Month: June 2015

#87 & 88 – Woche in Bildern

Woche 87 – Cape Reinga, das Nordkap von Neuseeland

 

Montag, 08.06.15

Unsere Fahrt Richtung Norden endet heute am Cape Reinga. Am nördliichsten Punkt des Landes gibts ein paar Wanderwege und einen Leuchtturm. Wir schauen uns alles an und genießen dabei bestes Neuseeland-Winterwetter… in der Sonne heiß, im Wind eiskalt. Ein kleiner Wegweiser verrät uns, es sind ca. 10.500 km bis nach Los Angeles und ca. 18.000 km bis nach London – wir sind also mitten im Nirgendwo – willkommen in Neuseeland =0)

Im Anschluss fahren wir zur Tapotupotu Campsite ganz in der Nähe, wo wir Strand, Meer und Sonne weiter genießen können, bevor es gegen Abend wieder an unser Workout geht.

Dienstag, 09.06.15

Te Paki – die größte Sanddüne in Neuseeland – bekannt vor allem, weil man hier super drauf surfen kann. Als wir nach circa einer halben Stunde Fahrt dort ankommen und am Verleih ein Boogie-Board ausleihen wollen, sind wir leider so schlau, den Schlüssel im Auto einzuschließen… ein paar emotionale Momente später geht Ela zum Verleih, um nach Werkzeug zu fragen, mit dem wir unsere Rosi vielleicht “aufbrechen” können. Der Typ vom Verleih kann leider nur mit einem Küchenmesser behilflich sein. Für Ela reicht das allerdings und nach ein paar Minuten hat sie unseren Van geknackt… Puh, erstmal durchgeatmet und dann endlich ein Board ausgeliehen und ab auf die Dünen. Wir folgen den Fußstapfen im Sand und gelangen nach kurzer Zeit an die wahrscheinlich höchste und steilste Stelle hier in der Wüste. Gefühlte 50 Meter Höhe und 70 % Neigung erwarten uns. Doch vorher müssen wir da auch erstmal rauf. Nach der ziemlich klaren Ansage von Ela, dass sie HIER auf keinen Fall runterfahren wird, erklimmt Rico schließlich den Berg allein und genießt den Nervenkitzel und die Geschwindigkeit der ersten Fahrt (auch wenn das auf den Bildern und Videos alles immer viel kleiner und langsamer aussieht…) Später probieren wir uns dann auch mal im Stehend-Surfen.

Hier in den Dünen ist es so unglaublich heiß, dass wir allerdings auch nicht ewig bleiben können und wollen. Sobald der Wind weg ist, knallt die Sonne nur so auf uns runter. Im

Anschluss fahren wir dann noch zur Spirits Bay, einer etwas weiter abgelegenen Küste mit Camping-Möglichkeit, die uns Jürgen noch empfohlen hat. Wir machen noch einen Strandspaziergang und genießen abends die milde Kühle und den klaren Himmel.

Mittwoch, 10.06.15

Heute ist nicht viel passiert. Wir sind in Spirits Bay geblieben und haben den Tag mit Lesen, am Strand entspannen und Spanisch lernen zugebracht

 

Donnerstag und Freitag, 11. – 12.06.15

Von Spirits Bay aus ging es wieder “runter” Richtung Süden. Wir halten in Kaitaia, um unsere Vorräte aufzufüllen. Wir bleiben für die nächsten Tage wieder am Lake Ngatu.

Samstag, 13.06.15

Heute machen wir mal einen Abstecher zur Karikari Peninsula inklusive Strandspaziergang in Matai Bay. Zum Mittag halten wir an einem traumhaftem Spot in Rangiputa. Am Abend gehts wieder zurück zum See, wo wir auch morgen noch bleiben.

Woche 88 – Ausklinken am Hihi Beach

Am Montag fahren wir langsam wieder Richtung Kaeo, wo wir Jürgen und Dorle auf unserem Weg nach Auckland nochmal besuchen wollen. Zuvor mieten wir uns aber für diese Woche erstmal im Hihi Beach Campground ein, wo wir die Tage zum Blog-Schreiben, Lesen, Sport und Spanisch machen und vor allem für unsere weitere Reiseplanung nutzen. Noch sind wir unschlüssig, wie es nach Neuseeland weiter gehen soll. Japan? Mittelamerika? Auf die Inseln in der Umgebung? Wir werden sehen…

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#86 – Woche in Bildern

Woche 86 – Schöne Zeit in Kaeo

Montag, 01.06.15

Dorle und Jürgen nehmen uns mit durch die Gegend und wir fahren zu den Waiariki Hot Pools in Ngawha (Bild 1 und 2). Seit Ewigkeiten haben wir mal wieder das Gefühl in einer heißen Badewanne zusitzen, herrlich. Wir unterhalten uns viel mit den Locals und da das Wetter heute regnerisch und kalt ist genießen wir das warme Bad umso mehr. In Opua haben wir dann noch am Bootsclub eine Anzeige aufgegeben, dass wir gern mit jemandem mitsegeln würden. Drück uns die Daumen, dass jemand ein Herz für unerfahrene Segler hat.

