Tag Archive : Reise

letzte Tage auf Sizilien

Back to Catania 14.02. – 16.02.2018

Gleiche Stadt, anderer Stadtteil. Franze hat sich wieder um die Buchung einer Unterkunft gekümmert. Diesmal wohnen wir am Bellini-Park. Oben im 5. Stock in einer riesigen Wohnung verbringen wir die letzten gemeinsamen Tage auf Sizilien. Während Christian mit ein paar Graffiti-Sprayern aus der Stadt noch einen „Maltag“ einlegt, schlendern wir restliche 4 noch einmal durch die Stadt.

Wir verabschieden die 3 am 16. wieder am Flughafen und treten unseren Heimweg zu unserem Willi in Bianco wieder an. Dieses Mal wollen wir aber noch zum Ätna hoch. Heute ist die Sicht auf den Vulkan SUPER-KLAR und zudem ist er komplett in Schnee gehüllt. Naja bis ganz nach oben kommen wir dann aber doch nicht, die Straßen sind zu sehr vereist…

So vergehen am Ende 3 Wochen mal wieder viel schneller als man denkt. Über Messina, wo wir wieder die Fähre nach Reggio Calabria bzw. Villa San Giovanni nehmen, geht’s weider nach Bianco und zu unserem Wohnwagen zurück.

Seit dem 16.2. sind wir also wieder in Bianco. In den nächsten Tagen genießen wir nochmal die milden Temperaturen Süditaliens, bevor es dann bald wieder Richtung Deutschland geht…

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Licata und Agrigent

Licata 05.02.-13.02.2018

Unsere Sizilien-Rundfahrt führt uns nach Licata, nahe Agrigent im weiter westlichen Teil der Südküste. Licata ist eine kleine Hafenstadt mit ca. 37.000 Einwohnern. In den nächsten Tagen fahren wir immer wieder mal „rein“ und erkunden die Ecken, die wir eben noch nicht kennen. Unser Haus hier liegt sogar direkt am Strand! Das heißt: Gartentor auf und schon ist man direkt am Wasser – Wahnsinn!!! und nachdem wir kapiert haben, wie das mit der Heizfunktion der Klimaanlage funktioniert, ist es im Haus auch angenehm. Ähnlich wie in Spanien letztes Jahr, sind die Häuser hier auf Sizilien eher für den Sommer gebaut – dunkel und kühl, mit Steinböden und meist ohne Heizung.

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Agrigent – Tal der Tempel und Türkentreppe – 07.02.18

Der Hauptgrund, warum wir in Licata wohnen heißt Agrigent. Die ca. 30 km entfernte Stadt gilt als ein touristisches Highlight Siziliens. Das liegt im Wesentlichen an den Tempelbauten, die man hier sehen kann. Wir starten früh am Morgen und verbringen ca. 3-4 Stunden im „Tal der Tempel“. Später gibt’s Hausmannskost im Ort und am Nachmittag noch einen Ausflug zur Sandtreppe, der sogenannten „Scala dei Turchi“ – der Türkentreppe im nahe gelegenen Realmonte.

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Siziliens Hinterland 13.02. 

Heute darf „Mutti“ mal zu Hause bleiben und sich entspannen, während Christian, die Kleine, und wir beide einen Ausflug ins Hinterland machen. Unsere Fahrt führt uns über abenteuerlichste Straßen bis nach Mazzarino. Hier fallen wir mal wieder bei einem Café ein, um – was auch sonst – einen Kakao zu genießen. Ein paar kleine Mini-Sahnetorten gibt’s natürlich auch =0). Bevor wir schon wieder zurück wollen, entdecken noch einen Festumzug. Mit tosendem Lärm und Musik aus allen Richtungen verfolgen wir 4 das Treiben. Und vor allem unsere kleine Toni ist ganz begeistert von den vielen verschiedenen Verkleidungen und Schauwagen, die durch die Straßen rollen.

Am 14.2. geht es dann wieder zurück nach Catania. Von da aus werden unsere drei Torgauer in ein paar Tagen wieder nach Hause fliegen.

