Month: April 2015

#79 – Woche in Bildern

Woche 79 – Auftakt zur Nordinsel Neuseelands, Wellington und Umland

1 – Montag, 13.04.2015

Mit der Fähre (Bluebridge) fahren wir heute also durch den Marlborough Sound (Bild 1) entlang bis nach Wellington. Nach dreieinhalb Monaten auf der Südinsel Neuseelands begeben wir uns also heute in die Haupstadt. Wir hatten die Nordinsel ja bereits 2011 zu unserer Hochzeitsreise kennen gelernt – damals aber nur 10 Tage Zeit gehabt und sind eher von Ort zu Ort gehetzt. Jetzt können wir ausführlich hier die besten Spots erleben. Über unsere Camper-Mate-App haben wir auch schon einen kostenfreien Übernachtungsspot nahe der City ausgecheckt. Gegen 6 Uhr abends laufen wir nach einer nur 3 stündigen Fahrt in den Hafen Wellingtons ein. Wir verlassen die Fähre und fahren quer durch die City bis nach Island Bay, im Südwesten der Stadt. Der Campground hier liegt direkt am Meer, das heißt, wir haben eine super-Aussicht, allerdings rüttelt der Wind uns mit aufgestelltem Dach ganz schön durch.

2 und 3 – Dienstag, 14.04.2015

Auf in die Haupstadt. Wellington ist, für eine Haupstadt, wirklich klein und übersichtlich. Aus unserer Sicht ein sehr positives Prädikat. Wellington hat einen Charme, wie wir ihn zuvor vor allem in Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens kennen gelernt haben. Und überhaupt ähnelt der kleine Inselstaat im Süden Australiens Neuseeland sehr. Alles ist übersichtlich, beinahe gemütlich und selbst im Innern der City bekommt man nicht dieses für Großstädte so typische Mischgefühl aus Hektik und Anonymität. Als Tageshighlights haben wir uns zuerst mal per Auto einen Überblick über die Stadt verschafft. An der Küste am südlichen Ende der Halbinsel entlang fuhren wir erst einmal vorbei am Flughafen (hier erheben sich die Flugzeuge mal wieder extrem knapp über Straße) zu den Weta-Caves, dem Besucherzentrum der Filmschmiede, die durch Herr der Ringe, Hobbit, Avatar usw. mittlerweile auch dir eventuell ein Begriff sind. Am Eingang erwarten uns erstmal ein paar Trolle, bevor Ela dann einen Schnappschuss mit Gollum (Bild 2) bekommt. Im Zentrum selber kann man sich locker eine halbe Stunde lang umsehen (die eingefleischten Fans der Filme können sich auch von einem der Mitarbeiter Alles im Detail erläutern lassen und könnten hier wahrscheinlich den ganzen Tag verbringen). Wir könnten auch noch eine geführte Tour in die Büros der Film-Mitarbeiter und in die Maskenräume machen, aber wir sind für unsere Verhältnisse ausreichend versorgt und machen weiter. Zunächst fuhren wir auf den Gipfel des Mount Victoria. Von hier aus soll man den besten Ausblick auf Wellington haben. Oben angekommen erwartet uns ein super 360° Ausblick aber auch eisiger Wind (Bild 3). Von hier aus ging es dann weiter Richtung Nationalmuseum.

Das Te Papa Museum in Wellington gilt als eines der Haupt-Sehenswürdigkeiten der Stadt. Drinnen angekommen und von der Menge der Ausstellungen erstmal erschlagen, gehen wir Etage für Etage vor. Das Museum hat wirklich für jeden Etwas zu bieten. Geschichte, Tier- und Pflanzenwelt, Kinder-Spiel-und-Lern-Paradies, sowie weitere Ausstellungen zu aktuellen Themen (heute 75 Jahre Air New-Zealand, Kunst aus Toilettenpapier und eine Porzellanausstellung… Alles in Allem kann man hier locker mehrere Tage verbringen und bis auf die aktuellen Nebenausstellungen, kann man sich alles sogar kostenlos ansehen. Wir sind wirklich begeistert. Um 6 Uhr abends müssen wir dann entsprechend auch fast wörtlich heraus gekehrt werden.

Das ist auch gut so, denn wir sind schon viel zu spät dran für unsere Verabredung mit Kelly. Kelly haben wir in Kambodscha kennen gelernt. Wir durften damals mit ihr die Grenzübertrittserfahrung von Vietnam aus teilen und hatten damals schon versprochen, sobald wir in Neuseeland sind, mal vorbei zu schauen. Also geht’s nach dem Museum in einen Pub und dort verbringen wir dann auch die restlichen Stunden des Tages bevor es wieder zu unserem Campspot am Meer geht.