Mittwoch, 03.06.15

Heute helfen wir Jürgen, auf seinem anderen Grundstück in Whangaroa ein bißchen Ordnung im Garten zu schaffen. In kurzer Zeit konnten wir zu dritt ordentlich was schaffen und den beiden damit eine Freude machen. Nach einem späten Mittag fahren wir zusammen noch an den Strand, um mit Lucy eine Runde zu drehen. Superschöne Küste, rau, grün und vor allem sonnig. Highlight des Tages allerdings ist das Gehackte welches es zum Abendbrot gab (Bild 3). Seit fast 2 Jahren hat sich Rico nach diesem Geschmack gesehnt. Endlich gab es mal wieder ein leckeres Hackepeterbrot… einfach unglaublich lecker. Es sind doch oft die einfachen Dinge, die das Leben so schön machen…

Donnerstag, 04.06.15

Auch heute helfen wir Jürgen und Dorle dabei, noch ein paar Sachen fertig zu bekommen. Diesmal auf ihrem eigenen Grundstück. Jürgen möchte gern den Hühnerstall versetzen, um die jetzt gut gedüngte Fläche besser nutzen zu können. Also teilen wir heute den Hühnerstall ab und versetzen den Zaun. Nachmittags gehts wieder mit Lucy raus. Diesmal sind Ela, Dorle und Jürgen allein unterwegs und machen einen Spaziergang in Whangaroa. Am späten Abend gibt’s dann noch ein kleines Wetterphänomen. Es ist dunkel und leicht regnerisch und da wir Vollmond haben, können wir am dunklen Himmel sogar einen Regenbogen sehen… echt verrückt (Bild 6).

Freitag, 05.06.15

Da wir gestern den Hühnerstall geteilt haben, können wir heute Pfosten für den neuen Hühnerstallbereich setzen. Nebenbei verbrennen wir noch Grünschnitt. Zusammen haben wir Vier bis in den Nachmittag zu tun. Zur Belohnung und als kleines Abschieds-Highlight an unserem letzten Abend, macht Ela zum Nachtisch kleine Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern (Bild 5). Hmmm.

Samstag, 06.06.15

Heute gehts mal früher los. Als wir aus Rosi krabbeln, liegt noch der Morgendunst auf den Wäldern (Bild 6). Zusammen fahren wir in zwei Autos nach Kaitaia. Unterwegs machen wir kleinere Zwischenstopps, bei denen uns die Zwei noch ein paar schöne Ecken zeigen. In Kaitaia stöbern wir noch im OP-Shop und gehen anschließend auf den Samstagsmarkt. Danach fahren wir zusammen zum Kauri Museum. Hier gibt es einen riesigen Kauristamm, in den sogar eine Wendeltreppe hinein geschnitzt wurde, über die man in den zweiten Stock gehen kann. Da wird uns mal wieder bewusst wie klein wir sind oder bzw. wie groß früher die Bäume hier mal waren (Dieser Stamm wurde im Sumpf konserviert und, nachdem er entdeckt wurde, geborgen und hierher gebracht.). Wieder draußen verwöhnt uns Jürgen mit seiner Lieblingsapfelnascherei aus seiner Stammbäckerei. Anschließend fahren wir noch gemeinsam zum 90 Mile Beach. Der ist zwar eigentlich “nur” 90 KILOMETER lang (und nicht Meilen), aber scheinbar hat man die Verwechslung irgendwann irgnoriert, Kiwis halt… in Deutschland gäb’s sowas nicht. Egal, hier ist der Strand so fest, dass quasi jedes Fahrzeug auf dem Strand fahren kann. Leider mussten wir Jürgen sagen, dass wir das unserer Rosi nicht zumuten können. Durch Fraser Island haben wir schon etwas Erfahrnung.

Zum Abschied gibt’s dann nochmal ein leckeres Apfelblätterteiggebäck. Jürgen wollte uns zum Dank für den sensationellen Schokokuchen von gestern noch mal abschließend kulinarisch verwöhnen – Mission erfüllt =0)

Nachdem wir Abschied genommen haben, finden wir gleich um die Ecke an einem See einen Platz zum übernachten. Lake Ngatu.

Sonntag, 07.06.15

Nachdem wir heute Morgen erst gegen 10 aus unserem Camper gekrochen sind, machen wir uns recht spät auf den Weg weiter Richtung Cape Reinga. Wir lassen uns Zeit für die Strecke und schauen an ein paar Abzweigungen zum Strand mal vorbei. So finden wir auch unser Camp für die Nacht in Rawera Beach (Bild 7), einem Nationalpark-Campingplatz. Es ist so schön hier, dass wir beschließen, den restlichen Tag hier zu verbringen.

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#85 – Woche in Bildern

Woche 85 – Northland, ein toller Geburtstag

Montag, 25.05.15

Hier in Woolley Bay gefällt es uns wirklich gut. Der Strand ist herrlich – im Gegensatz zum Wetter, so dass wir heute vor allem mal wieder zum Lesen, Spanisch lernen und Sport kommen. Am Abend kommt dann noch ein Australisch/Neuseeländisches Pärchen auf den Platz, die uns gleich mal mit Fisch versorgen. Diesmal gibt’s also Red Snapper zum Abendessen und nachts noch ein paar Foto-Versuche von Rico… (Bild 1)

Dienstag, 26.05.15

Nach Woolleys Bay fahren wir heute weiter (Bild 2) in die Bay of Islands, einem bekannten Urlaubsplätzchen hier in Neuseeland. Wir haben schon in Deutschland davon gehört, dass es hier ein schwimmenden Hostel gibt, also ein Boot, auf dem junge Leute günstig übernachten und Spaß haben können. Als wir in Paihia ankommen (der Touristen-Ort schlechthin hier) schauen wir uns auch mal um, was ein Bett auf dem Hotelboot kostet. Ab 160 $ pro Nacht kann man sich hier einmieten… uns dann doch einiges zu teuer, zumal jetzt in der Nebensaison auch nicht wirklich was los ist… Naja, auf dem Weg weiter nach Norden kommen wir noch a einem günstigen Campplatz vorbei, wo wir die Nacht verbringen. Für 18 $ können wir in Haruru übernachten.

