#79 – Woche in Bildern

Woche 79 – Auftakt zur Nordinsel Neuseelands, Wellington und Umland

Woche 79

1 – Montag, 13.04.2015

Mit der Fähre (Bluebridge) fahren wir heute also durch den Marlborough Sound (Bild 1) entlang bis nach Wellington. Nach dreieinhalb Monaten auf der Südinsel Neuseelands begeben wir uns also heute in die Haupstadt. Wir hatten die Nordinsel ja bereits 2011 zu unserer Hochzeitsreise kennen gelernt – damals aber nur 10 Tage Zeit gehabt und sind eher von Ort zu Ort gehetzt. Jetzt können wir ausführlich hier die besten Spots erleben. Über unsere Camper-Mate-App haben wir auch schon einen kostenfreien Übernachtungsspot nahe der City ausgecheckt. Gegen 6 Uhr abends laufen wir nach einer nur 3 stündigen Fahrt in den Hafen Wellingtons ein. Wir verlassen die Fähre und fahren quer durch die City bis nach Island Bay, im Südwesten der Stadt. Der Campground hier liegt direkt am Meer, das heißt, wir haben eine super-Aussicht, allerdings rüttelt der Wind uns mit aufgestelltem Dach ganz schön durch.

2 und 3 – Dienstag, 14.04.2015

Auf in die Haupstadt. Wellington ist, für eine Haupstadt, wirklich klein und übersichtlich. Aus unserer Sicht ein sehr positives Prädikat. Wellington hat einen Charme, wie wir ihn zuvor vor allem in Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens kennen gelernt haben. Und überhaupt ähnelt der kleine Inselstaat im Süden Australiens Neuseeland sehr. Alles ist übersichtlich, beinahe gemütlich und selbst im Innern der City bekommt man nicht dieses für Großstädte so typische Mischgefühl aus Hektik und Anonymität. Als Tageshighlights haben wir uns zuerst mal per Auto einen Überblick über die Stadt verschafft. An der Küste am südlichen Ende der Halbinsel entlang fuhren wir erst einmal vorbei am Flughafen (hier erheben sich die Flugzeuge mal wieder extrem knapp über Straße) zu den Weta-Caves, dem Besucherzentrum der Filmschmiede, die durch Herr der Ringe, Hobbit, Avatar usw. mittlerweile auch dir eventuell ein Begriff sind. Am Eingang erwarten uns erstmal ein paar Trolle, bevor Ela dann einen Schnappschuss mit Gollum (Bild 2) bekommt. Im Zentrum selber kann man sich locker eine halbe Stunde lang umsehen (die eingefleischten Fans der Filme können sich auch von einem der Mitarbeiter Alles im Detail erläutern lassen und könnten hier wahrscheinlich den ganzen Tag verbringen). Wir könnten auch noch eine geführte Tour in die Büros der Film-Mitarbeiter und in die Maskenräume machen, aber wir sind für unsere Verhältnisse ausreichend versorgt und machen weiter. Zunächst fuhren wir auf den Gipfel des Mount Victoria. Von hier aus soll man den besten Ausblick auf Wellington haben. Oben angekommen erwartet uns ein super 360° Ausblick aber auch eisiger Wind (Bild 3). Von hier aus ging es dann weiter Richtung Nationalmuseum.

Das Te Papa Museum in Wellington gilt als eines der Haupt-Sehenswürdigkeiten der Stadt. Drinnen angekommen und von der Menge der Ausstellungen erstmal erschlagen, gehen wir Etage für Etage vor. Das Museum hat wirklich für jeden Etwas zu bieten. Geschichte, Tier- und Pflanzenwelt, Kinder-Spiel-und-Lern-Paradies, sowie weitere Ausstellungen zu aktuellen Themen (heute 75 Jahre Air New-Zealand, Kunst aus Toilettenpapier und eine Porzellanausstellung… Alles in Allem kann man hier locker mehrere Tage verbringen und bis auf die aktuellen Nebenausstellungen, kann man sich alles sogar kostenlos ansehen. Wir sind wirklich begeistert. Um 6 Uhr abends müssen wir dann entsprechend auch fast wörtlich heraus gekehrt werden.

Das ist auch gut so, denn wir sind schon viel zu spät dran für unsere Verabredung mit Kelly. Kelly haben wir in Kambodscha kennen gelernt. Wir durften damals mit ihr die Grenzübertrittserfahrung von Vietnam aus teilen und hatten damals schon versprochen, sobald wir in Neuseeland sind, mal vorbei zu schauen. Also geht’s nach dem Museum in einen Pub und dort verbringen wir dann auch die restlichen Stunden des Tages bevor es wieder zu unserem Campspot am Meer geht.

