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Deutschland – zurück in die Heimat

Rursee in der Eifel, 21.-23.6.

So langsam geht’s nach Hause. Wir lassen Belgien hinter uns und betreten Deutschland seit November erstmals wieder. Entlang des Nationalparks der Eifel landen wir schließlich in Simmerath. Das Wetter ist immer noch sehr warm, also suchen wir uns wieder was zum Abkühlen. Im Freibad des Eiserbachsees, der ein abgestauter Teil des Rursees ist, verbringen wir den Tag bei schönstem Sonnenschein. Etwas weiter oben in den Bergen finden wir bei der Hubertushöhe einen ruhig gelegenen Parkplatz zum Übernachten.
Am nächsten Tag – das Wetter überredet uns bei 35 Grad schon wieder zum baden – nutzen wir diesmal eine Badestelle gleich um die Ecke, ebenfalls am Rursee. Eigentlich wollten wir hier in der Gegend noch ein bisschen Wandern, aber bei der Hitze muss das auch nicht sein…
Wer hätte gedacht, dass wir in Deutschland mit so schönem Sommerwetter begrüßt werden…

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weiter bis zum Möhnesee 24.06.2017

Das Wetter wird langsam angenehmer und wir fahren weiter. An der Westdeutschen Grenze, über Aachen und Mönchengladbach – sozusagen links am Ruhrpott vorbei – geht die Heimreise weiter. Zwischendurch halten wir mal an Schloß Krickenbeck für einen kleinen Ausflug. Zudem müssen wir heute auch unsere Gasflasche austauschen. Immerhin hat uns die 11 KG Flasche doch weiter gebracht als gedacht. Ganze 19 Wochen!!! sind wir mit einer einzigen Füllung ausgekommen. Gut, wir waren auch sparsam, brauchten die Heizung nie und unser Kühlschrank läuft halbtags über die Solar-/Stromversorgung.
Rico hatte nämlich unterwegs schon „Angst“, dass wir mit unserer deutschen Tauschflasche nicht bis nach Deutschland zurück kommen und uns im Ausland eine Gasflasche besorgen müssen. Das Problem ist nämlich, dass jedes Land andere Anschlüsse hat und man somit einen anderen Adapter zur Gasleitung dazu kaufen muss… Echt bescheuert, für den Grad der Krümmung von Gurken gibt’s ‘ne EU-weite Richtlinie aber Steckdosen und Gasanschlüsse sind überall anders…

Egal, nachdem wir schließlich einen Obi-Baumarkt zum Austausch gefunden hatten, fuhren wir heute noch zum Möhnesee bei Venlo (zwischen Dortmund und Paderborn), wo wir schließlich für 2 Nächte blieben.

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Wallonien

Bouillon 16.-17.6.

Die Wallonie, sprich die Südhälfte Belgiens gilt als der etwas ruhigere Teil des Landes. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Region (die als eigenständiger Verwaltungsbereich Belgiens auch politisch selbständig agiert) wegen ihrer Abstimmung gegen das Handelsabkommen CETA. Ansonsten sind die Städte Chaleroi und Lüttich einigen vielleicht noch ein Begriff.
Egal, wir wollen in die Natur und fahren deshalb bis in den tiefsten Süden – nach Bouillon. Vom nahe liegenden Wohnmobilplatz aus – auf dem wir mit unserem Wohnanhänger, wie so oft, die Exoten hier sind – machen wir ein paar schöne Wanderungen durch die Wälder und das Dorf.

  

Barfuß Wandern am Lac de Nisramont 18.6.