Mittwoch, 27.05.15

Als erste Station des Tages geht’s heute zu Haruru Falls (Bild 3), danach ins kleine Städtchen Kerikeri. Hier gibt es alles und so können wir erstmal Wäsche waschen lassen. Währenddessen gehen wir einkaufen und auf dem Weg zurück zum Auto werden wir auf dem Parkplatz von einem Mann aus dem Auto aus auf deutsch begrüßt. Er, Jürgen, stellt sich und seine Frau Dorle vor und wir machen uns bekannt. Wir erfahren, dass die zwei seit 7 Jahren in Kaeo in der Nähe leben. Sie geben uns ihre Adresse und wir verabreden uns für die nächsten Tage. Danach gings noch schnell zur Wäscherei → alles in den Trockner schmeißen und die Wartezeit mit Stadtbummelvertreiben. Wir bleiben vor allem in einem kleinen Buchladen in einer Seitenstraße hängen und nehmen jeder was mit. Mit frischer Wäsche und neuen Büchern im Gepäck fahren wir dann anschließend eher zufällig zu den Rainbow Falls (Bild 4). Zum Campen fahren wir in den Puketi Forest,wo es durch den vieloen Regen der letzten Tage ziemlich matschig war.

Donnerstag, 28.05.15

Heute besuchen wir Jürgen und Dorle. Doch vorher erkunden wir noch ein bisschen die Gegend um Totara North und Whangaroa (Bild 5). Rico ist auf der Suche nach einer geeigneten Klimmzug-Möglichkeit für sin heutiges Sportprogramm. Leider ist die Suche, so wie heute, oft nicht erfolgreich und er muss kreativ werden. Aber heute wird es wohl nix. Wir fahren also nach Kaeo und folgen Jürgens ausgezeichneter und notwendiger Wegbeschreibung. Wir kommen an einem paradisischen Ort an, der uns sofort gefällt. Etwas in den Bergen haben die zwei ein Riesengründstück, sogar mit eigenem Flusslauf! Die zwei sind allerdings nicht da. Dorles Mutter, immerhin schon 98 Jahre alt, sagt uns, dass wir aufdie beiden warten sollen. Sie ist mit den beiden vor 18 Jahren (immerhin mit 80) aus Deutschland mit nach Neuseeland gekommen. Echt krass.

Etwas später treffen dann auch Dorle und Jürgen und ihre süße Hündin Lucy ein und begrüßen uns herzlich. Wir können Rosi auf dem Hof über Nacht stehen lassen und bei den beiden bleiben. Wir zwei sind schon total gespannt, wie sie so als Selbstversorger leben. Schließlich haben sie neben Hühnern (was in Neuseeland eh Standard zu sein scheint) jede Menge Früchte und Gemüse angebaut und machen von Marmeladen über Wein, Bier, Joghurt, Chutneys, Soßen, einfach Wahnsinn…

Es gibt also viele Gesprächsthemen für uns.

 

Freitag, 29.05.15

Zum Frühstück kommt heute Michael, ein Bekannter der beiden vorbei, der wohl irgendwie bei ihnen eine Wohnung mieten will. Er unterhält uns beim Frühstück herrlich mit seiner Lebensgeschichte. Später fährt Rico mit den beiden nach Whangaroa. Dort ist auch die Wohnung, die die beiden vermieten. Nach Besichtigung und Ausflug mit Dorle und Lucy kommen alle wieder heim und wir verbringen einen tollen zweiten Tag mit den Zweien.

Samstag, 30.05.15

Heute gibt’s mal was zu tun für die Männer. Auf dem Grundstück sollen ein paar Bäume gefällt werden. Abends besuchen wir dann noch Carolin, eine Freundin der beiden. Sie kommt ebenfalls aus Deutschland. Wir amüsieren uns bei leckeren Tapas und Wein (Bild 6).

Sonntag, 31.05.15

Heute ist Rico’s Geburtstag und als besonderes Geschenk wollen wir seinen berüchtigten Geburtstagskuchen machen. Dazu fahren wir erstmal nach Kerikeri, um alle L´Zutaten zu besorgen. Danach sind vorrangig die Mädels mit Backen (Dorle vor allem mit kosten 🙂 beschäftigt. Da die Zubereitung der Buttercreme viel Zeit in Anspruch nimmt, dauert es bis abends, bevor wir alle etwas davon essen können. In der Zwischenzeit hat Jürgen eine unglaublich leckere Lammkeule zubereitet. Dazu gibt’s eigens angebauten Spinat und Kartoffeln. Als Nachtisch kann dan endlich die Geburtstagstorte angeschnitten werden… LECKER! (Bild 7 und 8)

