Tag Archive : Apulien

Apulien bis Kalabrien

von Lecce nach Bianco 17.-22.12.17 

Nach Lecce geht unsere Reise weiter Richtung Stiefelspitze Italiens. Wir reisen weiter nach Gallipoli, wo wir uns die schöne Altstadt, die sich auf einer vorgelagerten Insel befindet, wieder mit dem Rad erkunden. Das Wetter ist sonnig und so kommen wir am Eisstand nicht vorbei =0) Später am Nachmittag fahren wir weiter bis nach Porto Cesareo.

Am nächsten Tag fahren wir auf in Veglie vorbei. Von Pino, unserem Couchsurfing-Host und neuen Freund aus Venedig haben wir einen Tipp bekommen, wo wir hier gutes Olivenöl bekommen. Bei D’Amato kosten wir uns dann durch die verschiedenen Sorten, bekommen noch eine kleine Werksführung und fahren zufrieden mit 5 Liter besten Olivenöls weiter über Taranto und Massafra. Die folgenden Tage verbringen wir am Strand der kalabrischen Küste jeweils mit schönen Stellplätzen am Meer bei Pisticci, Nova Siri und Catanzaro.

Brindisi und Lecce: Besuch aus der Heimat

Brindisi, 5. – 6.12.2017

Am 5.12. fahren wir weiter entlang der italienischen Ostküste. Von Savelletri aus fahren wir nach Brindisi. Hier treffen wir uns mit Lutzi, einem guten Freund aus der Heimat. Lutz hat uns schon in Australien „on the road“ besucht. Diesmal hat er die Strecke von Frankfurt bis nach Brindisi mit dem Zug auf sich genommen. Nach ca. 16 Stunden Fahrt hat auch er es an die kleine Hafenstadt geschafft. Wir zwei haben derweil einen guten und ruhigen Übernachtungsplatz direkt von der Stadt gefunden und erkunden die nächsten Tage Brindisi und Umgebung gemeinsam. Natürlich müssen wir mit ihm auch eine Cioccolata con Panna trinken und die eine oder andere kulinarische Spezialität der Region probieren.

Lecce und Umgebung, 7. – 16.12.

Nach 2 Tagen in Brindisi fahren wir dann alle gemeinsam nach Lecce weiter. Hier hat sich unser Lutz in einem Bed&Breakfast eingemietet während wir für uns in San Cataldo, etwas außerhalb der Stadt, einen schönen Platz am Meer gefunden haben. Von hier aus starten wir dann immer mal nach Lecce, nach Otranto oder in den anliegenden Nationalpark Le Cesine. Nebenbei tauschen wir uns natürlich über die aktuellen Geschehnisse seit unserem letzten Treffen aus. So ist Lutzi zum Beispiel Attac beigetreten und unterstützt die Gruppe in Frankfurt kräftig. Vor allem die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowie bewusster Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten stehen dabei im Vordergrund. Wir sind sehr interessiert und tauschen uns über alle mögliche Themen aus. Von Ernährung über die Zukunft der Arbeit und Mobilität, Naturwissenschaft hin zu Meditation, Esotherik, Astrologie und Yoga sind unsere Ausflüge immer sehr anregend und unterhaltsam. In Lecce führt das sogar dazu, dass wir uns aber mal so richtig verlaufen. Die Gassen in der Altstadt sind sehr eng und verwinkelt und als wir an einem Abend an ein und dem selben Parkplatz zum 4. Mal vorbei kommen, müssen wir alle lachen.

Irgendwann steht dann aber der Abschied von Lutzi an. Wir zwei bleiben noch ein paar Tage in San Cataldo. Hier treffen wir auch Jan wieder, den wir in Barletta getroffen hatten. Er bleibt auch ein paar Tage hier und so verbringen wir den größten Teil der Zeit gemeinsam – mit Gitarre spielen, kochen, häkeln, quatschen… Als sich Jan dann unsere Festplatte mal ansehen will, bzgl. Bildertausch usw. passiert dann allerdings ein Missgeschick. Er steckt den Stecker von Laptop-Ladekabel in die Festplatte, die ab dahin nicht mehr funktioniert… alle unsere Bilder uns sonstige Daten Futsch! Naja, wir hoffen, dass wir die Platte in Deutschland irgendwie wieder gerettet bekommen…

