#80 – Woche in Bildern

Woche 80 – Westküste, Mt. Taranaki und die vergessene Welt

woche80final >>> Leider hat unsere Speicherkarte aus der Kamera den Geist aufgegeben und ein paar Bilder der beiden Wochen mit in den SD-Karten-Himmel genommen. Daher haben wir leider nicht so viele Bilder <<<

Montag bis Mittwoch, 20.-22.04.2015

Nachdem wir letzte Woche von Wellington aus an der Westküste entlang Richtung Norden gestartet sind, geht es heute weiter Richtung Egmont Nationalpark und Mount Taranaki. Vorbei an Palmerston North, dass wir vor 4 Jahren schon einmal besucht hatten, erstreckt sich die Westküste mit vielen tollen Surfer-Stränden vor uns. Wir kommen auch nach Whanganui, wo der gleichnamige Nationalpark anfängt, vorbei. Hier werden wir in den nächsten Tagen auf dem Forgotten World Highway noch etwas Zeit verbringen. Auf der Suche nach einem schönen und günstigen Übernachtungsplatz finden wir die Waverley Beach Campsite. In Waverley buchen wir uns in der Bibliothek erst einmal für einen Tag ein und erhalten einen Code für die Campküche und die Toiletten/Duschen. Wir können es kaum glauben, dass wir nur insgesamt 12 $ inkl. Strom bezahlen (Normaltarif ist zwischen 30 und 40 $). Wir fahren also erst einmal zum Campingplatz, ein paar Kilometer außerhalb der Stadt, an der Küste gelegen, um uns anzuschauen, warum das hier so billig ist. Okay, es ist alles ein bisschen alt und runter gekommen, aber sauber und wir haben Strom! Die Steilküsten (Bild 1) hier sind wirklich sehr beeindruckend und die Brandung hören wir nachts auch. Es ist ein schöner Platz und das Wetter zeigt sich auch noch von seiner sommerlichen Seite (Bild 2). Wir bleiben also ein paar Tage und genießen das Wetter.

Donnerstag, 23.04.2015

Heute trennen wir uns schweren Herzens und daher auch recht spät von unserem schönen Campingplatz. Es geht weiter in Richtung Egmont National Park und der nächst größeren Stadt: Hawera. Kurz vorher stoppen wir wieder in der Bibliothek in Waverley und bezahlen noch die restlichen Tage. In Hawera frischen wir erst mal die Vorräte auf und streifen noch kurz automobil durch die Kleinstadt (Bild 3). Auf dem Weg, weiter nach Norden, finden wir einen kostenfreien Campingspot in Te Ngutu O Te Manu hinter Hawera, eine alte Kampfstätte zwischen Siedlern und Maori. Man kann hier den Park erkunden und etwas über die Kriege zwischen den Maori und den neuen Siedlern erfahren. Hier fand wohl 1869 die entscheidende Schlacht statt, aus der die Maori als „Sieger“ hervor gingen. Wer zumindest aus heutiger Sicht „gewonnen“ hat, ist ja bekannt…

Zum Glück hat die Kampfstätte auch einen Spielplatz. So kann Rico sein Sportprogramm inklusive Klimmzüge machen.

Freitag, 24.04.2015

Zuerst geht’s für uns heute in die Stadt Stratford. Wir wollen uns noch ein paar Info´s zu den Treks im Nationalpark rund um den Mount Taranaki holen, bevor wir uns ins Abenteuer stürzen. Leider ist das Wetter nicht das Beste. Es scheint zwar die Sonne, aber leider hängt der Berg in den Wolken. Wir erfahren, das eine Gipfelbesteigung auf eigenen Faust aufgrund von Schnee nicht zu empfehlen ist und bekommen den Tipp, dass wir auf einen kleineren Gipfel auf nicht ganz 2000 m – Fanthams Peak – gehen könnten. Wir machen uns daher zunächst mal auf den Weg zu den Dawson Falls, am Fuß des Berges und einem Ausgangspunkt für verschiedene Treks inkl. dem Fanthams Peak. Dort angekommen, stellen wir fest, dass leider auch der kleinere Gipfel in den Wolken verschwunden ist. Naja und ohne gute Aussicht am Ziel, fehlt uns die Motivation. Wir entscheiden uns also, nur für den kleinen Walk zu den Dawson Falls und die Option, morgen eventuell nochmal wieder zu kommen. Heute übernachten wir wieder an der Küste. Für nur 5 $ Donation können wir bei einem kleinen Bootsclub mit Leuchtturm bleiben.

Samstag, 25.04.2015

Der Berg ist immer noch in Wolken gehüllt – gefühlt sogar noch mehr als gestern. Trotzdem konnten wir mit unserer Kamera einen kleinen Moment abpassen, als die Wolken den Berg freigaben. Leider ist das Foto der SD Karte zum Opfer gefallen – und wir waren so stolz! Wenn schon kein Gipfelsieg, dann wenigstens ein Gipfelfoto. Wie auch immer, wir machten uns aufgrund der schlechten Wanderbedingungen auf den Weg in das sonnige New Plymouth. Dort fanden wir mal wieder ein Beispiel für Neuseeländische Unbeschwertheit: Der Weg auf den Paritutu Rock. Nach den ersten hundert Metern üblichen Weges sind wir den Rest so ziemlich auf allen Vieren hochgeklettert. An den ganz steilen Stellen gab es dann eine Kette als Geländer zum festhalten. Unsere Mütter sind sicherlich jetzt froh, dass auch diese Bilder der SD-Karte zum Opfer gefallen sind. Selbst ganz kleine Kinder sind dort mit ihren Müttern hoch. In Deutschland ohne Sicherungsseil undenkbar!
Nach ein paar Einkäufen und der Erkenntnis, dass wir unsere Fußmatte an dem Bootsclub von letzter Nacht vergessen haben, fahren wir aus New Plymouth wieder in die Richtung, aus der wir gekommen waren, zurück und sammeln sie wieder ein. Wir wollen noch ein bisschen weiter nach Stratford fahren, blöd nur, dass wir vergessen haben, in New Plymouth zu tanken. Und da heute ANZAC-Day = Feiertag ist, hat leider nicht jede Dorftankstelle geöffnet. Das müssen wir dann auch in Opunake schmerzlich feststellen und stranden daher für diese Nacht auf einem der teureren Campingplätze. Wenigstens stranden wir im wahrsten Sinne des Wortes: an einem schönen Strand.

Sonntag, der 26.04.2015

Heute morgen hat die Tankstelle zum Glück wieder geöffnet. Nach dem Auftanken fahren wir also nach Stratford, denn von dort aus geht es auf den Forgotten World Highway. Mal wieder eine Empfehlung eines Locals, aufgrund derer wir diesen Weg einschlagen und es lohnt sich auch. Die Landschaft und Umgebung ist teilweise wirklich wie aus einer vergessenen Welt – vorbei am „Hobbits Hole“ (Bild 4) und einer kleinen „Geisterstadt“, wo man sich die Überreste einer alten Minenstadt und einige alte Relikte anschauen kann (Bild 5). Am Ende der Strecke machen wir es uns auf dem kostenlosen Ohinepane Campground gemütlich, wo abends noch ein paar Einheimische auf dem Fluss mit ihren Mini-Speed-Booten anlanden (Bild 6), was es nicht alles gibt.

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