Unsere erste barfuß-Waldwanderung: Der Lac de Nisramont, ein Stausee nahe der Ostgrenze Belgiens, ist unsere nächste Station. Der Sommer (der ja eigentlich erst in 2 Tagen beginnt) erreicht mittlerweile Temperaturen über 30 Grad. Da wollen wir natürlich gern irgendwohin, wo man mal baden kann. Hier am Stausee ist das allerdings gar nicht so leicht, denn das Ufer ist sehr steil und nicht gerade zum sonnenbaden gedacht. Wir kühlen uns daher nur kurz ab und entscheiden uns spontan, den See einmal zu umrunden – und zwar barfuß – 13 Kilometer…
Wir beschäftigen uns schon sein einer Weile mit dem Thema Barfuß-Gehen. Die Nachteile vom Laufen in Schuhen sind den meisten sicherlich offensichtlich. Nun wollten wir aber mal ausprobieren, wie es ist, wenn man mehrere Stunden ohne Schutz über unterschiedlichste Untergründe im Wald läuft. Und wir müssen beide feststellen: es ist super. Nach ein paar Minuten hatten wir uns an den unebenen Boden und die kleinen und größeren Steine im Weg gewöhnt und das beste: die typischen Beschwerden in Knie oder Hüfte, die wir beide bei längeren Wanderungen manchmal verspüren blieben aus. Der direkte Kontakt zum Erdboden verändert direkt unsere Wahrnehmung zur Umgebung und die Ruhe beim Auftreten (man merkt sonst gar nicht, was für einen „Lärm“ unsere Schuhe so machen) verstärkt das Ganze noch. Und bei schlammigen Passagen oder großen Pfützen müssen wir uns wegen den Schuhen auch keine Sorgen mehr machen – wir laufen einfach durch! Wir können wirklich nur empfehlen, das mal auszuprobieren.
Als Tipp: Nimm eine Pinzette mit, falls doch mal was im Fuß stecken bleibt. Bei uns waren es Brombeersträuche, die – frisch gemäht – auf dem Boden lagen und uns mit ihren Stacheln das eine oder andere Mal zu schmerzbedingten kurzen Pausen gezwungen haben. Und ohne Pinzette war das eine echte Fummelei…

Am Ende der Rundstrecke – mittlerweile ist es Abend und niemand ist mehr unterwegs, genießen wir nochmal das Wasser. Wir übernachten gleich hier auf dem großen Parkplatz und fahren morgen weiter, Richtung Deutschland.

  

Unser letzter Tag im „Ausland“ – 19.6. Robertville und der Baltia-Hügel

Das Wetter ist nach wie vor superwarm. Bei Temperaturen über 30 Grad suchen wir uns auch heute wieder einen Badeplatz. Wir fahren an der bekannten Autorennstrecke in Spa Francorchamps vorbei. In Robertville gibt es eine Badestelle, allerdings handelt es sich hier um ein kleines Freibad, dass heute natürlich ziemlich gut besucht ist. Egal, weiter fahren wollen wir bei der Hitze jedenfalls nicht. Am Abend fahren wir noch zum Baltia-Hügel, dem mit 694,24 Meter höchsten Punkt Belgiens. Hier gibt’s einen ruhigen Stellplatz mit Internet!!! Wir bleiben noch einen weiteren Tag hier oben und wandern noch durch die Natur bevor wir morgen wieder nach Deutschland fahren…

Brüssel

Brüssel: Die europäische Hauptstadt ist unser heutiges Tagesziel. Wir parken unseren Willi auf einem Camper-Stellplatz beim Schwimmbad in Aalst (einem der Vororte) ab und fahren in die Stadt. An Sehenswürdigkeiten nehmen wir die bekanntesten mit: Großer Markt, Manneken Pis, Europa-Parlament, Atomium und auch an Leckereien mussten wir nochmal zuschlagen. Zuerst kamen wir mal wieder nicht umher eine Waffel zu naschen. Danach haben wir uns in einer Schokoladen-Manufaktur durchs Buffet genascht. Am späten Nachmittag, beim Besuch den Europa-Parlaments, waren wir dann noch bei Belgiens Numer Eins Adresse für gute Belgische Fritten, beim Maison Antoine auf dem Place Jourdan. Zugegeben, der Geschmack ist etwas anders als bei „normalen Pommes“ aber wir sind wahrscheinlich nicht die geeignetsten Testesser für Fritten. Geschmacklich ganz gut aber mehr auch nicht…
Am Abend haben wir unseren Willi in Aalst wieder angeschnallt. Wir bleiben noch den nächsten Tag, weil wir hier im Park ein paar gute Sportanlagen haben, an denen wir uns die Kalorien der letzten Tage rausarbeiten können =0)

Am nächsten Morgen werden wir vom Platzwart aufgefordert, bald weg zu fahren. Der Platz ist „nur für Wohnmobile“ nicht für Anhänger – eine leider sehr oft anzutreffende Thematik in Belgien. Normalerweise stört es nirgends, wenn wir uns auf die Wohnmobil-Plätze mit stellen. Nur in Belgien nehmen die Leute es irgendwie sehr genau…
Naja, wir wollten ohnehin heute weiter.
Nach 2 Tagen Städte-Tour fahren wir in den grünen und naturreichen Süden des Landes.