4 und 5 – Mittwoch, 15.04.2015

Heute gehts Richtung Osten. Da wir die Westküste hoch fahren wollen, erkunden wir vorher noch etwas die andere Seite Wellingtons. Ziel ist Palliser Bay, der südlichste Punkt der Nordinsel. Dazu durchqueren wir das Hutt Valley und einen Bergpass, um fest zu stellen, dass das Wetter immer schlechter wird. Trotz zunehmenden Windes fahren wir immer weiter durch das jetzt flache Land Richtung Küste. Teilweise haben wir das Gefühl, der Wind hebt uns gleich von der Straße ab. Aber wie immer, es lohnt sich. Die Küste ist rauh und die Wellen türmen sich immer und immer höher (Bild 4). Wir fahren vorbei an einer Robbenkolonie und unsre Rosi wird von den Wellen bespritzt. Die Straße endet an einem Leuchtturm. Rico trotzt dem starken Wind und erklimmt die 250 Stufen (Bild 5).

Wir bleiben im nahe gelegenen Dorf Ngawi und versuchen Rosi so windgeschützt wie möglich abzuparken. Heute Abend gibt es frischen Fisch. Wir haben seit Langem mal wieder einen frisch gefangenen Fisch geschenkt bekommen. Als wir gestern zum Mittagessen auf einem kleinen Parkplatz an der Küste Wellingtons geparkt haben, kam eine Maori-Familie mit ihrem Fang auch dorthin. Sie haben die Fische dort ausgenommen, geschuppt und filetiert. Naja und sie haben uns einen rüber gebracht. Sieben Stück hatten sie in einer Stunde gefangen und die Nacht davor sogar 36. Da haben wir mal wieder Glück gehabt.

6 – Donnerstag, 16.04.2015

Wir werden von Sonnenstrahlen geweckt und fahren nach einem ausgiebigen Frühstück wieder zurück Richtung Wellington. Die Straßen sind teils noch überflutet (Bild 6) und der Wind ist zwar weniger geworden, aber immer noch zu stark um wirklich das schöne Wetter zu genießen. Wir schießen noch ein paar schöne Bilder und machen uns auf den Rückweg. Wir finden einen schönen Platz für die Nacht am Wairarapa-See und können hier die Sonnenstrahlen genießen. Außerdem ist es hier optimal, um unser Sportprogramm zu machen.

Freitag, 17.04.2015

Heute fahren wir wieder Richtung Wellington, machen noch einen Ausflug zum Wellington Harbour bis Eastbourne, wo wir am Meer spät Mittag essen. Später geht’s dann wieder durchdie Innenstadt bis zum Campground Island Bay.

7 – Samstag, 18.04.2015

Wir beschließen, Wellington den Rücken zu kehren und weiter die Westküste entlang zu fahren. Wir hatten überlegt, noch eine Führung im Parlamentgebäude zu machen und uns dann aber dagegen entschieden. Warum? Weil wir es können. Es gibt so viel schöneres zu sehen und zu erleben. Wir machen uns also auf die Spuren unserers ersten Besuches 2011. Es ist schon spannend auf dem Weg so dies und das wieder zu erkennen, was wir früher schon mal bereits hatten. Die Westküste oberhalb Wellingtons istwirklich sehr idyllisch, mit vielen kleinen Städtchen, tollen Stränden und Parks. Für die Nacht finden wir wieder einen kostenlosen Spot, zwar nicht am Strand, aber ruhig gelegen im Waikawa Reserve bei Manakau. Wir sind wieder fast alleine und dösen die letzten hellen Stunden in der Sonne umher (Bild 7). Endlich wird es fühlbar wieder wärmer. In Wellington hatte vor allem der Wind fast Eiszapfen aus uns gemacht.

8 – Sonntag, 19.04.2015

Und wieder werden wir mit Sonnenstrahlen geweckt und entscheiden spontan, hier im Reserve noch einen weiteren Tag zu bleiben. Während unseres verspäteten Eierkuchen-frühstücks kam Pierre – ein Local und sowas wie ein Ranger hier – vorbei und blieb mit seiner Hündin gleich mal für eine ausgiebige Unterhaltung bei uns hängen. Er hilft, den Platz hier in Schuss zu halten, da das zuständige Amt sich wohl nicht so viel kümmert. Er erzählt uns mit strahlenden Augen Geschichten aus seiner Vergangenheit und von der Zeit, als hier auf dem Platz über 70 Parteien gecampt haben, da die Fähre zur Südinsel kaputt war und, und, und… wir findens gut! Später gabs dann noch Mittagessen als Picknick draußen auf der Wiese (Bild 8). Das Wetter hier weiter nördlich von Wellington ist einfach zu gut…