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#84 – Woche in Bildern

Woche 84 – Coromandel bis Northland

Montag, 18.05.15

Nachdem wir unsere Maus also nicht fangen und daher nicht so gut schlafen konnten, ging es heute etwas zerknirscht weiter. Auf dem Weg zur Coromandel Halbinsel machen wir heute Zwischenstopp an den Wentworth Falls. In Tauranga gibt’s vorher noch bissl Shopping und Mittag am Strand. Als wir spät nachmittags in Wentworth Valley am Campplatz ankommen, machen wir mal noch eben schnell den 2 Stunden Walk zu den Wasserfällen (Bild 1 und 2). In der Dunkelheit geht’s dann zurück durch den Wald und zum Auto. Für unsere Maus haben wir heute eine schöne Falle gebaut. Da wir den kleinen Racker nicht töten wollen, haben wir eine eigene Lösung entwickelt. In einer leeren 2 Liter Saftflasche haben wir etwas Reis verstaut. Diese haben wir angekippt in unsere Spüle gestellt. Der Plan → wenn die Maus den Reis „riecht“ und den Spuren am Hals der Flasche folgt, kippt die Flasch, bis sie aufrecht steht und die Maus im Bauch gefangen ist. Als Ela dann in der Nacht nochmal „raus muss“ überrascht sie die Maus am Eingang der Flasche. Die ist so erschrocken, dass sie ungewollt in die Flasche rutscht und dort gefangen ist. Unser Plan hat also funktioniert. Morgen früh setzen wir sie wieder aus aber erstmal können wir in Ruhe schlafen.

Dienstag, 19.05.15

Nach unserem Frühstück und kurz bevor wir abreisen, lassen wir unseren blinden Passagier frei (Bild 3). Jetzt geht es weiter auf die Coromandel Halbinsel. Bereits in 2011 haben wir diesen schönen Fleck schon erkundet und freuen uns schon darauf. Unser erstes Ziel heißt Broken Hill. Hier kann man einen ca. 2 Stunden-Walk machen, auf dem man durch alte Minentunnel laufen kann. Davor müssen wir uns die erste Stunde lang aber erstmal noch einen Berg hochkämpfen. Das Wetter ist Gott sei Dank auf unserer Seite, trocken aber nicht zu warm. Danach geht’s dann durch die Minen-Tunnel (Bild 4 und 5). Echt beeindruckend.

Später fahren wir dann noch die ganze Coromandel entlang nach Norden bis zu unserem Camping Spot. Kaum zu finden aber dafür günstig, fallen wir in der Dunkelheit in Colville ein.

Mittwoch, 20.05.15

Heute geht’s wieder zurück, entlang an der schönen Küste der Coromandel. Es gibt hier so viele schöne Spots, dass man hier locker Wochen verbringen könnte. Das Wetter für die nächsten Tage sieht aber nicht gut aus und so fahren wir wieder zurück zum „Festland“. In Thames füllen wir noch Vorräte und Gas auf bevor wir anschließend in Kaiaua zum Übernachten halten (Bild 6). Dort lernen wir Lisa, eine junge Deutsche, kennen. Mit ihr verbringen wir den Rest des Tages.

Donnerstag, 21.05.15

Eigentlich haben wir heute den ganzen Tag mit Lisa verbracht, geredet und geredet und später sogar gemeinsam unser Freeletics Programm gemacht. Am späten Nachmittag treffen wir noch auf Chris, einem begeisterten Hobby-Fotografen und Kindererzieher, und Lea, die grad mit Schule fertig geworden ist. Sie waren auch in ganz Neuseeland unterwegs und müssen morgen ihren Campervan in Auckland wieder abgeben – Chance für uns, noch ein paar „Überbleibsel“ ihrer Reise aufzunehmen, die sie nicht mehr brauchen. Später verabschieden wir uns noch von Lisa und lassen den Abend mit Chris und Lea ausklingen.

Freitag, 22.05.15

Nach unserem gemeinsamen Frühstück mit Chris und Lea verabschieden wir die zwei und verbringen den Rest des Tages vor allem mit Spanisch lernen und lesen. Es regnet den ganzen Tag in Strömen, so dass uns auch nicht viele Alternativen bleiben.

Samstag, 23.05.15

Zunächst werden wir von unserem neuen Nachbarn, einem Maori aus der Gegend, geweckt. Er gibt uns ein paar von seinen, in der Dämerung frisch gefangenen, Austern. Als wir dann los wollen, um dem Wetter endlich zu entfliehen springt aber unsere Rosi nicht an. Unser Austern-Freund kann uns allerdings helfen, sie wieder flott zu kriegen. Wir fahren also weiter nach Auckland. Die Großstadt umgehen wir erstmal. Wir werden auf unserem Weg, raus aus Neuseeland, sowieso noch etwas Zeit hier verbringen. In den Outskirts gibt’s dann erstmal die leckeren Austern in Weißweinsoße mit Baguette, die Ela vorher noch eifrig geputzt hat (Bild 7). Von Auckland aus ging es dann weiter Richtung Northland. Unterwegs übernachten wir heute an einem Sportplatz hinter Auckland, im Centennial Park in Wellsford. Abends gibt’s dann auch noch unsere Portion Sport bevor es zum Abendbrot und ins Bett geht.

Sonntag, 24.05.15

Von Auckland aus ging die Reise weiter Richtung Norden bis nach Waipu. Hier haben wir uns die Waipu Cave (Höhle) angesehn (Bild 8). In dem riesigen, dunklen Labyrinth kann man sich echt verlaufen und ohne Taschenlampe ist man verloren. Gelohnt hat es sich auf alle Fälle. Wir haben noch nie so viele Glühwürmchen gesehen!

Nach unserer Erkundungstour fahren wir dann an der Ostküste des Nordlandes bis nach Woollleys Bay. Hier gibt’s einen Campingplatz direkt am Meer und einen super Sternenhimmel. Und nachdem Rico sich von Chris hat erklären lassen, wie man gute Bilder vom Sternenhimmel macht, musste er sich natürlich heute gleich mal austoben.