Goedendag Belgien

Von Calais aus reisen wir heute – zum ersten Mal – nach Belgien. Wir wissen zumindest schonma vorab, dass es hier einen niederländisch Teil (Flandern) im Norden (außer Brüssel) und einen französischen Teil (Wallonien) im Süden gibt. Die Strände in Belgien sollen nicht so toll sein, da die gesamt Küstenregion wohl mit Industrieanlagen (ähnlich großer Teile Japans) zugebaut sein soll. Daher fahren wir gleich Richtung Landesinneres. Wir wollen uns mit Brügge und Brüssel zwei der bekanntesten Städte ansehen und anschließend das ruhigere Hinterland im Süden bereisen.

Brügge, 13.06.2017

Als erstes Ziel haben wir uns Brügge rausgesucht. Die eher kleinere Stadt mit ihren vielen kleinen Grachten und ihrem sehr gut erhaltenen Innenstadt-Kern wirkt auf uns wie die kleinere und ruhigere Version von Amsterdam. Die Stadt erkunden wir locker zu Fuß (auch wenn man dafür auch eine Bootsfahrt machen kann). An jeder Ecke gibt’s hier natürlich Süßes und Deftiges vom Feinsten: Belgische Waffeln belegt mit alles Möglichen, Schokolade und Pralinen in zig Varianten; dazu kommen noch die weltberühmten belgischen Fritten, die hier angeblich ganz besonders gut schmecken sollen, weil sie in tierischem statt pflanzlichen Fett frittiert werden. Vom leckeren belgischen Bier wollen wir gar nicht erst anfangen…
Wir zwei sind ja seit einer Weile auf Kohlehydrate- Entzug und das ist dann hier echt fies.

Am Ende des Tages haben wir eine Waffel, einmal Pommes und zwei kleine Biere probiert =0) Unser Fazit: Die Waffel war supergeil – dabei hat uns (als Zuckerentwöhnte) schon die „natur“-Variante ohne extra Zucker oder sonstigem Belag vollkommen ausgereicht. Die Pommes waren nicht besonders (da gibt’s wohl in Brüssel noch viel bessere und überhaupt nur dort die „Echten“) und das Bier war lecker. Zwar gleich mal 12 % Alkohol, aber man gönnt sich ja sonst nichts…

Am Abend schlafen wir zwei dann buchstäblich „unter der Brücke“. Ela hat in Bellem – zwischen Brügge und Gent – einen ruhigen Rastplatz für die Nacht entdeckt, der direkt an einem Kanal unter einer Brücke liegt. Aber alles halb so wild. In unserem Willi haben wir ja allen Komfort. Zum Abendessen gibt’s dann noch die Reste von unserer gestrigen Delikatessen-Fatsche aus Frankreich – diesmal ohne Nebenwirkungen =0)

Calais – Au Revoir à la France

Calais 12.6.

Als letzte Station in Frankreich erwartet uns Calais – die Stadt mit dem berühmten Euro-Tunnel, der England mit dem europäischen Festland verbindet. Am großzügig ausgebauten Grenzterminal in der Nähe des Tunnels finden wir einen Stellplatz, von dem aus wir die Gegend erkunden. Die Stadt selbst ist eher klein und ruhig. Auch die verlassenen Strandhütten verbreiten eher den Charme einer Geisterstadt. Die Urlaubssaison beginnt hier erst in ein paar Wochen und das recht rauhe Klima an der Küste erklärt uns auch, warum. Hier gibt’s dafür auch wieder richtige Sandstrände. Am Nachmittag decken wir uns zum Abschluss unseres Frankreich-Trips nochmal reichlich mit französischen Leckereien ein – also vor allem Käse und Wein – und genießen das Ganze am Abend bei einem regelrechten Delikatessen-Gelage. Ela wird das am späten Abend noch schwer bereuen und muss sich gegen Mitternacht noch schwer übergeben – geschmeckt hat’s trotzdem.
Am nächsten Morgen verlassen wir Frankreich Richtung Belgien. Nächster Halt: Brügge!