<

#78 – Woche in Bildern

Woche 78 – Ein Wiedersehen mit Christchurch und der Weg Richtung Picton

1 – Montag, 06.04.2015

Auf dem Weg nach Christchurch machen wir noch einen Abstecher auf die vorgelagerte Halbinsel. Wir genießen die Ausblicke von oben (Bild 1) und machen zum Mittag einen Abstecher in eine kleinere Bucht Okains Bay in der Nähe von Akaroa. Gegen Abend geht es auf einen günstigen DOC Campingplatz. Dieser hier hat auch eine DOC Gärtnerei gleich mit dran. Da kamen natürlich gleich Erinnerungen an unseren Job in der Gärtnerei in Manapouri hoch. Diese war auch eine ehemalige DOC-Gärtnerei und hatte sich auf einheimische Planzen spezialisiert.

2 und 3 – Dienstag, 07.04.2015

Nach einem letzten Blick auf unser Camp der letzten Nacht (Bild 2) geht es heute nun nach Christchurch. Mit einer Einkaufliste für Lebensmittel und Auto-Teilen bewaffnet, machen wir uns auf die Spuren unseres Aufenthaltes zu Beginn des Jahres. Wir können fast alles von unserer Liste bis zum Nachmittag erledigen und verlassen Christchurch auch gleich wieder. Wir halten noch an einem Waschsalon, um mal wieder alles durch zu waschen und unsere Akkus aufzuladen. Nebenbei kann Ela so Berichte schreiben und Rico Zündkerzen bei Rosi wechseln. Danach geht’s wieder ab in die Natur Richtung Norden, genauer gesagt erstmal nach Kaikoura. Dort übernachten wir am nahe gelegenen Campground Meat Works direkt am Meer (Bild 3).

4 und 5 – Mittwoch, 08.04.2015

Heute erkunden wir die Gegend um Kaikoura. Hier gibt es viele Seelöwen (Bild 4), und Delfine zu sehen. Außerdem lassen wir es uns diesmal nicht entgehen, wie bei den Austern in Bluff, die Spezialität der Region zu kosten. Zum Mittag lassen wir es uns bei Crayfish und Muscheln gut gehen (Bild 5). Nachdem wir unseren Fleisch- und Fischkonsum bereits seit einigen Tagen auf Null zurück gefahren haben, schmecken die frisch gefangnenen Meerestiere gleich doppelt.

6 – Donnerstag, 09.04.2015

Wir haben heute noch eine Nacht bei Kaikoura geschlafen und sind morgens wieder mit dem Anblick von Delfinen begrüßt worden. Als wir dann mit Rosi weiter fahren wollten, haben wir aber den Autoschlüssel nicht mehr gefunden. Bei leichtem Nieselregen haben wir das ganze Auto umgegraben und auch den Strand noch einmal abgesucht – einen Zweitschlüssel haben wir nämlich nicht!!! Aber Nichts!!! Gedanklich waren wir beide der Verzweiflung nahe, blieben aber außergewöhnlich ruhig und gerieten nicht ein bißchen in Streit. Dann entdecken wir einen Spalt hinter dem Kühlschrank. Da wir den Schlüssel immer auf den Kühlschrank legen kommt uns bald der Gedanke, dass er eventuell dahinter gefallen sein könnte. Nur wie da ran kommen??? Der Kühlschrank ist fest verbaut. Zum Glück kommen wir auf die Idee, einen Haken an einem Faden fest zu binden und damit nach dem Schlüssel zu fischen. Es klappert, da ist er, er fällt, wir können ihn unter dem Kühlschrank aber noch nicht sehen. Ela tastet von unten durch den Schrank. Tata: ein Armband kommt zum Vorschein…und dann auch der Schlüssel (Bild 6). Leicht durchnässt aber glücklich können wir dann doch noch – nach einer gefühlten Stunde der Sucherei – weiter fahren. Die Fahrt geht bis nach Blenheim und von dort noch ein kleines Stück weiter auf eine weitere kostenlose Campsite, dem Wilson Memorial.