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#82 & 83 – Wochen in Bildern

Woche 82 & 83 – von Napier an die Bay of Plenty

Montag, 04.05.15

Bevor wir morgen zu den Kiwis fahren, haben wir heute noch etwas Arbeit vor uns. Bei HelpX ist es üblich, dass man sich einen „freien Tag“ rausarbeiten muss und so sind wir beide heute den ganzen Tag mit Zaunarbeiten beschäftigt.

Dienstag, 05.05.15


Heute ging es gleich früh morgens los. Wir sollen um 8 Uhr auf der Aufzucht-Stration sein. Mal wieder etwas zu spät los gefahren, kommen wir aber rechtzeitig an. Zuerst mal begrüßen wir die 5 etwas älteren Frauen, die hier als Voluntäre die Aufzucht von Kiwi-Kücken überwachen. Ausgestattet mit Suchantennen und allem möglichen Equipment durchlaufen wir das riesige Gelände. Unsere Aufgabe ist es, heute 6 der 12 hier untergebrachten Kiwis zu finden, sie zu messen, zu wiegen, den Transmitter an einem ihrer Füße neu zu befestigen und generell nach ihrem Gesundheitszustand zu schauen. Sobald sie ein Gewicht von ca. 1 Kg erreicht haben, werden sie in der freien Natur ausgesetzt. Wir teilen uns in zwei Teams auf und sind wirklich erfolgreich. Bis zum Mittag finden wir alle 6 und können auch 5 davon fangen und untersuchen. Eine wirklich gute Quote, wie uns versichtert wird. Normalerweise sind die Damen den ganzen Tag beschäftigt und meist gelingt es ihnen auch nicht, alle zu finden.

06.-13.05.15

Die Zeit bis zum 14. Mai verbringen wir mit Don und Ros zu Hause. Meist arbeiten wir von Morgens bis um 1 Uhr Nachmittags, so dass wir nach dem Mittag, so ab 2 Uhr, für uns haben. Am Abend gibts mit Don, der inzwischen von der Arbeit zurück ist, und Ross noch Abendessen und die täglich Portion Rugby (Bild 1)…

Donnerstag, 14.05.15

Nach knapp 2 Wochen bei Ross und Don fahren wir heute weiter nach Mahia. Ross gibt uns noch ein paar Reisetipps mit auf den Weg (Bild 2). Wir fahren in Mahia wieder auf den Campingplatz, wo wir schon mal waren.

Nach dieser letzten HelpX-Erfahrung sind wir ein wenig ins Grübeln über die Ganze Sache gekommen. Bisher hatten wir recht gute Erfahrungen und uns als Helfer wirklich eher als willkommene Gäste, ja sogar Freunde empfunden. Bei Ross und Don hatten wir allerdings einen anderen Eindruck. Schon öfter hatten wir davon gehört und darüber gelesen, dass diese Helfer-Programme für viele Helfer, wie auch Hosts “ausgenutzt” werden. So gibt es Helfer, die nur eine kostenlose Übernachtung und Verpflegung suchen und daher nicht besonders arbeitswillig sind und Hosts, die nur kostenlose Arbeiter brauchen, feste Zeitvorgaben von bis zu 6 oder 7 Stunden schwerer körperlicher Arbeit pro Tag einfordern und genauestens kontrollieren, wie viel und schnell gearbeitet wird. Und wehe, man hat nach solch einem Tag harter Arbeit auch noch zu viel Hunger!!! Bei Ross und Don hatten wir schon den Eindruck, dass es hier eher in diese Richtung geht. Die Atmosphäre war sehr nett und bemüht, jedoch hatten sie keine Zeit für uns und füreinander. Wir wollten hier eigentlich viel über Weinbau und Selbstversorgung lernen. Statt dessen haben wir nur jeden Tag Gartenarbeiten erledigt und vor allem die zwischenmenschliche Komponente blieb außen vor.

Wie auch immer, wir haben beschlossen, das Thema HelpX in Zukunft nicht mehr oder nur noch in wirklich aussichtsreichen Fällen zu machen. Für Leute wie uns, denen es nicht um kostenfreie Versorgung geht, stellt HelpX oder Whoofing nur bedingt eine Lösung dar, um mit Locals näher in Kontakt zu kommen und neue Erfahrungen und Kenntnisse zu sammeln. Die Grundidee, dass Reisende mit Locals in Kontakt treten und ihnenbei häuslichen Arbeiten helfen ist ja wirklich gut, aber wie so oft, in unserem kapitalistischen und auf den eigenen Vorteil ausgerichteten System, schauen viele dann halt doch nur darauf, bloß nicht zu kurz zu kommen…

Freitag, 15.05.15

Nach Mahia fahren wir heute über Gisbourne bis hoch ans Cape East. Von Gisbourne hatten wir aufgrund der vielen Werbung mehr erwartet, als wir am Ende gesehen haben. Aber es ist ja auch Nebensaison. Außer ein paar Statuen, vor allem von Captain Cook, dem “Entdecker” Neuseelands (Bild 3), und einer kleinen Innenstadt gibt’s hier nichts Besonderes zu sehen (auch wenn die Reiseführer sich natürlich wie immer größte Mühe geben, uns vom Gegenteil zu überzeugen…). Gisbourne gilt als die östlichste größere Stadt der Welt, das muss wohl für uns als Highlight reichen… Vorher kommen wir noch an ein paar Wasserfällen (Bild 4) und viel Natur vorbei. Erst spät abends erreichen wir Cape East und den dazugehörigen Campplatz, der eigentlich nur eine private Viehweide mit Bio-Klo für 6$ pro Person ist.

