Category Archive : Frankreich2

Calais – Au Revoir à la France

Calais 12.6.

Als letzte Station in Frankreich erwartet uns Calais – die Stadt mit dem berühmten Euro-Tunnel, der England mit dem europäischen Festland verbindet. Am großzügig ausgebauten Grenzterminal in der Nähe des Tunnels finden wir einen Stellplatz, von dem aus wir die Gegend erkunden. Die Stadt selbst ist eher klein und ruhig. Auch die verlassenen Strandhütten verbreiten eher den Charme einer Geisterstadt. Die Urlaubssaison beginnt hier erst in ein paar Wochen und das recht rauhe Klima an der Küste erklärt uns auch, warum. Hier gibt’s dafür auch wieder richtige Sandstrände. Am Nachmittag decken wir uns zum Abschluss unseres Frankreich-Trips nochmal reichlich mit französischen Leckereien ein – also vor allem Käse und Wein – und genießen das Ganze am Abend bei einem regelrechten Delikatessen-Gelage. Ela wird das am späten Abend noch schwer bereuen und muss sich gegen Mitternacht noch schwer übergeben – geschmeckt hat’s trotzdem.
Am nächsten Morgen verlassen wir Frankreich Richtung Belgien. Nächster Halt: Brügge!

Normandie – Mont Saint-Michel, Le Havre, Küste

Donnerstag, 7.6. Mont Saint-Michel

Unsere Reise führt uns heute zur Natursehenswürdigkeit Nummer 1 in Frankreich, dem Mont-Saint-Michel. Die Abtei (ehemaliges Benediktinerkloster) und Gemeinde mit ihren 36 Einwohnern liegt als kleine Insel 1 km vor dem Festland und begrüßt jedes Jahr ca. 3,5 Millionen Touristen!!! Das sind also durchschnittlich 100.000 Leute täglich… Als wir dort ankommen sind wir von der Schar der Leute daher wenig überrascht. Wir nutzen einen „alternativen“ Wanderweg zur Klosterinsel und verbinden so die Besichtigung mit Natur und Ruhe… Eine Begehung direkt auf der von Menschen nur so überfüllten Insel sparen wir uns lieber.
Am Abend fahren wir weiter Richtung Caen. Die Autobahn ist allerdings gesperrt und somit zieht sich der Verkehr. Aber Ela findet einen tollen Platz im Örtchen Guilberville. Hier haben wir einen Platz mit Chemie-Toiletten-Ausguss und Wasserversorgung. Außerdem gibt’s hier einen schönen Rasenplatz zum Sport machen und Entspannen und vor allem Ruhe. Wir bleiben daher gleich noch einen Tag länger. Und da wir mittlerweile in der Normandie sind (und somit nicht mehr in der Bretagne) ist auch das Wetter wieder toll.

Le Havre und die Küste, Samstag, 9.6. 

Auf dem Weg nach Le Havre halten wir am Chateau de Gromesnil. Wir machen hier unseren Mittagsstopp mit einem kleinen Parkspaziergang. In der Nähe gibt es hier auch einen kostenlosen Campingplatz inklusive Wasser- und sogar Stromversorgung – kostenlos. Natürlich ist der Platz restlos besetzt mit Rentnern, die hier – dem Anschein nach schon länger stehen. Also fahren wir weiter in die Großstadt, machen einen Spaziergang an der Küstenpromenade und suchen uns für den Abend einen wunderschönen Übernachtungsplatz in Saint Jouin Bruneval. Also man muss wirklich sagen: in Frankreich gibt es so viele schöne Übernachtplätze… hier fahren wir bestimmt nicht zum letzten Mal lang…

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Am nächsten Tag geht’s weiter nach Veules les Roses – und schon wieder landen wir auf einem wunderschönen und kostenfreien Campingplatz, direkt am Meer. Der einzige Nachteil hier oben in der Normandie ist, dass es hier keine Sandstrände gibt. Den Zugang zum Wasser muss man sich über sehr grobe Kieselsteine bahnen. Auch das Sonnenbaden am Strand gestaltet sich auf dem groben und spitzen Untergrund eher schwierig. Trotzdem, wir haben sensationell gutes Wetter, das Meer im Blick und immer wieder einen kostenfreien Stellplatz in der Natur. Normandie – 12 Points.

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Bretagne – Couchsurfing in Rennes