7 – Freitag, 10.04.2015

Wir haben uns heute entschieden, noch einmal Richtung Abel Tasman National Park zu fahren. Aktuell sind wir – um ehrlich zu sein – noch etwas planlos. Wollen wir wirklich dort noch hin? Ach wir wissen es nicht. Wir wolltewn eigentlich dort kajaken gehen. Aber die Fahrt dorthin ist ziemlich bergig und langatmig. Was soll’s, heute haben wir uns erst einmal Muscheln gekauft und verwöhnen uns heut mit einem verspäteten Muschel-Mittagessen (Bild 7). Danach entspannen wir unseren Geist und versuchen uns klar darüber zu werden, was wir eigentlich wollen. Reisen kann schon ganz schön anstrengend sein, was? Wir übernachten auf einer Campsite zwischen Blenheim und Nelson, am Brown River Reserve. Hier lauern so viele Wespen und Bienen, dass wir uns zum Essen usw. nach drinnen verziehen müssen. Gegen Abend fängt es dann auch noch mit Regnen an, was die ganze Nacht über anhält…

Samstag, 11.04.2015

Wir haben uns entschieden. Wir fahren zurück nach Picton. Wir wollen unsere Rosi nicht noch einmal die Strecke zum Abel Tasman über die Berge quälen. Wir entscheiden uns für einen Campingplatz in Havelock, mit Strom, um alles wieder aufzuladen und vor allem den Tag heute zu nutzen, um die Berichte der letzten 3 Wochen zu schreiben und online zu stellen. Wir wollen doch nicht wieder zu viel Zeit vergehen lassen und zu weit hinterher liegen. Gesagt, getan… wir finden einen netten Platz in Havelock, buchen uns ein und machen uns fleißig an die Arbeit. Ela schreibt und Rico lernt derweil fleißig spanisch. Er hat zu Ela ein bißchen was aufzuholen. Wir haben eine Sprachkursapp heruntergeladen (Babbel) und für 3 Monate abonniert – schließlich wollen wir für Süd-Amerika vorbereitet sein. Jetzt müssen wir das auch nutzen und uns einen Grundwortschatz und Sprachverständnis zulegen, damit wir in Lateinamerika wenigstens ein bißchen was können. Zudem buchen wir heute gleich noch die Fähre von Picton nach Wellington. Für NZ$ 234,- fahren wir am Montag mit Rosi also weiter zur Nordinsel.

Sonntag, 12.04.2015

Wir müssen morgen um 14 Uhr in Picton Freeletics

an der Fähre sein. Bis dahin fahren wir heute zwischen Havelock und Blenheim durch die Gegend und genießen die Landschaft. Hier oben im Norden der Südinsel ist es doch wesentlich wärmer als im Süden. Jetzt im Herbst regnet es zwar überall mal aber das Klima und vor allem der Wind sind hier oben wesentlich freundlicher als noch in den Catlins oder in Dunedin. Damit wir es morgen zur Fähre nicht mehr so weit haben, übernachten wir heute noch einmal auf dem Wilson Memorial, zwischen Blenheim und Picton. Vorher machen wir noch unsere aktuelle Freeletics Trainings-Einheit bevor es dann zum Abendbrot mit Film gucken geht…

<

#77 – Woche in Bildern

Woche 77 – Catlins, Dunedin und Mount Cook

1 – Montag, 30.03.2015

Nachdem die Maus uns das Schlafen in der Nacht schwer gemacht hat, kommen wir etwas später als geplant aus dem Bett. Trotz, das wir alles weggeräumt haben hat sie sich am Kaffee und an Brühwürfeln zu schaffen gemacht. Wir packen auch das noch weg und machen uns auf den River Walk. Wir laufen direkt am Fluss entlang und müssen auch 2 mal mittels sehr wackeliger kleiner Hängebrücken diesen überqueren (Bild 1). Es ist eine sehr schöne Wanderung und wird so auch nicht langweilig. Kein Wunder, wir sind ganz allein, waren doch auch kaum andere Camper da. Wir brauchen circa 3,5 Stunden bis zum Ende und starten nach einem kurzen Mittag den Rückweg über einen Loop, den unsere Karte anzeigt. Wir stellen leider fest, dass nichts dergleichen ausgeschildert ist und laufen einfach den Forstweg entlang. Nach 2 Stunden kommen wir wieder im Camp an und stellen fest, dass wir wohl nicht den richtigen Weg zurück erwischt haben – war ja auch nicht ausgeschildert. Egal. Wir sind früher zurück und haben somit mehr Zeit uns heute ein kostenfreies Nachtlager in Ocean View nahe Dunedin zu suchen.