Samstag, 16.05.15

Am Vormittag lernen wir den Besitzer der Farm kennen, auf der wir campen. Er ist ein etwas älterer Maori und immer froh, wenn er ein paar Leute zu quatschen trifft. Ansonsten bleiben wir heute hier, machen den Strand unsicher und genießen das Wetter. Wir erkunden das East Cape (Bild 5), den nördlichsten Festlandspunkt vor der Datumsgrenze mit dem östlichsten Leuchtturm der Welt (Bild 6) – mal von ein paar kleinen Inseln abgesehen.

Sonntag, 17.05.15

Heute geht es dann weiter, entlang der wunderschönen Küste, der Bay of Plenty (Bild 7). Unser nächste Ziel ist die Coromandel Halbinsel. Auf dem Weg dahin fahren wir heute gemütlich bis nach Wakatane und übernachten auf dem nahe gelegenen Matata Campground, auf dem man für 2 $ eine Mülltüte kaufen MUSS! Warum, konnte uns keiner sagen, aber naja. Wie gesagt, die Kiws versuchen alles, um noch den letzten Dollar aus ihren Urlaubern raus zu pressen. Zudem haben wir heute einer HelpX-Anfrage unterwegs abgesagt. Wir haben leider erst 2 Tage vor unserer geplanten Anreise dort die Bewertungen und Berichte zu den Hosts genauer gelesen und mussten erkennen, dass mehrere sehr negative Berichte zu finden waren, die genau mit dem übereinstimmen, was wir eben nicht wollen. Prompt nach unserer Absage, haben wir dann auch gleich mal eine negative Bewertung von den Hosts bekommen, mit denen wir also zuvor nur per E-Mail Kontakt überhaupt hatten → eine Bestätigung, dass wir mit der Absage alles richtig gemacht haben. Nachts hat uns dann noch unsere 2. Bus-Maus wach gehalten, die seit gestern bei uns mitfährt und sich durchfuttern will. Wir hatten schon vor Wochen (als wir unsere erste Maus im Auto hatten) all unsere Lebensmittel maus-sicher verpackt aber das hat sie nicht abgehalten. Unser Versuch, sie zu fangen, hat leider auch nicht funktioniert. Mal sehen, vielleicht haben wir in der nächsten Nacht mehr Erfolg. An sich ist so ein kleiner Passagier ja echt niedlich aber sie macht es uns mit ihren Geräuschen doch sehr schwer, nachts gut zu schlafen.

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#81 – Woche in Bildern

Woche 81 – dem Wetter hinterher quer durchs Land an die Hawke’s Bay

Montag, 27.04.2015

Es regnet. Und es hört so schnell auch nicht auf. Eigentlich wollten wir noch in den Whanganui National Park und anschließend noch ein paar Treks im Tongariro Nationalpark machen. Leider heißt Regen bei den aktuellen Temperaturen, mit Minusgraden nachts, Schnee und das schreckt uns dann doch ab. Wer will schon bei Minusgraden im Dauerregen wandern gehen und campen… Da es auch für die nächsten Tage so bleiben soll, beschließen wir, schweren Herzens, Tongariro zu skippen und direkt weiter bis nach Napier an die Ostküste zu fahren. Der Wetterbericht sagt für die Region jedenfalls sonniges Wetter und vor allem Nächte ohne Frost voraus. Wir fahren den ganzen Tag im strömenden Regen und machen bei einbrechender Dunkelheit auf halber Strecke halt. Wir campen auf einem ziemlich verlassenen Platz im Wald (Bild 1) und Ela ist froh, als wir noch einen anderen Van entdecken und nicht allein im Wald übernachten müssen.

Dienstag, 28.04.2015

Wir werden für unsere gestrigen Strapazen belohnt und mit strahlendem Sonnenschein geweckt. In aller Ruhe genießen wir die Sonnenstrahlen und setzen unseren Weg nach Napier fort. Dort angekommen, sind wir erstaunt über den Charme der kleinen Stadt. Das Flair erinnert uns ein bisschen an ein “Beverly Hills der 20ger Jahre” oder so. Napier ist auch vor allem wegen ihres Artdeco-Stiles bekannt. Irgendwie hat Rico, das wir in der Gegend länger bleiben sollten. Zunächst aber fahren wir für die Nacht zu einem freien Campingspot außerhalb der Stadt am Lake Tutira.

Mittwoch 29.04.2015

Und wieder Sonnenschein für uns. Der Wetterbericht hält, was er verspricht und wir erkunden weiter die Hawkes Bay. Entlang der Ostküste geht’s in die Kleinstadt Wairoa und von da aus weiter nach Mahia, einer kleinen Halbinsel am Ende der Hawke’s Bay. Wir verbringen den Tag damit, die Strände und den Rest der malerischen Halbinsel zu erkunden (Bild 2 und 3) und lassen uns gegen Abend auf dem kostenlosen Campingplatz hier nieder (Bild 4).

Donnerstag 30.04.15

Highlight des Tages heute: mal wieder eine Höhle. In der Nähe der Halbinsel gibt es mal wieder eine Höhle, welche wir auf eigene Faust erkunden können. Dafür geht es heute über dieverses Farmland. Wir parken erst mal unser Auto auf einer Nebenstraße ab und folgen den Wegweisern über einen Zaun und einen Hang hinauf. Mitten im Nirgendwo einer Viehweide finden wir dann den Eingang zur Managone Cave (Bild 5). Nach einem kurzen Abstieg in einen weiten, dunklen Gang gibt es dort zwei verschiedene Einstiege, die man per Leiter erreicht. Nach einigem Überlegen überwindet sich auch Ela, die nicht sehr sicher anmutenden Leitern hoch zu klettern. Oben angekommen, können wir jeweils in zwei verschiedene Höhlengänge hinein klettern. Nach diesem kleinen Abenteuer und einiger überhöhter Herzschläge bei Ela kommen wir wohl behalten wieder raus und machen uns wieder auf den Weg Richtung Titura See (Bild 6). Morgen müssen wir wieder in Napier sein und da wollen wir heute schon den Großteil der Strecke machen.

