Adiòs España, Bom día Portugal – 22.04.2017

 

Auf dem Weg zur Grenze nach Portugal halten wir in Huelva noch kurz für einen Zwischenstop beim Supermarkt und füllen die Vorräte auf.
Der Weg führt uns entlang der Autobahn 49 über eine lange Brücke. Der Fluss Guadiana bildet eine natürliche Grenze zwischen beiden Ländern. In Portugal kommen wir gleich an einer Maut-Registrierungsstelle an. Man bezahlt hier 60 Cent als „Anmeldegebühr“ und das Kennzeichen sowie eine Kreditkarte müssen registriert werden. Damit sollen weitere Autobahnfahrten ganz bequem und automatisch abgewickelt werden können. Per Scanner wird das Nummernschild des Autos an den Auf- und Abfahrten aufgenommen und die Maut wird anschließend von der Kreditkarte abgebucht. Normalerweise umgehen wir ja mautpflichtige Straßen in der Regel, aber da man an der Registrierung nicht vorbei kommt…

So fahren wir jetzt also in Portugal durch die Gegend.
Über’s Radio kriegen wir gleich mal einen Eindruck von der Sprache und sind überracht, wie verschieden portugiesisch zum spanischen ist. Vor allem die Aussprache erinnert uns eher an russisch als an spanisch. Wenigstens reden die Portugiesen wieder etwas langsamer als ihre iberischen Nachbarn, so dass man tatsächlich einzelne Worte erkennen kann…

Hier im Süden – an der bekannten Algarve – halten wir zunächst in Altura. Auf einem großen Parkplatz direkt am Strand parken wir unseren Willi ab und erkunden die Gegend. Dabei erhalten wir noch den freundlichen Hinweis einer „Nachbarin“, dass wir hier unbedingt darauf achten müssten, kein „Campingverhalten“ an den Tag zu legen. Hier an der Algarve tummeln sich Unmengen von Wohnmobilen – vor allem französischer Herkunft. Die Einheimischen haben von den überall kostenfrei rumstehenden Campern die Nase voll und so räumt die Polizei gern mal die Plätze und verteilt auch Strafzettel mit bis zu 400 € Bußgeld. Grundsätzlich wird das kurzzeitige Übernachten auf Parkplätzen von den Behörden ja geduldet aber manche überreizen die Situation ganz schön – angefangen mit monatelangen Stehzeiten bis hin zur Errichtung eigener kleiner Gärten… Vor allem Rentner verbringen den Winter gern hier unten und nisten sich demzufolge entsprechend ein. Leider nutzen sie die Großzügigkeit der Einheimischen unserer Meinung nach zu sehr aus, so dass wohl irgendwann überall das Parken über Nacht verboten wird. In Australien und Neuseeland ist es ja jetzt schon so… Und dann kommt bei vielen von Ihnen noch das bekannte „Ich muss mich hier nicht anpassen“-Verhalten dazu. Vor allem unsere französischen Nachbarn bevorzugen doch lieber die eigene Sprache. Nicht mal ein Hallo oder Danke kommt ihnen in portugiesisch über die Lippen… ständig hört man nur „bonjour“… wir sind in Portugal!

Naja, nach einem schönen Tag am Strand reisen wir weiter – und zwar weg von der überfüllten Algarve – ins Hinterland. In Alcoutim, ca. 45 km nördlich der Küste und wieder am Ufer der Guadiana finden wir einen kleinen Grenzort, wo wir einen Stellplatz finden und die Gegend erkunden können. Hier im Ort kann man mit einer Fähre für 2 € „Einmal Spanien und zurück“ buchen. Wir wandern ein bisschen durch die Gegend und lernen dabei Sarah und David aus London kennen. Den Abend verbringen wir vier im Willi. Die zwei bringen einen leckeren Portwein mit und wir steuern noch Käse, Oliven und Nüsse bei. Die zwei reisen seit 6 Jahren per Wohnmobil durch Europa. Vor allem in Spanien und Portugal kennen sie sich richtig gut aus. So bekommen wir von den beiden gleich mal ein paar Reiseziele empfohlen. Vor allem die sogenannten Barragems – Stauseen sollen wir uns ansehen. Bei dem aktuell sehr warmen Wetter drängt sich so ein Stausee zum Abkühlen ja geradzu auf. Wir verabreden schließlich, dass wir uns am nächsten Tag am Barragem da Tapada Grand in Sao Domingo wieder treffen.

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