Dienstag, 6.6.2017

Auf unserer Reise surch Frankreich erreichen wir die Region Bretagne. Und der Name ist vielversprechend. Schließlich ist er von Britannien abgeleitet und dass heißt für uns gleich mal Regen, Regen und nochmals Regen. Typisch englisches Wetter begleitet uns in den nächsten Tagen…
Bevor wir uns mit Lise-Marie treffen, nehmen wir auf der Strecke noch La Roche aux Fées mit.
Dabei handelt es sich um eine Megalith-Anlage aus der Jungsteinzeit. Die ganze Anlage ist noch gut erhalten. Es ist wirklich kaum vorstellbar, dass die Decksteine zwischen 20 bis 45 Tonnen wiegen sollen!!! Am Nachmittag treffen wir dann bei unserem Couchsurf-Platz ein. Lise-Marie wohnt in Chartres-de-Bretagne, südlich von Rennes. Wir waren sehr an ihrer Lebensgeschicht interessiert, da sie auf ihrem Profil angegeben hatte, dass sie neben französich auch englisch und NEPALESISCH spricht. Sie erzählt uns, dass sie vor ein paar Jahren in Nepal gelebt hat, dort einen Mann geheiratet und mit ihm ein Kind bekommen hat. Später ist sie mit den beiden nach Frankreich zurück gekehrt, die Ehe ging in die Brüche und nun leben die beiden getrennt und haben die kleine abwechselnd bei sich. Das ist ganz schön viel Geschichte für eine Frau in unserem Alter.
Wir verbringen eigentlich fast den ganzen Tag bei Ihr und tauschen unsere Erlebnisse und Ideen aus. Zum Abendessen zaubert sie uns herzhaft gefüllte Crèpes (die Crèpes werden dabei in Butter angemacht und nach und nach befüllt, dadurch werden sie schön knusprig). Am nächsten Morgen gibt’s noch ein gemeinsames Frühstück, bevor Lise-Marie zur Arbeit muss. Etwas später starten wir dann auch.

Atlantikküste im Schnelldurchgang

Samstag, 3.6. – Bordeaux, Fort Boyard, La Rochelle

Das Wetter wir immer „schlechter“. Daher nutzen wir den Regentag zum Wäsche waschen und Strecke machen. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt einmal quer durch Bordeaux geht es weiter nach Fort Boyard – der bekannten Gefängnisinsel. Wir ersparen uns die Fähre und machen nur ein paar Bilder aus der Ferne. In La Rochelle sind wir etwas später vom kostenlosen Übernachtungsplatz direkt am Hafen nicht sehr begeistert und so fahren wir weiter Richtung Nantes. Nachdem wir von einem Übernachtungsplatz zum nächsten tingeln (die entweder zu klein für unser Gespann sind oder zu nah an der Straße liegen) landen wir – eher zufällig an einer kleinen Touristen-Infomation in Chaillé-les-Marais mitten im Niemandsland. Der Parkplatz liegt schön versteckt in einem kleinen Wald und da von heute bis die Pfingstfeiertage anstehen bleibt das Tourismusbüro geschlossen und wir haben den Platz für uns. Die Sonne kommt wieder raus und wir nutzen den Sonntag für Sport, Lektüre, Reiseplanung und Blog-Schreiben. Das Gelände bietet uns zudem noch einen kleinen Erlebnispfad mit „echten französischen Mulis“ und einer Nutria-Familie, die sich direkt neben uns im vorbei fließenden Bach tummelt.

Pfingstmontag, 4.6. 

Nach dem gestrigen „Ruhetag“ fahren wir Richtung Rennes. Dort haben wir einen Couchsurfing-Platz gefunden, wo wir am Mittwoch für eine Nacht bleiben können. Auf halber Strecke – das Wetter ist wieder etwas trüber und damit perfekt zum Fahren – halten wir heute Nacht mal wieder auf einem der vielen und sehr gut ausgebauten Autobahn-Rastplätze, bevor wir morgen Lise-Marie in Rennes besuchen…

back to France – Messanges & Dune du Pîlat

Messanges 31.5.-1.6.

Nach einer kulinarischen Verwöhn-Tour in San Sebastian wollen wir heute entlang der spanischen Atlantikküste über die „Grenze“ nach Frankreich fahren. Heute ist Ricos Geburtstag, in den wir gestern rein gefeiert haben, also gehen wir den Tag langsam und spät an. Nach einer gemütlichen Fahrt über die Grenze decken wir uns erstmal für ein leckeres Mittagessen ein. In Messanges finden wir dann einen „kostenlosen“ Stellplatz in Strandnähe. Eigentlich handelt es sich um einen Ausweichparkplatz auf einer Wiese, der mit einer Höhenschranke für Wohnmobile und Wohnwagen abgesperrt ist. Aber die Franzosen nehmen es mit der Gesetzgebung ja nicht so genau, haben den Schlagbaum kurzerhand außer Gefecht gesetzt und nun einen „Campingplatz“ für sich und uns geschaffen. Das Wetter ist bombastisch und so begeben wir uns – nach einem ausführlichen Mittagessen – an den Strand. Wir bleiben 2 Tage hier bevor es weiter gen Norden geht.

  

Dune du Pîlat 2.6

An der Atlantikküste Frankreichs gibt es eigentlich 2 Highlights: Die Düne du Pîlat – Europas größte Wanderdüne und den Mont Saint-Michel – ein Kloster auf einer Insel im Norden des Landes. Und da wir nun schon mal in der Nähe sind, fahren wir heute zur besagten Düne…
Wir parken uns im Schatten ab, Essen erstmal was und starten dann den Aufstieg. Das Wetter ist weiterhin super und so nimmt dieser riesige Sandhaufen durchaus etwas Zeit und Kraft in Anspruch. Später entdecken wir in – weiter nördlich – in Lége noch einen schönen und kostenfreien Campingplatz im Wald. Von hier aus machen wir noch einen kleinen Abendspaziergang zum nahe gelegenen Strand. Allerdings zieht sich der Himmel langsam zu und so verzichten wir mal aufs Baden..