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Brindisi und Lecce: Besuch aus der Heimat

Brindisi, 5. – 6.12.2017

Am 5.12. fahren wir weiter entlang der italienischen Ostküste. Von Savelletri aus fahren wir nach Brindisi. Hier treffen wir uns mit Lutzi, einem guten Freund aus der Heimat. Lutz hat uns schon in Australien „on the road“ besucht. Diesmal hat er die Strecke von Frankfurt bis nach Brindisi mit dem Zug auf sich genommen. Nach ca. 16 Stunden Fahrt hat auch er es an die kleine Hafenstadt geschafft. Wir zwei haben derweil einen guten und ruhigen Übernachtungsplatz direkt von der Stadt gefunden und erkunden die nächsten Tage Brindisi und Umgebung gemeinsam. Natürlich müssen wir mit ihm auch eine Cioccolata con Panna trinken und die eine oder andere kulinarische Spezialität der Region probieren.

Lecce und Umgebung, 7. – 16.12.

Nach 2 Tagen in Brindisi fahren wir dann alle gemeinsam nach Lecce weiter. Hier hat sich unser Lutz in einem Bed&Breakfast eingemietet während wir für uns in San Cataldo, etwas außerhalb der Stadt, einen schönen Platz am Meer gefunden haben. Von hier aus starten wir dann immer mal nach Lecce, nach Otranto oder in den anliegenden Nationalpark Le Cesine. Nebenbei tauschen wir uns natürlich über die aktuellen Geschehnisse seit unserem letzten Treffen aus. So ist Lutzi zum Beispiel Attac beigetreten und unterstützt die Gruppe in Frankfurt kräftig. Vor allem die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowie bewusster Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten stehen dabei im Vordergrund. Wir sind sehr interessiert und tauschen uns über alle mögliche Themen aus. Von Ernährung über die Zukunft der Arbeit und Mobilität, Naturwissenschaft hin zu Meditation, Esotherik, Astrologie und Yoga sind unsere Ausflüge immer sehr anregend und unterhaltsam. In Lecce führt das sogar dazu, dass wir uns aber mal so richtig verlaufen. Die Gassen in der Altstadt sind sehr eng und verwinkelt und als wir an einem Abend an ein und dem selben Parkplatz zum 4. Mal vorbei kommen, müssen wir alle lachen.

Irgendwann steht dann aber der Abschied von Lutzi an. Wir zwei bleiben noch ein paar Tage in San Cataldo. Hier treffen wir auch Jan wieder, den wir in Barletta getroffen hatten. Er bleibt auch ein paar Tage hier und so verbringen wir den größten Teil der Zeit gemeinsam – mit Gitarre spielen, kochen, häkeln, quatschen… Als sich Jan dann unsere Festplatte mal ansehen will, bzgl. Bildertausch usw. passiert dann allerdings ein Missgeschick. Er steckt den Stecker von Laptop-Ladekabel in die Festplatte, die ab dahin nicht mehr funktioniert… alle unsere Bilder uns sonstige Daten Futsch! Naja, wir hoffen, dass wir die Platte in Deutschland irgendwie wieder gerettet bekommen…

In den nächsten Tagen machen wir auch eine kleinere Radtour bis nach Roca. Der Babybauch von Ela wächst stetig und wirkt sich vor allem auf ihre Kondition aus, deswegen werden die kommenden Ausflüge wohl kürzer =0)

Neue Gasflasche – gar nicht so einfach in Italien:

Unsere Gasflasche ist leer und eine Herausforderung sondersgleichen ist es, in Italien eine Gasflasche zu bekommen. In Deutschland bekommt man sie in jedem Baumarkt und an vielen Tankstellen – einfach die alte hinbringen und gegen eine neue tauschen. Aber in Italien ist das gar nicht so einfach. Man bekommt hier nämlich nur dann eine Gasflasche, wenn man eine italienische Steuernummer hat!!! Wir fragen bei verschiedenen Gas-Anbietern hier in Lecce an aber niemand kann uns eine Gasflasche geben… Also wenden wir uns an unseren lieben Freund Pino in Venedig. Er gibt uns seine Steuernummer und so bekommen wir bei Ultragas eine neue Gasflasche. Unsere vorhandene Gasflasche bekommen wir hier nicht getauscht und generell in Italien nur in Ausnahmefällen wieder befüllt… also schleppen wir sie erstmal leer mit uns mit.

