#102 – Woche in Bildern

Woche 102 – Südkorea: Busan, Gyeongju, Daegu, Sokcho

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Montag 21.09.15

Die letzten Tage hier in Busan und speziell mit Joseph waren einfach toll. Wir haben einen guten Gastgeber und Freund in ihm gefunden und konnten gleich noch etwas koreanisch lernen – besser hätten wir es nicht treffen können. Morgen soll unsere Reise weiter gehen. Dazu haben wir heute den ganzen Vormittag genutzt und mit Joseph die möglichen Routen besprochen und geplant. An unserem letzten Tag in Busan machen wir mit Joseph einen letzten Tagestrip. Diesmal gehen wir etwas weiter in den Südwesten zum Songdo Beach (Bild 1). An der Küste entlang geht ein schöner Wanderweg, den wir in der Abenddämmerung genießen. Vom Songdo Beach aus laufen wir dann über Nampo wieder zurück und Joseph nimmt uns noch in sein Lieblings-Gimbap-Restaurant mit. Gimbap ist die koreanische Version des Sushi, die hier allerdings eher selten mit Fisch gefüllt ist Bild 2). Joseph bestellt 3 Gimbaps und 2 Bukumbaps (Reis mit Ei und Gemüse). Wir zahlen jeder 3,50 EUR und sind mal wieder satt. Wie schon gesagt, wir verstehen langsam, warum die Koreaner so groß und kräftig gebaut sind…

Dienstag 22.09.15

Wir verabschieden uns von Joseph (Bild 3). Mit Zug und Bus fahren wir an der Ostküste des Landes entlang bis nach Gyeongju. Zu unserem Erstaunen sind dabei vor allem die Busse mit ihren Liegestühlen äußerst bequem (Bild 4). So vergeht die lange Fahrt sehr angenehm. In Gyeongju fahren wir dann weiter an die Ost-küste. Wir finden (auch dank eines Anhalters) einen tollen Camp-spot direkt am Meer.

Mittwoch, 23.09.15

Freiheit ist, wenn du morgens aus deinem Zelt direkt aufs Meer schauen kannst; so oder so ähnlich hat es sich heute zumindest angefühlt (Bild 5). Da es hier an der Küste und weiter in Gyeongju nicht so viel zu sehen gibt, bzw. wir schon viel vom Bus aus gesehen haben, fahren wir heute weiter nach Daegu. An der Haltestelle starren uns die Einheimischen dabei immer mit großen Augen an, uns ist es egal, wir Lächeln und grüßen (Bild 6). Daegu erwartet uns dann am Nachmittag mit typischem Lärm, Trubel und Regenwetter. Irgendwie fühlen wir uns nicht so richtig wohl und beschließen, morgen bis in den Norden zum Seoraksan Nationalpark weiter zu fahren. Für heute finden wir ein kleines Motel, wo wir sehr komfortabel und günstig unterkommen. Im Rain, einem der vielen Romantik-Motels der Stadt, die man auch stundenweise buchen kann 😉 bekommen wir ein Begrüßungspaket mit Kondomen und Pflegeprodukten (Bild 7), um es uns richtig gut gehen zu lassen…

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Donnerstag, 24.09.15

Nachdem wir beschlossen hatten, dass wir für die nächsten Tage erst mal genug von Stadt haben, verlassen wir Daegu nach einem Tag und ziehen weiter nach Sokcho. Dort wollen wir im Nationalpark campen gehen. Im Internet erfuhren wir, dass man im Nationalpark für 1.600 Won, also ca. 1,20 EUR übernachten kann. Das klingt doch super! Wozu haben wir denn sonst unser Zelt ? =0)

Also ab in den Super-Reisebus, auf nach Sokcho. Nach ca. 7 Stunden Fahrt sind wir da. Wir besorgen uns ein paar Vorräte für die nächsten Tage und fahren mit einem Lokalbus zum ersten Camp-ground. In der Dunkelheit ankommend, erfahren wir dort, dass wir hier für 16.000 eine Camp-site bekommen können. Im Nationalpark selbst könne man nicht campen. Okay???!? Normalerweise hätten wir zudem vorher online oder per Telefon reservieren müssen, eine uns unmögliche Sache, da die Website genauso wie die Telefondienste nur in koreanischer Version bestehen. Eine touristen-freundliche englische Telefonstelle oder eine englische Buchungsseite gibt es leider nicht.

Na toll. Wir fügen uns schließlich und bauen unser Zelt im Campground auf. Alles weitere wird sich sicherlich morgen an der Tourist Information im Nationalpark klären.