Freitag, 01.05.15

Rico hatte den richtigen Riecher. Gestern haben wir Nachricht bekommen, dass wir bei HelpX-Hosts aus Napier heute vorbei kommen können. Wir haben uns für den späten Nachmittag verabredet, so dass wir uns heute vormittag viel Zeit lassen können. Wir verbringen noch ein paar Stunden in Napier und machen beide am Strand noch etwas für unsere allgemeine Fitness. Anschließend geht es zu Roselyn und Don, unseren neuen Hosts für die nächsten Tage. Wir werden herzlich empfangen und gleich am ersten Abend mit Wein und einem sehr guten Essen verwöhnt. Wir tauschen uns aus und beziehen unser Zimmer. Wir sind gespannt auf die nächsten Tage

Samstag, 02.05.15

Da heute Samstag ist, ist auch Don mit dabei heute. Normalerweise arbeitet er auf unter der Woche für eine Weinfirma und Roslyn schmeißt ihre Hobbyfarm zu Hause. Heute jedenfalls wird gezündelt und sauber gemacht. Das heißt wir harken heute eine riesige Weide voll Kiefernnadeln und Geäst und werfen alles auf riesige Brennhaufen. Es ist üblich hier, wenn die Bedingungnen gut dafür sind, den Verschnitt (und manchmal auch Anderes) selbst zu verbrennen. Dafür hatten die Zwei schon Haufen vorbereitet. Um die 5 Stunden lang harken wir gemeinsam die Nadeln zusammen und sammeln die Kienäppel auf (Bild 7). Wir wussten danach, was wir getan hatten.

Sonntag, 03.05.15

Am frühen Morgen haben wir erstmal mit Ricos Family geskypt. Seine Schwester und sein Vater hatten gestern Geburtstag und durch die Zeitverscheibung erwischen wir sie noch rechtzeitig. Nach dem Frühstück zeigt uns Don, wie der Weidezaun repariert werden soll und gemeinsam arbeiten wir drei wieder ohne Pause bis zu einem späten Mittag. Am Abend kommt dann noch einer Ihrer Söhne, Jason, und seine Freundin Kelly zum Essen vorbei. Es gibt den typischen Roast – Sonntagsbraten. Die Australier und Neuseeländer haben ihr großes Essen eher Abends, nicht wie bei uns üblich am Mittag. Jedenfalls arbeitet Kelly bei der örtlichen Forstbehörde im Bereich Vogelschutz. Sie lädt uns ein, am Dienstag Voluntäre im Kiwi-Reservat zu begleiten. Und da war sie, wie aus dem nichts, unsere Chance, echte Kiwis in ihrer freien Wildbahn zu sehen. Wir haben schon ein paar besondere „KIWI“-Exemplare (Locals) in ihrer freien Wildbahn gesehen; hier geht es jetzt aber um die gefährdete Vogel-Spezies. Nachdem es in Australien ja nicht gelingen sollte, Schnabeltiere in ihrer natürlichen Umgebung zu finden (gut, wir haben sie dann halt in einer Aufzuchtstation gesehen…) können wir nun die noch viel selteneren Kiwis entdecken und sogar bei der Arbeit in einer Anlage für die Kleinen mitarbeiten.

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#80 – Woche in Bildern

Woche 80 – Westküste, Mt. Taranaki und die vergessene Welt


 >>> Leider hat unsere Speicherkarte aus der Kamera den Geist aufgegeben und ein paar Bilder der beiden Wochen mit in den SD-Karten-Himmel genommen. Daher haben wir leider nicht so viele Bilder <<<

Montag bis Mittwoch, 20.-22.04.2015

Nachdem wir letzte Woche von Wellington aus an der Westküste entlang Richtung Norden gestartet sind, geht es heute weiter Richtung Egmont Nationalpark und Mount Taranaki. Vorbei an Palmerston North, dass wir vor 4 Jahren schon einmal besucht hatten, erstreckt sich die Westküste mit vielen tollen Surfer-Stränden vor uns. Wir kommen auch nach Whanganui, wo der gleichnamige Nationalpark anfängt, vorbei. Hier werden wir in den nächsten Tagen auf dem Forgotten World Highway noch etwas Zeit verbringen. Auf der Suche nach einem schönen und günstigen Übernachtungsplatz finden wir die Waverley Beach Campsite. In Waverley buchen wir uns in der Bibliothek erst einmal für einen Tag ein und erhalten einen Code für die Campküche und die Toiletten/Duschen. Wir können es kaum glauben, dass wir nur insgesamt 12 $ inkl. Strom bezahlen (Normaltarif ist zwischen 30 und 40 $). Wir fahren also erst einmal zum Campingplatz, ein paar Kilometer außerhalb der Stadt, an der Küste gelegen, um uns anzuschauen, warum das hier so billig ist. Okay, es ist alles ein bisschen alt und runter gekommen, aber sauber und wir haben Strom! Die Steilküsten (Bild 1) hier sind wirklich sehr beeindruckend und die Brandung hören wir nachts auch. Es ist ein schöner Platz und das Wetter zeigt sich auch noch von seiner sommerlichen Seite (Bild 2). Wir bleiben also ein paar Tage und genießen das Wetter.