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San Marino

San Marino liegt nur wenig Kilometer vor der Adriaküste Riminis in Bergen. Die Fahrt geht eigentlich immer nur bergauf und es scheint auch nur eine Straße zu geben, an der sich der Zwergstaat entlang hangelt. Wir fahren bis ganz nach oben nach „San Marino City“ wenn man so will. Hier oben einen freien Parkplatz zu finden ist eine echte Herausforderung. Nur die extra für Kunden eines Tesla zur Verfügung gestellten Parkflächen dürfen von „normalen“ Autos nicht benutzt werden, auch wenn sie von ihren exklusiven Kunden nicht benötigt werden… Mit etwas Geduld wird dann doch noch ein Parkplatz für uns frei und wir erkunden die Altstadt auf dem Titano-Berg. Im November scheint hier nicht viel los zu sein und so genießen wir absolute Menschenleere und Ruhe bei unserem Rundgang um die Burganlage und die Altstadt mit ihren vielen kleinen Gassen. Außerdem ist die Aussicht von hier oben – nach Westen auf die Berge im italienischen Hinterland und im Osten bis runter an die Strände von Rimini – grandios.

Zudem gibt es zum Zwergstaat sehr interessante Facts:

San Marino gilt als die älteste bestehende Republik der Welt. Mit 60 km² gilt es nach dem Vatikan, Monaco, Nauru und Tuvalu als der fünftkleinste Staat der Welt. Interessant ist auch, dass San Marino kein Mitglied der EU ist, aber trotzdem den EURO als Währung besitzt (ob das jetzt daran liegt, dass San Marino vor allem wegen seiner Steuervorteile gewisse Privilegien hat, ist reine Spekulation). Immerhin zählt es zu den reichsten Ländern der Welt, hat keine Staatsschulden und kaum Arbeitslose. Für uns sieht es aus wie eine große Hauptstraße, die zu einem Berg hochführt, mit kleinen steilen Seitenstraßen und vielen Neubau-Häusern. Ansonsten gibt es für uns außer den alten Festungsanlagen und die Altstadt nicht viele Besonderheiten zu erkennen.

Parma – Käse satt =0)

Teil 2 in der Emilia-Romagna
Unsere nächste Station in der Region ist Parma – die Stadt, die für ihren Schinken und ihren Käse weltberühmt ist. Über’s Internet erfahren wir, dass man sich die Käsereien und Schinken-Produzenten sogar kostenlos ansehen kann. Man muss nur vorher telefonisch beim zuständigen Konsortium einen Besichtigungstermin ausmachen. Da wir nur für ein bis zwei Tage für Parma einplanen hatten wir schon Bedenken, dass wir eventuell keinen Termin mehr bekommen. Aber gleich beim ersten Anruf erhalten wir eine Zusage für eine Werksführung in einer Käse-Manufaktur (diesmal alles noch in Englisch. Rico lernt bereits seit Wochen schon fleißig die italienische Sprache, so dass wir zukünftig auch in der Landessprache mit den Einheimischen reden können). Wir bekommen eine Adresse etwas außerhalb der Großstadt und eine Uhrzeit genannt und machen uns am nächsten Morgen auf den Weg.
Die ganze Führung (wir sind insgesamt zu fünft) zeigt uns die Herstellung des Parmigiano Reggiano – des bekannten Parmesan-Käse. Dieser darf nur hier in der Region produziert werden. Wir merken schnell – die Italiener sind sehr stolz auf ihre kulinarischen Produkte und auch ziemlich ernst, wenn es um die Vorschriften der Herstellung und Erhaltung der Tradition geht. Vom Abschöpfen der ersten Rahmschichten bis hin zur Lagerung, die je nach Qualitt bis zu 72 Monate anhalten kann wird uns jeder Arbeitsschritt ausführlich gezeigt und erklärt – echte Knochenarbeit…
Im Anschluß gibt es dann noch eine großzügige Verkostung und den obligatorischen Besuch im Verkaufsraum. Als großzügige Geste bekommen wir dann noch eine riesengroße Käseprobe mit. Im Laden decken wir uns dann (eher aus Dankbarkeit gleich noch mit Parmaschinken ein, den es hier auch gleich noch gibt – Käse haben wir ja gerade genug geschenkt bekommen).

Emilia-Romagna – Maranello, Modena

Teil 1: Modena und Maranello – 31.10.-02.11.2017
Die Weiterfahrt vom Gardasee Richtung Süden führt uns über Veneto (Venetien) weiter in die Region Emilia-Romagna. Wir lassen die Alpen hinter uns und durchfahren die Ebene des Po, dem größten Fluß des Landes. Wie wir noch feststellen werden, ist Flachland eine echte Seltenheit in Italien…
Unser erster Halt in der Region ist Modena. Mit ihren knapp 190.000 Einwohnern und einer schönen alten Innenstadt hat die Stadt, die uns vor allem wegen des Balsamico-Essigs bekannt ist, genau die richtige Größe für eine erste Fahrrad-Erkundungstour…