2 – Dienstag, 31.03.2015

Auf unserer heutigen Etappe nach Dunedin schauen wir uns diekleine Halbinsel im Süden an.Hier folgen wir der Küstenstraße bis Portobello. Zwischendurch machenwir noch einen Abstecher zum Larnach Castle. Weit oben auf einem Berg steht Neuseelands einzigstes Schloss. Wir mühen uns mit Rosi hinauf nur um am Ende feststellen zu müssen, dass eine Besichtigung der Anlage 30 Dollars pro Person kostet …nein Danke. Also geht’s weiter zurück zur Küstenstraße. Immerhin haben wir vom Berg aus einen schönen Panorama-Blick auf Neuseelands viertgrößte Stadt (Bild 2). In der Stadt selbst wollen wir unbedingt noch Bluff-Austern essen. Auf unserem Weg über Invercargill sind wir am Ort Bluff, an dem es die angeblich bestschmeckendsten Austern der Welt gibt, leider nicht mehr vorbei gekommen. Hier in Dunedin im Best Café soll es die Besten Austern schlechthin geben. Leider stellen wir fest, dass aufgrund eines Sturms in den letzten Tagen keine Boote rausgefahren sind und es dementsprechend keine Austern gibt. Also steigen wir wieder in Rosi und erkunden etwas die Gegend.

3 – Mittwoch, 01.04.2015

Heut wachen wir im Campground Warrington Reserve auf. Wir sind an einem kleinen, sehr gemütlichen und kostenlosen Campingplatz nördlich von Dunedin und direkt am Meer. Das Wetter ist herrlich und da wir uns noch entscheiden müssen, wie unsere Fahrt weiter geht (zum Mount Cook oder direkt an der Küste weiter nach Christchurch) bleiben wir heute hier, lesen unseren Dostojewski weiter, lernen noch ein bisschen Spanisch und machen einen ausgedehnten Strandspaziergang (Bild 3).

Donnerstag, 02.04.2015

Wir haben uns entschieden (doch noch) zum Mount Cook zu fahren. Erst hatten wir überlegt, ob wir den Nationalpark skippen, aber so schnell kommen wir ja nicht wieder her und schließlich gilt der Mt. Cook gilt als das Wahrzeichen der Südinsel. Wir biegen also nach ein paar Kilometern Küste von Palmerston aus nach Alexandra ins Landesinnere ein. Leider vergessen wir, als wir in Alexandra sind, ein Foto zu machen. Hier ist Glenno – unser Couchsurfinghost aus Perth – geboren und aufgewachsen. Wir wollten ihm eigentlich ein Bild von hier schicken, damit er ein kleines Andenken von uns bekommt. Naja, 100 Kilometer vor Mount Cook finden wir dann noch eine freie Campsite zum übernachten.

4 bis 6 – Freitag, 03.04.2015

Mount Cook. Die restlichen Kilometer haben wir schnell zurückgelegt und kommen gegen Mittag in Mount Cook an. Wir entscheiden uns für den Hooker Valley Walk zu einem Gletscher-See mit besten Ausblick auf den bekanntesten Berg Neuseelands. Das ist mal ein Osterspaziergang mit besonderem Ausblick. Leider haben uns die kleinen „Schlucki´s“ und natürlich die Begleitung gefehlt. Aber der Walk und vor allem der Ausblick dann am Ende des Tracks waren wirklich die Mühe wert (Bild 4).

Nach nicht ganz 3 Stunden sind wir zurück am Auto und beschließen weiter zu den Blue Lakes im Tasman Valley und dann von dort weiter zur nächsten kostenfreien Campsite zu fahren. Abends sollen Wolken aufziehen und ab Mitternacht soll es regnen. Da macht es keinen Sinn hier zu übernachten und die Tageswanderung zur uns wirklich oft empfohlenen Müller-Hut macht so auch keinen Sinn.

Die Blue Lakes sind leider nicht mehr blau, da kein frisches Gletscherwasser mehr einfließt, aber der Ausblick von hier hat sich dennoch gelohnt (Bild 5).

Auf der Suche nach einem freien Campingplatz werden wir nicht allzu weit entfernt am Lake Pukaki fündig. Das beste ist der Ausblick direkt auf den Mount Cook (Bild 6). Wir können von hier aus sehen, wie sich gegen Abend schon die Wolken über den Berg schieben. Da genießen wir am See noch volle Sonne.

7 – Samstag und Sonntag, 04./05.04.2015

Heute Morgen ist vom Mount Cook nichts mehr zu sehen. Alles ist in Regenwolken eingehüllt. Nur wir sind verschont von Regen. Also richtige Entscheidung weiter zu ziehen. Wir fahren weiter Richtung Sonnenschein, ergo, Christchurch und finden einen schönen Camplatz am Ellesmere Lake für das Osterwochenende. Hier verbringen wir 2 schöne entspannte Tage mit „körperlicher Ertüchtigung“ und viel Zweisamkeit…(Bild 7).

