Erfahrung macht klug – 25.04.17

Ela&Rico/ June 9, 2017

 

Heute begeben wir uns nach Sao Domingo, wo wir uns mit Sarah und David verabredet haben. Auf dem Weg wollen wir noch an einem Megalith-Monument vorbei schauen. Je näher wir der Sache kommen, umso schlechter wird allerdings auch die Straße. Auf den letzten Kilometern geht es für uns – mit Willi hinten dran – über sehr bergige Schotterpisten. Wendemöglichkeiten gibt’s unterwegs keine mehr und uns wird schon bange, wie wir hier wieder raus kommen sollen. Erstmal halten wir aber am Parkplatz für das „Monument“ – wir finden zwei ca. 2 Meter hohe Hinkelsteine vor – AHA! Dafür das alles… Nunja, wir Frühstücken erstmal auf dem Parkplatz, während ein paar Wanderer hier Rast machen. Wir beschließen, dass wir auf dem Weg zurück zur Hauptstraße, eine andere Route nehmen (in der Hoffnung, dass die Schotterstraße dort nicht so bergig ist… was sich als Irrtum heraus stellen sollte). Als wir losfahren wollen, ruft uns ein Kanadier, der aus eben dieser anderen Richtung her gerade auf dem Parkplatz mit seinem Mietwagen ankommt, noch zu „Ihr seid ja echt mutig!“ Naja, 5 Minuten später wissen wir, warum. Auf der engen, von rechts und links mit Gestrüpp überwucherten Schotterstraße erwartet uns nach kurzer Fahrt ein steiler Hang den unsere Goldie beim besten Willen nicht schafft. Auf dem Geröll drehen die Vorderreifen – auf denen ohnenhin durch den Wohnwagen recht wenig Gewicht liegt – durch und beenden die Klettertour auf halbem Wege. Wir versuchen erstmal mit dem Gespann den Berg wieder rückwärts runter zu rollen. Da der Berg allerdings auch noch eine langgezogene Kurve macht und die Straße – wie gesagt – sehr eng ist, wird die kleinste Ungenauigkeit beim Lenken sofort bestraft und unser Willi bleibt fast im Gebüsch stecken. Die Sonne brennt ohne Erbarmen auf uns runter und die innere Anspannung ist auch nicht gerade hilfreich… Wir koppeln ab und hiefen unseren Hänger manuell – soll heißen mittels der Handbremse – den Berg hinunter und noch ein Stück weiter bis zum nächsten Hügel. Wir wollen es mit mehr Anlauf nochmal probieren. Aber auch im zweiten Anlauf klappt es nicht. Auf dem losen Untergrund kann Rico unser Gespann nicht zu schnell über die Kurve am Berg befördern. Ca. 10 Meter vor dem „Gipfel“ streikt die Traktion erneut. Wir geben uns geschlagen. Rico läuft zurück zum Parkplatz. Er will vom Kanadier wissen, wie die Strecke weiter geht und fragt ihn und die Wanderer (leider alles 60+) ob sie uns Anschiebehilfe geben könnten. Naja am Ende hilft auch das alles nichts. Wir schnallen Goldie wieder los und Rico fährt die Straße entlang zum nächsten Dorf. In der verlassenen Siedlung findet er tatsächlich Hilfe bei einem Bauern, der uns schließlich unseren Willi mit seinem Geländewagen bis ins Dorf zurück bringt. Erleichtert und in der gleißenden Sonne, gefühlte 1000 Kalorien leichter, steigen wir wieder ins Auto und fahren schließlich nach Sao Domingo.

Der Tag hat uns zumindest gelehrt, dass wir in Zukunft unseren Wohnwagen öfter abstellen und nur per Auto in die Pampa fahren.

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