Month: May 2014

#32 – Woche in Bildern

Woche 32 – Endlich geht’s weiter: Ab in den Norden!

1 – Montag – 19.05.14

Heute ist großer Aufräumtag! Joe möchte gern auf seinem Grundstück natürliches Buschland haben. Leider haben die Vorbesitzer ziemlich jeden Müll hier im Wald abgekippt und versucht zu verbrennen. In dieses Chaos bringen wir heute etwas Ordnung, damit Joe es dann entsorgen kann. Bedeutet: Sortieren von Metall, Holz, Reifen, Ziegel, Plaste, etc. und aufsammeln von Flaschen, Scherben, kleinem Metallkram und Glaswolle. Wir haben den ganzen Tag gut zu tun und merken das auch am Ende des Tages in den Knochen. Butch ist mit dabei und freut sich, das wir mit ihm so viel draußen sind.

2 – Dienstag – 20.05.14

Meat-Pie – Fleischkuchen! Ein Traum wird war! Als Belohnung für unseren 2ten Einsatztag bekocht uns Karen heute mit ihrem sensationellen Meat-Pie! In einem Kuchen aus Blätterteig wird dazu Ragout oder sonstiges Fleisch eingebettet und dann ausgebacken… Kinder – ein geiles Zeug! Rezept ist eingesammelt und wird hier noch veröffentlicht 😉 Dazu gibt’s zum Nachtisch noch ‘ne selbstgemachte Merengue, eine Art Baiser-Creme-Rolle, die in unserem Fall mit leckeren Schokoladenkeksen gefüllt und mit Rum-Rosinen-Eis serviert wird. Ein echtes Festmahl also, bevor wir wieder auf Camping-Küche umstellen.

3 – Mittwoch – 21.05.14

So, heute ist dann wirklich unser letzter Tag, bevor wir unsere große Reise um den roten Kontinent fortsetzen. Joe hat uns ein Ladegerät gegeben, um die Batterien wieder aufzuladen – damit wir nicht so schnell wieder Starthilfe brauchen:-)! Am Abend nehmen uns die Zwei mit in den Pub zur Jam-Session! Absolut sehens- und hörenswert! Verschiedenste Typen zeigen hier jeden Mittwoch ihr Können und das sogar wirklich gut! Wer hätte das gedacht… Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, den Abend heute noch mit zu nehmen.

4 – Donnerstag – 22.05.14

Großer Abreisetag! Das Packen dauert doch wieder etwas länger als gedacht, so dass wir erst recht spät loskommen. Die Vorräte müssen wir auch noch auffrischen, um unabhängiger zu sein. Am Ende kommen wir im Dunkeln erst auf unserem Buschcampingplatz Drummonds Reserve, in der Nähe von Cervantes an. Wir sind wieder ganz allein und werden morgen von „Gallahs geweckt! Diese Vögel sind so „dumm“, das Gallah hier in Australien sogar als Schimpfwort genutzt wird! Wer in Australien Auto gefahren ist, weiß das – diese Vögel bleiben halt meistens einfach auf der Straße sitzen – die Folgen sind klar :-)!

5 – Freitag – 23.05.14

Die Pinnacles – Steinformationen mitten in der Wüste nähe Cervantes. Eigentlich wollten wir auch noch Dünen-Surfen hier in der Nähe machen, aber da es in den letzten Tagen doch recht viel geregnet hat, muss dass leider ausfallen… So haben wir heute den Tag mit den Pinnacles gestartet und machen uns dann weiter auf nach Norden. Wenig spektakulär, aber schön. Spannender war unser Übernachtungsplatz Cliff Head (in der Nähe von Dongara) direkt am Meer! So viel Wind, das wir manchmal Angst hatten, dass es unsere „Thelma“ gleich umwirft.

6 – Samstag – 24.05.14

Vom Strand-Camping ging’s weiter nach Geraldton. Oft gehört, hatten wir hier eine riesige schöne Stadt vermutet, war aber dann doch eher ein kleines beschauliches Küstendorf… Unser “Highlight” von Geraldton… (siehe Bild) …eine Kirche oder so. Für uns war es heute wichtiger erst einmal eine (kalte) Dusche abzukriegen (auf einem der Strandparkplätze). So kalt war es am Ende nicht. Wird Zeit, dass wir weiter in den Norden kommen, da ist es so warm, das man sich über kalte Duschen freut! Zum Übernachten finden wir wieder dank unserer App einen freien Campspot, namens Mills Lookout, direkt in der Nähe – eine Anhöhe mit freiem Blick in die umliegende Berglandschaft (Wir sollen auch noch einen Super Sonnenaufgang zum Morgen bekommen) echt nice!

7 – Sonntag – 25.05.14

Heute ging es hauptsächlich nur durch Wüste! Ja hier, weiter nördlich, ändert sich die Landschaft kaum und meistens geht es nur gerade aus. Immerhin ist zu dieser Jahreszeit mehr grün zu sehen, als im Sommer. Das lässt es etwas freundlicher wirken. Was sich ändert ist die Temperatur! 29 Grad – willkommen zurück 🙂 ! So freuen wir uns am Abend das erste mal an einem Strandcampingplatz in Point Quobba für läppische 11 $ pro Nacht unser Lager einzurichten.

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#31 Woche in Bildern

Woche 31 – Unsere Letzte Woche in Perth

 

 

1 – Montag – 12.05.14

Da wir bisher ja schon echt lange in Perth gewohnt, die Stadt aber noch nie so richtig erkundet haben, machen wir uns heute mal in die Spur. Wir fahren durch die City, zum King’s Park (wohl die Attraktion in Perth) und an den Cottesloe Beach. Der Kings Park macht seinem Namen alle Ehre – ein Riesen-Areal – hier kann man schon das ein oder Andere machen. Leider war der Tree-Top-Walk geschlossen 🙁 aber gut haben ja schon einen gemacht. Also weiter zum Beach. Das Wetter ist bombastisch und wir können den Surfern ein bissl zuschauen. Sah ein bisschen aus wie ein Kaffeekränzchen auf See – ein Haufen Surfer im Wasser und keine Welle in Sicht. Für uns ein Unterhaltsamer Tagesabschluss. Endlich können wir einen Haken unter „Perth, hab ich gesehn“ machen.
 

2 – Dienstag – 13.05.14

Wir ringen noch mit der Entscheidung, was wir als Nächstes machen sollen: zurück auf die Farm zum Arbeiten und bissl Geld verdienen… und dabei leider auch Zeit verlieren oder weiter Richtung Norden. Entscheidungen sind Sch*** (Schwer)! Wir stellen fest, dass wir es nicht mehr gewöhnt sind, uns mit so nem Kram rum zu schlagen. Da müssmer jetzt durch.

Rico geht am Morgen erstmal wieder mit Pepper in den Park. Dadurch kann Glen morgens länger schlafen und er bzw. wir sind gleich mal an der frischen Luft – vielleichthilfts dabei, einen klaren Gedanken zu bekommen…haha.

3 – Mittwoch – 14.05.14

Die Frischluft hat wohl geholfen! Wir haben uns entschieden: Es geht in den Norden! Dafür wird heute gleich erst mal noch das Auto vorbereitet. Wir besorgen uns noch diverse Outback-Ausrüstung (Axt, Reifen-Reparatur-Sets, Starterkabel, Plane usw.). Ölwechsel steht außerdem an. Da man hier in Australien dafür in einer Werkstatt gern mal 100 Dollar allein für die Arbeitsleistung bezahlt, wollen wir (also eher Rico .-)) es selber probieren. Pepper ist natürlich mit dabei und beobachtet uns, wie wir uns bei unserem ersten Versuch dieser Art anstellen. Am Ende war’s aber kein großer Akt

4 – Donnerstag – 15.05.14

Bevor wir weiter ziehen, machen wir uns noch bissl im Haushalt nützlich und verbringen den Großteil des Tages damit, im Haus die ganzen Jalousien zu putzen. Also wenn wir wieder kommen und sich job-technisch nicht so schnell was ergibt: Wir sind jetzt erfahren im Fenster und Jalousien putzen.

Am Abend treffen wir dann noch Joe und Karen, zwei Freunde von Glen und Silvi. Joe war mal so was wie der Couchsurfing-King von Perth. Er braucht eventuell etwas Hilfe auf seinem Grundstück und so treffen wir uns am Abend, um das Ganze zu besprechen. Wir beschließen, morgen mit zu den beiden zu fahren und vor Ort zu entscheiden, wie es weiter geht. „Ihr müsst das Castle sehen“ Die enthusiastischen Worte von Glen haben uns neugierig gemacht.

5 – Freitag – 16.05.14

Heute ist großer Pack-Tag. Wir bereiten uns und „Thelma“ (unser Auto) auf die große Reise gen Norden vor und fahren am Nachmittag zu Joe’s Garage, von wo aus wir mit den beiden zu Ihnen in die Hills, genauer gesagt nach Chidlow, fahren. Da ahnten wir noch nicht, dass es so schön sein würde und wir dann doch etwas länger dort bleiben. Glen hatte recht! Es ist wirklich fast ein Schloss und absolut wohnlich…:-)! Vor Ort lernen treffen wir dann auch auf Butch, den kleinen vierbeinigen „Haushüter“.

6 – Samstag – 17.05.14

Da wir gestern im Dunkel angekommen sind, konnten wir von dem Grundstück nicht viel sehen! Da nutzen wir gleich die Gelegenheit und helfen Joe beim Holz holen aus seinem Buschwald. Die Zwei starten nach dem Mittag zu einer Oldtimer-Show starten (siehe Titelbild). Joe hat sich 2 alte Oldtimer aufgebaut und fährt mit ihnen zu der ein oder anderen Auto-Ausstellung in der Gegend.So haben wir das „Schloss“ gleich mal für uns und genießen das schöne Wetter im hauseigenen Busch und die erste Badewanne seit langem! Wir haben nichts weiter vor heute als entspannen und vorm Kamin mit Butch paar schöne Filme zu schauen.

7 – Sonntag – 18.05.14

Wir treffen uns mit Ines und Max am See um die Ecke! Also wir wollten. Leider springt unser Auto nicht an, da Ela vergessen hat die Ersatzbatterie von der Hauptbatterie abzuklemmen…blöd! Aber Ines und Max helfen uns aus! Auch als wir dann vom See wieder los machen wollen, brauchen wir nochmal Ihre Hilfe…schönes Abenteuer – klar hier muss mit der Zweitbatterie noch was passieren bevor wir los machen! Trotzdem war es mal wieder ein schöner Sonntagsausflug :-)! Einmal um den See und dann bei Sandwiches und Kaffee quatschen.

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#30 Woche in Bildern

Woche 30 – zurück nach Perth

05.05.2014 bis 11.05.2014 Wellington Dam bis Perth

Montag, 05.05.2014

Wir bleiben im Campground Potters Gorge am Wellington Dam und verbringen sehr relaxte Tage am See. Mit unseren “Nachbarn” tauschen wir uns über unsere jeweiligen Erlebnisse in Australien aus und so kann jeder von uns einiges an Ideen für die nächsten Monate mitnehmen. Kennen gelernt hatten wir sie durch Rico’s Slapstick-Einlage vom Samstag (Bild 1), als er beim Feuer machen plötzlich in seinem Stuhl versank. Wir haben alle gefeiert, als Rico wie ein Marienkäfer auf dem Boden lag und sich mühte, wieder hoch zu kommen. Jaja, ganz schön stressig, dieses Traveller-Leben. Ansonsten war heute nicht viel los. Kleines Highlight war noch der selbstgemachte Damper (Buschbrot) von unseren Australiern. Schmeckt wie Osterbrot. Zum Abendessen kochen wir und essen wir wieder alle zusammen (Bild 2). Zudem sind wir hier echt billig weggekommen. Denn da der Ranger zum kassieren der Gebühren zuletzt am Samstag vor uns hier war, haben wir umsonst übernachtet… nice!

Dienstag, 06.05.2014

Wir machen uns auf Richtung Perth. Doch vorher wollen wir uns noch Collie in der Nähe ansehen. Hier gibt’s allerdings nicht viel – also weiter. Auf dem Weg machen wir in Eaton bzw. Australind noch Lunch am Strand. Danach ging es weiter über Harvey, Falcon, Mandurah, den Kwinana Freeway entlang bis nach Rockingham. Das muss allerdings noch bis morgen auf uns warten. Im Bonney’s Water Ski Park mieten wir uns für eine Nacht (30 AUD) ein. Außer Strom und einer heißen Dusche erwartet uns ein beißender Geruch in der Luft, weil irgendjemand in der Nähe ein Feuerchen gemacht hat… Ela hat unterwegs im Supermarkt noch die 2. Staffel von Sherlock besorgt und so lassen wir’s uns im Van bei Abendessen und Film gut gehen.

Mittwoch, 07.05.2014

Heute geht’s nach Rockingham. Nach Stadtrundfahrt und Mittagessen fängt es an, wie aus Kübeln zu regnen (Bild 3). Insgesamt ist aber auch in Rockingham nicht wirklich viel los. Wir nutzen die Gunst der Stunde und verbringen die Zeit in den Malls. Neben weiterem Outdoor-Equipment für den Van findet Ela auch jede Menge Spielsachen für zwischendurch (Bild 4) Gegen Nachmittag suchen wir über unsere App mal wieder nach kostenfreien Campgrounds. Je näher wir allerdings nach Perth kommen, umso schwieriger wird das Ganze. Im Langford Park kommen wir im strömenden Regen an. So versuchen wir zum ersten Mal, zwischen Fahrerkabine und “Schlafzimmer” in unserem Van hin und her zu klettern. Ein paar blaue Flecken hat’s gebracht, dafür wenigstens trocken! Blöd wurde es nur dann gegen 11 Uhr nachts, als wir dann doch mal gern im Wald “auf Toilette” gegangen wären. Seit Stunden haben wir mal darauf gewartet, dass der starke Regen nachlässt. Und tatsächlich, gegen Mitternacht ließ es dann mal kurz nach. Wir also, nix wie raus, der Natur freien Lauf lassen und dann endlich beruhigt einschlafen.

Donnerstag, 08.05.2014

Heute geht es dann – nach 2 Monaten Rundfahrt im Südwesten wieder zurück nach Perth. Es kommt uns fast schon etwas heimisch vor, hier wieder durch die bekannten Straßen zu fahren. Für den Nachmittag sind wir mit Ines und Max verabredet. Wir sehen endlich mal ihre Wohnung in Northbridge und übernachten dort auch. Sie leben mit 2 Italienern zusammen, mit denen man echt viel Spaß hat. Vor allem wenn sie dann auch noch beide gleichzeitig auf einen einreden – was sie zumindest selber überhaupt nicht zu stören scheint – uns aber einfach nur amüsiert. Das Wetter hingegen ist nicht wirklich besser geworden. Es regnet nahezu den ganzen Tag lang. Nervig ist dabei vor allem: da die beiden direkt in Northbridge wohnen, kriegt man in der Nähe keinen Parkplatz für länger als 2 Stunden. So müssen wir das Auto am Hyde-Park abstellen und ca. 10 Minuten zu Fuß laufen. Aber es war ein super Abend bei Chili und Wein.

Freitag, 09.05.2014

Wir fahren mit Ines zum Farmer’s Market in Perth und stauben richtig günstig Gemüse ab (Bild 5). Max muss ja leider arbeiten =0) Danach verabschieden wir uns und fahren rüber nach Cloverdale, um unsere Freunde Silvia und Glen (unsere Couchsurfing-Hosts vom Februar) wieder zu besuchen. Und vor allem hier ist es ein kleines bisschen wie zu Hause. Schließlich haben wir die Zwei ja fast 3 Wochen lang “belagert” und so freuen wir uns richtig sie und auf “unser” Zimmer und “unser” Bett.

Samstag, 10.05.2014

Da heute Wochenende ist und Silvi und Glen auch mal ausschlafen können, beginnt der Tag sehr entspannt. So entspannt, dass wir unser Frühstück gegen 15 Uhr einnehmen (Bild 6). Einfach herrlich die 2, wie sie uns bei sich wieder aufgenommen haben und wie wir die Zeit miteinander teilen können.

Sonntag, 11.05.2014

Als Highlight des Tages hat Silvi heute Lammkeulen “besorgt”. Die will Glen heute zubereiten (Bild 7). Ein super leckeres Abendessen erwartet uns also. Zum Frühstück, heute wieder zu etwas regulärerer Zeit, gabs Eggs, Beans and Bacon gefolgt von einem herrlichen Mittagsschlaf. Also Essen-Schlafen-Essen-Schlafen – so muss ein Sonntag sein 😉

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#29 Woche in Bildern

Woche 29 – Entspannung am Meer in Busselton

 

28.04.2014 bis 04.05.2014 Busselton bis Wellington Dam

Wir haben unser Lager eingerichtet und sind echt happy, dass wir mit 25 AUD pro Nacht auf einem der günstigeren Campgrounds in Busselton untergekommen sind. Wie man sieht ist das Meer in Sichtweite (Bild 1) und es ist herrlich ruhig. Wir beschließen, etwas länger hier zu bleiben und verlängern um einen weiteren Tag. Was wir erst später bemerken ist, dass nachts immer mal Sachen von den Bäumen aufs Autodach und das Vordach fallen. Doch wir müssen feststellen, dass es sich dabei nicht um Baumfrüchte handelt. Vielmehr sitzen kleine Possums (Bild 2) in den Bäumen. Sie sind nur nachts aktiv und nutzen bevorzugt unser Auto, um sich darüber zu entleeren. Was sich also abends wie herabfallende Früchte oder “Regen” auf unserem Dach anhört, sind unsere netten Mitbewohner.
Das trübt unsere schönen Eindrücke hier allerdings nicht. Die lustige Seite beim Zusammenleben mit den Possums ist: Wenn sie tagsüber in den Bäumen schlafen, passiert es ihnen ab und zu, dass sie den Halt verlieren und auf dem Boden aufschlagen. Wir haben uns am Anfang noch gewundert, was das für dumpfe Schläge sind, die wir um uns herum hören, bis wir schließlich die kleinen “Scheißer” dabei sehen, wie sie total müde wieder ihre Bäume hochklettern. Durch die täglich schönen Sonnenuntergänge (Bild 3) und neue Bekanntschaften (Bild 4) motiviert, verlängern wir immer weiter und genießen es richtig, mal wieder etwas länger sesshaft zu sein. Wir bekommen auch was von den Angel-Erfolgen unserer Nachbarn ab und können so mal den Australischen Lachs probieren… echt lecker. Am Mittwoch sind wir dann auch mal nach Busselton reingefahren. Coleen, unsere Nachbarin, hat uns angeboten, uns in die Stadt zu fahren und wieder mit zurück zum Campingplatz zu nehmen. So müssen wir nicht unser ganzes Zeug ab- und wieder aufbauen. In Busselton selbst gibt’s nicht wirklich viel zu sehen. Einzigste Sehenswürdigkeit nach Wikipedia ist der Busselton Jetty, ein ca. 2 km langer Steg ins Meer an dessen Ende sich ein Unterwasser-Aquarium befindet. Mangels Alternativen schauen wir uns das Ganze also an. Blöd ist, wenn man ins Water-Absorvatory rein will, muss man auch ein Ticket für den Zug über den Steg kaufen. Wir hätten’s besser gefunden, wenn man selber entscheiden kann, ob man laufen oder fahren will und somit etwas günstiger kommt. So zahlen wir also 29 AUD pro Person für den vollen Service, immerhin 1:40 min dauert das Ganze dann. Die geführte Tour durch das recht kleine Aquarium ist ganz nett (Bild 5) und wir erwischen mit einem recht großen Tintenfisch und einem Stinger-Rochen sogar noch ein paar “Highlights” aber ansonsten sind wir da von Valencia doch eher verwöhnt. Wie auch immer, mit dem Geld unterstützt man immerhin direkt den Erhalt der Anlage.

Am Sonntag entschließen wir uns dann aber wirklich weiter zu fahren. Auf dem Weg nach Perth halten wir vorerst am Wellington Dam (Bild 6). Auf Empfehlung der Leute in Busselton übernachten wir hier am Potters Gorge Campground, direkt am Stausee. Für nationalpark-übliche 7,50 AUD pro Person gibts gratis Feuer, große Stellplätze und einen super Blick auf den See. Außerdem tummeln sich viele Waldtiere direkt um uns herum, so wie das Wallabee, was sich für uns in Bild 7 in Pose schmeißt. Wir lernen gleich wieder tolle Leute kennen und tauschen uns mit ihnen bei Abendessen und Lagerfeuer über die typischen sympatischen Eigenheiten der jeweiligen Kulturen aus…<

#28 – Woche in Bildern

Woche 28 – höher und weiter, von Albany nach Busselton

1 – Montag, 21.04.2014

Eigentlich wollten wir heute schon weiter Richtung Westen fahren, aber da uns Alan gestern gefragt hat, ob wir ein bissl Geld verdienen wollen, indem wir seine Autos waschen und wachsen, haben wir entschlossen, noch einen Tag zu bleiben. Hier Rico aufm Dach des LKW. Am Ende haben wir natürlich auch innen mal alles etwas “aufgefrischt”, wir sind halt im Herzen Deutsche…

2 – Dienstag, 22.04.2014

Heute ging’s also weiter Richtung Margaret River bzw. erstmal noch im Shire of Albany und weiter nach Walepole. Wir nehmen die Touri-Plätze mit und finden auch eine Käse- und Weinfarm. Dort können wir – Feinschmecker wie wir nunmal sind – nicht widerstehen. Wir decken uns mit leckerem Wein, Käse und Pastete ein, die wir dann am Strand zum Mittag genießen.

3 – Mittwoch, 23.04.2014

Nach einer Nacht in einer Rest-Area um die Ecke schauen wir uns bei Walepole den Giant-Tree-Top-Talk an. Hier kann man in bis zu 40 Metern Höhe entlang der Baumkronen laufen. Ela hat mit ihrer Höhenangst etwas zu kämpfen. Auf den Pfaden schwankt es doch recht ordentlich. Später finden wir noch einen richtig schönen Campingplatz, sehr klein, mitten im Wald. Wir sind an diesem Abend die einzigen… außer ein paar Schlangen und andere Tiere (keine Ahnung was das war), dass vor allem in der Nacht durchs Gebüsch raschelt.

4 – Donnerstag, 24.04.2014

Nach unserem schönen Campingplatz im Wald fahren wir weiter nach Pemberton. Hier gibt es im Warren National Park die größten Bäume Australiens und die zweit höchsten der Welt. Der Clou, man kann auf 3 Bäume sogar hochklettern, alle zwischen 50 und 75 Meter hoch! Als wir am ersten ankommen (61 Meter!) ist die Lage für uns klar. Ela geht da auf keinen Fall hoch und Rico musste sich das Ganze erstmal noch überlegen. An den Bäumen sind Metallsprossen (wie eine Leiter) angebracht, an denen man bis in die Baumkronen zu einer Plattform klettern kann. Da sich die Aussies, auch und vor allem die älteren ab 60 überhaupt keine Platte machen und schnurstraks dort hoch laufen, kann sich auch Rico überwinden und wagt die Besteigung. Völlig ausgepowert aber happy kommt er nach 5 Minuten oben an. Der Weg nach unten ist dabei allerdings noch anstrengender, aber es hat sich gelohnt. Am Abend lernen wir auf unserem nächsten Campground in Blackwood noch Papa Jon – unseren Nachbarn kennen, wir verbringen einen unvergesslichen Abend…

5 – Freitag, 25.04.2014

Von Pemberton gehts weiter nach Augusta und Margaret River. Augusta ist sozusagen die Südwestliche Ecke Australiens, außer einem Leuchtturm und den angeblich besten Fish & Chips (wirklich lecker) gibt’s allerdings nicht viel zu sehen. Weiter nach Margaret River fahren wir auf der Cave Road entlang, an der sich – wie der Name (Cave = engl. für Höhle) schon sagt, einige Höhlen zur Besichtigung befinden. Bei 22 AUD pro Höhle entscheiden wir uns, in die Mammoth Cave – die größte der drei – zu gehen. Abends in Margaret River angekommen campen wir auf einem Platz, der eigentlich eine große Farm ist, mit 25 AUD pro Nacht nicht billig, dafür warme Duschen, Strom und alle üblichen Extras.

6 – Samstag, 26.04.2014

Am Morgen (was bei uns heißt, kurz vor 12) gehen wir auf den wöchentlich statt findenden Farmer’s Market in Margaret River. Bei einer deutschen Bäckerei, mit Sitz in Yallingup, kriegen wir noch das letzte halbe Schwarzbrot (für umsonst) und lassen uns die Läden sagen, wo wir das sonst kriegen können. Echtes deutsches Schwarzbrot… Die Besitzer sind vor 14 Jahren aus Stuttgart nach Australien gezogen und bieten hier auch Gugelhupf (wüssten gern, wie das die Aussies aussprechen) und andere deutsche Bachwaren an. Zudem gibts hier Gemüse und Obst echt günstig. Am nachmittag verabreden wir uns mit Alan und Hellen an der Schokoladenfabrik bei Margaret River. Wir hatten uns schon bei unserer Abreise ausgemacht, dass wir uns da treffen, da die zwei Ihre Tochter in der Gegend besuchen. Da Ela auf der Farm in Albany auch noch ihre Schminktasche liegen ließ, haben die zwei sie auch gleich mitgebracht. Vorher haben wir noch eine Olivenfarm besucht und den zweien von dort ein kleines Geschenk besorgt. Die Schokoladenfabrik scheint der Touri-Magnet in der Region zu sein. Busseweise werden hier vor allem mal wieder Chinesen abgeladen, so dass es ein ziemliches Gedränge, vor allem an der Probiertheke kommt. Alan und Helen erklären uns die Spezialitäten der Fabrik und besprechen mit uns beim Kaffetrinken vor Ort die Erlebnisse der letzten Tage.

7 – Sonntag, 27.04.2014

Das Wetter ist trüb und regnerisch, perfekt also, um die Gegend mit dem Auto zu erkunden. Wir fahren von Margaret River weiter nach Yallingup. Hier finden wir die Bäckerei von gestern wieder, allerdings ist auch hier das Schwarzbrot schon wieder alle und so nimmt Ela einen halben Gugelhupf (schon wieder für umsonst) mit. Yallingup ist ein ziemlich kleines Nest am Meer und wohl auch ein echter Surfer-hotspot. Viel haben wir durch die trübe Sicht und den starken und anhaltenden Regen allerdings nicht viel erkennen können. An der Beachside sind pompöse Villen aneinander gereiht und ein deutsches Auto folgt aufs nächste, also wohl eher eine Schickimicki-Ecke… Danach gehts weiter durch Dunsborough nach Busselton auf die Suche nach einem neuen Campingplatz. Dank unserer App WikiCamps AU finden wir bald was günstiges, direkt am Strand.

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