<

#76 – Woche in Bildern

Woche 76 – Goodbye Fjordland, hello Catlins

1 – Dienstag, 24.03.2015

Heute ist unser letzter Tag mit Jimmy. Wir verbringen den ganzen Tag mit Packen und Rosi startklar machen, sowie ein paar Kleinigkeiten zu essen für heute Abend zurecht zu machen. Es kommen ein paar Bekannte vorbei um noch einmal einen Abend gemeinsam zu verbringen, bevor wir uns verabschieden. Natürlich ist ausgerechnet heute Abend ein wichtiges Cricket Spiel der Weltmeisterschaft. Neuseeland ist im Halbfinale gegen Südafrika und den gesamten Abend wird gefiebert. So ein Cricketspiel geht schon mal 8 Stunden. Gegen 0:00 hat dann Neuseeland sich endlich den Einzug ins Finale erkämpft und Rico ist mit den Kiwis im Cricket Himmel (der Sieg kam erst mit dem vorletzten Ball oder so…).

 

2 bis 5 – Mittwoch, 25.03.2015

Wir verabschieden uns von Jimmy (Bild 2) und machen uns gegen Mittag auf den Weg. Wir hatten hier in Manapouri bei ihm wirklich eine wunderschöne Zeit und so fällt es uns doch etwas schwer, die liebgewonnene Idylle hier zu verlassen. Mit gemischten Gefühlen und noch etwas orientierungslos halten wir an dem Plan fest, Richtung Catlins zu fahren. Wir machen einen Zwischenstopp bei Judy (Bild 3), die wir auf Jörgs Party kennen gelernt haben. Sie arbeitet auf der Farm von Graeme und Julie, welche heute leider nicht da sind. Ganz Kiwi lädt Sie uns sofort auf einen Tee und Kuchen ein und versorgt uns mit einer Menge Tipps für den Weg …und mit einer Einladung, für den Fall, dass wir keine Übernachtung finden. Nachdem Sie uns noch mit frischen Zwiebeln, Tomaten, Petersilie und Kürbis versorgt hat, geht es weiter Richtung Küste. Natürlich halten wir an den empfohlenen Limestone-Höhlen an (Bild 4 und 5) und Rico kann nicht widerstehen die 300 Meter mit einer Taschenlampe ausgerüstet bei völliger Dunkelheit durch das Höhlensystem zu klettern. Völlig außer Atem, aber glücklich und überwältigt kommt er von seinem Abenteuer wieder zurück und kann von engen Passagen, Kletterpartien und tiefen Seen berichten.

Donnerstag, 26.03.2015

Nachdem Höhlenabenteuer von gestern haben wir an der Küste noch einen schönen freien Campingplatz in Monkey Island gefunden. Er ist direkt am Strand gelegen und so bleiben wir gleich den ganzen Tag hier und genießen die Freiheit des Reisens.

6 und 7 – Freitag, 27.03.2015

Unser Highlight heute ist ganz eindeutig unser Besuch bei Old Bob. Jimmy hatte uns gesagt, dass wir a) unbedingt zum Cosy Nook, einer kleinen Landzunge im Süden Neuseelands, fahren müssen und b) dort definitiv seinem alten Kumpel Old Bob einen Besuch abstatten sollen. Das lassen wir uns nicht 2 mal sagen. Unser Weg an der Küste in die Catlins hinein führt uns direkt daran vorbei. Old Bob lädt uns sofort auf Kaffee, Tee und Kekse ein und wir verfallen in angeregte Gespräche. Nicht nur sein kleines Häuschen – die Polyfilla Villa – (Bild 6) ist ein Unikat, auch die gesamte Einrichtung und natürlich Bob (Bild 7) selbst passen zur Landschaft wie ein Deckel auf einen Topf.

Am Ende verbringen wir mehrere Stunden bei ihm und er gibt uns noch 2 Bücher mit auf den Weg. Eines über seine Mutter, welche als Kind um die Jahrhundertwende in Alice Springs gelebt hat und das andere über Selbstheilungskräfte.

Erst recht spät setzen wir also unsere Erkundungstour fort.

8 – Samstag, 28.03.2015

Nachdem wir im gestern erst im Dunkeln auf dem Campingplatz in Fortrose angekommen sind, stellen wir heute fest, wie schön wir es wieder getroffen haben. Wieder direkt am Strand und heute sogar mit Sonnenschein. Wir genießen die Sonne und starten in den Büchern zu schmöckern (Bild 8).

9 – Sonntag, 29.03.2015

Heute geht es endlich so richtig in die „Catlins“ rein. Zuerst schauen wir uns Curio Bay an. Eigentlich wollten wir hier mit Delfinen surfen. Leider ist das Wetter so ziemlich Sch*** und wir beschließen weiter zu ziehen. Bevor es aber weiter geht schauen wir uns noch den vesteinerten Wald am Strand an. Normalerweise gibt es hier wohl auch Pinguine, aber die kommen nur zu Dämmerung heraus. Wir fahren weiter und nehmen die verschiedenen „Attraktionen“ auf dem Weg mit. Wir wandern zu verschiedenen Wasserfällen (Bild 9) und gönnen uns zwischendurch zum Mittag mal Blue Cod (Fisch) der typisch für die Region ist.

Gegen späten Nachmittag entscheiden wir uns, dass wir den Catlins River Walk morgen machen wollen. Dafür suchen wir uns im Nationalpark einen Campingplatz im Landesinneren, die Tawanui Campsite, da wir morgen den Tageswalk direkt von hier starten können. Als wir ankommen, sind wir auf dem riesigen Platz mit nur 3 weiteren Campern fast ganz allein. Klar die meisten suchen sich eher einen Platz in Strandnähe.

Diese Einsamkeit hat auch so seine Nachteile, wie wir in der Nacht feststellen müssen. Eine Maus hat irgendwie Ihren Weg in unsere Rosi gefunden und ist bereit alles auf Nahrungssuche anzuknabbern. Mitten in der Nacht verstauen wir alles im Kühlschrank oder hängen es an die Decke, damit das kleine Mäuschen nicht denkt die wäre hier für immer versorgt. Das Rascheln dauert dennoch die ganze Nacht an. Sie hat wahrscheinlich jeden Zentimeter nach Futter abgesucht.

<

#75 – Woche in Bildern

Woche 75 – Unsere letzten Tage im Fjordland

Montag bis Mittwoch, 16. – 18.03.2015

Im Laufe der Woche bekommen Jimmy und wir Besuch von Louise (Bild 1), einer alten Freundin von ihm aus Invercargill. Louise ist eine Person für sich, sehr liebenswert und kommunikativ – mit mehr als 6000 Wörtern pro Tag ausgestattet. Wir diskutieren so in den kommenden Tagen bis in die späten Abendstunden so über alles im Weltgeschehen. Und als Besonderes Highlight gibt es Hefeklöße (Bild 2). Für den ersten Versuch sind die bombastisch geworden und bringen Kindheitserinnerung zurück. Auch Jimmy und Louise sind begeistert…

Donnerstag, 19.03.2015

Nachdem wir auch in den letzten Tagen im Backpackers mit Gästebetreuung und dem gemeinsamen Verfolgen der Cricket-Weltmeisterschaft sowie gemeinsamen Stunden mit Jimmy und Louise verbracht haben, geht es nun, wie gepant, heute nach Milford Sound.

Nächste Woche soll unsere Erkundungstour durch Neuseeland ja weiter gehen und so machen wir vorher noch einen „Testausflug“ inklusive Übernachtung in den Milford Sound. Unsere Rosi wurde von uns ja mit verschiedenen Reparaturen (neue WOF =TÜV) verwöhnt und da ist es doch besser, alles zu testen, bevor wir Manapouri verlassen.

Vor ein paar Tagen hatte Rico Lisa kennen gelernt; sie hat mit ihrem Partner bei uns im Freestone übernachtet. Sie kam vor vieln Jahren aus Deutschöand nach NZ und lebt jetzt im Fjordland. Sie hat uns auf eine kostenlose Boots-Tour in den Milford Sound eingeladen. Sie arbeitet dort für eines der vielen Unternehmen, die Cruisen anbieten. Da konnten und wollten wir natürlich nicht ablehnen.