Donnerstag, 23.04.2015

Heute trennen wir uns schweren Herzens und daher auch recht spät von unserem schönen Campingplatz. Es geht weiter in Richtung Egmont National Park und der nächst größeren Stadt: Hawera. Kurz vorher stoppen wir wieder in der Bibliothek in Waverley und bezahlen noch die restlichen Tage. In Hawera frischen wir erst mal die Vorräte auf und streifen noch kurz automobil durch die Kleinstadt (Bild 3). Auf dem Weg, weiter nach Norden, finden wir einen kostenfreien Campingspot in Te Ngutu O Te Manu hinter Hawera, eine alte Kampfstätte zwischen Siedlern und Maori. Man kann hier den Park erkunden und etwas über die Kriege zwischen den Maori und den neuen Siedlern erfahren. Hier fand wohl 1869 die entscheidende Schlacht statt, aus der die Maori als „Sieger“ hervor gingen. Wer zumindest aus heutiger Sicht „gewonnen“ hat, ist ja bekannt…

Zum Glück hat die Kampfstätte auch einen Spielplatz. So kann Rico sein Sportprogramm inklusive Klimmzüge machen.

Freitag, 24.04.2015

Zuerst geht’s für uns heute in die Stadt Stratford. Wir wollen uns noch ein paar Info´s zu den Treks im Nationalpark rund um den Mount Taranaki holen, bevor wir uns ins Abenteuer stürzen. Leider ist das Wetter nicht das Beste. Es scheint zwar die Sonne, aber leider hängt der Berg in den Wolken. Wir erfahren, das eine Gipfelbesteigung auf eigenen Faust aufgrund von Schnee nicht zu empfehlen ist und bekommen den Tipp, dass wir auf einen kleineren Gipfel auf nicht ganz 2000 m – Fanthams Peak – gehen könnten. Wir machen uns daher zunächst mal auf den Weg zu den Dawson Falls, am Fuß des Berges und einem Ausgangspunkt für verschiedene Treks inkl. dem Fanthams Peak. Dort angekommen, stellen wir fest, dass leider auch der kleinere Gipfel in den Wolken verschwunden ist. Naja und ohne gute Aussicht am Ziel, fehlt uns die Motivation. Wir entscheiden uns also, nur für den kleinen Walk zu den Dawson Falls und die Option, morgen eventuell nochmal wieder zu kommen. Heute übernachten wir wieder an der Küste. Für nur 5 $ Donation können wir bei einem kleinen Bootsclub mit Leuchtturm bleiben.

Samstag, 25.04.2015

Der Berg ist immer noch in Wolken gehüllt – gefühlt sogar noch mehr als gestern. Trotzdem konnten wir mit unserer Kamera einen kleinen Moment abpassen, als die Wolken den Berg freigaben. Leider ist das Foto der SD Karte zum Opfer gefallen – und wir waren so stolz! Wenn schon kein Gipfelsieg, dann wenigstens ein Gipfelfoto. Wie auch immer, wir machten uns aufgrund der schlechten Wanderbedingungen auf den Weg in das sonnige New Plymouth. Dort fanden wir mal wieder ein Beispiel für Neuseeländische Unbeschwertheit: Der Weg auf den Paritutu Rock. Nach den ersten hundert Metern üblichen Weges sind wir den Rest so ziemlich auf allen Vieren hochgeklettert. An den ganz steilen Stellen gab es dann eine Kette als Geländer zum festhalten. Unsere Mütter sind sicherlich jetzt froh, dass auch diese Bilder der SD-Karte zum Opfer gefallen sind. Selbst ganz kleine Kinder sind dort mit ihren Müttern hoch. In Deutschland ohne Sicherungsseil undenkbar!
Nach ein paar Einkäufen und der Erkenntnis, dass wir unsere Fußmatte an dem Bootsclub von letzter Nacht vergessen haben, fahren wir aus New Plymouth wieder in die Richtung, aus der wir gekommen waren, zurück und sammeln sie wieder ein. Wir wollen noch ein bisschen weiter nach Stratford fahren, blöd nur, dass wir vergessen haben, in New Plymouth zu tanken. Und da heute ANZAC-Day = Feiertag ist, hat leider nicht jede Dorftankstelle geöffnet. Das müssen wir dann auch in Opunake schmerzlich feststellen und stranden daher für diese Nacht auf einem der teureren Campingplätze. Wenigstens stranden wir im wahrsten Sinne des Wortes: an einem schönen Strand.

Sonntag, der 26.04.2015

Heute morgen hat die Tankstelle zum Glück wieder geöffnet. Nach dem Auftanken fahren wir also nach Stratford, denn von dort aus geht es auf den Forgotten World Highway. Mal wieder eine Empfehlung eines Locals, aufgrund derer wir diesen Weg einschlagen und es lohnt sich auch. Die Landschaft und Umgebung ist teilweise wirklich wie aus einer vergessenen Welt – vorbei am „Hobbits Hole“ (Bild 4) und einer kleinen „Geisterstadt“, wo man sich die Überreste einer alten Minenstadt und einige alte Relikte anschauen kann (Bild 5). Am Ende der Strecke machen wir es uns auf dem kostenlosen Ohinepane Campground gemütlich, wo abends noch ein paar Einheimische auf dem Fluss mit ihren Mini-Speed-Booten anlanden (Bild 6), was es nicht alles gibt.

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