Auf dem weiteren Weg Richtung Maranello – „Ferrari-Hausen“ wenn man so will – finden wir gleich noch einen schönen freien Übernachtungs-Platz in einem größeren Waldgebiet -perfekt! In Maranello wolen wir uns dann neben den architektonischen Gegebenheiten dann vor allem mal ansehen, wo die legendären Ferraris herkommen. Von unserem Stellplatz aus kommen wir bequem per Fahrrad in die Kleinstadt. Im Stadtzentrum pranken natürlich überall die bekannten gelben Logos mit dem schwarzen springenden Pferd, dem „Cavallino rampante“. Die Anlage rund um den Firmensitz, das Museum und die Teststrecke ist allerdings überraschend unscheinbar und recht „übersichtlich“. Naja, Rico hat auf jeden Fall seine Freude beim Anblick der Sportwagen. Eine Probefahrt macht er allerdings nicht. Ab 140 € darf man für ein paar Minuten „Beifahren“… Also wenn, dann richtig… In der kleinen Innenstadt – um nicht zu sagen auf dem Dorfplatz – rasten wir dann erstmal und genießen leckere Spezialitäten der Region und natürlich Kakao =0)

Deutschland – zurück in die Heimat

Rursee in der Eifel, 21.-23.6.

So langsam geht’s nach Hause. Wir lassen Belgien hinter uns und betreten Deutschland seit November erstmals wieder. Entlang des Nationalparks der Eifel landen wir schließlich in Simmerath. Das Wetter ist immer noch sehr warm, also suchen wir uns wieder was zum Abkühlen. Im Freibad des Eiserbachsees, der ein abgestauter Teil des Rursees ist, verbringen wir den Tag bei schönstem Sonnenschein. Etwas weiter oben in den Bergen finden wir bei der Hubertushöhe einen ruhig gelegenen Parkplatz zum Übernachten.
Am nächsten Tag – das Wetter überredet uns bei 35 Grad schon wieder zum baden – nutzen wir diesmal eine Badestelle gleich um die Ecke, ebenfalls am Rursee. Eigentlich wollten wir hier in der Gegend noch ein bisschen Wandern, aber bei der Hitze muss das auch nicht sein…
Wer hätte gedacht, dass wir in Deutschland mit so schönem Sommerwetter begrüßt werden…

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weiter bis zum Möhnesee 24.06.2017

Das Wetter wird langsam angenehmer und wir fahren weiter. An der Westdeutschen Grenze, über Aachen und Mönchengladbach – sozusagen links am Ruhrpott vorbei – geht die Heimreise weiter. Zwischendurch halten wir mal an Schloß Krickenbeck für einen kleinen Ausflug. Zudem müssen wir heute auch unsere Gasflasche austauschen. Immerhin hat uns die 11 KG Flasche doch weiter gebracht als gedacht. Ganze 19 Wochen!!! sind wir mit einer einzigen Füllung ausgekommen. Gut, wir waren auch sparsam, brauchten die Heizung nie und unser Kühlschrank läuft halbtags über die Solar-/Stromversorgung.
Rico hatte nämlich unterwegs schon „Angst“, dass wir mit unserer deutschen Tauschflasche nicht bis nach Deutschland zurück kommen und uns im Ausland eine Gasflasche besorgen müssen. Das Problem ist nämlich, dass jedes Land andere Anschlüsse hat und man somit einen anderen Adapter zur Gasleitung dazu kaufen muss… Echt bescheuert, für den Grad der Krümmung von Gurken gibt’s ‘ne EU-weite Richtlinie aber Steckdosen und Gasanschlüsse sind überall anders…

Egal, nachdem wir schließlich einen Obi-Baumarkt zum Austausch gefunden hatten, fuhren wir heute noch zum Möhnesee bei Venlo (zwischen Dortmund und Paderborn), wo wir schließlich für 2 Nächte blieben.

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Goedendag Belgien

Von Calais aus reisen wir heute – zum ersten Mal – nach Belgien. Wir wissen zumindest schonma vorab, dass es hier einen niederländisch Teil (Flandern) im Norden (außer Brüssel) und einen französischen Teil (Wallonien) im Süden gibt. Die Strände in Belgien sollen nicht so toll sein, da die gesamt Küstenregion wohl mit Industrieanlagen (ähnlich großer Teile Japans) zugebaut sein soll. Daher fahren wir gleich Richtung Landesinneres. Wir wollen uns mit Brügge und Brüssel zwei der bekanntesten Städte ansehen und anschließend das ruhigere Hinterland im Süden bereisen.