Freitag, 25.09.15

Am Morgen packen wir unsere Sachen und gehen zum Check-Out. Die Ranger erlassen uns den Preis für die Übernachtung und wünschen uns eine schöne Reise, verbunden mit der nochmaligen Aufforderung, das nächste mal unbedingt vorher zu reservieren…

Wir nehmen den Bus zum Eingang des Nationalparks und laufen als erstes die Touristeninformation an, wo wir dann endlich mal jemanden finden, der ein gutes Englisch spricht. Und es ist wahr, im Park selbst kann man nicht mehr campen, das wurde vor ca. 10 Jahren geändert. Es gibt noch ein paar Hütten, in denen man für stolze 35 EUR pro Person übernachten könne, allerdings sind die über das Wochenende ausgebucht…

Wir müssen also um planen. Wir beschließen, heute erst mal im Nationalpark zu wandern und am Abend wieder im Campground zu übernachten. Diesmal lassen wir uns aber über die Informationsstelle einen Platz reservieren =0) Wir lassen unsere Backpacks hier zurück und machen uns auf in die Berge. Unterwegs treffen wir auf ein deutsch-koreanisches Paar, mit denen wir den Weg hinauf zum Ulsanbawi gehen. Oben angekommen, haben wir ein tollen Ausblick in die Berge bis runter nach Sokcho und zum Meer – einfach traumhaft (Bilder 8 und 9). Das Wetter ist zudem bestens. Nur direkt über dem Seoraksan, wo man nur mit der Seilbahn hinkommt, ist es stark bewölkt, so dass wir uns den Weg (und die Kohle) sparen.

Als wir Stunden später wieder an der Information ankommen, satteln wir unsere Backpacks auf und fahren zurück zum Campingplatz. Die Männer dort erkennen uns schon und wir erklären ihnen, dass wir reserviert haben. Heute bekommen wir eine schöne Camp-site mit Strom für 20.000 Won. Als wir uns zum Abendessen unsere Nudeln kochen, bekommen wir von einem unserer Nachbarn richtig leckeres koreanisches Barbeque serviert (Bilder 10 und 11). Wir fühlen uns gleich viel wohler hier auf dem Campingplatz =0)

Samstag, 26.09.15

Nach unserer Kletterpartie gestern wollen wir heute das schöne Wetter genießen und den Tag vor allem zum Lesen nutzen. Wir schmeißen uns in unsere Hängematte und stöbern durch unsere E-Books. Derweil kommen neue „Nachbarn“ und diesmal sogar Touristen, die englisch sprechen können. Jeff (aus den USA) und Sally (aus Korea) sind regelrecht überrascht und erfreut, Leute von Auswärts zu treffen, mit denen sie sich unterhalten können. Schließlich hat Sally für eine Weile in Australien gelebt und Jeff tut sich mit Englisch natürlich auch wesentlich leichter als mit koreanisch =0)

Die beiden wohnen an der Westküste, ca. 1 Stunde südlich von Seoul und sind übers Wochenende hergekommen, um die Ruhe und die Natur zu genießen. Nachdem die zwei ihr neues Zelt aufgebaut haben, welches für koreanische Verhältnisse normale Größe besitzt, für uns aber riesig wirkt, setzen wir uns zusammen und verbringen schließlich den ganzen Tag gemeinsam (Bild 12). Zum Abendessen machen die zwei ein leckeres Barbeque… Ist ja auch klar, ein Ami und eine Koreanerin, beides Länder in denen Barbeque ganz groß geschrieben wird =0) Später bekommen wir dann noch von einer koreanischen Familie ein paar leckere Krabben geschenkt, die unseren Abend noch versüßen (Bild 13).

Sonntag, 27.09.15

Nach unserem tollen Tag gestern mit Sally und Jeff machen wir vier heute einen gemeinsamen Ausflug in den Nationalpark. Vorher verlängern wir nochmal um eine Nacht. Da es heute so voll ist, bekommen wir aber erst mal keinen Platz zugewiesen, räumen unser Zelt auf einen leeren Wiesenbereich und gehen erst mal mit Jeff und Sally (Bild 14). Wir wollen zu den Wasserfällen am Fuße des Seoraksan. Heute am Sonntag ist es im Vergleich zum Freitag sehr voll. Auf unserem Weg entlang des Wanderpfades treffen wir so viele Leute, dass zwischendurch regelrecht Staus entstehen. Am Ende des Wege kommen wir immer wieder an Wasserfällen mit Pools vorbei, in die Rico am liebsten rein springen würde. Und witzig ist dabei die koreanische Kultur: rein springen verboten, aber im Notfall liegt einen Rettungsreifen, mitten im Wald, parat!?!

Nach unserem Trip fahren wir zurück ins Camp. Jeff und Sally lassen uns am Supermarkt raus, so dass wir uns noch was zum Abendessen besorgen können. Die Zwei wollen den Rest des Tages gern zu zweit verbringen. Schließlich haben sie ja nur das Wochenende frei. Da können wir es natürlich nur zu gut nachvollziehen, dass sie die Zeit auch mal für sich haben wollen. Am Camp angekommen, bekommen wir dann heute einen Platz ohne Strom für 16.000. Dazu kriegen wir aber noch eine Kabelrolle, mit der wir beim Nachbarn Strom klauen dürfen… Diese Koreaner, einfach herrlich. So kommen wir dann heute Nachmittag wieder zum Lesen unserer Bücher und können unsere elektronischen Geräte derweil laden, bevor es morgen nach Seoul geht.

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