an. Normalerweise gibt es hier wohl auch Pinguine, aber die kommen nur zu Dämmerung heraus. Wir fahren weiter und nehmen die verschiedenen „Attraktionen“ auf dem Weg mit. Wir wandern zu verschiedenen Wasserfällen (Bild 9) und gönnen uns zwischendurch zum Mittag mal Blue Cod (Fisch) der typisch für die Region ist.

Gegen späten Nachmittag entscheiden wir uns, dass wir den Catlins River Walk morgen machen wollen. Dafür suchen wir uns im Nationalpark einen Campingplatz im Landesinneren, die Tawanui Campsite, da wir morgen den Tageswalk direkt von hier starten können. Als wir ankommen, sind wir auf dem riesigen Platz mit nur 3 weiteren Campern fast ganz allein. Klar die meisten suchen sich eher einen Platz in Strandnähe.

Diese Einsamkeit hat auch so seine Nachteile, wie wir in der Nacht feststellen müssen. Eine Maus hat irgendwie Ihren Weg in unsere Rosi gefunden und ist bereit alles auf Nahrungssuche anzuknabbern. Mitten in der Nacht verstauen wir alles im Kühlschrank oder hängen es an die Decke, damit das kleine Mäuschen nicht denkt die wäre hier für immer versorgt. Das Rascheln dauert dennoch die ganze Nacht an. Sie hat wahrscheinlich jeden Zentimeter nach Futter abgesucht.

<