In den nächsten Tagen machen wir auch eine kleinere Radtour bis nach Roca. Der Babybauch von Ela wächst stetig und wirkt sich vor allem auf ihre Kondition aus, deswegen werden die kommenden Ausflüge wohl kürzer =0)

Neue Gasflasche – gar nicht so einfach in Italien:

Unsere Gasflasche ist leer und eine Herausforderung sondersgleichen ist es, in Italien eine Gasflasche zu bekommen. In Deutschland bekommt man sie in jedem Baumarkt und an vielen Tankstellen – einfach die alte hinbringen und gegen eine neue tauschen. Aber in Italien ist das gar nicht so einfach. Man bekommt hier nämlich nur dann eine Gasflasche, wenn man eine italienische Steuernummer hat!!! Wir fragen bei verschiedenen Gas-Anbietern hier in Lecce an aber niemand kann uns eine Gasflasche geben… Also wenden wir uns an unseren lieben Freund Pino in Venedig. Er gibt uns seine Steuernummer und so bekommen wir bei Ultragas eine neue Gasflasche. Unsere vorhandene Gasflasche bekommen wir hier nicht getauscht und generell in Italien nur in Ausnahmefällen wieder befüllt… also schleppen wir sie erstmal leer mit uns mit.

<

Adriaküste bis Apulien

25.11.-1.12. Unsere Reise geht weiter Richtung Süden. Schließlich wollen wir den Winter in der Wärme Süditaliens verbringen. Bis dahin haben wir noch ordentlich Strecke vor uns. Entlang der Küste ist unsere Strecke sehr flach, ganz im Gegensatz zum Inland durch das sich die Appeninen von Norden bis runter nach Sizilien ziehen. Deswegen nehmen wir den „umweg“ entlang der Küste gern in Kauf zumal wir mit unserem Gespann ungern in den Bergen unterwegs sind – da hat unsere Goldie einfach nicht genug Power für entspanntes Fahren auf steilen Straßen…

Wir sind ehrlich gesagt generell sehr überrascht davon wie bergig Italien insgesamt ist – wir dachten irgendwie nach den Alpen im Norden und ein bisschen Appeninen geht’s dann Richtung Süden nur noch flach weiter. Aber dass sich die Appeninen komplett durch Italien ziehen – das Land die Form eines Stiefels vor allem deswegen hat, weil die Bergformation sich genau so gebildet hat, war in unseren Erwartungen irgendwie nicht so vorgesehen. Zudem erstaunt uns die Größe des Landes doch ganz schön. Vom Gardasee oben im Norden am Ende der Alpen bis nach Sizilien sind es immerhin fast 1.300 Kilometer direkte Strecke!!! Das ist ungefähr so weit wie die Strecke von München bis nach Barcelona!!! Mit den kleinen Ausflügen abseits der Hauptverkehrsstraßen sowie der Tatsache, dass wir geld- und zeitbedingt die mautpflichtigen Autobahnen umfahren, kommt so ganz schön viel Strecke zusammen.

Barletta

So hangeln wir uns entlang der Adriaküste weiter und machen in Apulien, genauer gesagt in Barletta, einen etwas längeren Halt. Warum Barletta? Naja für uns geht’s vor allem darum ,dass wir gute Übernachtungsülätze für unser Gespann finden. Zudem umgehen wir größere Städte wie Pescara oder Bari gern. Wir finden in Barletta einen ruhigen Platz mit Blick aufs Meer und das Wetter wird langsam auch etwas besser. Im Laufe der nächsten Tage lernen wir dann Jan aus Hamburg kennen, der mit seinem Van quer durch Italien reist und ab Barletta ein Stück des Weges mit uns „geht“. Zudem spielt er gut und gern Gitarre und so kommt Rico auch mal wieder dazu, ein bisschen auf seiner Klampfe zu üben =0)

Savelletri am Meer, Ausgrabungen Egnatia

1.-5.12. Nach knapp einer Woche in und um Barletta fahren wir weiter Richtung Süden. In Savelletri finden wir einen sehr schönen Halteplatz am Meer. Zudem gibt’s hier in der Abgeschiedenheit weit weg von den touristischen Brennpunkten kleinere Ausgrabungsstätten, die wir gut zu Fuß erreichen können. In ein paar Tagen werden wir weiter nach Brindisi fahren, wo wir unseren lieben Freund Lutz aus Oberursel mal wieder on the road treffen. Mit ihm werden wir ein paar Tage gemeinsam an der Adriaküste entlang reisen und uns Brindisi und Lecce ansehen