Normandie – Mont Saint-Michel, Le Havre, Küste

Donnerstag, 7.6. Mont Saint-Michel

Unsere Reise führt uns heute zur Natursehenswürdigkeit Nummer 1 in Frankreich, dem Mont-Saint-Michel. Die Abtei (ehemaliges Benediktinerkloster) und Gemeinde mit ihren 36 Einwohnern liegt als kleine Insel 1 km vor dem Festland und begrüßt jedes Jahr ca. 3,5 Millionen Touristen!!! Das sind also durchschnittlich 100.000 Leute täglich… Als wir dort ankommen sind wir von der Schar der Leute daher wenig überrascht. Wir nutzen einen „alternativen“ Wanderweg zur Klosterinsel und verbinden so die Besichtigung mit Natur und Ruhe… Eine Begehung direkt auf der von Menschen nur so überfüllten Insel sparen wir uns lieber.
Am Abend fahren wir weiter Richtung Caen. Die Autobahn ist allerdings gesperrt und somit zieht sich der Verkehr. Aber Ela findet einen tollen Platz im Örtchen Guilberville. Hier haben wir einen Platz mit Chemie-Toiletten-Ausguss und Wasserversorgung. Außerdem gibt’s hier einen schönen Rasenplatz zum Sport machen und Entspannen und vor allem Ruhe. Wir bleiben daher gleich noch einen Tag länger. Und da wir mittlerweile in der Normandie sind (und somit nicht mehr in der Bretagne) ist auch das Wetter wieder toll.

Le Havre und die Küste, Samstag, 9.6. 

Auf dem Weg nach Le Havre halten wir am Chateau de Gromesnil. Wir machen hier unseren Mittagsstopp mit einem kleinen Parkspaziergang. In der Nähe gibt es hier auch einen kostenlosen Campingplatz inklusive Wasser- und sogar Stromversorgung – kostenlos. Natürlich ist der Platz restlos besetzt mit Rentnern, die hier – dem Anschein nach schon länger stehen. Also fahren wir weiter in die Großstadt, machen einen Spaziergang an der Küstenpromenade und suchen uns für den Abend einen wunderschönen Übernachtungsplatz in Saint Jouin Bruneval. Also man muss wirklich sagen: in Frankreich gibt es so viele schöne Übernachtplätze… hier fahren wir bestimmt nicht zum letzten Mal lang…

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Am nächsten Tag geht’s weiter nach Veules les Roses – und schon wieder landen wir auf einem wunderschönen und kostenfreien Campingplatz, direkt am Meer. Der einzige Nachteil hier oben in der Normandie ist, dass es hier keine Sandstrände gibt. Den Zugang zum Wasser muss man sich über sehr grobe Kieselsteine bahnen. Auch das Sonnenbaden am Strand gestaltet sich auf dem groben und spitzen Untergrund eher schwierig. Trotzdem, wir haben sensationell gutes Wetter, das Meer im Blick und immer wieder einen kostenfreien Stellplatz in der Natur. Normandie – 12 Points.

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Bretagne – Couchsurfing in Rennes

Dienstag, 6.6.2017

Auf unserer Reise surch Frankreich erreichen wir die Region Bretagne. Und der Name ist vielversprechend. Schließlich ist er von Britannien abgeleitet und dass heißt für uns gleich mal Regen, Regen und nochmals Regen. Typisch englisches Wetter begleitet uns in den nächsten Tagen…
Bevor wir uns mit Lise-Marie treffen, nehmen wir auf der Strecke noch La Roche aux Fées mit.
Dabei handelt es sich um eine Megalith-Anlage aus der Jungsteinzeit. Die ganze Anlage ist noch gut erhalten. Es ist wirklich kaum vorstellbar, dass die Decksteine zwischen 20 bis 45 Tonnen wiegen sollen!!! Am Nachmittag treffen wir dann bei unserem Couchsurf-Platz ein. Lise-Marie wohnt in Chartres-de-Bretagne, südlich von Rennes. Wir waren sehr an ihrer Lebensgeschicht interessiert, da sie auf ihrem Profil angegeben hatte, dass sie neben französich auch englisch und NEPALESISCH spricht. Sie erzählt uns, dass sie vor ein paar Jahren in Nepal gelebt hat, dort einen Mann geheiratet und mit ihm ein Kind bekommen hat. Später ist sie mit den beiden nach Frankreich zurück gekehrt, die Ehe ging in die Brüche und nun leben die beiden getrennt und haben die kleine abwechselnd bei sich. Das ist ganz schön viel Geschichte für eine Frau in unserem Alter.
Wir verbringen eigentlich fast den ganzen Tag bei Ihr und tauschen unsere Erlebnisse und Ideen aus. Zum Abendessen zaubert sie uns herzhaft gefüllte Crèpes (die Crèpes werden dabei in Butter angemacht und nach und nach befüllt, dadurch werden sie schön knusprig). Am nächsten Morgen gibt’s noch ein gemeinsames Frühstück, bevor Lise-Marie zur Arbeit muss. Etwas später starten wir dann auch.

