Tag Archive : italien

letzte Tage auf Sizilien

Back to Catania 14.02. – 16.02.2018

Gleiche Stadt, anderer Stadtteil. Franze hat sich wieder um die Buchung einer Unterkunft gekümmert. Diesmal wohnen wir am Bellini-Park. Oben im 5. Stock in einer riesigen Wohnung verbringen wir die letzten gemeinsamen Tage auf Sizilien. Während Christian mit ein paar Graffiti-Sprayern aus der Stadt noch einen „Maltag“ einlegt, schlendern wir restliche 4 noch einmal durch die Stadt.

Wir verabschieden die 3 am 16. wieder am Flughafen und treten unseren Heimweg zu unserem Willi in Bianco wieder an. Dieses Mal wollen wir aber noch zum Ätna hoch. Heute ist die Sicht auf den Vulkan SUPER-KLAR und zudem ist er komplett in Schnee gehüllt. Naja bis ganz nach oben kommen wir dann aber doch nicht, die Straßen sind zu sehr vereist…

So vergehen am Ende 3 Wochen mal wieder viel schneller als man denkt. Über Messina, wo wir wieder die Fähre nach Reggio Calabria bzw. Villa San Giovanni nehmen, geht’s weider nach Bianco und zu unserem Wohnwagen zurück.

Seit dem 16.2. sind wir also wieder in Bianco. In den nächsten Tagen genießen wir nochmal die milden Temperaturen Süditaliens, bevor es dann bald wieder Richtung Deutschland geht…

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Licata und Agrigent

Licata 05.02.-13.02.2018

Unsere Sizilien-Rundfahrt führt uns nach Licata, nahe Agrigent im weiter westlichen Teil der Südküste. Licata ist eine kleine Hafenstadt mit ca. 37.000 Einwohnern. In den nächsten Tagen fahren wir immer wieder mal „rein“ und erkunden die Ecken, die wir eben noch nicht kennen. Unser Haus hier liegt sogar direkt am Strand! Das heißt: Gartentor auf und schon ist man direkt am Wasser – Wahnsinn!!! und nachdem wir kapiert haben, wie das mit der Heizfunktion der Klimaanlage funktioniert, ist es im Haus auch angenehm. Ähnlich wie in Spanien letztes Jahr, sind die Häuser hier auf Sizilien eher für den Sommer gebaut – dunkel und kühl, mit Steinböden und meist ohne Heizung.

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Agrigent – Tal der Tempel und Türkentreppe – 07.02.18

Der Hauptgrund, warum wir in Licata wohnen heißt Agrigent. Die ca. 30 km entfernte Stadt gilt als ein touristisches Highlight Siziliens. Das liegt im Wesentlichen an den Tempelbauten, die man hier sehen kann. Wir starten früh am Morgen und verbringen ca. 3-4 Stunden im „Tal der Tempel“. Später gibt’s Hausmannskost im Ort und am Nachmittag noch einen Ausflug zur Sandtreppe, der sogenannten „Scala dei Turchi“ – der Türkentreppe im nahe gelegenen Realmonte.

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Siziliens Hinterland 13.02. 

Heute darf „Mutti“ mal zu Hause bleiben und sich entspannen, während Christian, die Kleine, und wir beide einen Ausflug ins Hinterland machen. Unsere Fahrt führt uns über abenteuerlichste Straßen bis nach Mazzarino. Hier fallen wir mal wieder bei einem Café ein, um – was auch sonst – einen Kakao zu genießen. Ein paar kleine Mini-Sahnetorten gibt’s natürlich auch =0). Bevor wir schon wieder zurück wollen, entdecken noch einen Festumzug. Mit tosendem Lärm und Musik aus allen Richtungen verfolgen wir 4 das Treiben. Und vor allem unsere kleine Toni ist ganz begeistert von den vielen verschiedenen Verkleidungen und Schauwagen, die durch die Straßen rollen.