Nach einem Kurzen Anruf bei ihr, wurden wir für die 13 Uhr Cruise eingebucht. Typisch für uns kommen wir dann am Vormittag doch etwas zu spät los, müssen noch Einkaufen und Tanken und geraten etwas in Zeitnot auf der Strecke, für die eigentlich 2,5 Stunden eingeplant werden sollten. Trotz der langen Fahrt inklusive steiler Bergpassagen, die unsere Rosi aber gut meistert, klappt alles prima und wir sind immerhin fünf Minuten vor dem Einchecken am Hafen im Milford Sound. Wir haben echt Glück, dass wir mit Lisas Firma – Cruise Milford – fahren können. Der Vorteil: das Boot ist wesentlich kleiner als all die anderen Touristenkähne und mit uns sind heute nur noch 7 andere Passagiere an Bord. Es ist also sehr entspannt und wir werden an Bord mit Keksen und Gertränken versorgt (Bild 3). Wir waren uns nicht sicher, ob der Milford Sound wirklich so schön ist, ist es doch der meistbesuchte und damit sehr touristisch. Der Doubtful Sound soll viel größer, schöner und ruhiger sein. Nach den Recherchen der letzten Wochen haben wir uns aber aufgrund der hohen Preise für die Doubtful-Sound-Fahrtenentschieden, nur den Milford zu machen. Und wir wurden mehr als überrascht: Es ist definitiv eine wunderschöne und atemberaubende Landschaft hier. Das Fjordland mit seinen steilen Berhängen, Wasserfälle (Bild 4), eine Robbenkolonie (Bild 5)… na und das Wetter hat sich ja auch alle Mühe gegeben das noch zu untermalen.

Nach der Cruise essen wir dann unser Mittag in einem Schwarm von Sandflies am Hafen von Milford Sound und machen uns auf den Weg zurück Richtung Te Anau. An der Milfordstraße gibt es noch einiges zu sehen und da ein Tag für alles zu kurz ist, entscheiden wir uns erstmal noch für einen Abstecher zu den Humboldt-Falls, Bild x, und einen Walk zum Marian Lake (Bild 6). Leider ist es schon zu spät, um die 3 vollen Stunden zum See zu machen. Dennoch lohnt sich die kurze Teilstrecke, die wir heute nochmachen konnten.

Naja, nach 7 Wochen Arbeiten und Relaxen ist dieser eine Tag unglaublich voll gepackt. Wir suchen uns in der Dämmerung noch schnell einen günstigen Campingplatz und lassen den Tag ausklingen.

Freitag, 20.03.2015

Die erste Nacht wieder in Rosi zu schlafen, brachte schon einige Bedenken mit sich. Waren wir es doch jetzt gewohnt, in einem warmen Haus und richtigen Bett zu schlafen. Und die Nächte sind in letzter Zeit auch recht kühl geworden. Alles halb so wild. Ja es war etwas frisch, aber gefroren haben wir noch lange nicht und da wir alles IN Rosi machen können, heizt das Kochenden ganzen „Wohnraum“ angenehm auf. Nach dem obligatorischen Griesbrei zum Frühstück geht’s weiter Richtung Te Anau zurück.

Wir halten an den Mirror Lakes und können auch ein paar tolle Spiegelbilder (Bild 7) schießen.

Zurück in Te Anau geht’s dann erst einmal in eine Werkstatt. Leider hat der Tacho wieder verrückt gespielt und uns die gesamte Fahrt mit ohrenbetäubenden Geräuschen genervt. Da wurde er nun schon 2 mal „repariert“ und geht immer noch nicht. Der Mechaniker, der sich das letzte mal darum gekümmert hat, ist natürlich im Urlaub und so werden wir zu einem „Spezialisten“ in Te Anau verwiesen. Wir haben riesiges Glück! Jeremy von Te Anau Auto Electrics nimmt sich unseres Problems an und nach einer Stunde hat er es behoben. Nachdem er unsere „Leidensgeschichte“ gehört hat und auch wie viel Geld wir schon sinnlos vergeudet haben, schenkt er uns sogar die Reparatur. Mit einem riesigen Grinsen fahren wir zu Kerstin. Am Abend gehen wir noch auf eine kleine Party. Jörg, ein Münchner, der hier in Te Anau schon seit Jahren Urlaub macht, gibt eine Abschiedsparty. Er ist auch dieses Jahr hier lange auf Urlaub gewesen und wir haben ihn im Laufe der letzten Wochen bei Kerstin kennen gelernt. Er hatte uns eingeladen, zu seiner Abschiedsfeier zu kommen, und da kommen wir natürlich gern. Also ging es von Kerstin dann zur Feier, da feiern wir kräftig und lernen wieder einige neue Gesichter kennen (Bild 8).

Samstag und Sonntag, 21. – 22.03.2015

Nach unserem Ausflug und der Feier am Freitag, sindwir am Wochenende wieder im Freestone bei Jimmy. Da Jimmy und Kerstin fast den ganzen Tag lang Bootstouren haben, machen wir zwei erstmal alle Zimmer sauber und parallel übernimmt Ela noch das Baby-Sitting für Carla allzugern und Rico bastelt noch etwas an Rosi rum. Am Sonntag passierte dann nix aufregendes mehr…

<