Brügge, 13.06.2017

Als erstes Ziel haben wir uns Brügge rausgesucht. Die eher kleinere Stadt mit ihren vielen kleinen Grachten und ihrem sehr gut erhaltenen Innenstadt-Kern wirkt auf uns wie die kleinere und ruhigere Version von Amsterdam. Die Stadt erkunden wir locker zu Fuß (auch wenn man dafür auch eine Bootsfahrt machen kann). An jeder Ecke gibt’s hier natürlich Süßes und Deftiges vom Feinsten: Belgische Waffeln belegt mit alles Möglichen, Schokolade und Pralinen in zig Varianten; dazu kommen noch die weltberühmten belgischen Fritten, die hier angeblich ganz besonders gut schmecken sollen, weil sie in tierischem statt pflanzlichen Fett frittiert werden. Vom leckeren belgischen Bier wollen wir gar nicht erst anfangen…
Wir zwei sind ja seit einer Weile auf Kohlehydrate- Entzug und das ist dann hier echt fies.

Am Ende des Tages haben wir eine Waffel, einmal Pommes und zwei kleine Biere probiert =0) Unser Fazit: Die Waffel war supergeil – dabei hat uns (als Zuckerentwöhnte) schon die „natur“-Variante ohne extra Zucker oder sonstigem Belag vollkommen ausgereicht. Die Pommes waren nicht besonders (da gibt’s wohl in Brüssel noch viel bessere und überhaupt nur dort die „Echten“) und das Bier war lecker. Zwar gleich mal 12 % Alkohol, aber man gönnt sich ja sonst nichts…

Am Abend schlafen wir zwei dann buchstäblich „unter der Brücke“. Ela hat in Bellem – zwischen Brügge und Gent – einen ruhigen Rastplatz für die Nacht entdeckt, der direkt an einem Kanal unter einer Brücke liegt. Aber alles halb so wild. In unserem Willi haben wir ja allen Komfort. Zum Abendessen gibt’s dann noch die Reste von unserer gestrigen Delikatessen-Fatsche aus Frankreich – diesmal ohne Nebenwirkungen =0)

Saarbrücken bis Avignon

Auf unserem Weg nach Südspanien geht es durch Frankreich – bis zur Mittelmeerküste. Wir wollen natürlich noch ein bisschen was vom Land sehen. Außerdem möchten wir (wie immer) so günstig wie möglich reisen. Daher meiden wir die Autobahnen – die fast immer mautpflichtig sind – und nutzen lieber die meist parallel dazu verlaufenden Landstraßen. Da wir mit unserem Willi eh nicht schneller als 80 km/h fahren können, ist es auch egal, wo wir lang fahren. In den nächsten Tagen auf dem Weg zur Küste übernachten wir meistens irgendwo auf kleineren Abstellplätzen außerhalb der großen Städte. Über das Camping in Frankreich lesen wir vor allem viel über Einbrüche und Diebstähle in Wohnwägen und -mobile. In den Großstädten und vor allem in der Gegend in und um Lyon soll es besonders schlimm sein. Da wir ohnehin keine Freunde von großen Städten sind, „besichtigen“ wir Orte wie Nancy, Dijon oder Lyon lieber tagsüber vom Auto aus und suchen uns für die Nacht eher abgelegene Plätze. Über die verschiedensten Apps findet man eigentlich immer was.

In Avignon machen wir dann mal einen längeren Stop. Eigentlich halten wir hier nur, weil uns das bekannte französische Kinderlied wieder einfällt: „Sûr le pont dÁvignon…“. Wenn wir schon mal hier sind, können wir uns dann auch gleich mal die viel besungene Brücke ansehen. Wir stellen unseren Willi auf der kleinen Insel Île de Piot ab und fahren mit unserer Goldie in die Innenstadt. Was wir bis dahin noch nicht wussten: Avignon war von 1309 bis 1423 Papstsitz und hat auch heute noch einen gut erhaltenen historischen Stadtkern, der uns ein wenig an den Vatikan erinnert. Nachdem wir im Stau die Stadtmauern passiert und tatsächlich noch einen freien Parkplatz gefunden haben!!! nutzen wir den Rest des Tages, um hier alles zu erkunden. An der aus dem Lied bekannten Brücke machen wir natürlich auch noch halt. Leider ist nicht mehr viel davon übrig. Da uns 5,- EUR Eintritt pro Person für eine kaputte Brücke, auf der man dann nur ein paar Meter lang laufen kann, definitiv nicht das Geld wert ist, gibt’s nur Bilder von außerhalb =0) Am Abend geht’s dann zurück zu unserem Willi.