Am 14.2. geht es dann wieder zurück nach Catania. Von da aus werden unsere drei Torgauer in ein paar Tagen wieder nach Hause fliegen.

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Pozzallo, Syrakus und Noto

Pozzallo 29.01.-07.02.2018

Nach 2 Tagen Großstadt werden wir die nächsten Tage im abgelegenen Südosten Siziliens, genauer gesagt zwischen Santa Maria del Focallo und Granelli – in der Nähe von Pozzallo verbringen. Franze hat für uns ein schönes Ferienhaus gemietet, mit einem riesigem Wintergarten als Wohnzimmer und nur 100 Meter vom Strand entfernt. Leider ist das Wetter – zwar sonnig – aber nicht sehr warm, so dass kein richtiges Badeurlaubs-Feeling aufkommen will. Für uns zwei ist es aber so schön ruhig, so dass wir uns nach dem Großstadtrummel in Catania wieder entspannt der Meditation und dem Yoga widmen können. Und da unser Häuschen auch einen hausinternen Pizzaofen hat, gibt’s natürlich auch mal selbst gemachte Pizza – in herzhalft und süß =0)

So vergehen die nächsten Tage im und um das Haus – entspannen, lesen, Strandspaziergänge, Sport und dann ist da ja immer noch die kleine Toni, die uns alle und vor allem ihre Eltern immer schön auf Trapp hält. Zur Zeit bekommt sie einen neuen Zahn nach dem anderen. Und sie fängt jetzt an, längere Strecke selbständig zu laufen. Da passiert also gerade ganz schön viel im Körper und Köpfchen von der Kleinen. Die Nächte sind daher vor allem für die Mama sehr kurz. Naja, wir beide versuchen, die zwei so gut es geht zu unterstützen. Zumindest kommen wir mit der kleinen Maus ganz gut zu Recht, so dass die Eltern auch mal längere Zeit für sich sein können – ist ja schließlich auch ihr Urlaub =0)

Syrakus und Noto, 03.02.2018

Und auch wir zwei machen mal einen Ausflug nur zu zweit. So fahren wir am Samstag nach Syrakus und Noto. Beide Städte sind vor allem wegen ihrer gut erhaltenen Altstädte bekannt. Syrakus war vor allem in der Antike mächtig und kulturell sehr bedeutsam. Der Philosoph Cicero nannte sie einst „die größte und schönste aller griechischen Städte“. Mit ihren knapp 100.000 Einwohnern ist sie nicht zu groß und die Altstadt, die sich auf der 40 ha großen Insel Ortygia befindet, gefällt uns doch sehr gut. Wir entdecken direkt am Markt (heute ist auch gleich noch Markttag – juhuu =0) einen kleinen Feinkostladen, bei dem wir eine Probierplatte als Mittagssnack einnehmen – unfassbar lecker. Für den Archäoligischen Park reicht dann die Zeit heute leider nicht mehr.

Am späteren Nachmittag nehmen wir auf dem Rückweg nach Pozzallo noch Noto mit, eine kleine Bergstadt im Hinterland der sizilianischen Ostküste. Wir sind ja gut gestärkt und so schafft auch Ela mit ihrem immer größer werdenden Schwangerschaftsbäuchlein die vielen Stufen und bergigen Wege, die sich durch die ganze Altstadt ziehen. Auf dem Weg zurück zum Auto lassen wir uns in einer Pasticciaria nieder und schlemmen noch ein wenig, packen noch ein paar Leckereien für Franze und Christian ein und trudeln in der Dunkelheit wieder im Strandhaus ein.

„Winterlager“ in Bianco

Am 22.12. endet unsere Italien-Rundfahrt dann an einem freien Stellplatz in Bianco, nahe Siderno, am Rande des Aspromonte-Nationalparks. Über unsere Stellplatz-App CamperContact haben wir uns den Platz schon vor Wochen rausgesucht. Wir können hier direkt am Strand stehen und haben zudem einen Wasserzugang und eine Entleerungsmöglichkeit für die Toilette auf dem Platz. Bis zum Wasser sind es nur 30 Meter und Rico nutzt das Meer (als Einziger auf dem Platz) immer wieder zum Baden =0)!!! Die Kommune stellt den Platz hier extra für Camper frei zur Verfügung. Sogar Mülltonnen sind für uns aufgestellt worden. Um die Entleerung der Grube müssen wir uns dafür selber kümmern, dafür gibt jeder immer mal einen kleinen Obolus in die Gemeinschaftskasse. Auf dem Platz sind wir mit unserem Wohnwagen – wie eigentlich immer – die Exoten. Die „Gemeinde“ der Camper besteht zu ca. 50 % aus Italienern und 50% Deutschen bzw. Österreichern. Viele kommen jedes Jahr hier her, so dass sich hier schon so eine Art eingeschworene Gemeinde gebildet hat, die sich immer wieder um neue Ankömmlinge erweitert. Wir werden herzlich aufgenommen und verbringen hier eine wunderbare Zeit. Hin und wieder gibt es besondere Anlässe, so zum Beispiel natürlich Weihnachten, wo wir uns alle an einer großen Tafel zusammen finden. Jeder bringt dazu was mit. Durch den Kontakt zu den Italienern gelingt vor allem Rico das Erlernen der italienischen Sprache immer besser. Bisher hat er immer fleißig mit seiner Duolingo-App auf dem Handy geübt. Hier kann er sich nun live ausprobieren.

Im Ort bekommen wir auch alles was wir brauchen. Nur unseren Quark, den wir zum Frühstück essen, müssen wir in einen Lidl fahren, Quark gibt es in Italien nämlich nur dort. Da der nächste Lidl ca. 40 km entfernt ist, lernen wir so beim Einkaufen gleich noch die umliegende Region kennen. Außerdem können wir im nächsten Ort, in Ferruzzano, unsere Gasflasche befüllen lassen.

So vergehen die Tage und Wochen in Bianco. Wir machen immer mal wieder kleine Ausflüge in den Nationalpark des Aspromonte und in die umliegenden Orte. Immerhin, trotz fortschreitender Schwangerschaft macht Ela unsere 4-Stünden-Wandertour durch die Berge immer noch sehr gut mit =0)

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Ende Januar werden wir dann unseren Willi für 3 Wochen stehen lassen und mit Freunden Sizilien erobern…

Apulien bis Kalabrien

von Lecce nach Bianco 17.-22.12.17 

Nach Lecce geht unsere Reise weiter Richtung Stiefelspitze Italiens. Wir reisen weiter nach Gallipoli, wo wir uns die schöne Altstadt, die sich auf einer vorgelagerten Insel befindet, wieder mit dem Rad erkunden. Das Wetter ist sonnig und so kommen wir am Eisstand nicht vorbei =0) Später am Nachmittag fahren wir weiter bis nach Porto Cesareo.

Am nächsten Tag fahren wir auf in Veglie vorbei. Von Pino, unserem Couchsurfing-Host und neuen Freund aus Venedig haben wir einen Tipp bekommen, wo wir hier gutes Olivenöl bekommen. Bei D’Amato kosten wir uns dann durch die verschiedenen Sorten, bekommen noch eine kleine Werksführung und fahren zufrieden mit 5 Liter besten Olivenöls weiter über Taranto und Massafra. Die folgenden Tage verbringen wir am Strand der kalabrischen Küste jeweils mit schönen Stellplätzen am Meer bei Pisticci, Nova Siri und Catanzaro.

Brindisi und Lecce: Besuch aus der Heimat

Brindisi, 5. – 6.12.2017

Am 5.12. fahren wir weiter entlang der italienischen Ostküste. Von Savelletri aus fahren wir nach Brindisi. Hier treffen wir uns mit Lutzi, einem guten Freund aus der Heimat. Lutz hat uns schon in Australien „on the road“ besucht. Diesmal hat er die Strecke von Frankfurt bis nach Brindisi mit dem Zug auf sich genommen. Nach ca. 16 Stunden Fahrt hat auch er es an die kleine Hafenstadt geschafft. Wir zwei haben derweil einen guten und ruhigen Übernachtungsplatz direkt von der Stadt gefunden und erkunden die nächsten Tage Brindisi und Umgebung gemeinsam. Natürlich müssen wir mit ihm auch eine Cioccolata con Panna trinken und die eine oder andere kulinarische Spezialität der Region probieren.

Lecce und Umgebung, 7. – 16.12.

Nach 2 Tagen in Brindisi fahren wir dann alle gemeinsam nach Lecce weiter. Hier hat sich unser Lutz in einem Bed&Breakfast eingemietet während wir für uns in San Cataldo, etwas außerhalb der Stadt, einen schönen Platz am Meer gefunden haben. Von hier aus starten wir dann immer mal nach Lecce, nach Otranto oder in den anliegenden Nationalpark Le Cesine. Nebenbei tauschen wir uns natürlich über die aktuellen Geschehnisse seit unserem letzten Treffen aus. So ist Lutzi zum Beispiel Attac beigetreten und unterstützt die Gruppe in Frankfurt kräftig. Vor allem die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowie bewusster Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten stehen dabei im Vordergrund. Wir sind sehr interessiert und tauschen uns über alle mögliche Themen aus. Von Ernährung über die Zukunft der Arbeit und Mobilität, Naturwissenschaft hin zu Meditation, Esotherik, Astrologie und Yoga sind unsere Ausflüge immer sehr anregend und unterhaltsam. In Lecce führt das sogar dazu, dass wir uns aber mal so richtig verlaufen. Die Gassen in der Altstadt sind sehr eng und verwinkelt und als wir an einem Abend an ein und dem selben Parkplatz zum 4. Mal vorbei kommen, müssen wir alle lachen.

Irgendwann steht dann aber der Abschied von Lutzi an. Wir zwei bleiben noch ein paar Tage in San Cataldo. Hier treffen wir auch Jan wieder, den wir in Barletta getroffen hatten. Er bleibt auch ein paar Tage hier und so verbringen wir den größten Teil der Zeit gemeinsam – mit Gitarre spielen, kochen, häkeln, quatschen… Als sich Jan dann unsere Festplatte mal ansehen will, bzgl. Bildertausch usw. passiert dann allerdings ein Missgeschick. Er steckt den Stecker von Laptop-Ladekabel in die Festplatte, die ab dahin nicht mehr funktioniert… alle unsere Bilder uns sonstige Daten Futsch! Naja, wir hoffen, dass wir die Platte in Deutschland irgendwie wieder gerettet bekommen…

In den nächsten Tagen machen wir auch eine kleinere Radtour bis nach Roca. Der Babybauch von Ela wächst stetig und wirkt sich vor allem auf ihre Kondition aus, deswegen werden die kommenden Ausflüge wohl kürzer =0)

Neue Gasflasche – gar nicht so einfach in Italien:

Unsere Gasflasche ist leer und eine Herausforderung sondersgleichen ist es, in Italien eine Gasflasche zu bekommen. In Deutschland bekommt man sie in jedem Baumarkt und an vielen Tankstellen – einfach die alte hinbringen und gegen eine neue tauschen. Aber in Italien ist das gar nicht so einfach. Man bekommt hier nämlich nur dann eine Gasflasche, wenn man eine italienische Steuernummer hat!!! Wir fragen bei verschiedenen Gas-Anbietern hier in Lecce an aber niemand kann uns eine Gasflasche geben… Also wenden wir uns an unseren lieben Freund Pino in Venedig. Er gibt uns seine Steuernummer und so bekommen wir bei Ultragas eine neue Gasflasche. Unsere vorhandene Gasflasche bekommen wir hier nicht getauscht und generell in Italien nur in Ausnahmefällen wieder befüllt… also schleppen wir sie erstmal leer mit uns mit.

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Adriaküste bis Apulien

25.11.-1.12. Unsere Reise geht weiter Richtung Süden. Schließlich wollen wir den Winter in der Wärme Süditaliens verbringen. Bis dahin haben wir noch ordentlich Strecke vor uns. Entlang der Küste ist unsere Strecke sehr flach, ganz im Gegensatz zum Inland durch das sich die Appeninen von Norden bis runter nach Sizilien ziehen. Deswegen nehmen wir den „umweg“ entlang der Küste gern in Kauf zumal wir mit unserem Gespann ungern in den Bergen unterwegs sind – da hat unsere Goldie einfach nicht genug Power für entspanntes Fahren auf steilen Straßen…

Wir sind ehrlich gesagt generell sehr überrascht davon wie bergig Italien insgesamt ist – wir dachten irgendwie nach den Alpen im Norden und ein bisschen Appeninen geht’s dann Richtung Süden nur noch flach weiter. Aber dass sich die Appeninen komplett durch Italien ziehen – das Land die Form eines Stiefels vor allem deswegen hat, weil die Bergformation sich genau so gebildet hat, war in unseren Erwartungen irgendwie nicht so vorgesehen. Zudem erstaunt uns die Größe des Landes doch ganz schön. Vom Gardasee oben im Norden am Ende der Alpen bis nach Sizilien sind es immerhin fast 1.300 Kilometer direkte Strecke!!! Das ist ungefähr so weit wie die Strecke von München bis nach Barcelona!!! Mit den kleinen Ausflügen abseits der Hauptverkehrsstraßen sowie der Tatsache, dass wir geld- und zeitbedingt die mautpflichtigen Autobahnen umfahren, kommt so ganz schön viel Strecke zusammen.

Barletta

So hangeln wir uns entlang der Adriaküste weiter und machen in Apulien, genauer gesagt in Barletta, einen etwas längeren Halt. Warum Barletta? Naja für uns geht’s vor allem darum ,dass wir gute Übernachtungsülätze für unser Gespann finden. Zudem umgehen wir größere Städte wie Pescara oder Bari gern. Wir finden in Barletta einen ruhigen Platz mit Blick aufs Meer und das Wetter wird langsam auch etwas besser. Im Laufe der nächsten Tage lernen wir dann Jan aus Hamburg kennen, der mit seinem Van quer durch Italien reist und ab Barletta ein Stück des Weges mit uns „geht“. Zudem spielt er gut und gern Gitarre und so kommt Rico auch mal wieder dazu, ein bisschen auf seiner Klampfe zu üben =0)

Savelletri am Meer, Ausgrabungen Egnatia

1.-5.12. Nach knapp einer Woche in und um Barletta fahren wir weiter Richtung Süden. In Savelletri finden wir einen sehr schönen Halteplatz am Meer. Zudem gibt’s hier in der Abgeschiedenheit weit weg von den touristischen Brennpunkten kleinere Ausgrabungsstätten, die wir gut zu Fuß erreichen können. In ein paar Tagen werden wir weiter nach Brindisi fahren, wo wir unseren lieben Freund Lutz aus Oberursel mal wieder on the road treffen. Mit ihm werden wir ein paar Tage gemeinsam an der Adriaküste entlang reisen und uns Brindisi und Lecce ansehen

San Marino

San Marino liegt nur wenig Kilometer vor der Adriaküste Riminis in Bergen. Die Fahrt geht eigentlich immer nur bergauf und es scheint auch nur eine Straße zu geben, an der sich der Zwergstaat entlang hangelt. Wir fahren bis ganz nach oben nach „San Marino City“ wenn man so will. Hier oben einen freien Parkplatz zu finden ist eine echte Herausforderung. Nur die extra für Kunden eines Tesla zur Verfügung gestellten Parkflächen dürfen von „normalen“ Autos nicht benutzt werden, auch wenn sie von ihren exklusiven Kunden nicht benötigt werden… Mit etwas Geduld wird dann doch noch ein Parkplatz für uns frei und wir erkunden die Altstadt auf dem Titano-Berg. Im November scheint hier nicht viel los zu sein und so genießen wir absolute Menschenleere und Ruhe bei unserem Rundgang um die Burganlage und die Altstadt mit ihren vielen kleinen Gassen. Außerdem ist die Aussicht von hier oben – nach Westen auf die Berge im italienischen Hinterland und im Osten bis runter an die Strände von Rimini – grandios.

Zudem gibt es zum Zwergstaat sehr interessante Facts:

San Marino gilt als die älteste bestehende Republik der Welt. Mit 60 km² gilt es nach dem Vatikan, Monaco, Nauru und Tuvalu als der fünftkleinste Staat der Welt. Interessant ist auch, dass San Marino kein Mitglied der EU ist, aber trotzdem den EURO als Währung besitzt (ob das jetzt daran liegt, dass San Marino vor allem wegen seiner Steuervorteile gewisse Privilegien hat, ist reine Spekulation). Immerhin zählt es zu den reichsten Ländern der Welt, hat keine Staatsschulden und kaum Arbeitslose. Für uns sieht es aus wie eine große Hauptstraße, die zu einem Berg hochführt, mit kleinen steilen Seitenstraßen und vielen Neubau-Häusern. Ansonsten gibt es für uns außer den alten Festungsanlagen und die Altstadt nicht viele Besonderheiten zu erkennen.

zurück in die Emilia-Romagna

21.-22.11. Comacchio

Unsere nächste Zwischenstation ist Commacchio – eine der vielen Tipps von unserem lieben Pino. Der kleine Ort mit seinen Wasserkanälen liegt in unmittelbarer Nähe des Po-Deltas. Es wirkt hier ein wenig venezianisch, nur viel rugier und kleiner. Später fahren wir auch mal zum Delta des Pos – Italiens größtem Fluß. Am Meer machen wir wegen sehr starker Winde allerdings schneller wieder Kehrt als gedacht.

22.-24.11. Rimini und San Marino

Von Comacchio aus geht es weiter entlang der italienischen Ostküste bis nach Rimini. An einem Park in der Nähe der bekannten Urlaubsstadt stellen wir unseren Willi ab und erkunden zunächst erst mal San Marino, was hier direkt „um die Ecke“ oben in den Bergen liegt.

Zum Artikel zu San Marino geht’s HIER

Radtour durch Rimini

In Rimini nutzen wir dann mal wieder unsere Fahrräder für eine ausführliche Stadt-Tour. Die Stadt mit ihren ca. 150.000 Einwohnern ist in der Nebensaison natürlich ebenfalls sehr ruhig. Schließlich ist Rimini vor allem als Badeort im Sommer berühmt. Die Altstadt im Zentrum ist sehr übersichtlich und daher für uns per Fahrrad schnell umkurvt. Im Zentrum gönnen wir uns mal wieder einen Kakao mit extra viel Sahne =0) bevor es dann zum Hafen und von da mit dem Auto wieder zurück zum Wohnwagen geht.

Venetien – Unsere Kamera geklaut!!!

— Da unsere Kamera in späteren Reiseverlauf gestohlen wurde, gibt’s leider keine Bilder von Venedig und Umgebung =0( —

Couchsurfing in Venedig – zurück in den Norden

Bevor wir den Gardasee Ende Oktober verließen, haben wir uns nach einem Couchsurfing-Platz in Venedig umgesehen und sind schließlich bei Pino, einem Deutsch-Italiener fündig geworden. Da Pino allerdings zu dieser Zeit selber im Urlaub war und erst ab dem 14.11. wieder zu Hause sein würde, haben wir die Zeit dazwischen in der Toskana verbracht. Nun hieß es für uns also: nochmal in den Norden.

Schneesturm auf der Autobahn:

Von Viareggio aus ging die Fahrt erstmal nach Florenz mit einem kurzen Zwischenstop und Stadtbesichtigung und anschließend von da über die Autobahn durch die Appeninen über Bologna weiter bis nach Padua. Unterwegs trafen wir dann auch gleich noch auf einen Schneesturm der Extraklasse. Glüchlicherweise besteht die Autobahnstrecke zwischen Florenz und Bologna zu gefühlt 85 % aus Tunneln, so dass wir nur kurzzeitig leichte Panik bekamen, ob wir mit unserem Wohnwagen bergauf auf den verschneiten Straßen stecken bleiben würden… Ab Bologna ging es dann wieder besser. In Padua, der berühmten Universitätsstadt vor den Toren Venedigs, machten wir mal wieder eine ausgedehnte Radtour bevor wir am nächsten Tag zu Pino und zum Couchsurfen fahren.

Venedig 15.-18.11.2017

Von Padua aus (mit einer Zwischenübernachtung in Dolo) landeten wir also bei Pino. Er wohnt in Fiesso d’Artico, ca. 30 km vor den Toren Venedigs. Pino lebte bis zu seinem 15. Lebensjahr in Hamburg und beherrscht somit deutsch und italienisch bestens. Zudem arbeitet er bei der Steuerfahndung und kennt daher über ganz Italien gute Plätze, Unternehmen usw. Er wird für die kommende Zeit sowas wie unser Reisebegleiter aus der Ferne =0)

Am ersten Tag erkunden wir mit ihm gemeinsam Venedig und lernen die Stadt sozusagen aus der Sicht eines Einheimischen kennen. Er führt uns in die verlegensten Plätze und in verschiedene Bars und Restaurants – seine Hood sozusagen.

Am nächsten Tag machen wir beide dann ohne ihn noch einen weiteren Ausflug zu den umliegenden Inseln Murano, Mazzorbo und Burano. Mit dem Wassertaxi und einem Tagesticket kommt man überall bequem hin.

Den dritten Tag verbringen wir vor allem mit einer ausgedehnten Fahrradtour rund um Fiesso.

Später machen wir mit Pino und seiner sympatischen Freundin Steffi noch einen wundervollen Ausflug in die Berge und schauen uns Asolo und Bassano del Grappa an, wo auch der gleichnamige Branntwein in zahlreichen Destillerien gebrannt wird.

Sonntag 19.11., Diebstahl und zerstochener Reifen

Nach einer wunderschönen Zeit mit Pino und seiner Familie geht unsere Reise nun wieder runter in den Süden. Diesmal fahren wir an der Ostküste entlang. Nicht weit weg von Venedig, in Porto Viro werden wir dann auf einem Lidl-Parkplatz beklaut. Auf dem Rückweg vom Einkauf zum Auto und Wohnwagen merken wir, dass einer der Reifen am Willi platt ist. Erst wollen wir den Reifen mit Hilfe eines Reparaturkits reparieren aber das Loch ist zu groß. Da hat sich wohl jemand mit einem Messer oder einem anderen spitzen Gegenstand dran vergriffen. Wir rufen bei Pino an und fragen ihn nach Rat (es ist schließlich Sonntag und alle Läden sind zu) =0( keine 10 Minuten später hat er schon eine Werkstatt direkt um die Ecke gefunden, die uns helfen kann. Wir stellen den Anhänger und uns im Ort ab und können am übernächsten Tag weiter fahren (unsere Reifen haben leider eine Spezialabmessung und waren daher nicht auf Lager vorrätig). Zudem mussten wir auch feststellen, dass unsere Kamera weg ist. Noch während wir am Lidl-Parkplatz am kaputten Reifen zu Gange waren muss jemand ins Auto geschlichen sein und sich unsere Kamera gekrallt haben. Daher haben wir leider auch keine Bilder mehr seit Viareggio…

Nunja, so erkunden wir halt die Gegend um die kleine Stadt Porto Viro und den Nationalpark des Po-Deltas und machen von nun an Bilder per GoPro oder mit unseren alten Handys…

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