4 und 5 – Mittwoch, 15.04.2015

Heute gehts Richtung Osten. Da wir die Westküste hoch fahren wollen, erkunden wir vorher noch etwas die andere Seite Wellingtons. Ziel ist Palliser Bay, der südlichste Punkt der Nordinsel. Dazu durchqueren wir das Hutt Valley und einen Bergpass, um fest zu stellen, dass das Wetter immer schlechter wird. Trotz zunehmenden Windes fahren wir immer weiter durch das jetzt flache Land Richtung Küste. Teilweise haben wir das Gefühl, der Wind hebt uns gleich von der Straße ab. Aber wie immer, es lohnt sich. Die Küste ist rauh und die Wellen türmen sich immer und immer höher (Bild 4). Wir fahren vorbei an einer Robbenkolonie und unsre Rosi wird von den Wellen bespritzt. Die Straße endet an einem Leuchtturm. Rico trotzt dem starken Wind und erklimmt die 250 Stufen (Bild 5).

Wir bleiben im nahe gelegenen Dorf Ngawi und versuchen Rosi so windgeschützt wie möglich abzuparken. Heute Abend gibt es frischen Fisch. Wir haben seit Langem mal wieder einen frisch gefangenen Fisch geschenkt bekommen. Als wir gestern zum Mittagessen auf einem kleinen Parkplatz an der Küste Wellingtons geparkt haben, kam eine Maori-Familie mit ihrem Fang auch dorthin. Sie haben die Fische dort ausgenommen, geschuppt und filetiert. Naja und sie haben uns einen rüber gebracht. Sieben Stück hatten sie in einer Stunde gefangen und die Nacht davor sogar 36. Da haben wir mal wieder Glück gehabt.

6 – Donnerstag, 16.04.2015

Wir werden von Sonnenstrahlen geweckt und fahren nach einem ausgiebigen Frühstück wieder zurück Richtung Wellington. Die Straßen sind teils noch überflutet (Bild 6) und der Wind ist zwar weniger geworden, aber immer noch zu stark um wirklich das schöne Wetter zu genießen. Wir schießen noch ein paar schöne Bilder und machen uns auf den Rückweg. Wir finden einen schönen Platz für die Nacht am Wairarapa-See und können hier die Sonnenstrahlen genießen. Außerdem ist es hier optimal, um unser Sportprogramm zu machen.

Freitag, 17.04.2015

Heute fahren wir wieder Richtung Wellington, machen noch einen Ausflug zum Wellington Harbour bis Eastbourne, wo wir am Meer spät Mittag essen. Später geht’s dann wieder durchdie Innenstadt bis zum Campground Island Bay.

7 – Samstag, 18.04.2015

Wir beschließen, Wellington den Rücken zu kehren und weiter die Westküste entlang zu fahren. Wir hatten überlegt, noch eine Führung im Parlamentgebäude zu machen und uns dann aber dagegen entschieden. Warum? Weil wir es können. Es gibt so viel schöneres zu sehen und zu erleben. Wir machen uns also auf die Spuren unserers ersten Besuches 2011. Es ist schon spannend auf dem Weg so dies und das wieder zu erkennen, was wir früher schon mal bereits hatten. Die Westküste oberhalb Wellingtons istwirklich sehr idyllisch, mit vielen kleinen Städtchen, tollen Stränden und Parks. Für die Nacht finden wir wieder einen kostenlosen Spot, zwar nicht am Strand, aber ruhig gelegen im Waikawa Reserve bei Manakau. Wir sind wieder fast alleine und dösen die letzten hellen Stunden in der Sonne umher (Bild 7). Endlich wird es fühlbar wieder wärmer. In Wellington hatte vor allem der Wind fast Eiszapfen aus uns gemacht.

8 – Sonntag, 19.04.2015

Und wieder werden wir mit Sonnenstrahlen geweckt und entscheiden spontan, hier im Reserve noch einen weiteren Tag zu bleiben. Während unseres verspäteten Eierkuchen-frühstücks kam Pierre – ein Local und sowas wie ein Ranger hier – vorbei und blieb mit seiner Hündin gleich mal für eine ausgiebige Unterhaltung bei uns hängen. Er hilft, den Platz hier in Schuss zu halten, da das zuständige Amt sich wohl nicht so viel kümmert. Er erzählt uns mit strahlenden Augen Geschichten aus seiner Vergangenheit und von der Zeit, als hier auf dem Platz über 70 Parteien gecampt haben, da die Fähre zur Südinsel kaputt war und, und, und… wir findens gut! Später gabs dann noch Mittagessen als Picknick draußen auf der Wiese (Bild 8). Das Wetter hier weiter nördlich von Wellington ist einfach zu gut…

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