Atlantikküste im Schnelldurchgang

Samstag, 3.6. – Bordeaux, Fort Boyard, La Rochelle

Das Wetter wir immer „schlechter“. Daher nutzen wir den Regentag zum Wäsche waschen und Strecke machen. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt einmal quer durch Bordeaux geht es weiter nach Fort Boyard – der bekannten Gefängnisinsel. Wir ersparen uns die Fähre und machen nur ein paar Bilder aus der Ferne. In La Rochelle sind wir etwas später vom kostenlosen Übernachtungsplatz direkt am Hafen nicht sehr begeistert und so fahren wir weiter Richtung Nantes. Nachdem wir von einem Übernachtungsplatz zum nächsten tingeln (die entweder zu klein für unser Gespann sind oder zu nah an der Straße liegen) landen wir – eher zufällig an einer kleinen Touristen-Infomation in Chaillé-les-Marais mitten im Niemandsland. Der Parkplatz liegt schön versteckt in einem kleinen Wald und da von heute bis die Pfingstfeiertage anstehen bleibt das Tourismusbüro geschlossen und wir haben den Platz für uns. Die Sonne kommt wieder raus und wir nutzen den Sonntag für Sport, Lektüre, Reiseplanung und Blog-Schreiben. Das Gelände bietet uns zudem noch einen kleinen Erlebnispfad mit „echten französischen Mulis“ und einer Nutria-Familie, die sich direkt neben uns im vorbei fließenden Bach tummelt.

Pfingstmontag, 4.6. 

Nach dem gestrigen „Ruhetag“ fahren wir Richtung Rennes. Dort haben wir einen Couchsurfing-Platz gefunden, wo wir am Mittwoch für eine Nacht bleiben können. Auf halber Strecke – das Wetter ist wieder etwas trüber und damit perfekt zum Fahren – halten wir heute Nacht mal wieder auf einem der vielen und sehr gut ausgebauten Autobahn-Rastplätze, bevor wir morgen Lise-Marie in Rennes besuchen…

back to France – Messanges & Dune du Pîlat

Messanges 31.5.-1.6.

Nach einer kulinarischen Verwöhn-Tour in San Sebastian wollen wir heute entlang der spanischen Atlantikküste über die „Grenze“ nach Frankreich fahren. Heute ist Ricos Geburtstag, in den wir gestern rein gefeiert haben, also gehen wir den Tag langsam und spät an. Nach einer gemütlichen Fahrt über die Grenze decken wir uns erstmal für ein leckeres Mittagessen ein. In Messanges finden wir dann einen „kostenlosen“ Stellplatz in Strandnähe. Eigentlich handelt es sich um einen Ausweichparkplatz auf einer Wiese, der mit einer Höhenschranke für Wohnmobile und Wohnwagen abgesperrt ist. Aber die Franzosen nehmen es mit der Gesetzgebung ja nicht so genau, haben den Schlagbaum kurzerhand außer Gefecht gesetzt und nun einen „Campingplatz“ für sich und uns geschaffen. Das Wetter ist bombastisch und so begeben wir uns – nach einem ausführlichen Mittagessen – an den Strand. Wir bleiben 2 Tage hier bevor es weiter gen Norden geht.