#109 – Woche in Bildern

Woche 109 – Tallinn – Helsinki – Pärnu

Tallinn 09. – 12.11.2015

Nach dem eher schlechten Wetter der letzten Tage hier in Tallinn nutzen wir diese Woche, um uns näher mit der estnischen Hauptstadt vertraut zu machen. Das Herzstück ist die alte und gut erhaltene Altstadt mit ihrer Stadtmauer und den engen Gassen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und einer Wochenkarte kommt man hier am besten überall hin. Interessant finden wir zudem, dass in Estland vor kurzem ein Gesetz verabschiedet wurde, dass jedem Esten kostenloses Internet im gesamten Stadtbereich zusichert – das ist doch mal fortschrittlich. Für uns Touris gilt das also leider nicht, aber der Ansatz ist super – vor allem mit Blick auf Deutschland, was nach wie vor diesbezüglich mehr als rückschrittlich aufgestellt ist…
In der Innenstadt wollen wir dann in einer sehr bekannten Kneipe einkehren, in der man lecker gefüllte Pfannkuchen bekommt, leider wissen das auch viele andere hier und so müssen wir uns erstmal einen Tisch “erkämpfen”, den wir dann noch mit zwei Mädels aus der Stadt teilen. Aber es hat sich gelohnt, die Pfannkuchen sind super lecker…
In den nächsten Tagen fahren wir dann noch ins Eishockey-Stadion, wo wir uns einen traditionellen Markt ansehen können – viele Menschen hier tragen traditionelle Trachten und zeigen uns  Nahrungs-, Kleidungsmittel und Handwerrkskunst aus der Vergangenheit, die sich größtenteils noch bis heute erhalten haben.
Da das Stadtgebiet nicht sehr groß ist und Tallinn an der Ostseeküste liegt, ist ein Naturpark am Wasser natürlich auch nicht weit. Lange Spaziergänge entlang der schönen Küste – und das fernab von jedem Stadtlärm – können wir nur empfehlen =0)

Freitag, 13.11.2015 Helsinki

Heute geht’s nach Finnland. Dazu musst du HIER klicken

 

Pärnu, 14.-15.11.2015

Nach dem gestrigen Ganztagesprogramm ist heute ausruhen und packen angesagt. Heute Abend fahren wir mit dem Bus weiter nach Pärnu. Die kleine Touristenstadt am Rigaischen Meerbusen what uns Michail – unser Couch-Host – empfohlen. Über booking.com haben wir uns ein günstiges Hostel gebucht, erstmal nur für 2 Nächte – mal sehen.
Wir verabschieden uns von Michail und danken ihm für seine Gastfreundschaft, bevor wir den Wegzum Busbahnhof nehmen.
Nach ein paar Stunden Busfahrt erreichen wir schließlich Pärnu. An der Rezeption im Vintsi Hostel sind wir dann gleich zweimal überrascht. Zum Einen, weil wir uns mit dem EIgentümer im besten Deutsch unterhalten können, zum Anderen aber – und da hat’s uns echt die Sprache verschlagen – weil wir am Empfang noch einen Franzosen treffen, der PERFEKT DEUTSCH spricht, OHNE AKZENT !!! Also wir haben ja schon viele Franzosen getroffen, aber sowas haben wir noch nie erlebt… Naja so verbringen wir den ganzen Abend, ohne erstmal einzuchecken – am Empfang und unterhalten und über die Greschichte Estlands und Pärnu (was eigentlich mal Pärnau hieß -> deutscher Name). Der Inhaber sammelt alte Bücher und Zeitungen, die von der Geschichte des Landes erzählen. So versinken wir in deutschen Straßenführern von 1895 und alten Zeitschriften, die von der deutschen Besiedelung der Gegend berichten… gegen Mitternacht beziehen wir dann unser gemütliches Zimmer.

Am nächsten Tag soll Pärnu mal zeigen, was es zu bieten hat – zunächst ertmal schlechtes Wetter !!! Wir laufen zielstrebig zum Strand und von da aus quer durch die kleine Stadt, die in der Nebensaison natürlich wie ausgestorben wirkt. Das Wetter wird nicht besser und sobesorgen wir uns ein paar Lebensmittel für’s Abendessen und machen es uns den Rest des Tages im Zimmer gemütlich. Das unsere Reise am nächsten Morgen abrupt enden sollte, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht…