Tag Archive : Backpacker

„Winterlager“ in Bianco

Am 22.12. endet unsere Italien-Rundfahrt dann an einem freien Stellplatz in Bianco, nahe Siderno, am Rande des Aspromonte-Nationalparks. Über unsere Stellplatz-App CamperContact haben wir uns den Platz schon vor Wochen rausgesucht. Wir können hier direkt am Strand stehen und haben zudem einen Wasserzugang und eine Entleerungsmöglichkeit für die Toilette auf dem Platz. Bis zum Wasser sind es nur 30 Meter und Rico nutzt das Meer (als Einziger auf dem Platz) immer wieder zum Baden =0)!!! Die Kommune stellt den Platz hier extra für Camper frei zur Verfügung. Sogar Mülltonnen sind für uns aufgestellt worden. Um die Entleerung der Grube müssen wir uns dafür selber kümmern, dafür gibt jeder immer mal einen kleinen Obolus in die Gemeinschaftskasse. Auf dem Platz sind wir mit unserem Wohnwagen – wie eigentlich immer – die Exoten. Die „Gemeinde“ der Camper besteht zu ca. 50 % aus Italienern und 50% Deutschen bzw. Österreichern. Viele kommen jedes Jahr hier her, so dass sich hier schon so eine Art eingeschworene Gemeinde gebildet hat, die sich immer wieder um neue Ankömmlinge erweitert. Wir werden herzlich aufgenommen und verbringen hier eine wunderbare Zeit. Hin und wieder gibt es besondere Anlässe, so zum Beispiel natürlich Weihnachten, wo wir uns alle an einer großen Tafel zusammen finden. Jeder bringt dazu was mit. Durch den Kontakt zu den Italienern gelingt vor allem Rico das Erlernen der italienischen Sprache immer besser. Bisher hat er immer fleißig mit seiner Duolingo-App auf dem Handy geübt. Hier kann er sich nun live ausprobieren.

Im Ort bekommen wir auch alles was wir brauchen. Nur unseren Quark, den wir zum Frühstück essen, müssen wir in einen Lidl fahren, Quark gibt es in Italien nämlich nur dort. Da der nächste Lidl ca. 40 km entfernt ist, lernen wir so beim Einkaufen gleich noch die umliegende Region kennen. Außerdem können wir im nächsten Ort, in Ferruzzano, unsere Gasflasche befüllen lassen.

So vergehen die Tage und Wochen in Bianco. Wir machen immer mal wieder kleine Ausflüge in den Nationalpark des Aspromonte und in die umliegenden Orte. Immerhin, trotz fortschreitender Schwangerschaft macht Ela unsere 4-Stünden-Wandertour durch die Berge immer noch sehr gut mit =0)

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Ende Januar werden wir dann unseren Willi für 3 Wochen stehen lassen und mit Freunden Sizilien erobern…

Apulien bis Kalabrien

von Lecce nach Bianco 17.-22.12.17 

Nach Lecce geht unsere Reise weiter Richtung Stiefelspitze Italiens. Wir reisen weiter nach Gallipoli, wo wir uns die schöne Altstadt, die sich auf einer vorgelagerten Insel befindet, wieder mit dem Rad erkunden. Das Wetter ist sonnig und so kommen wir am Eisstand nicht vorbei =0) Später am Nachmittag fahren wir weiter bis nach Porto Cesareo.

Am nächsten Tag fahren wir auf in Veglie vorbei. Von Pino, unserem Couchsurfing-Host und neuen Freund aus Venedig haben wir einen Tipp bekommen, wo wir hier gutes Olivenöl bekommen. Bei D’Amato kosten wir uns dann durch die verschiedenen Sorten, bekommen noch eine kleine Werksführung und fahren zufrieden mit 5 Liter besten Olivenöls weiter über Taranto und Massafra. Die folgenden Tage verbringen wir am Strand der kalabrischen Küste jeweils mit schönen Stellplätzen am Meer bei Pisticci, Nova Siri und Catanzaro.

Brindisi und Lecce: Besuch aus der Heimat

Brindisi, 5. – 6.12.2017

Am 5.12. fahren wir weiter entlang der italienischen Ostküste. Von Savelletri aus fahren wir nach Brindisi. Hier treffen wir uns mit Lutzi, einem guten Freund aus der Heimat. Lutz hat uns schon in Australien „on the road“ besucht. Diesmal hat er die Strecke von Frankfurt bis nach Brindisi mit dem Zug auf sich genommen. Nach ca. 16 Stunden Fahrt hat auch er es an die kleine Hafenstadt geschafft. Wir zwei haben derweil einen guten und ruhigen Übernachtungsplatz direkt von der Stadt gefunden und erkunden die nächsten Tage Brindisi und Umgebung gemeinsam. Natürlich müssen wir mit ihm auch eine Cioccolata con Panna trinken und die eine oder andere kulinarische Spezialität der Region probieren.

Lecce und Umgebung, 7. – 16.12.

Nach 2 Tagen in Brindisi fahren wir dann alle gemeinsam nach Lecce weiter. Hier hat sich unser Lutz in einem Bed&Breakfast eingemietet während wir für uns in San Cataldo, etwas außerhalb der Stadt, einen schönen Platz am Meer gefunden haben. Von hier aus starten wir dann immer mal nach Lecce, nach Otranto oder in den anliegenden Nationalpark Le Cesine. Nebenbei tauschen wir uns natürlich über die aktuellen Geschehnisse seit unserem letzten Treffen aus. So ist Lutzi zum Beispiel Attac beigetreten und unterstützt die Gruppe in Frankfurt kräftig. Vor allem die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowie bewusster Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten stehen dabei im Vordergrund. Wir sind sehr interessiert und tauschen uns über alle mögliche Themen aus. Von Ernährung über die Zukunft der Arbeit und Mobilität, Naturwissenschaft hin zu Meditation, Esotherik, Astrologie und Yoga sind unsere Ausflüge immer sehr anregend und unterhaltsam. In Lecce führt das sogar dazu, dass wir uns aber mal so richtig verlaufen. Die Gassen in der Altstadt sind sehr eng und verwinkelt und als wir an einem Abend an ein und dem selben Parkplatz zum 4. Mal vorbei kommen, müssen wir alle lachen.

Irgendwann steht dann aber der Abschied von Lutzi an. Wir zwei bleiben noch ein paar Tage in San Cataldo. Hier treffen wir auch Jan wieder, den wir in Barletta getroffen hatten. Er bleibt auch ein paar Tage hier und so verbringen wir den größten Teil der Zeit gemeinsam – mit Gitarre spielen, kochen, häkeln, quatschen… Als sich Jan dann unsere Festplatte mal ansehen will, bzgl. Bildertausch usw. passiert dann allerdings ein Missgeschick. Er steckt den Stecker von Laptop-Ladekabel in die Festplatte, die ab dahin nicht mehr funktioniert… alle unsere Bilder uns sonstige Daten Futsch! Naja, wir hoffen, dass wir die Platte in Deutschland irgendwie wieder gerettet bekommen…

In den nächsten Tagen machen wir auch eine kleinere Radtour bis nach Roca. Der Babybauch von Ela wächst stetig und wirkt sich vor allem auf ihre Kondition aus, deswegen werden die kommenden Ausflüge wohl kürzer =0)

Neue Gasflasche – gar nicht so einfach in Italien:

Unsere Gasflasche ist leer und eine Herausforderung sondersgleichen ist es, in Italien eine Gasflasche zu bekommen. In Deutschland bekommt man sie in jedem Baumarkt und an vielen Tankstellen – einfach die alte hinbringen und gegen eine neue tauschen. Aber in Italien ist das gar nicht so einfach. Man bekommt hier nämlich nur dann eine Gasflasche, wenn man eine italienische Steuernummer hat!!! Wir fragen bei verschiedenen Gas-Anbietern hier in Lecce an aber niemand kann uns eine Gasflasche geben… Also wenden wir uns an unseren lieben Freund Pino in Venedig. Er gibt uns seine Steuernummer und so bekommen wir bei Ultragas eine neue Gasflasche. Unsere vorhandene Gasflasche bekommen wir hier nicht getauscht und generell in Italien nur in Ausnahmefällen wieder befüllt… also schleppen wir sie erstmal leer mit uns mit.

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Adriaküste bis Apulien

25.11.-1.12. Unsere Reise geht weiter Richtung Süden. Schließlich wollen wir den Winter in der Wärme Süditaliens verbringen. Bis dahin haben wir noch ordentlich Strecke vor uns. Entlang der Küste ist unsere Strecke sehr flach, ganz im Gegensatz zum Inland durch das sich die Appeninen von Norden bis runter nach Sizilien ziehen. Deswegen nehmen wir den „umweg“ entlang der Küste gern in Kauf zumal wir mit unserem Gespann ungern in den Bergen unterwegs sind – da hat unsere Goldie einfach nicht genug Power für entspanntes Fahren auf steilen Straßen…

Wir sind ehrlich gesagt generell sehr überrascht davon wie bergig Italien insgesamt ist – wir dachten irgendwie nach den Alpen im Norden und ein bisschen Appeninen geht’s dann Richtung Süden nur noch flach weiter. Aber dass sich die Appeninen komplett durch Italien ziehen – das Land die Form eines Stiefels vor allem deswegen hat, weil die Bergformation sich genau so gebildet hat, war in unseren Erwartungen irgendwie nicht so vorgesehen. Zudem erstaunt uns die Größe des Landes doch ganz schön. Vom Gardasee oben im Norden am Ende der Alpen bis nach Sizilien sind es immerhin fast 1.300 Kilometer direkte Strecke!!! Das ist ungefähr so weit wie die Strecke von München bis nach Barcelona!!! Mit den kleinen Ausflügen abseits der Hauptverkehrsstraßen sowie der Tatsache, dass wir geld- und zeitbedingt die mautpflichtigen Autobahnen umfahren, kommt so ganz schön viel Strecke zusammen.

Barletta

So hangeln wir uns entlang der Adriaküste weiter und machen in Apulien, genauer gesagt in Barletta, einen etwas längeren Halt. Warum Barletta? Naja für uns geht’s vor allem darum ,dass wir gute Übernachtungsülätze für unser Gespann finden. Zudem umgehen wir größere Städte wie Pescara oder Bari gern. Wir finden in Barletta einen ruhigen Platz mit Blick aufs Meer und das Wetter wird langsam auch etwas besser. Im Laufe der nächsten Tage lernen wir dann Jan aus Hamburg kennen, der mit seinem Van quer durch Italien reist und ab Barletta ein Stück des Weges mit uns „geht“. Zudem spielt er gut und gern Gitarre und so kommt Rico auch mal wieder dazu, ein bisschen auf seiner Klampfe zu üben =0)

Savelletri am Meer, Ausgrabungen Egnatia

1.-5.12. Nach knapp einer Woche in und um Barletta fahren wir weiter Richtung Süden. In Savelletri finden wir einen sehr schönen Halteplatz am Meer. Zudem gibt’s hier in der Abgeschiedenheit weit weg von den touristischen Brennpunkten kleinere Ausgrabungsstätten, die wir gut zu Fuß erreichen können. In ein paar Tagen werden wir weiter nach Brindisi fahren, wo wir unseren lieben Freund Lutz aus Oberursel mal wieder on the road treffen. Mit ihm werden wir ein paar Tage gemeinsam an der Adriaküste entlang reisen und uns Brindisi und Lecce ansehen

San Marino

San Marino liegt nur wenig Kilometer vor der Adriaküste Riminis in Bergen. Die Fahrt geht eigentlich immer nur bergauf und es scheint auch nur eine Straße zu geben, an der sich der Zwergstaat entlang hangelt. Wir fahren bis ganz nach oben nach „San Marino City“ wenn man so will. Hier oben einen freien Parkplatz zu finden ist eine echte Herausforderung. Nur die extra für Kunden eines Tesla zur Verfügung gestellten Parkflächen dürfen von „normalen“ Autos nicht benutzt werden, auch wenn sie von ihren exklusiven Kunden nicht benötigt werden… Mit etwas Geduld wird dann doch noch ein Parkplatz für uns frei und wir erkunden die Altstadt auf dem Titano-Berg. Im November scheint hier nicht viel los zu sein und so genießen wir absolute Menschenleere und Ruhe bei unserem Rundgang um die Burganlage und die Altstadt mit ihren vielen kleinen Gassen. Außerdem ist die Aussicht von hier oben – nach Westen auf die Berge im italienischen Hinterland und im Osten bis runter an die Strände von Rimini – grandios.

Zudem gibt es zum Zwergstaat sehr interessante Facts:

San Marino gilt als die älteste bestehende Republik der Welt. Mit 60 km² gilt es nach dem Vatikan, Monaco, Nauru und Tuvalu als der fünftkleinste Staat der Welt. Interessant ist auch, dass San Marino kein Mitglied der EU ist, aber trotzdem den EURO als Währung besitzt (ob das jetzt daran liegt, dass San Marino vor allem wegen seiner Steuervorteile gewisse Privilegien hat, ist reine Spekulation). Immerhin zählt es zu den reichsten Ländern der Welt, hat keine Staatsschulden und kaum Arbeitslose. Für uns sieht es aus wie eine große Hauptstraße, die zu einem Berg hochführt, mit kleinen steilen Seitenstraßen und vielen Neubau-Häusern. Ansonsten gibt es für uns außer den alten Festungsanlagen und die Altstadt nicht viele Besonderheiten zu erkennen.

zurück in die Emilia-Romagna

21.-22.11. Comacchio

Unsere nächste Zwischenstation ist Commacchio – eine der vielen Tipps von unserem lieben Pino. Der kleine Ort mit seinen Wasserkanälen liegt in unmittelbarer Nähe des Po-Deltas. Es wirkt hier ein wenig venezianisch, nur viel rugier und kleiner. Später fahren wir auch mal zum Delta des Pos – Italiens größtem Fluß. Am Meer machen wir wegen sehr starker Winde allerdings schneller wieder Kehrt als gedacht.

22.-24.11. Rimini und San Marino

Von Comacchio aus geht es weiter entlang der italienischen Ostküste bis nach Rimini. An einem Park in der Nähe der bekannten Urlaubsstadt stellen wir unseren Willi ab und erkunden zunächst erst mal San Marino, was hier direkt „um die Ecke“ oben in den Bergen liegt.

Zum Artikel zu San Marino geht’s HIER

Radtour durch Rimini

In Rimini nutzen wir dann mal wieder unsere Fahrräder für eine ausführliche Stadt-Tour. Die Stadt mit ihren ca. 150.000 Einwohnern ist in der Nebensaison natürlich ebenfalls sehr ruhig. Schließlich ist Rimini vor allem als Badeort im Sommer berühmt. Die Altstadt im Zentrum ist sehr übersichtlich und daher für uns per Fahrrad schnell umkurvt. Im Zentrum gönnen wir uns mal wieder einen Kakao mit extra viel Sahne =0) bevor es dann zum Hafen und von da mit dem Auto wieder zurück zum Wohnwagen geht.

Toskana – Massa, Viareggio, Pisa, Lucca

 — Da unsere Kamera in späteren Reiseverlauf gestohlen wurde, gibt’s leider kaum Bilder von der Toskana und Venedig =0( —

4.11. – 14.11.2017

1 – Massa: Wir verlassen Parma und fahren weiter Richtung Süden. Dabei überqueren wir die Appeninen zum ersten Mal und erreichen die Westküste Italiens bei Massa. Hier gibt es einen ruhigen Stellplatz fast direkt am Meer. Das Wetter ist in den kommenden Tagen sehr regnerisch und grau. Nur ab und zu mal nutzen wir die Zeit für Strandspaziergänge oder Rico auch gern mal zum Baden =0)

2 – Viareggio: Unsere nächste Station ist dann Viareggio, eine kleine Stadt an der Westküste der Toskana. Wir verbringen über eine Woche in Viareggio. Wir stehen mit unserem Wohnanhänger am Parkplatz eines Sportzentrums, welches wohl nicht mehr genutzt wird. Zudem liegt der Platz nur 150 Meter vom Meer entfernt und direkt neben einem Waldgebiet. Wir nutzen die Tage also ausführlich für Radtouren in die Stadt und in die Natur.

– mobiles Internet in Italien –

In Viareggio besorgen wir uns dann auch eine italienische SIM-Karte. Speziell für unsere Ansprüche – wir suchen ein günstiges Daten-Paket zum Surfen im Internet – werden wir bei WIND fündig. Hier bekommen wir einen „Touristen-Tarif“, d.h. der gilt nur für Ausländer. Damit können wir für 9 € im Monat 20 GB surfen!!! Wahnsinn! Alle anderen Anbieter, die wir uns angesehen haben, waren bei weitem nicht so günstig.

3 – Pisa und Lucca:

Außerdem liegt Viareggio sehr günstig zu unserem nächsten Ausflugszielen Pisa und Lucca. Die beiden Orte sind wohl die bekanntesten Städte der Toskana. Pisa ist uns allerdings für eine Radtour zu groß und wuselig. Also geht’s zu Fuß durch die Stadt. Wir spazieren natürlich am weltberühmten schiefen Turm vorbei und zahlen am Toilettenhäuschen den aktuellen Rekordpreis von 1,50€!!! Naja, zumindest kann man das Gelände rund um den Turm und den Dom kostenfrei betreten. In einer der vielen Pistaccierias kommen wir mal wieder in den Genuss typischer italienischer Süßwaren und unserem heißgeliebten Kakao.

Lucca hingegen ist eine ganz niedliche Kleinstadt. Vor allem die Altstadt mit ihren typisch römischen engen und verwinkelten Gassen ist sehr gut erhalten und gefällt uns sehr gut. Zur Hauptsaison im Sommer möchten wir hier allerdings nicht sein. Das Gedränge können wir uns vorstellen… Am Piazza dell’ Anfiteatro bekommen wir ein leckeres Mittagessen bevor wir uns den Rest den Innendstadt-Bereichs ansehen… Später, bei Anbruch der Dunkelheit, erhält die Stadt mit beleuchteten Gassen und Gebäuden einen idyllischen Charme. Wir können gut verstehen, warum unsere Schwägerin ihren Sohn nach diesem schönen Ort benannt hat =0)

Italien-Trip, 1. Halt: Gardasee

28.10.2017 Erster Halt: Gardasee

Über die Brenner-Autobahn geht die Fahrt durch Österreich weiter bis an unsere erste Station, den Gardasee. Wir finden auch gleich einen ruhigen, freien Stellplatz für die nächsten zwei Nächte. Das Klima ist bereits hier im Norden Italiens wesentlich freundlicher als zu Hause in Deutschland. Bei unserer Erkundung der kleinen Touristenorte rund um den See entdecken wir auch gleich unsere neue kulinarische Sünde, die uns noch auf unserer gesamten Italienreise begleiten soll → Kakao mit Schlagsahne. Auch wenn Italien ja für seinen Kaffée berühmt und der kleine Espresso zwischendurch (der hier in Italien einfach nur Caffée heißt) zum Lebensalltag gehört, entdecken wir für uns – statt dessen – den sensationellen Kakao. Überall in den kleinen Pasticcerias (Konditoreien) bekommt man nämlich nicht einfach irgendwelchen Kakao – nein, dieser wird hier in mühevoller Hand- oder Maschinenarbeit langsam aufgeschlagen und hat fast die Konsistenz von Pudding – wahlweise in Vollmilch, Dunkel oder weiß erhältlich. Dazu kommt eine meist frisch aufgeschlagene feste und im Kontrast zum heißen Kakao dazu blendend passende kalte Schicht Schlagsahne hinzu – wir können nur sagen: Vergesst den Kaffée – entdeckt das Kakaotrinken!!!
Naja, in den ersten 2 Tagen in Italien umfahren wir schließlich den ganzen See, der dann doch um einiges größer ist als gedacht. Die Strecke, einmal rum, ist ca. 160 km lang. Schließlich grenzt der See gleich an 3 Regionen Italiens an – Südtirol, von wo wir kommen, die Lombardei im Westen und Venetien im Osten.
  

Bretagne – Couchsurfing in Rennes

Dienstag, 6.6.2017

Auf unserer Reise surch Frankreich erreichen wir die Region Bretagne. Und der Name ist vielversprechend. Schließlich ist er von Britannien abgeleitet und dass heißt für uns gleich mal Regen, Regen und nochmals Regen. Typisch englisches Wetter begleitet uns in den nächsten Tagen…
Bevor wir uns mit Lise-Marie treffen, nehmen wir auf der Strecke noch La Roche aux Fées mit.
Dabei handelt es sich um eine Megalith-Anlage aus der Jungsteinzeit. Die ganze Anlage ist noch gut erhalten. Es ist wirklich kaum vorstellbar, dass die Decksteine zwischen 20 bis 45 Tonnen wiegen sollen!!! Am Nachmittag treffen wir dann bei unserem Couchsurf-Platz ein. Lise-Marie wohnt in Chartres-de-Bretagne, südlich von Rennes. Wir waren sehr an ihrer Lebensgeschicht interessiert, da sie auf ihrem Profil angegeben hatte, dass sie neben französich auch englisch und NEPALESISCH spricht. Sie erzählt uns, dass sie vor ein paar Jahren in Nepal gelebt hat, dort einen Mann geheiratet und mit ihm ein Kind bekommen hat. Später ist sie mit den beiden nach Frankreich zurück gekehrt, die Ehe ging in die Brüche und nun leben die beiden getrennt und haben die kleine abwechselnd bei sich. Das ist ganz schön viel Geschichte für eine Frau in unserem Alter.
Wir verbringen eigentlich fast den ganzen Tag bei Ihr und tauschen unsere Erlebnisse und Ideen aus. Zum Abendessen zaubert sie uns herzhaft gefüllte Crèpes (die Crèpes werden dabei in Butter angemacht und nach und nach befüllt, dadurch werden sie schön knusprig). Am nächsten Morgen gibt’s noch ein gemeinsames Frühstück, bevor Lise-Marie zur Arbeit muss. Etwas später starten wir dann auch.

back to France – Messanges & Dune du Pîlat

Messanges 31.5.-1.6.

Nach einer kulinarischen Verwöhn-Tour in San Sebastian wollen wir heute entlang der spanischen Atlantikküste über die „Grenze“ nach Frankreich fahren. Heute ist Ricos Geburtstag, in den wir gestern rein gefeiert haben, also gehen wir den Tag langsam und spät an. Nach einer gemütlichen Fahrt über die Grenze decken wir uns erstmal für ein leckeres Mittagessen ein. In Messanges finden wir dann einen „kostenlosen“ Stellplatz in Strandnähe. Eigentlich handelt es sich um einen Ausweichparkplatz auf einer Wiese, der mit einer Höhenschranke für Wohnmobile und Wohnwagen abgesperrt ist. Aber die Franzosen nehmen es mit der Gesetzgebung ja nicht so genau, haben den Schlagbaum kurzerhand außer Gefecht gesetzt und nun einen „Campingplatz“ für sich und uns geschaffen. Das Wetter ist bombastisch und so begeben wir uns – nach einem ausführlichen Mittagessen – an den Strand. Wir bleiben 2 Tage hier bevor es weiter gen Norden geht.

  

Dune du Pîlat 2.6

An der Atlantikküste Frankreichs gibt es eigentlich 2 Highlights: Die Düne du Pîlat – Europas größte Wanderdüne und den Mont Saint-Michel – ein Kloster auf einer Insel im Norden des Landes. Und da wir nun schon mal in der Nähe sind, fahren wir heute zur besagten Düne…
Wir parken uns im Schatten ab, Essen erstmal was und starten dann den Aufstieg. Das Wetter ist weiterhin super und so nimmt dieser riesige Sandhaufen durchaus etwas Zeit und Kraft in Anspruch. Später entdecken wir in – weiter nördlich – in Lége noch einen schönen und kostenfreien Campingplatz im Wald. Von hier aus machen wir noch einen kleinen Abendspaziergang zum nahe gelegenen Strand. Allerdings zieht sich der Himmel langsam zu und so verzichten wir mal aufs Baden..