  

Dune du Pîlat 2.6

An der Atlantikküste Frankreichs gibt es eigentlich 2 Highlights: Die Düne du Pîlat – Europas größte Wanderdüne und den Mont Saint-Michel – ein Kloster auf einer Insel im Norden des Landes. Und da wir nun schon mal in der Nähe sind, fahren wir heute zur besagten Düne…
Wir parken uns im Schatten ab, Essen erstmal was und starten dann den Aufstieg. Das Wetter ist weiterhin super und so nimmt dieser riesige Sandhaufen durchaus etwas Zeit und Kraft in Anspruch. Später entdecken wir in – weiter nördlich – in Lége noch einen schönen und kostenfreien Campingplatz im Wald. Von hier aus machen wir noch einen kleinen Abendspaziergang zum nahe gelegenen Strand. Allerdings zieht sich der Himmel langsam zu und so verzichten wir mal aufs Baden..

San Sebastian – erste Kampfspuren und kulinarische Highlights

Dienstag, 30.05.17

Für Ricos Geburtstag morgen wollen wir nach San Sebastian fahren. Doch der Tag beginnt mit einer kleinen Überraschung. Als wir Goldie am morgen tanken fahren wollen, hört der Motor sich gar niht gut an. Einer der Zylinder scheint zu streiken. Gestern war noch alles in Ordnung… Unsere Diagnose: Zündkerze kaputt!?! Nach den vielen Wochen und Kilometern mit dem gleich schweren Willi auf dem Buckel, zeigt unsere Goldie langsam erste Spuren der Belastung. Wir können’s gut verstehen. Fahren wir ja meistens mit dem Gaspedal am Anschlag, um gerade so die zulässigen 80 km/h zu schaffen; dazu kommen noch die vielen steilen Berge, wie vor allem in Portugal…

Zum Glück findet sich hier im kleinen Örtchen Arguedas eine Werkstatt, die unser Problem binnen einer Stunde löst! Prima, und das mit Ricos Geburtstagsgeschenk ist jetzt auch gleich geklärt – er hat sich sehr gefreut =0)

Jetzt geht’s aber auf nach San Sebastian. Im Internet haben wir schon mal ein paar Eindrücke über die Stadt bekommen und sind gespannt. Unseren Willi parken wir kurz vor der Stadt an der Sport-Arena ab. Mit Goldie fahren wir dann alle Ecken der wunderschönen Küstenstadt ab. Am Nachmittag gönnen wir uns dann für 2,20 € pro Person den besten Aussischtspunkt.

Unten in der Inner City stellen wir unsre Goldie dann ab und wandeln durch die schönen Gassen. San Sebastian – wie generell das spanische Baskenland – ist vor allem für seine Pinxos berühmt. Das sind kleine Snacks – ähnlich wie Tapas, nur etwas „höherwertiger und anspruchsvoller“ wie man uns erklärt. In den kleinen Gassen der Altstadt kommt man alle 10 Meter an einer Pinxo-Bar vorbei. Auf dem Tresen werden die jeweiligen Spezialitäten des Lokals aufgereiht. Man kommt einfach rein, bestellt sich was zu trinken und nimmt sich vom „Buffet“ was man will. Unter den Bars gibt es einen regelrechten Wettstreit um die besten Pinxos. Im Verlauf des Abends probieren wir uns durch die verschiedenen Lokale und ihre vielfältigen Snacks. Das absolute Highlight ist dann für uns aber das “Dessert”!!! In der wohl am besten besuchten Pinxo-Bar gibt es den wahrscheinlich leckersten Käsekuchen der Welt. Beim ersten Anlauf gehen wir noch unverrichteter Dinge, da uns der Andrang einfach zu groß ist. In den anderen Bars gibt’s leider keine süßen Snacks – sozusagen als kulinarischen Abschluss eines schönen Tages. Eine Stunde später schlagen wir daher wieder in der besagten Bar auf und diesmal bekommen wir unser Stück Käsekuchen (oder besser gesagt 2 =0) mit Kaffee und sogar noch einen Sitzplatz. So feiern wir, mit diesem Stück vom Himmel im Mund, in Ricos Geburtstag rein. So gegen 2 Uhr nachts fallen wir dann totmüde ins Bett.

Morgen werden wir dann Spanien in Richtung Frankreich verlassen.